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Digitale Wunderwelten - Virtuelle Realität

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emily beckmann

on 17 August 2012

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Transcript of Digitale Wunderwelten - Virtuelle Realität

Der Cyberspace weitet den
menschlichen Körper aus -
bis hin zu seiner Auflösung. "Electronic man wears his brain outside his skull and his nervous system on top of his skin [...]
He is not flesh and blood;
he is an item in a data bank, ephemeral, easily forgotten, and resentful of that fact."* kulturelle
Identität* Körperlichkeit die Welt setzt sich neu zusammen ... cybersociety cyborgs CYBER cyber: griech. kybernetes (Steuermann)

space: lat. spatium (Abstand, Raum) Epochenmodell: "The medium is the message."* *McLuhan 1964, 17, vgl. Leschke 2003, 245 Medien als:
"Ausweitung unserer eigenen Person"* *McLuhan 1964, 17, vgl.Leschke 2003, 246 1. orale Phase oder Stammeskultur

2. "Gutenberg-Galaxis"

3. elektrisches Zeitalter "Die Einbeziehung der Technik des phonetischen Alphabets führt den Menschen aus der magischen Welt des Ohres hinaus in die neutrale visuelle Welt."* "Wenn eine Technik, sei es von innen oder außen, in eine Kultur eingeführt wird und wenn sie dem einen oder anderen unserer Sinne ein neues Gesicht oder einen neuen Antrieb gibt, dann verschiebt sich das gegenseitige Verhältnis aller unserer Sinne."* "Es besteht jedoch der Unterschied,
dass frühere Techniken beschränkt und
automistisch waren, die elektrische aber total und allumfassend. Ein allgemeines Gewähren oder Gewissen ist jetzt so notwendig wie ein persönliches Bewusstsein."* aus rational wird irrational,
aus Zerlegen wird Harmonie,
aus Individuum die Ganzheit,
aus automistisch wird universalistisch "Augenblicklich bewegen wir uns in einer Zeit
der Antwortlosigkeit, der Unverantwortung.

[...] die Medien sind dasjenige, welche die Antwort
für immer untersagt, das, was jeden Tauschprozess
verunmöglicht [...]. Darin liegt ihre wirkliche Abstraktheit.
Und in dieser Abstraktheit gründet das System der
sozialen Kontrolle und der Macht.

