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Arbeit im 21. Jahrhundert

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by

Konrad Pa

on 2 October 2015

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Transcript of Arbeit im 21. Jahrhundert

Entscheidungsmöglichkeiten
Arbeit, Gesundheit & Prävention; Arbeitsrecht; Soziale Absicherung/Sozialstaat
in der modernen Gesellschaft nimmt die Anzahl der Entscheidungsmöglichkeiten zu
komplette Freiheit bei der Wahl des Berufs, jedoch finanzielle Abhängigkeit für höher qualifizierende Bildung (z.B. Gebühren für Privatschulen und anschließende Aus- und Weiterbildungen sowie Privathochschulen)
Abhängigkeiten von globalen Innovationen und Entwicklungen (technische Revolutionen führen zu Umwälzungen gesamter Bereichen des Arbeitsmarktes) eröffnen neue Möglichkeiten/Entscheidungen
im Laufe des Lebens bieten sich immer neue Entscheidungsmöglichkeiten (Umschulungen, Weiterbildungen, etc.)
Einschränkung der Entscheidungsmöglichkeiten ohne technische Vorkenntnisse (computergebundene Arbeitsplätze lagen 2011 bei 63% → Tendenz steigen)
http://www.bpb.de/izpb/8588/schoene-neue-arbeitswelt-die-zukunft-der-arbeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Telearbeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmer%C3%BCberlassung
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=709&langId=de&intPageId=217
http://germanblogs.de/1sg7h82izqwsr/
https://genossenschaftsverband.de/verband/presseservice/publikationen/genossenschafts-kurier/leben-und-arbeiten-im-21-jahrhundert
http://www.theeuropean.de/kerstin-bund/8848-die-arbeitswelt-im-21-jahrhundert
http://www.morgenkommichspaeterrein.de/ressources/download/office_21.pdf
http://www.perspektive-blau.de/artikel/0602c/0602c.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsplatz
http://statistik.arbeitsagentur.de/
https://www.destatis.de/DE/Startseite.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeit
http://psyga.info/stress-vermeiden/arbeitsverdichtung/
http://www.arbeitsrecht.de/rat-vom-experten/arbeits-und-gesundheitsschutz/arbeits-und-gesundheitsschutz/arbeitsverdichtung-und-arbeitsdruck-wo-liegen-die-grenzen.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsverdichtung
Keese, C. (2014): Silicon Valley - Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt. München: Albrecht Knaus Verlag.
Arbeit mit Kommunikations-/Informationstechnologie
"
Alles was digitalisiert werden kann,
wird digitalisiert
.
" - Carly Fiorina

Beschäftigungsverhältnisse
"
In der Informationsgesellschaft ist
Information die Währung
" - Geoffray Moore

