Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Qualtitative Forschungsmethode: Beobachtung

No description
by

Julian Lee

on 17 May 2014

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Qualtitative Forschungsmethode: Beobachtung

Auswertung
und Protokollierung

Den Forschenden
im Blick

Dinge die man
beobachten kann

Quellen
Protokollierung und Auswertung:
Wann aufschreiben? Kontext- und Situationsspezifik
Hochstrukturierte vs wenig strukturierte Beobachtungen
Man kann nicht alles beobachten (Beobachten vs Protokollieren)
-> Fragestellung nützlich
Unterstützung der Beobachtung durch Audio- oder Video-Aufzeichnungen möglich
„Wie nachbearbeiten?“
Forschungsobjekte
Boer und Reh. 2012.
Beobachtung in der Schule
.
Drinck. 2013.
Forschen in der Schule
.
Präsentation von Limmer, Franzi, Jasmin, Julia, Filiz und Lee
Beispiel
Qualitative Forschungsmethode: Beobachtung
Allgemeines zur Beobachtung
Zwei wesentliche Merkmale
Qualitative Forschung ist Feldforschung
Die Beobachtung ist sowohl in der Sozial- als auch in der Naturwissenschaft eine häufig verwendete qualitative Forschungsmethode

Man beobachtet bestimmte Phänomene und versucht daraus Rückschlüsse zu ziehen

Untersuchungsergebnisse, die auf Beobachtungen beruhen und unter bestimmten Gütekriterien ausgeführt wurden, gelten in gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Diskursen in der Regel (mit wenigen Ausnahmen) als wahr

Wissenschaftliche Beobachtungen müssen den Forderungen nach Vielfältigkeit und Objektivität genügen.
Zitat: „Kontrolle und Systematik ergeben sich aus einer selbstreflexiven Haltung der forschenden Person bezüglich des Untersuchungsgegenstandes und einer wissenschaftstheoretischen und methodologischen Fundierung.“ (Diegmann, S. 185.)
Bezug zu Forschungshypothesen, diese sollen entweder in explorativen Beobachtungsstudien neu entwickelt oder in deskriptiven oder kausalen Untersuchungen im Vorfeld formuliert werden, um dann später bestätigt oder widerlegt zu werden.
Beobachtungen unterliegen in der Sozialforschung einer stärkeren Kontrolle und Systematik, was sowohl Beobachtungssituation und auch Auswertung betrifft
Im Vorfeld mit der vorliegenden und aktuellen Literatur beschäftigen
Felderschließung:
Sich mit den Bedingungen des Forschungsfeldes (z.B. Datenschutz) und dem Umfeld des Forschungsfeldes (z.B. institutioneller Kontext) vertraut machen und diese Bedingungen und äußeren Umstände regelmäßig reflektieren
Das Feld genügend ein- und abzugrenzen
Beobachtungssituationen

seltenes bis nicht auftretendes Verhalten oder Ereignis

bewusste Beeinflussung
durch Reiz/Frage/Aufforderung initiieren bzw. provozieren
nicht bedrängen, nicht psychisch oder physisch belastbarer Situation aussetzen
reaktive vs. nicht-reaktive Beobachtung
offene vs. verdeckte Beobachtung
Bewusstheit über das Beobachtetwerden
abhängig von Forschungsinteresse
aber auch Forschungsethik!
direkte vs. indirekte Beobachtung
Beobachtung des eigentlichen menschlichen Verhaltens oder dessen Resultate
manchmal möglicherweise nicht möglich oder zu aufwändig
teilnehmende vs. nicht-teilnehmende Beobachtung
Teilnahme am sozialen Geschehen
abhängig vom Forschungsinteresse
Grenzen: Altersunterschied etc.
Die Rolle des Forschenden
Wahrnehmungsfehler:

- „Schönen“ von Dokumentationen


- Stereotypisierungen, denken nur in gewohnten Schemata

- Projektion von eigenen Ansichten, Ticks oder Gefühlen auf andere

- Falsche Schlussfolgerungen durch schon vorhergegangene Informationen

- Verzerrung durch emotionalen Bezug

- Logische Fehler

- Interpretationsfehler: Fehler durch Zentral-Tendenz oder persönliche Tendenz


- unvollständige Erinnerung durch Wahrnehmungsselektion

- verzerrte Erinnerung
Erinnerungsfehler:
Wiedergabefehler
Fragen an sich selbst bei der Beobachtung
• Was sind meine Beobachtungsmotive?

