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Dramenaufbau und sprachliche Gestaltung von "Faust I"

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by

Luke Bliedtner

on 27 January 2015

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Transcript of Dramenaufbau und sprachliche Gestaltung von "Faust I"

Dramenaufbau und sprachliche Gestaltung von "Faust I"
Leitmotive und Symbolik
Offene oder geschlossene Form des Dramas?
Die Einzel Erzählungen werden nur umrissen in wenigen Szenen
Schlüsselszenen des Lebens (Gretchen: Bei Marthe, Garten, Kerker, …)

„Aktionale Höhepunkte“ (S. 156) sind ausgespart (Liebesnacht, Tod der Mutter, etc…)
Schlüsselszenen reichen trotzdem die Gefühlswelt klar werden zu lassen

Sprache, Stil und Metrik
Bauform und Zeitstruktur
alle literarischen Gattungen: Epik, Lyrik, Dramatik
Tragödie, Komödie oder Mysterienspiel?
Einsatz verschiedener poetischer Formen...
Folge von Monologen (Gelehrtentragödie)
Form eines Stationendramas (Gretchentragödie)
dramatisches Geschehen wird in ein einzelnen Abschnitten dargestellt
längere Zeitstrecke mit Nebenhandlung an verschiedenen Handlungsorten
(Vorbild: Shakespeare)
Wechsel von Sprach - und Gesangspartien (Hexenküche,
Dom,Walpurgisnacht)
Verschiedene Liedformen
Tanzlied
Trinklied
Ballade
Liebesklage Hymnus
Gebet
Chorlied

Monodrama
Klassische Tragödie
Opernhafte Szenen
Eine Präsentation von Luke Bliedtner und Joshua Zimmermann
Prolog , Schlussszene mit Dimensionen des barocken Welttheaters
Spätmittelalterliche Mysterienspiele
Extreme Verhältnisse von Spielzeit und gespielter Zeit:
Faust in der Szene Nacht spielt am Anfang der Neuzeit um 1500
Unternehmer Faust im „Faust 2ˮ lebt in der Mitte des 19.Jahrhunderts

Epischer Charakter
„Habe nun ach Philosophie Juristerei und Medizin…ˮ
Vier Betonungen, zwischen bzw. vor betonten Silben beliebig viele unbetonte Silben
wirken holzschnittartig, heftige Gefühlsausbrüche:
Fausts Heftigkeit & Unausgeglichenheit
kann in regelmäßigen alternierenden Vierheber übergehen (V.386-393)
regelmäßiges Auf & Ab: fließender Klangcharakter
1. Knittelvers
2.Blankverse
ernster und erhabener
reimlose Fünftakter
klassische deutsche Drama(Nathan oder Wallenstein)
bei Leidenschaft, wechseln in metrisch ungebundene/reimlose Rhythmen (V.3191-3194)

jambisch alternierendes Metrum (freie Hebungszahl & Reimstellung
durch Verbindung zu Kurzversen: pointierte Formulierungen

„Ihr studiert die groß und kleine Welt um es am Ende gehen zu lassen Wie’s Gott gefälltˮ

4. Madrigalverse
3. Alexandriner
Sechshebiger pompöser Vers des Barockdramas
Verdeutlichung der scharfen und lässigen Redeweise:
„Ihr studiert die groß und kleine Welt um es am Ende gehen zu lassen Wie’s Gott gefälltˮ
Mephistos parodistischer Stil
Freie Rhythmen verdeutlichen seine leidenschaftliche Gefühlssprache

Faust
Symbolik
1. Räume
Jede Ortsangabe hat eine symbolische Bedeutung:

Faust im engen, gotischen Zimmer: fühlt sich beengt und eingezwängt (innere Dunkelheit)

„Vor dem Torˮ: Gang ins Freie, ins Offene, Raum jenseits bürgerlicher Einschränkungen

Straße: Margarete traut sich in öffentlichen Raum, verbirgt sich nicht hinter häuslichen Mauern

„kleines reinliches Zimmerˮ: zwar von Faust „Kerkerˮ genannt (V.2694), jedoch Rückzugsort für Gretchen
(Paradies-) Garten: Ort der Annäherung der Liebenden Ausweichmanöver für Mephisto Ort der Verführung und des Sündenfalls

Wald und Höhle: Faust fühlt sich geborgen, zieht sich zurück Versteck in der Wildnis, Dickicht der verworrenen Gefühle

Zwinger: Gretchen fleht Muttergottes an, „zwischen 2 Mauern eingeschlossenˮ gerade religiöse Milieu wird sie verurteilen

Trüber Tag: Faust versucht nach Walpurgisnacht mit seinem Gewissen ins Reine zu kommen
1.1 Räume
2.Lichtsymbolik
Licht und Schwerelosigkeit kennzeichnen göttliche Sphäre

Dunkelheit kennzeichnen die Materie Mephistos
Mensch ist dem "Trüben" zugeordnet (materiell, kann aber Licht in sich aufnehmen)
das im Regenbogen gebrochene/ im Mond reflektierte Licht entspricht menschlichem Maß

Fausts Streben nach Unbedingten:
Sehnsucht nach Licht
„muss der Flammenbildung weichenˮ (V.499), oder dass er „vom Augenschmerz durchdrungen istˮ (Faust 2)
2.2 Lichtsymbolik
Leitmotive
1. Handlung:
mehrere Handlungsstränge (Gretchentragödie, Gelährtentragödie)
2. Zeit:
keine kurze Zeitstrecke
(Schwangerschaft Gretchen Geburt Kind
Kerker)
3. Raum:
Vielfalt der Orte (Studierzimmer, Gretchens Raum, Garten …)
4. Personen:
Personen unterschiedlichen Standes und Weltanschauungen (Mephisto, Faust, Gretchen …)
1. Handlung:
mehrere Handlungsstränge (Gretchentragödie, Gelehrten-tragödie)
3. Raum:
Vielfalt der Orte (Studierzimmer, Gretchens Raum, Garten …)
5. Sprache:
a. Unterschiedliche Sprache nach Stand, Charakter etc.
b. Sprache teilweise monologisch, assoziativ (Lieder Gretchens), …
6. Aufbau:
Stationen, Mosaik, Charakter
7. Allgemeine Stilzüge
Offenes, brüchiges Weltbild (Weltbild Faustens wird immer wieder umgeworfen)
5. Sprache:
a. Unterschiedliche Sprache nach Stand, Charakter etc.
b. Sprache teilweise monologisch, assoziativ (Lieder Gretchens), …
…?!
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