Arbeitszeit/Entlohnung
Arbeitsdichte/-verdichtung
Abhängigkeiten/Hierarchien
Verhältnis von Beruf und Freizeit
Wertigkeit eines Mitarbeiters steigt, trägt er zur Motivation seines Arbeitsumfeldes bei
kann am besten in der Freizeit vollzogen werden, dann auch an einem reellen Ort
so verschmelzen Beruf und Freizeit (Silicon-Valley: beim Tennisspielen wird über das nächste Projekt gesprochen); Beruf und Freizeit kaum trennbar
bei der
disruptiven Innovation
wird zukünftig mehr und mehr Kreativität und Initiative gefordert sein; sinnvoll ist es diese aus der Synthese von Freizeit und Beruf zu gewinnen, Versuch kreative Prozesse nicht als Belastung/Arbeit zu betrachten
weiterer Zugewinn durch die Besserung der Arbeitsatmosphäre am Arbeitsplatz: Identifikation mit dem Unternehmen -> sorgt für Qualitätssicherung, Problemlösung und Fortschritt
aktuell warnt das IAG jedoch vor der Vermischung: Grund hierfür könnte fehlende “Freizeitinfrastruktur” in den Unternehmen sein
Verhältnis von Beruf und Familie
Angebot der eigenen Arbeit auf dem Arbeitsmarkt, beispielweise einer Plattform, welche Arbeitssuchende an Arbeitgeber vermittelt → Bezahlung richtet sich nach Nachfrage und Angebot, variable Löhne (dadurch möglicherweise Ausbeutung der Arbeiter) , Lohndumping
(kaum Kontrolle über Arbeitsbedingungen bei ständig wechselnden Arbeitgebern)
möglicherweise Unsicherheiten bei der Kranken- bzw. Rentenversicherung mangels fester Arbeitgeber → So ist im Lohn möglicherweise kein KV/RV-Beitrag enthalten, dieser muss selber gezahlt werden, dies kann aber aufgrund der stark variierenden Löhne und der schwankenden Beschäftigung nicht immer möglich sein
unklare Arbeitsverhältnisse → nur kurz befristete Arbeitsverhältnisse mit dürftigem rechtlichen Rahmen (Arbeitsvertrag)
psychische Belastungen durch Unsicherheit bei der Beschäftigung → Phasen der Hoch- und Geringbeschäftigung (Burnout bei Überbelastung/Depression bei Unterbeschäftigung)
Vereinsamung durch alleinige Arbeit ohne (feste) Kollegen → Möglicherweise aber auch Steigerung der sozialen Fähigkeiten durch ständig wechselndes soziales Umfeld
Ohne festen Arbeitsplatz gibt es eine freiere Tagesgestaltung, Arbeits- und Erholungszeiten können selbst festgelegt werden → Bessere Verbindung von Arbeit und Privatleben (So kann der Familienvater z.B. seine Kinder von der Schule abholen, da er nicht an vorgegebene Arbeitszeiten gebunden ist

flexible Arbeitszeiten, ohne festgelegte Arbeitsumgebungen (Telearbeit)
kürzer befristete Arbeitsverträge
höhere Selbstverantwortung der Arbeitnehmer
“Wirtschaftlich abhängige Arbeitnehmer” (ein Abnehmer, ohne konkreten Arbeitsvertrag, aber finanzielle Abhängigkeit)
Leiharbeit ( Verleiher - Entleiher - Leiharbeitnehmer)
viele Beschäftigungen gleichzeitig oder direkt nacheinander (“Multi Jobbing”)

soziale Lebensplanung unterliegt zunehmend einer Kurzfristigkeit: das Arbeitsverhältnis erhält einen anderen Charakter als bisher, bedingt durch Flexibilität und Mobilität, sobald diese nicht vorhanden, droht das Ende des Arbeitsverhältnis (siehe auch internat. Konkurrenz)
Mobilität: Vernetzung macht das Arbeiten möglich, ohne vor Ort zu sein, jedoch kommt es zwangsläufig zu Zusammentreffen (Bsp.: ukrainischer Designer arbeitet für ein jap. Unternehmen, im Verlauf der Zusammenarbeit wird es zwangsläufig zu gemeinsamen Veranstaltungen/Meetings in Japan kommen)
Flexibilität: Arbeit lässt sich zu Hause verrichten (Vernetzung); flexible Arbeitszeiten ermöglichen das Eingehen auf die Interessen und die Anforderungen der Familie
konventionelle, starre Arbeitszeiten werden durch Zielvereinbarungen abgelöst
die zukünftig stärker geforderten Erkenntnis- und Kompetenzzuwachs(durch Weiterbildung etc.) werden Zeit beanspruchen; jedoch ohne diese: “Digitalzurückgebliebener”, nicht vielfältig

jeder Zeit erreichbar (auch im Urlaub und an Feiertagen)
höherer Leistungs- und Termindruck
längere (45 h Woche) , aber flexibelere Arbeitszeiten → Multijobbing
niedrigere Löhne → im Vergleich zu der investierten Zeit -> Entlohnung nach erfüllten Aufgaben und nicht nach Zeit
innovative Ideen werden belohnt → disruptive Innovation
Arbeit bis ins hohe Alter -> Renteneinstiegsalter wird erhöht

