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Mediation

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by

Christine Daxhammer

on 5 May 2017

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Transcript of Mediation

Situation der Medianten
Erwarten eine Lösung
Abgrenzung Mediation
zur Therapie
Warum
Mediation

„Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz Recht und nie einer ganz Unrecht hat“
– Kurt Tcholsky
2. Prinzipien der Mediation
Mediation
Warum Medaition
statt Gericht
Es geht um eine befriedigende/befriedigender Konfliktregelung der Beteiligten selbst auf der Grundlage ihrer Interessen/ Bedürfnisse nicht um „Recht haben – oder Recht kriegen“ nicht um „gewinnen oder verlieren“
Keine Gewinner – keine Verlierer
Mediation
Klärung einer
interpersonellen
Konfliktsituation
Arbeit mit allen Konfliktbeteiligten
Ziel:
Konfliktregelung interpersonell
Therapie
Klärung einer
intrapersonalen
Konfliktsituation
Arbeit in der Regel an der Konfliktperson
Ziel:
Bewältigung intrapersonaler Konflikte
Konfliktanlässe
Unterschiedliche: Ansichten, Absichten, Interessen, Vorstellungen, Erwartungen
Kommunikation von Konfliktbeteiligten
- Nicht (mehr) zuhören - „Du hörst mir nicht zu!“
- Nicht (mehr) reden - „ Mit dir kann man nicht reden!“
- Nicht (mehr) verstehen - „Du verstehst mich nicht!“
- Missverständnisse „Das habe ich nicht gesagt!“
- Misstrauen „Was willst Du eigentlich von mir?“
- Fehlendes Vertrauen „Dir vertraue ich nicht mehr!“
- Interpretieren „Ich denke, dass Du denkst, dass ich denke!“
- Gefühle Ungerechtigkeit „Das ist ungerecht!“

