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Charles Baudelaire

Les paradis artificiels
by

Marie-Ann Koch

on 18 June 2013

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Transcript of Charles Baudelaire

Charles Baudelaire
"Les paradis artificiels"

Allgemeines
Zusammenhang "Drogen" und "poetischer Schaffenskraft"

Aufgegliedert in 2 Teile:
+ Le poème du haschisch
+ Un mangeur d'opium

Drogen zur Steigerung der lyrischen Produktivität

Zeigt negative Seiten des Drogenkonsums auf
Le théâtre de séraphin
Auseinandersetzung mit dem Haschisch und seiner Wirkung

Einteilung des Rausches in 3 Phasen:

„… und ein solcher Zustand wäre nicht zu ertragen, wenn er lange dauerte und nicht bald anderen Phasen des Rausches wiche, der sich in erwähntem Falle in herrlichen, leicht schreckenden und zu gleicher Zeit ganz tröstlichen Visionen bezeugte. Dieser neue Zustand ist das, was die Orientalen „Kief“ nennen. Er ist frei von Aufregung und Unruhe; es ist eine ruhige, unbewegliche Glückseligkeit, eine göttliche Abgeklärtheit.
Gliederung
1 Allgemeines

2 À J. G. F.
(Für J. G. F.)

3 Le qoût de l'infini
(Die Lust an der Unendlichkeit)

4 Qu'est-ce que le haschisch?
(Was ist der Haschisch?)

5 Le théâtre de séraphin
(Das seraphische Theater)

6 L'homme-dieu
(Der Gottmensch)

7 Morale
(Die Moral)

8 La pipe
(Die Pfeife)
À J. G. F.
Mais ce n'est pas à une morte que je dédie ce petit livre; c'est à une qui, [...], est toujours active et vivante en moir, [...].
Le goût de l'infini
Charakteristik des paradiesischen Geisteszustands

Mensch sucht nach Wegen das Paradies mit einem Male zu gewinnen

Haschisch und Opium als Drogen die dafür am geeignetsten sind
Qu'est-ce que le haschisch?
Haschisch kommt ursprünglich aus dem Orient
Facettenreiche Wirkungen
Verarbeitung zu Davamesk und Harz sowie Haschischöl
Morale
Abrechnung mit Drogen und deren falschen Versprechungen

„Aber der andere Morgen! Der schreckliche andere Morgen, Erschlaffung und Ermüdung aller Organe, die Entspannung der Nerven, die brennende Lust zu weinen, die Unmöglichkeit bei einer Arbeit auszuharren, belehren dich grausam, dass du ein verbotenes Spiel gespielt hast. Die hässliche Natur, ihres gestrigen Glanzes beraubt, gleicht den traurigen Überresten eines Festes.“
La pipe
Je suis la pipe d'un auteur;
On voit, à contempler ma mine
D´Abyssinienne ou de Cafrine,
Que mon maître est un grand fumeur.

Quand il est comblé de douleur,
Je fume comme la chaumine
Où se prépare la cuisine
Pour le retour du laboureur.

J'enlace et je berce son âme
Dans le réseau mobile et bleu
Qui monte de ma bouche en feu,

Et je roule un puissant dictame
Qui charme son cœur et guérit
De ses fatigues son esprit.

L'homme-dieu
Droge als "Meister des Grauens" und "Fürst des Geheimnisses"

„In beiden Fällen wird der bisher freie Verstand zum Sklaven“.

„Beim Haschisch ist Vernunft nur noch ein Wrack im Spiel der Wellen, und der Gedankenfluss verläuft schneller und 'rhapsodischer'.“

„Der Haschisch überzieht dann dein ganzes Leben wie mit magischem Lack. Er färbt es feierlich ein und hellt alle Tiefen auf.“
L'homme-dieu
„Die Sophismen des Haschisch sind zahlreich und wunderbar, neigen im allgemeinen zum Optimismus und haben die hauptsächlichste und wirksamste Eigenschaft, die Wirklichkeit aus dem Wunsch zu formen.“

„Er verwechselt vollkommen Traum und Handlung, und seine Einbildungskraft erhitzt sich mehr und mehr an dem verführerischen Schauspiel seiner eigenen gebesserten und idealisierten Persönlichkeit, indem er an die Stelle seiner wahren Person ein faszinierendes Spiegelbild seiner selbst setzt. So arm an Willen, so reich an Eitelkeit.“
Merci
pour votre attention!
Le théâtre de séraphin
Beschreibung der Halluzinationen:

