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Die Unikirche Leipzig

Kurzvortrag zum KG-Seminar "Kirchen in der DDR"
by

Manuel Drechsler

on 29 April 2010

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Transcript of Die Unikirche Leipzig

Heute Die Unikirche Bald Der Tag
des Abrisses Der Weg
zum Abriss Das Kirchgebäude 1231 Baubeginn der Klosterkirche St. Pauli 1229 Ansiedlung von Dominikanermönchen in Leipzig 1409 Gründung der Universität Leipzig Paulinerkirche von da an bis in 19. Jh. bevorzugter Begräbnisort für "Universitätsverwandte" 1539 Auflösung des Leipziger Dominikanerkonvents (bedingt durch Ausbreitung der Reformation) Kloster wird säkularisiert + inkl. Kirche der Universität übereignet Bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Um- und Anbauten 1240 Weihe der sogenannten "Paulinerkirche" Auschnitt aus der ältesten Stadtansicht von Leipzig (1547) "Kirchen in der DDR" Ein Kurzvortrag im KG-Seminar um 1800 vor 1830 um 1860 17.Jahrhundert 1890 um 1900 30. Mai 1968 1967 1949 4.12.1943 Universitätskirche übersteht Bomenbangriff fast unbeschädigt Ab den 50er-Jahren Pläne für einheitliche Neugestaltung/ "sozialistische Umgestaltung" des Universitätsgeländes am "Karl-Marx-Platz" Bericht des Rates der Stadt über die Erfüllung der Beschlüsse zum Aufbau der Innenstadt vom 17. November 1960 Beschluss des Politbüros der SED vom 30. Juni 1959 "...Das Universitätshauptgebäude wird in seiner Substanz erhalten und vor weiterem Verfall geschützt. Es wird wieder Universitätszwecken zugeführt. Die an das Augusteum anschließende Universitätskirche ist auf einen rückwärtigen Standort zu versetzen, um auch die Westseite des Karl-Marx-Platzes durch die Bebauung des alten Standortes einheitlich zu gestalten..." "...Der Beschluß Nr. 233 [des Rates der Stadt vom 24. September 1959] legte fest, ...für die Westseite die Sicherung des teilzerstörten Universitätsgebäudes (Baujahr 1961, Aufwand 2,0 Mio DM, Innenausbau nach 1966)... Außerdem ergaben mehrfache Verhandlungen mit der Karl-Marx-Universität, daß der Wiederausbau des teilzerstörten Universitätshauptgebäudes keine zweckmäßige, wirtschaftliche und ausreichende Lösung ihrer Raumbedürfnisse bringt. Sie schlug vor, ihr die gesamte Fläche zwischen Karl-Marx-Platz und Universitätsstraße zur Errichtung eines neuen großzügigen, in die Architektur des sozialistischen Platzensembles eingefügten Universitätskomplexes zur Verfügung zu stellen, das heißt, den jetzigen Bestand an Bauten einschl. der Universitätskirche abzubrechen..." Mitglieder und Kandidaten Politbüro des ZK der SED 1968 Januar bis März 1968 (geheimer) Architekten-Wettbewerb zur Neugestaltung des Universitätskomplexes "Sieger" war ein Kompromissentwurf aus den Arbeiten eines Dresdner und des Berliner Büros unter dem Bauhaus-Schüler und DDR-Star-Architekten Hermann Henselmann. Am 22. Mai 1968 informiert "SED-Bezirkschef" Paul Fröhlich die SED-Bezirksleitung über den Stand der Dinge In seiner (in der DDR nie veröffentlichten) Rede heißt es: "Genossen, das Politbüro hat die Vorlagen der Bezirksleitung über den Aufbau des Zentrums der Stadt Leipzig bestätigt. Das bedeutet aber, dass die gesamte Altbausubstanz, also auch die Kirche, aus raum- und städtebaulichen Erwägungen keinen Platz mehr haben wird. ... Nun, die Stadtverordneten werden morgen beschließen, dann wird das durchgeführt. So etwas ist einmalig, Genossen, städtebaulich, architektonisch, künstlerisch ... Der Bau einer solchen Universität ist die größte humanistische Tat der Deutschen Demokratischen Republik" Walther Ulbricht (angeblich) nach einem Besuch der Leipziger Oper (1960): "Das Ding muss weg! ... Wenn ich aus der Oper komme, will ich keine Kirche sehen." (längere Zeit kein merkliches Vorankommen bei der Umsetzung des Plans) Am 23. Mai 1968 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Leipzig die Neugestaltung des Universitätsgeländes. Als Termin der Sprengung wurde der 30. Mai 1968 festgelegt. Vereinzelter Widerstand aus Reihen der Studenten und der Kirche wurde niedergeschlagen bzw. blieb wirkungslos 30.Mai1968 10.00 Uhr Die Universitätskirche St. Pauli wird gesprengt Im Polizeiprotokoll des Tages heißt es: "Die Sprengung des Gebäudes der Universitätskirche am Karl-Marx-Platz erfolgte planmäßig und in äußerster Präzision. Außer an drei Schaufensterscheiben eines Gebäudes in unmittelbarer Nähe traten keine weiteren Schäden ein.
Die Zuschauer verhielten sich überwiegend diszipliniert und befolgten alle Anweisungen. 15 Personen mußten zugeführt werden, die nach Überprüfung durch K entlassen wurden. Die eingeleiteten Ordnungsmaßnahmen und eingesetzten Kräfte und Mittel entsprachen den Anforderungen. Der Einsatz wurde 13 Uhr beendet.
Erforderliche polizeiliche Maßnahmen an der Baustelle werden weiter durchgeführt." http://www.mdr.de/mdr-figaro/5536877.html Der Kabarettist und Zeitzeuge Bernd-Lutz Lange beschreibt den "Widerstand" so: Noch Fragen? Na dann, vielen Dank für die Aufmerksamkeit! www.elfk.de
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