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Interkulturalität als Thema des Deutschunterrichts - Interkulturelle Literaturdidaktik

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by

Hendrik Jahns

on 22 August 2012

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Transcript of Interkulturalität als Thema des Deutschunterrichts - Interkulturelle Literaturdidaktik

Brainstorm Interkulturelles Lernen im DU Didaktische Modelle Interkulturalität
als Thema des DU Interkulturalität -Daten u. Fakten Place your own picture
behind this frame! Double click to crop it if necessary San Francisco Budapest Important
Details (cc) photo by Metro Centric on Flickr (cc) photo by Franco Folini on Flickr (cc) photo by jimmyharris on Flickr Stockholm (cc) photo by Metro Centric on Flickr Kulturrelativismus:
Das Differenmodell
Anerkennung der Eigenwertigkeit von Fremdkulturen
Statt Monokulturalität Differenzialismus ("Kulturdifferenz sollte dazu dienen, dass Kinder voneinander lernen.")
Glorifizierung von Fremdheit und positive Diskriminierung Kulturuniversalismus:
Das Defizitmodell
Integration als "widerstandslose Anpassung an 'deutsche Verhältnisse'"
Stigmatisierung und Marginalisierung
Statt zwischenkultureller Begegnungen Assimilation durch kompensatorische Massnahmen "Auswege [...] zwischen universalistischer und relativistischer Sichtweise wären im authentischen kommunikativen Austausch zu suchen, der sowohl dem Abgleiten in Sozialromantik wie auch Eurozentrik [...] widersteht. Pädagogik verstünde sich hier als Medium zur Anregung von Perspektiverweiterung und Vermittlung fremdkulturellen Wissens, das nicht der Reiseführerprosa entstammt." Aus den Richtlinien NRW für die Sek. II:
Es sei "zu beachten, dass soziokulturelle, lebensweltliche und/oder ethnische Pluralität in den Lerngruppen als positive Lernchance begriffen wird".
Die ethnozentrische Beschränkung der je eigenen Kultur werde deutlich, wenn "Konflikte und Missverständnisse interkulturell, wertbezogen und sensibel reflektiert werden."
Die Lektüre "eines fremdsprachlichen Werkes in deutscher Übersetzung" sollte obligatorisch sein.
"Pluralität und Differenz: Begegnung von Kulturen in Sprache und literarischen Texten" Die 4 Stufen des interkulturellen Lernprozesses (nach Reviere) Assets map details doodles notes outlook photo frame "Mittlerweile [...] haben 30 Prozent
der Schüler einen 'Migrationshintergrund'. [...] Die Schule aber hat darauf kaum reagiert. [...] Der gesamte Fächerkanon sollte sich darauf einrichten, dass das herkömmliche Schülerbild des deutschen Erziehungssystems - deutschsprachig mit christlichem Hintergrund, aus intakter Familie - nicht mehr der Realität entspricht." 2006 2007 Bevölkerung insgesamt Bev. mit Mitgrations-hintergrund 82.257 15.143 15.411 82.369 (cc) image by anemoneprojectors on Flickr 2008 2009 82.135 15.566 15.703 81.904 Quelle: Statistisches Bundesamt Verschiedene Gruppen von Migranten:
Arbeitsmigranten, v.a. aus Italien, Spanien, Türkei
Aus- und Übersiedler, v.a. aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion
Flüchtlinge, v.a. aus afrikanischen Staaten, Bosnien, Afghanistan

