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Partizipationsbewegungen in den Städten

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Jenny Bley

on 8 October 2015

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Transcript of Partizipationsbewegungen in den Städten

Partizipationsbewegungen in den Städten
Soziale und politische Struktur der Städte
Im 15 Jahrhundert in Deutschland gab es ca. 4.000 Städte:
90% weniger als 2000 Einwohner
Großstädte: Nürnberg (22.000); Köln (40.000)
unterschieden sich nach ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt und nach Rang des Stadtherrn
Die Stadt - Eine Demokratie im Kleinen?
Grundlage:Privilegien, die der Stadtherr den Bürgern verlieh
Adelige fielen nicht unter das Stadtrecht
Frauen profitierten von der Stadtfreiheit
Stadtbürger waren persönlich frei
Bauern, die einem Grundherrn untertan waren, besaßen im besten Fall einzelne Rechte
Vorstellung der vormodernen Stadt nicht als Demokratie im Kleinen, sondern als eine Republik der privilegierten Bürger
Rang der bürgerlichen Ratsfamilien: sinnlich erfahrbare Wirklichkeit des Alltags
Mehr Mitsprache
Mitte 14. Jahrhunderts immer mehr Unmut gegen das Stadtregiment der Patrizier
Alleinherrschaft und Vorrechte wurden nicht mehr akzeptiert
forderten mehr Mitspracherecht
zwischen 1300 und 1500 allein im Deutschen Reich über 150 blutige Kämpfe
Aufstände veränderten die Verhältnisse
Die städtische Verwaltung im Wandel
Image by goodtextures: http://fav.me/d2he3r8
Europäische Großstädte um 1500 und 1600
Eine Kleiderordnung
In übler Weise bevormundet
"Lust auf Freiheiten"
Quelle
Buchners Kolleg - Geschichte (S. 38-44)
Kleiderordnung im dt. Reich 1530:
jeder muss je nach Stand entsprechende Kleidung tragen
Verstoß wird unter Strafe gestellt
einfache Bürger: gebührliche Kleidung aus Pelzen und Fellen (etwa von Füchsen,Iltis...)
Kaufleute und Gewerbetreibende: Röcke aus Kamelhaar, unverzierte Wämser aus Seide
Juden müssen einen gelben Ring gut sichtbar an ihrem Rock oder ihrer Kappe tragen
Oberschicht

in kleineren Städten: Händler, wohlhabende Handwerker und Gastwirte
in größeren Städten: Patriziat
Kaufmannsfamilien, hohe Beamte
--> Vorrang durch Reichtum und Abstammung
Soziale Schichten der Städte
Mittelschicht

Haus- und Grundbesitzer
Handwerksmeister
--> 40-60% der Bewohner
vollgültiges Mitglied der Stadtgemeinschaft: Menschen mit Bürgerrecht
besaßen eigenen Hausstand
bezahlten Steuern
Bürgereid--> Schutz der Stadt, Fürsorge in Armut, Krankheit und Alter, Mitwirkung
in der Politik
Ober- und Mittelschicht
Randgruppen
"unehrliche Leute" : unehelich Geborene; Menschen, die einen "unehrlichen" Beruf ausübten
von der politischen Mitwirkung ausgeschlossen (genau wie Dienstboten und Besitzlose)
eingeschränkter Rechtsschutz
kein christliches Begräbnis
konnten jeder Zeit der Stadt ausgewiesen werden
Sonderstellung der Juden
in mehrere Wellen aus den Städten/ Territorien ausgewiesen
oder
wurden in Ghettos oder verschließbaren Judengassen untergebracht
S.41
von Historiker Bernd Schneidmüller (2011)
14. und 15. Jahrhundert:
Zeitalter der Kämpfte/Gewalt
Teilnahme an Rechten und Freiheiten
soziale Krisen in Städten spitzte sich teilweise zu
--> unterschieden sich von den Revolutionen des 18.-20.
Jahrhundert
(kein Umsturz der bestehenden Ordnung, sondern Ziele des Eigennutzen)
viele Revolten zielen auf Partizipation aufsteigender sozialer Gruppen
Zünfte sind gegen die Oligarchien vorgegangen

Zumpftmeister der Bäcker
alle Kaufleute und alle Bürger von Braunschweig sollen alle Rechte entnommen werden und aus der Hanse verwiesen werden
sollen alle Sicherheit verlieren
Abgaben wurden auferlegt
-> Zunftmeister bitten darum den Gemeinnutzen zu sehen und die Ungerechtigkeit rückgängig gemacht wird
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