Anforderungen an neue Generationen
Anpassungsoptionen in Deutschland
in den letzten zwei Jahrzehnten nahmen atypische Beschäftigungen wie (befristete) Teilzeit und Kurzarbeit zu: es kann zur Unpersönlichkeit zwischen den Ebenen (führende und angestellte) kommen - permanent wechselndes Umfeld erfordert autoritären Umgang (Vertrauensfrage)
Ziel ist es stattdessen: flache Hierarchien (wenig Entscheidungsgewalt Ranghöherer bei den Entscheidungen Rangniedrigerer), intelligentes "Networking" (Arbeitsteilung), projektbezogene Chefs (nach Kompetenz und Kapazität)
das schafft ein angenehmeres, produktiveres Arbeitsumfeld bzw. Atmosphäre
soziale Kompetenzen sind stärker denn zuvor gefordert, (Bsp.: Online-Meetings erfordern noch genauere Beobachtungsfähigkeiten, da Konversationskomponenten beim virutellen Gespräch fehlen); sind diese stark ausgeprägt, kann ein Aufstieg erfolgen
“Trumpf der Demografie” der Generation Y: Fachkräftemangel kann teilweise zu einer höhreren Wertschätzung der Bewerber/Mitarbeiter führen (widerspricht dem Netzwerkeffekt) -> verschiedene Aussagen kommen zustande, da Entwicklung unterschiedlich prognostiziert wird
"
Das Internet tut für den menschlichen Geist das, was die Dampfmaschine für den menschlichen Muskel geleistet hat:
Sie steigert seine Wirkung ins Unermessliche
" - Frank Schirrmacher

Arbeiten im 21. Jahrhundert
"
Drei Monate sind im Silicon Valley eine Ewigkeit.
" - Kenneth Kaufmann

ständige Erreichbarkeit → Entgrenzung von Arbeit und Privatleben
wachsende Informationsflut (immer mehr & schneller)
Echtzeit-Kommunikation
(Interkontinentale) Konferenzen
Forschung (Kommunikation zwischen zwei Universitäten)
Software-/Produkt-Entwicklung
(weltweite) Kontrolle des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber
“Remote”-Verbindungen (Fernsteuerung z.B. von Computern, Operations-Robotern)
einfacheres Arbeiten von zu Hause
Diagnosen und Operationen von außerhalb
“File-Sharing” und schneller Informationsaustausch über Clouds und soziale Netzwerke
Mobilität und Flexibilität resultieren
Durch die Entwicklung moderner Kommunikations-/Informationstechnologien kommt es zum Produktivitätszuwachs bei vielen Dienstleistungs-Produktionen

Neuer Arbeitertypus:
flexibel, teamfähig, “mitdenkend”, enorme psychische Belastbarkeit, problemlösungsorientiert, breiter spezialisiert, mehr Qualifikationen
persönliche Kompetenzen erfahren noch größere Bedeutung um sich dem Arbeitsmarkt des 21. Jhdt.’s anpassen zu können
Durchsetzungsvermögen benötigt man in der neuen Arbeitswelt/Plattform (Konkurrenzkampf)
Jeder ist ersetzbar
“Wer nicht da ist, ist unwichtig”
Verständnis/Kenntnisse über Informatik (→ Coding: C++, HTML, PHP): In einer Welt in der Innovative Technologien und Programme die Arbeitswelt bestimmen ist es unabdingbar sich mit dieser Materie aus zu kennen, um im Wettstreit mithalten zu können.
Wichtig ist dabei auch die Bereitschaft sich immer neue Kenntnisse anzueignen und auf dem neusten Stand zu sein
struktureller Wandel
durch den strukturellen Wandel von primärem (Agrargesellschaft - bis 1890 - niedrigem Entwicklungsniveau) , über sekundärem (Industriegesellschaft - 1890-1970 - mittlerem Entwicklungsniveau) zu tertiärem Sektor (Dienstleistungsgesellschaft - ab 1970 - hohem Entwicklungsniveau) der deutschen Wirtschaft (“Drei-Sektoren-Hypothese” - nach Klark und Furastié) kommt es zur Abnahme körperlicher Arbeit (physische Belastung) und zur Zunahme geistiger Arbeit (psychischer Belastung)

