Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Übertraining

No description
by

Christoph Stüven

on 10 June 2015

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Übertraining

Übertraining
medizinische Grundlagen und Lösungsstrategien

Ermüdung und sportliche Leistungsfähigkeit
Ermüdung = reversible Herabsetzung der physischen und/oder psychischen Leistungsfähigkeit
Ermöglicht eine Fortsetzung der Belastung
Ermüdungserscheinungen 24h
Erschöpfung 3-7 Tage

Arten der Ermüdung
Akute periphere Ermüdung
Akute zentrale Ermüdung
Chronische lokale Ermüdung
Allgemeine Ermüdung (Übertraining)

Superkompensationsmodell
aktive Erholung
Cool down
Homöostase
Normalisierung
Laktateliminationszeit um 1/3 verringert
Adrenalin und Noradrenalin werden schneller eliminiert

Übertraining
Überforderung: Summe übermäßiger Reize im Zusammenwirken mit unzureichender Erholung
Kurz-Zeit-Übertraining bzw. Overreaching
Ursachen eines Übertrainings aus trainingsmethodischer Sicht können sein
Zu schnelle Steigerung der Trainingsquantität bzw. -intensität
Übermäßig forcierte technische Schulung schwieriger Bewegungsabläufe
Zu starke Einseitigkeit der Trainingsmethoden und -inhalte
Wettkampfmassierung mit unzureichenden Erholungsintervallen

Übertraining
Akute periphere Ermüdung
Leistung oberhalb der Dauerleistungsgrenze
Muskelermüdung oder periphere Ermüdung

Störung der (Homöostase)

Akute zentrale Ermüdung
Afferente Ermüdungsinformationen sorgen für Hemmungsempulse
Lange Beobachtungsaufgaben
Psychische Beanspruchung
Abnahme der Serotonin-Aktivität im ZNS
Formatio reticularis zum Einen Weckreaktion im Großhirn zum Anderen Dämpfung zentralnervöser Strukturen

Chronische lokale und allgemeine Ermüdung
Lokale chronische Ermüdung: Überlastungssyndrome wie schmerzhafte Sehnenansätze, Myogelosen, Ermüdungsbrüche
Allgemeine chronische Ermüdung:

Ermüdungsursachen 2 (akute periphere Ermüdung)
Änderung des physikochemischen Zustandes
Änderungen im Ionengleichgewicht der Muskelzelle
Akkumulierung von anorganischem Phosphat, Protonen, Laktat und freiem Mg 2+ in den arbeitenden Muskelzellen
Kaliumgehalt <-> Grad der Ermüdung
Transmitter Ermüdung
Überschießende oder unzureichende Freisetzung von Azetylcholin
Störungen der Erregungsübertragung im motorischen System

Ermüdungsursachen 1 (akute periphere Ermüdung)
Anhäufung von Stoffwechselzwischen- und Endprodukten
pH-Erniedrigung im Blut
Überschreitung eines bestimmten Säuregrads
Hemmung von Fermentsysteme
Einstellung der Muskelarbeit
Erschöpfung von energiebereitstellenden und energieliefernden Prozessen
Abfall der energiereichen Phosphate
Glykogenverarmung
Verminderte Produktion von Hormonen (Kortikosteroide, Adrenalin)

Charakteristisch für die zentrale Ermüdung
Abnahme der koordinativen Leistungsfähigkeit
Abnahme der sensorischen Leistungsfähigkeit
Störungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration und des Denkens

Charakteristisch für die zentrale Ermüdung
Herabsetzung der Antriebs- und Steuerungsfunktionen
Verlängerung der Reaktionszeit

Übertraining

Basedowoides (sympathikotonen) Übertraining
Überwiegen von Erregungsprozessen und verstärkte Antriebsfunktion
ungenügende Erholung
Leicht zu diagnostizieren: Sportler fühlt sich krank
Beseitigung innerhalb von 1-2 Wochen

Adisonoides
(parasympathikotonen) Übertraining
Überwiegen von Hemmungsfunktionen, körperlicher Schwäche und Antriebslosigkeit
Außerstande Energien zu mobilisieren
Schwierig zu diagnostizieren: unter Ruhebedingungen keinerlei Störungen
Beseitigung innerhalb von Wochen und Monaten

Vermeidung eines Übertrainings
Indikatoren Glutaminsäure und Glutamat (Salz der Glutaminsäure)
Plasma-Glutaminsäure-Spiegel: Toleranz über Trainingsvolumens
Glutamat-Konzentration: Toleranz über intensiven Trainingsreizen
Glutamin/Glutamat Quotient
Übertrainierte Athleten – Plasma-Glutaminsäure-Spiegel niedrig – Glutamat-Konzentration erhöht – Standard-Blutparameter unauffällig

Trainings-Toleranz-Modell
passive Erholung
Massage, Sauna etc. ergänzend

Bei langsam entwickelnden Erholung

Vollwertigkeit des Nachtschlafes
Restitution

Erholung und Wiederherstellung
Differenzierte Berücksichtigung der Belastung und Erholung
Allgemeine und spezifische Wiederherstellungsmethoden
Vorbeugung einer schleichenden Verarmung der Energiereserven, sonst Abfall der Leistungsfähigkeit
Heterochronizität
aktive
und
passive
Wiederherstellungsmaßnahmen
Psychologische Maßnahmen (
autogene Training
)