• Warum sehe ich, was ich sehe?

• Welches Verhalten erwarte ich? Was ist für mich „normales“ Schülerverhalten?

• Wann werde ich auf etwas aufmerksam? Wie deute ich das Gesehene?

• Was kommt mir bekannt vor und was ist mir fremd?

• Welche Annahmen liegen meinen Deutungen zugrunde?
Relevanz von Beobachtungen für Professionalisierungsprozesse
Durch Beobachtungen Einblick in das Wirken von Lehrerhandeln gewinnen

Routinen entlarven, Automatismen durchbrechen

Situatives Wissen erwerben

„Kultur der Einlassung“ zum Umgang mit irritierenden Lernerfahrungen

„Kultur der Distanzierung“ zur Reflektion des Erlebten

Beobachtungen führen zu Irritationen der eigenen Erwartungen

Die Wahrnehmungsfähigkeit für individuelle und soziale Lernprozesse wird gesteigert

Es wird eine fragend-forschende Grundhaltung aufgebaut
Der Blick auf Kinder

Was beobachtet wird:
Entweder einzelne Kinder oder ganze Gruppen


Ziel:
Sicht von Kindern auf Schule erfassen


Zu beachten:

Nie möglich alles gleichzeitig zu beobachten

Nur Annäherung an die Sicht der Kinder auf Schule möglich, weil Beobachtungen schon bei der Beschreibung einen Sinn verliehen bekommen durch erwachsene Beobachter

Bedarf Offenheit für die Sinn- und Regelsysteme von Kindern und dem Überprüfen der eigenen Normvorstellungen

Der Blick auf die Dinge des Lernens
Was beobachtet wird:
Beobachtung von dem Verhältnis schulischer Dinge, Praxen und ihrer sinnlich-medialen Seite


Ziel:
Funktion und Wirkung von Dingen des Lernens erfassen


Zu beachten:
Dinge des alltäglichen Gebrauchs vs. Dinge des Lernens
Der Blick auf die Lehrperson
Was wird beobachtet:
Die Lehrperson im Unterricht, bei Elterngesprächen und Pausenaufsichten, sowie Lehrerkonferenzen etc.


Ziel:
Ermöglichung von erziehungswissenschaftlichen Reflexionen in denen alternative Handlungsoptionen und ihre erwartbaren Folgen thematisch gemacht oder Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung pädagogischer Konzepte zur Diskussion gestellt werden. „Neuer Blick“ auf bekannte Phänomene


Zu beachten:
Keine Bewertung des Unterrichtenden, sondern Anregung der Verstehens- und Reflexionsprozesse des Beobachters.
Sensibler Umgang und Transparenz
„Wann und wie aufschreiben?“
„Wie beobachten?“
Differenzierte Beobachtung, nicht nur Einschätzungen!
-> nonverbale Äußerungen, Mimik, Gestik, möglichst wenig Interpretation
Vermutungen als solche kenntlich machen
Kodierung zum Ordnen
Beobachtungen schreiben

1. Ort, Datum, Uhrzeit, Klasse, Fach, Ausgangssituation
2. Zwei Spalten: Erste Spalte Situationsbeschreibungen notiert, zweite Spalte eventuelle Deutungen
3. Während der Beobachtung beginnen, im Anschluss mit Gesprächsnotizen zur Situation ergänzen und zeitnah fertig stellen
4. Möglichst differenziert. Gesprochenen Sprache und nonverbalen Kommunikation
5. Für eine außenstehende Person verständlich machen. Zeitspannen nicht zusammenfassen
6. Aktivitäten detailliert beschreiben
7. Sprachliche Übersetzungen des Beobachteten. Wertungen und Festschreibungen durch detailgenaue Beschreibungen beobachtbarer Handlungen und durch vorsichtige Ausdrucksweisen teilweise vermieden werden
8. Die eigene Subjektivität kann sprachlich deutlich gemacht werden
(Boer 2012, S. 77)
Przyborski und Wohlrab-Sahr. 2014.
Qualitative Sozialforschung
.
Full transcript