[...] die Macht gehört demjenigen, der zu geben vermag
und dem nicht zurückgegeben werden kann [...].
Deshalb besteht die einzige mögliche Revolution in
diesem Bereich [...] in der Wiederherstellung dieser
Möglichkeit zur Antwort. Diese einfache Möglichkeit
setzt die Umwälzung der gesamten gegenwärtigen
Medienstruktur voraus."* "Der Mythus ist die Raffung oder Implosion
irgendeines Vorganges,
und die Instantangeschwindigkeit der Elektrizität
überträgt das Maß des Mythus heutzutage
auf alltägliche Tätigkeiten der Industriegesellschaft.
Wir leben mythisch aber wir denken weiterhin automistisch und nivelliert."* McLuhan ein
"einfältiger Mythenscribent"?* *Baudrillard 1972, 83, vgl.Leschke 2003, 264 "Das System herausfordern
durch eine Gabe
auf die es nicht antworten kann,
es sei denn durch seinen
eigenen Tod und Zusammenbruch."* "Genau das könnte es sein,
was uns am Ende dieser technischen
Umwälzung der Welt erwartet:
ihr beschleunigtes Ende,
ihre unmittelbare Auflösung -
ein Erfolg des modernen Millenarismus,
diesmal aber ohne Hoffnung
auf irgedein Heil,
auf irgendeine Apokalypse oder Erlösung.
Einfach den Untergang beschleunigen,
die Evolution der Welt voran treiben,
um ihr Ende heraufzubeschwören."* Realität verschwindet
in der Simulation Zeichen dominieren = Semiokratie Medien
übernehmen
öffentliches
Leben trügerischer Schein SIMULAKRA produktive Fantasie Simulakrum
3. Ordnung Simulakrum
2. Ordnung Simulakrum
1. Ordnung "Es begann mit kleinen Rissen, Unstimmigkeiten,
einem mikroskopischen Abstand
zwischen der Welt, von der man redete,
und der Welt, die tatsächlich da war."* Hyperrealität wenn alle Modelle
miteinander interagieren ... "Simulation ist jener
unwiderstehliche Ablauf,
bei dem die Dinge
so miteinander verkettet sind,
als ob sie einen Sinn hätten,
während sie eigentlich nur
durch eine künstliche Montage und
durch den Unsinn organisiert werden."* Für die eigentliche Realität ist kein Platz mehr. das Subjekt in der Hyperrealität Massen sind
implodiert information
overflow indifferent apathisch trotzig konform zynisch das Subjekt verschwindet Stabilität = binärer Code binärer Code und implodierte Masse
verändern Dynamik sozialer Vorgänge Beschleunigung Verlangsamung "Man darf seinen Augen nicht mehr trauen."* * Paul Virilio, vgl.Blask 2005, 24 Dromologie "rasender Stillstand"* alles verliert an Unmittelbarkeit
und wird immer komplexer "Man kann also einmal mehr feststellen,
dass das Mischen integrierender Bestandteile
der modernsten Techniken ist, ja,
das vielleicht sogar die zeitgenössische Technologie
einfach eine Sonderform der Fusion und Spaltung [...],
anders ausgedrückt, eine heimliche Figuration
der Katastrophe und des auslösenden Unfalls ist."* cyberfeminismus cybersex cybercity cybermind cyberphilosophie cyberlaw cyberbeaucracy Kann eine Maschine denken? cybernetic turn Kybernetik: Synthese von Physik
und angewandter Mathematik wiederholt immer
dieselben Verläufe evolutionär Faßler 1999, 60 Faßler 1999, 12ff. Bedeutungen des Cyberspace 1. Barlovian Cyberspace
2. virtual reality
3. Gibsonian Cyberspace Featherstone/Burrows 1995, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 59) "Der Cyberspace besteht aus Beziehungen,
Transaktionen und dem Denken selbst [...].
Unsere Welt ist überall und nirgends,
und sie ist nicht dort wo Körper leben. [...]
Wir werden im Cyberspace eine Zivilisation erschaffen.
Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt,
die eure Regierungen bislang errichteten."* "Unwillkürliche Halluzination,
tagtäglich erlebt von Milliarden
Berechtigten in allen Ländern [...]
grafische Wiedergabe abstrahierter Daten
aus den Banken sämtlicher Computer
im menschlichen System.
Unvorstellbare Komplexität.
Lichtzeilen, in den Nicht-Raum des Verstandes gepackt,
gruppierte Datenpakete.
Wie die fließenden Lichter einer Stadt." Cyberpunk Gibson:
"Anti-These" zum cybernetic turn von Science Fiction
zu Social Fiction elektronische Frontlinien hacken technologies of freedom hypertextuell kulturelle Deutung "Die Industrieländer sind auf dem Weg
in eine Zukunft, in der traditionelle Gemeinschaften, Solidaritätsformen,
Klassen nur mehr wenig zählen werden:
Sie sind auf dem Weg in eine fragmentierte,
in eine zersplitterte Gesellschaft.
Aus dieser wieder rauszufinden -
das ist die Kardinalsaufgabe vor die uns
die vernetzte Zukunft stellt."* Faßler 26ff. Definition Cybermoderne weltumspannende,
netzwerktechnische
Des-/-Integration von
Benutzerpools, Planungsstäben
und -linien, Datenströmen;
Globalität statt Territorialität/
Anonymität der Kommunikationsgemeinschaft/ Totalisierung der formalisierten Zeichenkomplexe Virtualität: dem Vermögen oder
der Möglichkeit nach vorhanden beschreibt spez. Eigenschaften der digitalen Technik z.B. virtual memory oft assoziiert mit Begriffen
wie Schein oder Simulation kontrastiert Reales Vater der Virtuellen Realität Myron Krueger »Videoplace«, 1974
Videostill, medienkunstnetz.de Begriff virtuelle Realität wird verwendet für: vollständige geistige
und sinnliche Immersion realitätsnahe Simulationsmodelle in Forschungslaboratorien multimediale Spielwelten im Internet textbasierte Kommunikationsgemeinschaften CyberSPACE ein neuartiger Raum, der sich der physikalischen Fassbarkeit entzieht ein kollektives sinnliches Reich* * Wertheim, vgl.Roesler/Stiegler 2005, 60 “eine Extension des von menschlichen Gemeinschaften bewohnten Raums”** ** Bolter, vgl.Roesler/Stiegler 2005, 61 Kriterien:

1. partielle sinnliche Immersion

2. Möglichkeit der Interaktion

3. Telepräsenz Cyberraum ist eine computergenerierte, meist räumlich Umgebung,
in der man sich durch die natürlichen Bewegungen des Körpers zurechtfindet. Cyberspace als globales Datennetz mathematische Vorgänge sind immer noch die Grundlage der Arbeitsweise, werden aber immer mehr zur weltweiten Kommunikation verwendet narrow
bandwidth
communication* *(Sandy Stone 1996, 92ff.) IMMERSION das Eintauchen in die Virtualität *D.Deutsch, vgl. Faßler 2001, 21 Cyberspace als
consensual halucination theoretische Einschätzungen