Verschiedene sprachliche Sozialisationen von SuS mit Migrationshintergrund:
nicht deutschsprachig
deutschsprachig
bi- oder multilingual Dozentin: Dr. Cornelia Zierau
SS 2012
Referat: Interkulturelle Literaturdidaktik
Referenten: Antonia Arns, Sebastian Elma, Hendrik Jahns Schulbildung von 20-25 Jährigen in Deutschland (in %): Hauptschul-abschluss ohne Migrations-hintergrund 26,1 17,1 (cc) image by anemoneprojectors on Flickr mit Migrations-hintergrund Realschul-abschluss 34,4 28,3 Fachhochschul/Hochschulreife 44,0 35,8 ohne Schul-abschluss 2,3 6,0 Quelle: Statistisches Bundesamt "Wie soll die Schule, soll der Deutschunterricht eine Antwort auf die Vielfalt der multikulturellen Gesellschaft versuchen." Für Wolfgang Klafki zählt "das Verhältnis zwischen dem Recht auf nationale und kulturelle Besonderheit einerseits und der Notwendigkeit internationaler und interkultureller Beziehungen und Verständigungsbemühungen [...] andererseits" zu den "Schlüsselproblemen der modernen Welt." "Doch die meisten Länder, die den Multikulturalismus [...] zur Staatsdoktrin erhoben haben, stehen vor den Scherben einer Politik, die die Gräben vertiefte. Weil sie nicht auf die Gemeinsamkeiten setzte, sondern auf die Andersartigkeit, weil sie nicht die unverzichtbare Anpassungsleistung von Zuwanderern ins Zentrum stellte, sondern die Bewahrung von Herkunftsidentitäten. [...] Die 'Konstruktionsfehler' liegen [...] begründet in der Orientierung an der 'kulturellen Identität' der Zuwanderergruppen und in der [...] Romantisierung der Herkunftskultur. Der Multikulturalismus legt Zuwanderergruppen auf eine Identität fest. Er unterstellt, Identitäten seien unwandelbare Gehäuse [...]. Dabei wird verkannt, dass Zuwanderer neue Identitäten entwickeln (müssen)." "Interkulturelles Lernen ist Vorgang und Ergebnis einer Umstrukturierung selbstorganisierter Ich- und Weltentwürfe an Hand einer Neuinterpretation kultureller Repräsentationen, die durch den Rückgriff auf den Verstehenshorizont des Anderen in einer idealen Sprechsitiuation initialisiert wird." Aus: Dawidowski 2006: S19. Aus: Oomen-Welke 2008: S. 73. Vgl.: Dawidowski 2006: S. 20. Vgl.: Dawidowski 2006: S. 21. Vgl.: Dawidowski 2006: S. 21-22. Luft 2008 Aus: Dawidowski 2006: S. 22. Aus: Dawidowski 2006: S. 25. 2. Transparenz:
Der Ablauf konventioneller Analysestrategien wird um das Moment einer 'Entbergung' ergänzt. Methoden: Zugänge zur Fremdkultur durch die Einübung des Umgangs mit ästhetischen Zeichen (laut Spinner) Imaginationsfähigkeit Fremdkulturelles Verstehen: Resultat eines über die Perspektivierung erzählender Texte erlernten Perspektivwechsels 1. Irritation: Brüche u. Kluften zwischen Ich u. Du als missglückter Verständigung 2. Transparenz: Reflexion des individuellen u. kollektiven Ethnozentrismus 3. Perspektivwechsel: die bestehenden Grenzen der vorhandenen Wir-Identitäten als veränderlich begreifen 4. Transfer: Flexibilisierung u. Dynamisierung der Wir-Identität Ziele des DU nach Kreft Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Ziele interkultu-rellen Lernens Phasen nach Müller-Michaels Phasen nach Kreft Ästehtisch-literarische Kompetenz Sekundäre Literatur-Kompetenz Interaktive Kompetenz Verstehen Auslegen Anwenden Bornierte Subjektivität Objektivität Reflektierte Subjektivität Applikation Irritation Transparenz Perspektivwechsel u. Oszillieren Transfer 1. Irritation:
Erste Verstehensentwürfe sind unverhältnismäig erschwert, da die Brüche mit der Um- u. Mitwelt wesentlich gravierender sind als bei der Rezeption eigenkultureller Kodizes. 3. Perspektivwechsel:
Selbstkorrektur u. neue Selbstinterpretation
Anwendung auf die eigene Situation u. Existenz
Initialisierung 4. Transfer:
Lebenspraktische Realisierung des Per-spektivwechsels
Akzeptanz u. Transparenz des Fremd-kulturellen initiieren ein neues u. mo-difiziertes Handeln
Produktions- u. handlungsorientierte Verfahren zur Festigung u. zum Erfahrungsvollzug des Erlernten Interkulturell wertvolle KuJL Poetische VS Pädagogische Funktion Das ist KuJL...
Fabeln/Märchen
Erweiterte Erzählformen
Doppelte Optik
Mehrfachadressierung
Perspektivwechsel KuJL ist wertvoll, wenn...
die interkulturelle Sicht vermittelt wird.
sie mehrfachadressiert ist.
Perspektivwechsel enthalten sind.
die doppelte Optik vorhanden ist.
sie auch literarisch u. nicht nur dokumentarisch erzählt. ZIELE Förderung des Kulturdialogs

Überbrückung von Fremdheit

Interkulturelles Lernen Literaturverzeichnis:
Dawidowski, Christian: Theoretische Entwürfe zur Interkulturellen Literaturdidaktik. In: Dawidowski, Christian/Wrobel, Dieter (Hg.): Interkultureller Literaturunterricht. Baltmannsweiler 2006, S. 18-36.
Oomen-Welke, Ingelore: Deutschunterricht in der multikulturellen Gesellschaft. In: Kämper-van den Boogaart, Michael (Hg.): Deutsch-Didaktik. Berlin 2008, S. 72-85.
Rösch, Heidi: Was ist interkulturell wertvolle Kinder- und Jugendliteratur? In: Beiträge Jugendliteratur und Medien 58. Jg. (2006: Heft 2), S. 94-103.

Internetquellen:
Luft, Stefan: Multikulti ist gescheitert: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/positionen-multikulti-ist-gescheitert/1142668.html (07.05.2012).
Statistisches Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Schulen/Schulen.html (07.05.2012). Aus: Dawidowski 2006: S. 29. Vgl.: Dawidowski 2006: S. 24. Vgl.: Dawidowski 2006: S. 25-26. Aus: Dawidowski 2006: S. 30.
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