2014:

Herr Schmidt arbeitet in der Verwaltung eines mittelständischen Unternehmens, er arbeitet durchschnittlich 41,2 Stunden in der Woche und bekommt 29,1 Tage Urlaub im Jahr. Er arbeitet schon sein ganzes Leben bei diesem Unternehmen.

Herr Schmidt ist durch ein von der Firma gestelltes Smartphone nun rund um die Uhr und auch im Urlaub erreichbar. Außerdem verbringt er nur noch wenige Stunden in der Woche im Büro, er kann dank Computer und Online-Plattformen nun den größten Teil seiner Arbeit von zu Hause erledigen.

Herr Schmidt´s Sohn kann dank der finanziellen Unterstützung seines Vaters eine Privatschule und Universität besuchen. Herr Schmidt finanziert seinem Sohn außerdem Praktika im Ausland, sodass dieser nach seinem Abschluss eine sehr große Freiheit bei der Wahl seines Berufes hat und gute Qualifikationen vorweisen kann. Auch Herr Schmidt steht nun jeden Monat vor neuen Arbeitsangeboten und stellt sich so seinen Arbeitsplan selbst zusammen, welche ihm durch das Erlernen von weiteren zusätzlichen Qualifikationen möglich gemacht wurden.
Für seine Arbeitszeiten ist Herr Schmidt nun selbst verantwortlich, die ihm gegebenen Aufgaben kann er in einem selbst gewählten zeitlichen und räumlichen Rahmen verrichten.
Auch ist sein Arbeitsvertrag befristet worden. Herr Schmidt ist nun in seiner alten Firma nur noch für eine bestimmte Buchhaltung angestellt und arbeitet zudem zeitgleich bei einem anderen Unternehmen, bei dem er ebenfalls eine bestimmte Verwaltungsaufgabe zu erfüllen hat.

Herr Schmidt, hat nun nur noch wenig persönlichen Kontakt zu seinen Vorgesetzten, diese senden ihm nur seine neuen Aufgabenverträge zu. Trotzdem ist Herr Schmidt nun aktiver an der Entscheidungsfindung in seiner Firma beteiligt, auf den Firmenplattformen kann er zu aktuellen Themen seine Meinung äußern. Während monatlicher Skype-Konferenzen hat er außerdem die Möglichkeit konkret Kritik zu äußern. Diese neue soziale Ebene stellte zu Beginn eine große Herausforderung für Herrn Schmidt da, doch inzwischen kann er auf Grund seiner genauen Beobachtungsgabe gut auch mit sogenannten Vorgesetzten umgehen, denn es herrscht ein freundliches und offenes Kommunikationsklima.
unsichere (prekäre) Anstellungsverhältnisse (Leiharbeit, kürzere befristete Verträge, Spezialisierung)
größere Bewerberdichte (internationale Konkurrenz )
viele Kompetenzen nötig (Weiterbildung nötig) → Multiqualifizierung
ein Unternehmen beschäftigt mehr Mitarbeiter -> welche allerdings spezialisiertere Aufgaben erfüllen, dies gelingt dank besserer Vernetzung
die Zahl der Stellenangebote steigt, speziellere Anforderungen
Arbeitsverdichtung Zunahme der Menge in bestimmter Zeit geleisteter Arbeit steigt:
als Folge von Umstrukturierung und Stellenabbau -> Steigerung der Arbeitsintensität, viele Anforderungen, Multitasking -> Überforderung -> Schwierigkeit der Work-Life Balance
Perfektionistischer Arbeitsanspruch nur noch schwer haltbar -> zu starke psychische Belastung