Autogenes Training
Wiederherstellung physischer und psychischer Potenzen

Schnelle Beseitigung von emotionaler Spannung

Nach AT muss der Sportler wieder aktiviert werden

Laktatelimination
Verkürzung des Rückschwingvorgangs
Grundsätze bei aktiver Erholung beachten
empfehlenswert bei starker
Laktatanhäufung
Erholungsmaßnahme
kurz nach Hauptbelastung
nicht länger als
45 min
Entleerung der Energiedepots
Muskelgruppen beanspruchen, die weniger entleert wurden
hohe
psychische Belastungen
Entspannungsübungen
starke geistige oder
emotionale Ermüdung
Wechsel der Sportart
hohes Maß an allgemeiner
Grundlagenausdauer

Bedeutung des Schlafes
Über die Hirnrinde
Schutzhemmung
Schutz vor Überbelastung
Schlaftiefe
, schnelles einschlafen
Wachstumshormon
wird ausgeschüttet
Schlafentzug
koordinativ-technischen Beeinträchtigungen, Stimmungs- verschlechterung, komplexe Reaktion oder Gedächtnisleistungen

Hydrotherapie
Kalt-Wasser-Immersion (KWI)
15 Grad kaltes Wasser

Wasser-Kontrast-Therapie (WKT)
Wechselweise kaltes und heißes Wasser

Heiß-Wasser-Immersion (HWI)
38 Grad kaltes Wasser

Hydrotherapie
Cooling
Hand-Cooling
Dauer 4min
Rollstuhlfahrer
Hyperthermie reduzieren
Lokale Eispackauflage
Dauer 20min
Einzelne Muskelgruppen


Adaptationen auf sportliche Belastungen
Adaptationen auf sportliche Belastungen
Anpassungsfähigkeit/
Adaptabilität
Individuell
unterschiedliche Reizverarbeitung
Wechselwirkung
Organismus/Umwelt
Erbanlagen und ihre Entfaltung (
Genexpression
)
Adaptabilität als
Trainierbarkeit
bezeichnet
Nur selten
Genotypus
vollständig in
Phänotypus
umgesetzt

Adaptationen auf sportliche Belastungen
Anpassung
: eine organische und funktionelle Umstellung des Organismus

Bessere Bewältigung der Belastungen

Reversibel

Müssen ständig neu erworben werden

Kühlwesten
leichte Verfügbarkeit
Wettkämpfe in heißer und luftfeuchter Umgebung
Kühlkammern
Dauer 2-2,5 min
Minus 110 bis 120 Grad


Prinzip der Kühlung
Vasokonstriktion
: Muskel mehr Sauerstoff
energetische Kosten
für Thermoregulation gesenkt und stehen der Muskulatur zu Verfügung
Man beachte
:
Nicht zu lange
Soll nur Körperoberfläche behandeln
Kein „Kaltstart“

Biologische Adaptation
Arten der Anpassung
Arten der Anpassung
organische Form bestimmt Funktion
Funktion entwickelt, formt und spezialisiert das Organ
Im Sport: Veränderungen von Organen und Funktionssystemen unter Einwirkung von psychophysischer Aktivität

fünf Adaptations-Stufen
Störung der
Homöostase

Gegenregulation mit Erweiterung der Funktionsamplitude
Formierung
neuer Strukturen
Erweiterung
des Stabilitätsbereichs des sich anpassenden Systems
Reversibilität
(Umkehrbarkeit) der Anpassungsprozesse bei Übungsdefiziten

unter anatomischem u. physiologischem Aspekt:
morphologische Anpassungsphänomene
funktionelle Anpassungsphänomene
unter dem Aspekt der belastungsphysiologischen Umsetzung
biopositive Adaptationen
bionegative Adaptationen
Unter dem zeitlichen Aspekt
schnell adaptierende Systeme
langsam adaptierende Systeme

Grenzbereiche
menschlicher Anpassung
Unter dem Aspekt der Spezifität der Anpassungserscheinungen
spezifische Adaptationen
unspezifische Adaptationen
Unter dem Aspekt der tätigkeitsspezifischen und fähigkeitsspezifischen Anpassung
spezielle Adaptationen
allgemeine Adaptationen
Unter dem Aspekt der Adaptationsfolge – Anpassung, Anpassungsverlust, neuerliche Anpassung
Deadaptation
Readaptation

Unterschiedlicher zeitlicher Verlauf der Wiederherstellungs- u. Adaptationsvorgänge am Muskelsystem (a), am Binde- u. Stützsystem (b) und nach unvollständiger Wiederherstellung (c) (aus Weineck 2004, 25)
Allgemeine aerobe dynamische Ausdauer
40% Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme
Lokale aerobe dynamische Ausdauer
Mehrere 100 bis mehrere 1000 % Steigerung
Maximalkraft
40% Steigerung möglich
Schnelligkeit
15-20% Steigerung möglich

Resümee
keine Altersdifferenzierung
keine geschlechtsspezifischen Unterschiede
kein Unterschied Trainierter/Untrainierter
Nichtberücksichtigung der genetischen Anlage
keine Angabe messbarer Parameter
Anpassungsprozesse können nicht endlos fortgesetzt werden
das Modell stößt an Mengen- und Zeitgrenzen
konditionelle Leistungsfaktoren lassen sich nicht gleichzeitig maximal ausprägen
Negierung sportmedizinischer Erkenntnisse
Bedeutung des Schlafes
Über die Hirnrinde Schutzhemmung
Schutz vor Überbelastung
Schlaftiefe, schnelles einschlafen
Wachstumshormon wird ausgeschüttet
Schlafentzug koordinativ-technischen Beeinträchtigungen, Stimmungsverschlechterung, komplexe Reaktion oder Gedächtnisleistungen
Full transcript