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Sind Mikrokredite innovativ?

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Heike Bestel

on 2 March 2013

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Transcript of Sind Mikrokredite innovativ?

Sind Mikrokredite innovativ? Heike Bestel, Maria Fraißler, Sina Wurm Kritik an MK MK sind nicht innovativ Ausgangsposition PRO Contra Mikrokredite Fazit Mikrokredite Sozioökonomische Argumente Entwicklungspolitische Argumente Historische Argumente Ökonomisch-strukturelle Arguemente Mikrokredite MK als soziale Innovation Soziale Innovation MK als soziale Innovation Kleinstkredite für Kleinstunternehmen, Fokus: Frauen

Zinssatz: 20-70%

Folgekredite werden in Aussicht gestellt

2006 Friedensnobelpreis für Muhammas Yunus und dessen Grameen Bank „Soziale Innovationen sind neue Wege,
Ziele zu erreichen, insbesondere neue
Organisationsformen, neue Regulierungen,
neue Lebensstile, die die Richtung des
sozialen Wandels verändern, Probleme
besser lösen als frühere Praktiken, und die
deshalb wert sind, nachgeahmt und
institutionalisiert zu werden.“ (Zapf: 177) Weiterentwicklung gängiger Kredite

Zielgruppe: Menschen, denen konventioneller
Kredit verwehrt bliebe

Reduktion von Armut und Erhöhung der wirtschaft-lichen Selbstverwirklichung und Teilhabechancen
„armer“ Bevölkerungsschichten

wirkt auf Mikro-, Meso- und Makroebene Kein entwicklungsökonomischer Mehrwert
Displacement-Effekt
Crowding out
Copycat behaviour
Erfolgskriterium linkages wird ignoriert
Informalisierung der Wirtschaft wird gefördert
Beschränkte Ressourcen der (Entwicklungs-) Politik

Weniger Mittel für andere soziale Bereiche

MK lösen keine Makroprobleme

MK laufen teilweise staatlichen Entwicklungsstrategien entgegen
MK-Ansatz ist ahistorisch

Startups durch eigene Ersparnisse/ informelle Kredite

Demokratisierung des Zugangs zu Krediten

MK nur, weil es keine Alternativen gibt
Kapital ≠ Erfolg

Mehrere Produktionsfaktoren notwendig

Förderung von Klein- und Mittelunternehmen sinnvoller Wirtschaftlich wachsende Macht von Frauen & Zugang zu produktiven Ressourcen schwächen soziale und traditionelle Geschlechterrollen und dienen der Bekämpfung von Armut

→ Gender Empowerment durch die Veränderung der Machtverhältnisse (privat & öffentlich)

Ergo: soziale Veränderungen → "arme" Frauen als beste ökonomische & politische „Investition“


Ist das wirklich der Fall? Intensivierung des Genderkonflikts: Männer profitieren von den Mikrokrediten der Frauen
verschärfter Gruppenkonflikt, da nicht Jede_r einen Mikrokredit genehmigt bekommt
monatlicher Umsatz als einziger Erfolgsindikator für das „innovative“ Projekt MK
Eigenständigkeit der Kreditnehmer_innen vs. Agieren im Neoliberalismus/patriarchalen Strukturen ist zu hinterfragen
Modell von Bürgerschaftlichkeit und Partizipation lenkt von eigentlichen politischen Problemen ab
Tätigkeitsbereiche der Kredit-nehmenden Frauen: traditionell schlecht bezahlte, „feminisierte“

ABER: KEIN alternatives Machtmodell, d.h. Frauen agieren im vorherrschenden politischen und ökonomischen Machtgefüge → Kombination von geringem Einkommen, Kontrollmangel über selbiges und die zusätzliche Verantwortung durch den Mikrokredit sind keine guten Bedingungen, um die Rolle der Frau innerhalb der Familie bzw. Gemeinschaft zu verändern (vgl. Mayoux 2000:14f). Mikrokredite fördern eine entpolitisierte Form kollektiven Handelns, die keine Bedrohung für die bestehenden Machtstrukturen und das politische Regime darstellt, da sich die Energien auf das ökonomische Handeln, Kreditrückzahlungen und das Überleben des Kollektivs konzentrieren.

„Doppelstrategie“ von Integration und Marginalisierung

Instrumentalisierung und "Zweckentfremdung" von "armen" Frauen

Mythos: wenn "arme" Frauen Zugang zu ökonomischen Ressourcen erhalten, führt dies zu Empowerment Fazit

Mikrokredite fördern eine entpolitisierte Form kollektiven Handelns, die keine Bedrohung für die bestehenden Machtstrukturen & das politische Regime darstellt, da sich die Energien auf das ökonomische Handeln, Kreditrückzahlungen und das Überleben des Kollektivs konzentrieren

„Doppelstrategie“ von Integration und Marginalisierung

Instrumentalisierung und "Zweckentfremdung" von "armen" Frauen

Mythos: wenn "arme" Frauen Zugang zu ökonomischen Ressourcen erhalten, führt dies zu Empowerment

Ist die Definition von sozialer Innovation ohne einen Nachhaltigkeitsbegriff tragbar? Ideologiekritische Argumente Neoliberales Paradigma: Armut mit marktbasierten Lösungen bekämpfen
Herrschaftstechnik: Unterwerfung unter neoliberale/kapitalistische Logik
Eigenverantwortung für ‚Befreiung‘ aus Armut
Vernachlässigung struktureller Faktoren
„Durch MK werden die Armen immer ärmer“ Fazit bisheriger Untersuchungen zu MK Wenn positive Effekte, dann auf displacement zurückzuführen
Wenig produktives Einsetzen von MK
--> Consumption smoothening
MK erreichen nicht die „Ärmsten“
Wachsende Überschuldung
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