Herr Schmidt macht sich zunehmend sorgen, ob er nicht bald ebenfalls wie einige seiner Kollegen durch jüngere Mitarbeiter ersetzt wird. Viele dieser neuen Teilzeitmitarbeiter kennt Herr Schmidt gar nicht, da sie nicht aus seiner Umgebung kommen und nur virtuell in der Firma präsent sind. Die Zahl der Menschen, die für die Firma arbeiten, steigt stetig, jedoch sind diese für immer speziellere Aufgaben angestellt. Herr Schmidt besucht einmal wöchentlich eine IT-Schulung die ihn mit neuen Programmen vertraut macht, er so immer neue Kompetenzen erwirbt und mehr Chancen auf weitere Zusammenarbeit mit den Firmen hat. Auch hat er so die Möglichkeit sich durch zusätzliche Kenntnisse für andere Unternehmen attraktiver zu machen. Sein Aufgabenfeld hat sich deutlich erweitert und auch die Arbeitgeberzahl ist deutlich gestiegen.

Herr Schmidt arbeitet nun fast 45 Stunden die Woche, jedoch variiert diese Zeit, da er nicht nach Stunden, sondern pauschal für die Erledigung seiner Aufgaben bezahlt wird. So ist auch Herr Schmidts Arbeitswoche nicht mehr klar strukturiert, sondern passt sich den zu erfüllenden Aufgaben an. Herr Schmidt muss nun viele Aufgaben mit zunehmendem Termindruck erfüllen um seine Familie ernähren zu können. Auch wird er nicht wie erhofft mit 65 in Rente gehen können, sondern auch mit 70 noch vereinzelt Buchhaltungsaufgaben für Firmen übernehmen.
Da Herr Schmidt kein festes Arbeitsverhältnis mit seinen Arbeitgebern abgeschlossen hat, ist er auf deren Wohlwollen angewiesen. Bei Problemen muss er sich den Wünschen des Arbeitgebers anpassen, damit dieser ihn weiterhin beschäftigt (Andernfalls wird ein anderer, anpassungsfähigerer Kandidat eingestellt).
Herr Schmidt erhält keinen pauschalen Stunden- und Monatslohn, deswegen beinhaltet sein Lohn auch keinen inklusiven Beitrag an eine (betriebliche) Rentenvorsorge. So muss er sich selbst darum kümmern und kann den zu leistenden Beitrag dafür nicht immer erübrigen, z.B. in einer Phase geringer Beschäftigung. Dadurch wird seine Altersvorsorge gefährdet.
Herr Schmidt hat durch flexiblere Arbeitszeiten nun die Möglichkeit sich Vormittags um die Kinderbetreuung zu kümmern oder im Haushalt anfallende Aufgaben zeitnah zu erledigen. Jedoch neigt er aufgrund dieser flexiblen Zeiten auch dazu sich nicht genug Zeit nur für seine Familie zu nehmen. Sie haben sich deshalb feste Zeiten ausgemacht, in denen sie Zeit verbringen. Besonders ärgert Herrn Schmidts Frau, dass er auch während ihrer seltenen Urlaube manchmal Stundenlang an seinem Smartphone oder Laptop sitzt um E-Mails zu beantworten oder plötzlich anfallende Aufgaben zu erledigen. Auch hat Herr Schmidt, seit er für internationale Unternehmen arbeitet auch die Möglichkeit auf weite Reisen zu gehen. Letztes Jahr wurde er zu einem Kongress nach Tokio eingeladen. Diese großen Entfernungen stellen dann für seine Ehe eine wesentliche Belastung dar. Auch ist Herr Schmidt froh, dass seine Familienplanung bereits abgeschlossen ist, sodass er für seine Arbeitgeber voll belastbar zur Verfügung steht, dies macht ihn für Unternehmen sehr attraktiv.
Herr Schmidt trifft einige seiner Kollegen regelmäßig beim Skat-Spielen, dort tauschen sie sich über aktuelle Aufgaben und Entwicklungen aus. Manchmal entwickeln sie dabei auch Ideen, welche sie dann versuchen möglichst real zu planen. Im Vergleich zu einigen ehemaligen jüngeren Kollegen haben sie sich aber noch nicht getraut diese Ideen auch ihrem Chef vorzuschlagen. Herr Schmidt fühlt sich zunehmend gestresster, da er keinen klar geregelten Alltag mehr hat und häufig Nächte durcharbeitet, wenn es eine Deadline einzuhalten gilt. Deswegen hat er vor einigen Monaten mit Yoga begonnen, da einer seiner Arbeitgeber ihm empfohlen hat mehr auf seine Gesundheit zu achten. Einige seiner Kollegen leiden unter starken Burn-Outs. Trotzdem sieht Herr Schmidt seine Arbeit nun viel mehr als Teil seines Lebens an, auch weil er von zu Hause arbeitet und freut sich sogar manchmal auf ihm gestellte Herausforderungen.