„Wenn ich von Halluzinationen rede, darf man das Wort nicht wörtlich nehmen. Ein sehr wichtiger Faktor unterscheidet die reine Halluzination, die zu studieren die Ärzte oft Gelegenheit haben, von der Halluzination oder besser dem Gedankenirrtum im Haschischrausch. Im ersten Falle ist die Halluzination plötzlich, vollkommen und verhängnisvoll; sie findet des weiteren weder Vorwand noch Entschuldigung in der Welt der äußeren Gegenstände. Der Kranke sieht eine Form, hört Töne, wo es keine gibt. Im zweiten Fall entsteht die Halluzination nach und nach fast durch freien Willen und wird erst durch die Arbeit der Einbildungskraft vollkommen und reif. Kurz, sie hat einen Vorwand. Der Ton wird zwar sprechen, deutliche Dinge sagen, aber der Ton war da.“
Le théâtre de séraphin
Vergleich des Haschischrausches mit Träumen:

Der hieroglyphische Traum ist: „ein symbolisches und moralisches Gemälde, das im Geist des Schlafenden entstand. Es ist ein Wörterbuch, das man studieren muss, eine Sprache, zu der die Weisen den Schlüssel finden können.“

„Nichts dergleichen im Haschischrausch. Wir werden den natürlichen Traum nicht verlassen. Freilich wird der Rausch während seiner ganzen Dauer, dank der Intensität der Farbe und der Schnelligkeit der Konzeption, nur ein ungeheurer Traum sein; aber er wird immer die dem einzelnen eigentümliche Färbung behalten. Der Mensch wollte träumen, der Traum wird den Menschen regieren; aber dieser Traum wird durchaus der Sohn seines Vaters sein.“

Le théâtre de séraphin
Nachwirkungen des Haschischrausches:

„Aber kaum bist du aufgestanden, folgt dir ein alter Rest von Trunkenheit nach und hält dich wie die Ketten deiner eben durchlebten Sklaverei fest. Deine schwachen Beine tragen dich nur mühsam, und jeden Augenblick fürchtest du, wie ein zerbrechlicher Gegenstand zu zerschellen.“

„Das ist die Strafe für die ruchlose Verschwendungssucht, mit der du dein nervöses Fluidum verausgabtest. Das hat deine Persönlichkeit in die vier Winde des Himmels gestreut, und welche Mühe empfindest du nicht jetzt, sie zusammenzubringen und zu konzentrieren.“
Morale
Haschisch verleiht kein wahres Genie oder Inspiration

Genie mit künstlichen Mitteln zu erzeugen ist Betrug

„Den Spieler, der das Mittel fand, immer mit Gewinn zu spielen, nennen wir Falschspieler; wie werden wir den Menschen nennen, der mit wenig Geld Glück und Genie kaufen will?“
Morale
Baudelaires Resümee:

[...] der traurige Dichter spricht: »Diese Unglücklichen, die niemals fasteten noch beteten, die die Erlösung durch die Arbeit verweigerten, wollen durch die schwarze Magie die Mittel finden, sich mit einem Mal in das übernatürliche Leben zu erheben. Die Magie betrügt sie, entzündet in ihnen ein falsches Glück und falsches Licht, während wir Poeten und Philosophen unsere Seelen durch stete Arbeit und Versenkung erneuert haben; durch die fleißige Übung des Willens und den ewigen Adel der Anstrengung haben wir für uns einen Garten voll wahrer Schönheit erschaffen. Auf die Worte vertrauend, nach denen der Glaube Berge versetzt, haben wir das einzige Wunder vollbracht, zu dem uns Gott die Möglichkeit verlieh.“
Morale
„Wahrhaftig, jeder der die Bedingungen des Lebens nicht annimmt, verkauft seine Seele.“
Morale
Aufzeigen der Kehrseite und der Gefahr, die von Drogen ausgeht: Abhängigkeit

„Endlich weiß man, dass es selbst dann, wenn man einen Menschen annimmt, der geschickt und stark genug wäre, sich dieser Alternative zu fügen, eine weitere tragische und furchtbare Gefahr gibt, nämlich die der Gewöhnung. Denn jede Gewöhnung verwandelt sich alsbald in Notwendigkeit. Wer ein Gift zum Denken einnimmt, wird bald nicht mehr ohne Gift denken können.“
Morale
„Trotz der wunderbaren Dienste, die Äther und Chloroform geleistet haben, erscheint es mir vom Standpunkt geistiger Philosophie aus, dass man alle modernen Erfindungen moralisch tadeln muss, die dahin zielen, die menschliche Freiheit und den unerlässlichen Schmerz zu vermindern.“
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