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Die Leiden des jungen Werther - Empfindsamkeit

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by

Lisa Rügner

on 1 November 2013

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Transcript of Die Leiden des jungen Werther - Empfindsamkeit

Die Leiden des jungen Werther - Empfindsamkeit
1.3 biografischer Hintergrund
Einfluss auf die Entstehung des Werther:
Liebe zu Charlotte Buff
Begegnung mit der 16-jährigen Maximiliane von La Roche
Selbstmord des Legationssekretärs Carl Wilhelm Jerusalem
Werther

Albert
- Selbsttötung nicht -moralische Verurteilung
nach abstrakt Suizid
gewonnenen Vernunft- - lasterhafte Handlung
kriterien beurteilen -Täter haben Besinnungs-
- genaue Betrachtung kraft verloren
Einzelfalls & genaue - jeder verpflichtet Suizid-
Erforschung gedanken zu bekämpfen
der Umstände - Leidenschaften schädlich
- Suizid als „Krankheit - dogmatischer Vernunft-
zum Tode“ begriff
- Suizid als notwen-
diges Ergebnis
Zusammenspiels
natürlichen Anlagen
eines Menschen &
widrigen äußeren
Umstände


Gliederung
1. Die Leiden des jungen Werther
1.1 Inhalt
1.2 Struktur + Allgemeines
1.3 Erfolg
1.4 Charaktere
1.5 Der Suizid
2. Empfindsamkeit
2.1 Definition
2.2 Entstehung und Vertreter
3. Werther - Sturm und Drang oder
Empfindsamkeit?
4. Quellen
1.2 Struktur + Allgemeines
Goethe war 24 als er Werther in wenigen Wochen niederschrieb
1774 beim Leipziger Verleger Weygand erschienen
Briefroman
aus 2 Büchern
Kursus eines Jahres zweimal ausgeschritten
Neigung zu Lotte nicht das einzige & erste Thema
lyrische, dramatische und erzählende Briefe
monologisch, Adressat Wilhelm aber immer gegenwärtig
1. Die Leiden des jungen Werther
1.1 Inhalt
1.4 Charakere
Werther:
aus wohlhabenden Familie
sucht Selbstverwirklichung in der Natur
introvertiert, künstlerisch begabt, Denker
beschreibt sich selbst als unruhigen, lebhaften Menschen
"lesender Held"→Wahl der Lektüre = Spiegel des bewegtem Inneren
Arbeitsteilung engt ihn ein
kritisiert nach Ständen gegliederte Gesellschaft (Kritik gegen Adel und Bürgertum), erkennt aber seinen Vorteil daran
Werther von Mutter wegen Erbschaftsangelegenheiten in dt. Kleinstadt geschickt
genießt dort Natur & übt sich im Zeichnen
auf einen Ball lernt er Charlotte kennen, diese mit Albert, der auf Geschäftsreisen ist, verlobt
Werther verliebt sich in sie, treffen sich regelmäßig
als Albert zurückkehrt wird ihm Hoffnungslosigkeit der Liebe bewusst
nimmt Arbeit bei Adligen an, fühlt sich dort aber nicht wohl und reist wieder in Stadt, erfährt von Albert und Lottes Heirat
Werther versucht Lotte ein letztes Mal für sich zu gewinnen, weist ihn zurück
danach verzweifelt Werther endgültig, schreibt einen Abschiedsbrief, leiht sich unter Vorwand von Albert zwei Pistolen & erschießt sich
1.3 Erfolg des Werkes
"Die Wirkung dieses Büchleins war groß, ja ungeheuer, und vorzüglich deshalb, weil es genau in die richtige Zeit traf"→Leserevolution im 18. Jh.
1775 2. Auflage
wurde auch unrechtmäßig nachgedruckt
ahmte Kleidung der Figuren nach
schrieb Briefe im "Werther-Stil"
Gegenstände tägl. Gebrauchs mit Bildern aus Roman
Verbreitung durch kommerzielle Leihbibliotheken
Volkstheater, Wachsfigurenkabinett
europäisches Ereignis →dt. Literatur Weltgeltung
Nachahmung der Art des Selbstmord Werthers
Verbotsantrag einer Theologischen Fakultät

"[…] Es wird hier ein Buch verkauft, welches den Titel führt, Leiden des jungen Werthers usw.
Diese Schrift ist eine Apologie und Empfehlung des Selbst Mordes […] so hat die theol. Fakultät
für nötig gefunden zu sorgen, dass diese Schrift unterdrückt werde […]."