Gestörte, verletzte Gefühle
Gestörte Kommunikation, Missverständnisse
Mangelnde Akzeptanz, Vorurteile
Angst, Enttäuschung
Erwarten Unterstützung ihrer Position
Suchen Koalitionen
Fürchten etwas Unbekanntes
Hoffen auf eine neue Bühne
„ich will mehr Menschen überzeugen, dass ich Recht habe!“
5. Perspektivenwechsel
in Mediation
von
Personen-, Normorientiert
Dissens
zu
Sachorientiert
Vergangenheitsorientiert
Ursachen-, Schuldorientiert
Fremdorientiert
Positionen
Probleme
Zukunftsorientiert
Ressourcenorientiert
Eigenverantwortlichkeit
Interessen
Regelungen, Lösungen
Konsens
Von der Beziehungsebene zur Sachebene
6. Mediative
Befriedigungsebenenen
Psychologische Ebene
Verfahrensebene
Inhaltliche Ebene/Sachebene
Nicht über den Kopf
hinweg entscheiden
7. Ziele
von Mediation
Emotionale Entflechtung der Streitpartner
Erhalt von Beziehungsstrukturen
Förderung wechselseitiger
Problemwahrnehmung/-akzeptanz
Auflösung destruktiver, Entwicklung nachhaltig konstruktiver Kommunikations- und Kooperationsstrukturen
Entwicklung einvernehmlicher, zukunftsorientierter
Regelung
Nachhaltige Förderung von Rechtsfrieden
Verringerung von Konfliktkosten
(materiell & immateriell)
Orientierung in der Mediation
„ZAKK“
zakk, aber nicht ruckzuck, sondern
Es ist nichts vereinbart, solange nicht alles vereinbart ist!
Z
eitorientiert entschleunigt, dennoch zügig
A
uftragsorientiert
K
ooperativ
K
ommunikativ
Haltung des
Mediators
„SEELE“
S
elbstsicher, aber nicht arrogant oder autoritär
E
mpathisch gegen den Medianden
E
ngagiert für ein Ergebnis
L
ösungsorientiert, dennoch lösungsoffen
E
rgebnisorientiert
Rolle von MediatorInnen
Brückenbauer
Prozessmanager
„Hebammen für Lösungen & Regelungen“
Katalysatoren für Interessen & Bedürfnisse
Initiatoren für Optionen
Förderer von Konsensregelungen
Informationen für Feld- und
Rahmenbereiche
Fähigkeiten von MediatorInnen
Professionelle Sicherheit, Authentizität
Fähigkeit zur Vertrauensbildung
Fähigkeit, eine entspannte, kreative Atmosphäre zu schaffen und zu erhalten
Professionell souveränes Umgehen mit Angriffen, Blockade, Emotionen
Sicherheit, die Mediation prozesshaft, regelungsorientiert und stufig zu steuern
Methodenkompetenz und – sicherheit
9. Häufige Kritik
an der Mediation
„Mediation ist zu oberflächlich, denn sie umgeht die eigentliche Problematik der Beziehungsstörung zwischen den Partnern!“
Frage an den Kurs:
Ist diese Kritik richtig bzw. sinnvoll?
Antwort: Nein, denn bei der Mediation geht es nicht um die Aufarbeitung der Familiengeschichte, sondern um eine zukunftsorientierte, konstruktive Vereinbarungen für eine zukünftige Familienkonstellation.
3. Stufenstruktur nach Proksch
Vorphase: Zur Mediation motivieren
Erste Kontaktaufnahme der Konfliktpartner zu Mediatoren
Anerkennung von Konflikten bzw. von Streitpunkten durch Konfliktpartner
Vorbereitung und Durchführung eines ersten (getrennten) Vorbereitungs- oder Motivationsgesprächs bzw.
Vorbereitung der ersten gemeinsamen Mediationssitzung
Eröffnung der Mediation - Arbeitsbündnis (Kontrakt) schließen
Stufe 1
"innerer
Auftrag"
Ankommen in der Mediation
(begrüßen, plaudern, vorstellen)
Darstellen der Sichtweisen, Positionen, Klären der Themen
Rolle, Aufgabe, Auftrag der Beteiligten erläutern
Rahmenbedingungen der Mediation benennen evtl. aushandeln
(Geschäftliches und Organisatorisches, Regeln für die Mediation)
Arbeitsbündnis (Kontrakt) schließen - Mediation vereinbaren
Stufe 2
Von den Positionen zu den Interessen führen
Entscheidung über die Reihenfolge der zu bearbeitenden Themen
Von den Positionen zu Interessen und Bedürfnissen - Konsens und Dissens festhalten
Stufe 3
Regelungsmöglichkeiten erarbeiten
Regelungsmöglichkeiten (Optionen) Alternativen (Varianten) entwickeln, sammeln und bewerten
Prioritäten für mögliche Regelungen setzen ggf. ergänzende Sachinformationen z.B. durch Experten einbringen
Stufe 4
Regelungsmöglichkeiten verhandeln - Konflikt regeln
Regelungsmöglichkeiten auswählen und bearbeiten
Regelungsmöglichkeiten verhandeln
Entscheiden über Konfliktregelung
Stufe 5
Festhalten der Vereinbarungen
Festhalten der erzielten Konfliktregelung
Fixieren der Übereinkunft
Stufe 6
Überprüfung der Vereinbarungen - Abschluss der Mediation
Überprüfung der Vereinbarungen ggf. Anpassung der Vereinbarungen
Abschluss der Mediation
Stufe 7
Vollzug der Vereinbarungen, Überprüfung und ggf. Revision
Vollziehen der Konfliktregelung
Erfahrungen sammeln
Erfahrungen bewerten ggf. Revision der Konfliktregelung
Noch Fragen?
1. Einstieg
Kostenpunkt
Freiwilligkeit
Eigenverantwortlichkeit,Selbstbestimmtheit
Vertraulichkeit, Verschwiegenheit
Offenheit, Transparenz, Informiertheit
Fairness, Gewaltfreiheit
Allparteilichkeit
, Neutralität
Strukturiertheit, Prozesshaftigkeit, Ergebnisoffenheit
Gleichwertigkeit, Wechselseitigkeit
Einbeziehung aller am Konflikt Beteiligten -
Anwesenheit vermittelnder MediatorInnen
4. Hintergrund
8. Grundsätze
10. Ausbildung / Quellen
genauere Details zu einer Ausbildung findet ihr in der Infobroschüre und auf dem Handout
Quellenangaben zum nachlesen sind auch auf dem Handout vermerkt
in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kostenlos
bei freiberuflichen Mediatoren wird i.d.R. nach Stundensätzen abgerechnet ~ 180 € / Std
"äußerer Auftrag"
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