1. Propheten
2. Skeptiker Münker/Welsch, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 246 Pioniere der Robotik und der
Künstlichen Intelligenz Hans Moravec (*1948) Marvin Minsky (*1927) Sphäre des
reinen Geistes / Noosphäre Multi-Modale-Existenz "With multiple channels of communication however,
subtexts and subtexts of subtexts can be initiated,
bringing the multi-threaded quality of hypertext
to real-time communication.”* *Samuel Adrian Massey III 2011 Sind unsere konventionellen
Kommunikationsregeln zu unflexibel
für unsere informationsbestimmte Situation? “Diese Kinder, die so mühelos
Bewusstsein und Leben
voneinander trennen,
sind Pioniere einer größeren kulturellen Bewegung.”* *Sherry Turkle, vgl. Bruns/Reichert 2007, 509 Apokalyptiker Jean Baudrillard Paul Virilio unsere Welt verschwindet dank virtueller Technik im digitalen Schein Simulation
eine realitätsnahe
Modellierung die
tut als ob *(Elena Eposito, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 247) Virtualität
Situation steht
für nichts anderes
als sich selbst Das Virtuelle sollte nicht
als Gegenteil des Realen
gesehen werden! durch die Konfrontation mit der virtuellen Welt erkennen wir “daß die Wirklichkeit immer schon [...] eine Konstruktion war”* *(Welsch, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 248) Was bedeutet das für unsere Psyche? ständiger Wandel,
mehrere Identitäten Computer als
Wunschmaschine
→ verstärkt die Tendenz der menschlichen Psyche
„Simulation als bare Münze“* zu nehmen *S. Turkle, 1995, 33 Subjekt
zerfällt Subjekt ist
aufgeklärt dem Re-Entry-Schock können wohl nur Cyborgs entgehen... Der virtuelle Körper
als Widerspruch? Der Geist muss von den
Fesseln des Körpers,
des bloßen wet meat
befreit werden, um sich
grenzenlos in die
scheinbare Unendlichkeit
des Datenraumes auszubreiten.* *Moravec 1996, vgl. Müller 1996 Der Körper klassisch * Bourdieu 1973, 727, vgl. Müller 1996, http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/1996/ii96-105.pdf
** Goffman 1963, 35, vgl. Müller 1996, http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/1996/ii96-105.pdf soziales System Bedeutungszuweisungen Interaktionsformen Regulierungsmechanismen Zeichen der
Klassenzugehörigkeit* Handlungsressource ** Ebenen der Auseinandersetzung
zwischen Körper und Cyberspace
verschieben sich Körpersprache Der Körper als Signifikant Der Körper zur Etablierung
von Werten Der Körper als einziger
“Kristallisationspunkt der modernen Identität”* gerät durch das Cyberspace ins wanken. Es entstehen Visionen einer unendlichen maschinellen Veränderung des Lebens.
Der Cyberspace ist als Quelle zu begreifen,
deren Wasser die
Unterhöhlung der “Natürlichkeit”
des Körpers stetig vorantreibt. ** * Schlling 1993, 3 ff., vgl. Müller, Jörg (1996), http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/1996/ii96-105.pdf
** Angerer 19ß3, 744, vgl. Müller, Jörg (1996), http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/1996/ii96-105.pdf Die “Dichotomisierung von Geist und
elektronischer Kommunikation einerseits
versus Körper und natürlicher Erfahrung
andererseits [...] ist offensichtlich falsch”* *Welsch, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 248 Die Operationen der Computer sind materielle Prozesse, diese generieren erst digitale Virtualität und mediales Handeln und kommunizeren ist ohne die materielle Existenz der Besucher nicht denkbar.** **Münker, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 248 Ist Erfahrung per se konstruiert
so ist es auch die “real körperliche”
und es liegt eben so in ihrer Natur
sich aufzulösen wie in der
des virtuellen Körpers. 2. Ebene
Körpersprache 3. Ebene
Der Körper als Signifikant 4. Ebene
Der Körper als Grundlage von Werten und Normen 1. Ebene
Raum- und Bewegungsfunktionalität *McLuhan 1964, 39, vgl.Leschke 2003, 250 *Baudrillard 1972, 91ff., vgl.Leschke 2003, 260f. *Baudrillard 1976, 64ff., vgl. Leschke 2003, 261 *Baudrillard, vgl.Leschke 2003, 264 *Lars Gustafsson, vgl. Blask 1995, 29 *Baudrillard, vgl.Blask 2005, 29 *Virilio, vgl.Weber 2010, 259 *Virilio, vgl.Leschke 2003, 264 *Jean Heuser, vgl.Faßler 1999, 32 Faßler 1999, 36 Myron Krueger (*1942) McLuhans extensions
of man weitergeführt vgl. Roesler/Stiegler 2005, 245 da der Mensch die Welt, in der er lebt,
nicht direkt, sondern nur
vermittelt erfahren kann,
bedarf es Simulation von Wirklichkeit
in seinem Gehirn* 1. 2. *McLuhan 1962, 21, vgl.Leschke 2003, 249 *McLuhan 1962, 29f., vgl.Leschke 2003, 249 *McLuhan 1964, 75, vgl. Leschke 2003, 50 *Barlow, vgl. Bruns/Reichert 2007, 138ff. *Gibson, vgl. Roesler/Stiegler 2005, 59 Digitale Wunderwelten - Virtuelle Realität Entkräftigt der Cyberspace soziale Hierarchisierungs- und Differenzierungsmechanismen? *McLuhan/Powers 1989, 94
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