Europa hat den Anschluss im Zeitalter der Digitalisierung verloren
früher kamen die wichtigsten Durchbrüche aus Europa (Fernglas, Eisenbahn, Auto, Penicillin, Computer, etc.)
heute aus den USA (Google, Facebook, Apple, usw.) → einzigartige Kultur (Sammelbegriff: “Silicon Valley”)
disruptive Innovation und Plattform sind die neuen Zauberworte
disruptive Innovation = das vollständige Verdrängen/Zerschlagen des alten, um neues aufzubauen
Plattform: die Hotspots der Digital-Wirtschaft; bringt Angebot und Nachfrage (Produzent und Endkunde) zusammen; Plattform besitzt Monopolstellung; Besitzer der Plattform entscheidet über Preise & Konditionen
Hirarchieänderung: Industrie → Internet
Höchstgeschwindigkeitsökonomie: In Deutschland geht Perfektion vor Dauer, in Kalifornien kommt das Produkt als Prototyp auf den Markt und wird dann mit Hilfe der Kunden verbessert.
Änderung des Bildungssystems:
Inhalte + Fächer sind veraltet
keine ausgeprägte Vorbereitung auf das spätere (Sozial- und Arbeits-)Leben (Unsicherheit)
mehr Informatik → “Coding”/Programmieren lernen - PHP, C++, HTML, Java (die Sprachen der Zukunft)
Kenntnisse über System- & Projektoptimierung beibringen (z.B. Modelle zur Projektentwicklung wie Wasserfallmodell oder Spiralmodell)
Grundlegendes Technikverständnis
Debattierkurse → Vertreten der Gegenpostion lässt schwächen erkennen und man gewinnt an Durchsetzungsvermögen

Herr Schmidts Sohn kann sich trotz der guten Ausbildung an Schule und Uni nicht zurücklehnen. Um auf dem Arbeitsmarkt interessant zu bleiben, muss er flexibel, mobil und permanent erreichbar sein. Außerdem werden Arbeitsaufträge bevorzugt an Personen vergeben, die gut mit Computern arbeiten können und im Idealfall auch Programmiersprachen wie C++ oder Java beherrschen.
Um konkurrenzfähig zu sein, muss er sich immer weiterbilden und auf dem neuesten Stand (der Technik) bleiben. Doch selbst das reicht manchmal nicht. Ohne ein großes Durchsetzungsvermögen gegenüber Konkurrenten ist es auf dem neuen Arbeitsmarkt schwer, eine Stelle zu bekommen.
Herr Schmidt entwickelt ein neuartiges Onlineprodukt und findet auf einer Plattform eine auf Onlineangebote spezialisierte Firma aus Kalifornien, die ihm anbietet, dieses Produkt für ihn zur Marktreife zu bringen. Herr Schmidt bekommt auf diese Weise Zeit und finanziellen Spielraum um sein Produkt weiterzuentwickeln.
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