Der Stadtrat in Leipzig verbot die Verbreitung des Werther im Januar 1775 nach den ersten bekannt
gewordenen Suizidfällen mit der Begründung „es wird hier ein Buch verkauft, welches den
Titel führt Leiden des jungen Werthers. Diese Schrift ist eine Empfehlung des Selbst Mordes“.
Auch das Tragen der Werther-Tracht wurde verboten. Das Verbot galt in Leipzig bis 1825. Auch
5 in anderen Städten wurde die Verbreitung des Briefromans untersagt, um Nachahmungstaten zu
verhindern.
Jakob Michael Reinhold Lenz:
[…] Sie halten ihn [den Roman] für eine subtile Verteidigung des Selbstmords? Das gemahnt
mich, als ob man Homers Iliade für eine subtile Aufmunterung zu Zorn, Hader und Feindschaft
ausgeben wollte.
[…] Die Darstellung so heftiger Leidenschaften wäre dem Publikum gefährlich? […] Laßt
uns also einmal die Moralität dieses Romans untersuchen, 5 nicht den moralischen Endzweck, sondern
die moralische Wirkung, die das Leben dieses Romans auf die Herzen des Publikums haben
könne und haben müsse. […] Eben darin besteht Werthers Verdienst, dass er uns mit Leidenschaften
und Empfindungen bekannt macht, die jeder in sich dunkel fühlt, die er aber nicht mit Namen
zu nennen weiß. Darin besteht der Verdienst jedes Dichters. […]
Charlotte:
seelische Ergänzung Werthers, fühlt sich von ihm angezogen
kümmert sich um ihre kleinen Geschwister und kümmert sich um Haushalt
geduldig, liebevoll und nett
an Albert vergeben, bleibt bei ihm weil es die "gesellschaftliche Moral" so vorschreibt
liest auch viel (u.a. Klopstock)
Werther beschreibt immer wieder ihre dunkelbraunen Augen die ihm Gefühl von Behaglichkeit geben
Albert:
brav, lieb, symphatisch
arbeitet viel
gibt sich gelassen, im Wesen aber sehr gefühlsbetonter Mann und weiß, was er an Lotte hat
im 2. Buch eifersüchtige Ader
einzige Mensch der indirekt von Selbstmordplänen des jungen Werther erfährt, aber nichts dagegen unternehmen kann
Meinungen der Aufklärung
1.5 Der Suizid
2. Empfindsamkeit
1740 - 1780
Die frühen Gräber (1764)
Friedrich Gottlieb Klopstock

Willkommen, o silberner Mond,
Schöner, stiller Gefährt der Nacht!
Du entfliehst? Eile nicht, bleib, Gedankenfreund!
Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin.

5 Des Mayes Erwachen ist nur
Schöner noch, wie die Sommernacht,
Wenn ihm Thau, hell wie Licht, aus der Locke träuft,
Und zu dem Hügel herauf röthlich er kömt.

Ihr Edleren, ach es bewächst
10 Eure Maale schon ernstes Moos!
O wie war glücklich ich, als ich noch mit euch
Sahe sich röthen den Tag, schimmern die Nacht.
Ergänzung der reinen Rationalität der Aufklärer mit Empfindungen
ist Adel moralisch & durch Stärke Empfindungen überlegen
Moral gründet auf vernünftigem Nachdenken & eines mit vernünftigen Menschenverstand ausgestatteten Individuums
Gefühlsüberschwung, ist gerührt, in Tränen aufgelöst, erfährt Welt mit ganzem Herzen
alles kann zum Gefühlsauslöser werden
innere Erlebnisse Protagonisten & Zuschauer das Eigentliche
Literatur der Empfindsamkeit geprägt von Pietismus, Gefühlsbetontheit, In-sich-Gekehrtheit, Freundschaft und Naturnähe
Literarische Formen:Epos, Roman, Ode, Hymne,Idylle
Begriff Empfindsamkeit leitet von Lessings Verdeutschung "empfindsam" zum englischen Wort sentimental ab
2.1 Definition
2.2 Entstehung und Vertreter
Einfluss bei der Entstehung:
moral. Wochenschriften
Pietismus
Vorbilder waren Tugend- und Familienromane aus England (z.B. Richardson "Pamela", 1740)
Vertreter:
Friedrich Gottlieb Klopstock ("Der Messias", 1748-1773)
Christian Fürchtegott Gellert ("Die zärtlichen Schwestern", 1747)
Gotthold Ephraim Lessing ("Miß Sara Sampson")
3. Werther - Sturm und Drang oder Empfindsamkeit ?
Empfindsamkeit:
Dichtung als Ausgleich der Vernunft der Aufklärung
moralische Gefühle dargestellt & erweckt, Werther bricht leicht in Tränen aus
bevorzugt gefühlvolle Sprache (Seufzer, Ausrufe)
Werther hat Vorliebe für Begriffe "Herz" & "Verstand"
Held neigt zur Selbstbeobachtung
Sturm und Drang:
Gesellschaft & Standesgrenzen kritisiert
Individuum tritt in Vordergrund, Selbstverwirklichung = Ziel
lehnt Arbeit als bloßes Mittel zum Broterwerb ab
Natur als Offenbarung Gottes
Goethes Werk oft als empfindsamer Roman schlechthin dargestellt
Goethe war aber Stürmer und Dränger
Ziel war mit Suizid Werthers Unmöglichkeit der Durchsetzung "empfindsamer Ziele" darzustellen
4. Quellen
"Die Leiden des jungen Werther", Grundlagen und Gedanken, Stefan Blessin
"Die Leiden des jungen Werthers", Johann Wolfgang Goethe, dtv
www.klassiker-der-weltliteratur.de
www.fernabitur.com
deutschkursd2.wordpress.com
www.literaturwelt.com
www.uni-due.de
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