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Büchner: Brief an die Familie

Musterklausur
by

Thorsten Vahl

on 19 August 2011

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Transcript of Büchner: Brief an die Familie

Erstes Überfliegen des Textes Wer schreibt
wem
in welcher Situation
warum
worüber
wozu Lies die Aufgabenstellung genau durch!
Achte auf die Operatoren!
Mache dir klar, wie du bei der Lösung vorgehen willst! Die erste Teilaufgabe hat die Funktion, den Argumentationskern, -gang und die Begründungszusammenhänge zu erfassen. Schlussfolgerungen zur Aussage und zur intendierten Wirkung fassen die Strategien und den Adressatenbezug ins Auge. Die zweite Teilaufgabe geht davon aus, dass Büchners Argumentation nicht nur für seine Lebensführung gilt, sondern auch auf sein poetisches Leben übertragbar ist. Unter dieser Voraussetzung wende die von Büchner entwickelten Kategorien für das Drama an. Inhalt sichern:
Büchner verachtet niemanden aus Gründen mangelnder Begabung oder Bildung
Er beschreibt und benennt die Welt, wie sie ist - ohne Verachtung
Wenn er spottet, dann über die Tatsache der Existenz selbst, nicht über die Art und Weise des Menschseins
Hass hegt er gegen die Gebildeten, die Menschen wegen mangelnder Bildung verachten
Mitleid mit Unterpriveligierten Thesen des Briefes erfassen Vorwürfe:
Menschenverachtung (Z.2)
Distanz gegenüber alten Bekannten (Z.14-17)
Hochmut und Spott (Z.15, 18) Büchners Gegenthesen:
Ich verachte niemanden wegen seines Verstandes
Ich verachte die Verachtenden und die Verachteten bemitleide ich Schlussfolgerungen:
Die Vorwürfe und Büchners Reaktion darauf lassen Rückschlüsse auf das Sozialverhalten des Dichters und sein soziales Umfeld zu
Büchner nutzt einen alltäglichen und eher privaten Vorfall, generalisiert ihn und nutzt die Auseinandersetzung für seine programmatische Aussage
Deshalb gibt der Brief auch Aufschluss über seine Position in moralischen und sozialen Fragen Thesen:
Ich verachte niemanden wegen mangelnder Bildung oder Begabung
Ich verachte allein die Verachtenden und die Verachteten bemitleide ich Argumentationsweise untersuchen Argumente:
Keiner ist für seine Anlagen und Bildungschancen selbst verantwortlich
Es ist mein gutes Recht, die Phänomene exakt zu benennen
Wenn ich Menschen verspotte, dann nur wegen der Tatsache ihres Menschseins Beispiele:
Analogie: Ich verachte auch niemanden, der ärmlich gekleidet ist
Wenn ich jemanden "Dummkopf" nenne, ist dies eine objektive Feststellung
Erweiterung: Ich lache über mich selbst Weitere Beispiele für Darstellungsprinzipien:
Berufung auf Normen und Werte (Z.23f.)
Berufung auf Erfahrung oder wissenschaftlich erwiesene Tatsachen (Z.3f.)
Umkehrung der gegnerischen Argumentation (Z.27f.)
Logische Schlussfolgerung
Zugeständnis (Z.18)
Konkretisierung
Verallgemeinerung Kommunikationsfunktion des Briefes analysieren Kommunikationsmodell
Welches Selbstbild vermittelt der Sender von sich?
Wie muss sich der Leser die Eltern vorstellen?
Welchen Appell will der Sender den Empfängern nahelegen?
Welcher Art scheint die Beziehung zwischen Sender und Empfänger? Deutungsthese formulieren Büchners Affekte:
Hass gegen die Verachtenden
Mitleid mit den Verachteten Konsequenzen für die Darstellung von Menschen:
Spott ... Satire
mitleidige Blicke ... Realismus exemplarisches Vorgehen,
eine Figur aus
einer (ergiebigen) Szene auswählen Doktor
Szene 8, (9)
Kapitalist
Skrupellos
Unfähig
Widerspruch zwischen Idealismus und Woyzecks Triebgebundenheit

Szene 18
philosophisch aufgeblasene Wissenschaftlichkeit
Widerlegung der Willensfreiheit
kein autonomer Charakter Marie
Szenen 4, 6
Verheimlichung des Rings, Lüge, Zerrissenheit, Versuch des Widerstands
also: Unfreiheit durch das sexuelle Begehren

Szene 16
Reue, Schuldbewusstsein, sucht Verzeihung
Erllösungsversprechen für sie nicht gültig, Verzweiflung
beschränkte Mündigkeit, gibt sich selbst die Schuld Material sammeln Darstellungsform untersuchen Doktor
kein Individuum, sondern Typus
Entlarvung durch Sprache: juristische, wissenschaftliche und philosophische Sprachebenen wirbeln durcheinander, hinzu kommen vulgäre ("pissen")
Satire: Entlarvung durch Kontrast, Überzeichnung, Widersprüchlichkeit, Heterogenität, Groteske Marie
Bibel-Zitat: Imitation der Büßerin Maria Magdalena
Widerlegung des biblischen Heilversprechens
Konfrontation des Bibelwelt mit der brutalen Märchenwelt (Rumpelstilzchen): keine heile Welt, keine Erlösung, sondern Tod Vergleichsaspekte formulieren Der Doktor als Prototyp der Gebildeten
Satire = Spottdichtung
Polemik als Ausdruck der Aggression
Moralischer Antrieb der Dichtung: Gegenüberstellung von Wertvorstellungen
indirekte, ironische Darstellung eines Idealzustandes durch Kontrast mit der Realität mitleidige Parteinahme für die Sünderin, realistische Darstellung von Trieb, Untreue, Zerrissenheit und Verzweiflung
indirekte Kritik an den Pharisäern, den bürgerlichen Gebildeten, die die Sünderin verachten und ausstoßen Gliederung erstellen Einleitung
Textstelle präsentieren (Textsorte, Verfasser, Jahreszahl, Thema, Deutungshypothese ...)
Hauptteil
1. Teilaufgabe (knappe Zusammenfassung des Argumentationsansatzes, Thesen des Briefes und Argumentationsgang)
2. Teilaufgabe (Darstellung Maries Untreue, ... Zusammenfassung: der Hass auf die Gebildeten und der mitleidige Blick auf die Deklassierten)
Schluss
Büchners Idealvorstellung von einer gerechten Gesellschaft ausformulieren ...
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