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Immer der Karotte nach?

Wissenschaft und befristete Beschäftigung
by

Matthias Neis

on 20 January 2017

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Transcript of Immer der Karotte nach?

90 % der wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen sind befristet beschäftigt.
Wissenschaft und befristete Beschäftigung
Das bleibt auch Quelle der Motivation, während institutionelle Rahmenbedingungen als demotivierend wahrgenommen werden.
Immer der Karotte nach
Matthias Neis, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung
1.
2.
4.
3.
Befristung als Ausnahme
Allgemeine Entwicklung
Rahmenbedingungen
600.000 Hochschulbeschäftigte
knapp 300.000 Beschäftigte in Verwaltung Technik, Pflege
210.000 hauptber. Wissenschaftler/-innen
170.000 davon ohne Professur
2.2 Mio. Studierende
öffentlicher Dienst
bes. rechtliche Bedingungen (GG Art. 5)
Befristung an der Hochschule
Dimensionen von Prekarisierung und ihre Verarbeitung
Probleme von Befristung
Befristung an der Hochschule - die rechtliche Seite
Die grundlegende Annahme im Arbeitsrecht ist, dass Beschäftigungsverhältnisse auf unbestimmte Zeit geschlossen werden.
Deshalb bedarf jede andere Vereinbarung einer besonderen Grundlage.
Diese "Ausnahmen" wurden in den letzten Jahrzehnten immer großzügiger gesetzlich geregelt.
An den Hochschulen ermöglichen 2 Gesetze befristete Beschäftigung:
Tz Bf G
Wiss ZeitV G
eil
eit und
e
ristungs
esetz
enschafts
ertrags
esetz
WissZeitVG
TzBfG
Es löste das Beschäftigungsförderungsgesetz von 1996 zum 1. Januar 2001 ab und brachte wesentlich Erweiterte Möglichkeiten der Befristung (die aber noch immer weit hinter dem WissZeitVG zurückbleiben).
Von zentraler Bedeutung ist der §14 mit seinen Regelungen zu sachgrundloser Befristung, sowie der Auflistung von Sachgründen, die Befristung rechtfertigen.
Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist die zentrale Regelung im allgemeinen Arbeitsrecht zur Frage der Befristungen.
Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) ist die zentrale Regelung für Befristungen im Bereich wissenschaftlicher Beschäftigung.
Es erlaubt weitreichende Befristungen ohne Sachgrund zum Zweck der Qualifizierung.
6 Jahre bis zur Promotion und 6 Jahre danach.
12-Jahres-Regel
Danach gelten Drittmittel als Sachgrund, der theoretisch bis zur Verrentung Befristungen ermöglicht.
Über Drittmittel können dann nicht nur Wissenschaftler/-innen befristet beschäftigt werden, sondern alle Hochschulbeschäftigten.
Das WissZeitVG enthält eine Tarifsperre, die den Gewerkschaften untersagt, irgendwelche Regelungen zu befristeter Beschäftigung im Geltungsbereich des Gesetzes zum Gegenstand von Tarifverhandlungen zu machen.
Wer bleibt "kleben"?
Befristung auf dem Vormarsch
(Öffentliche) Dienstleistung als Vorreiter
...auch ein Genderthema
Befristung als Regelfall: der wissenschaftliche Bereich
Befristungsdynamik: der wiss.-unterstützende Bereich
Der Befristungsanteil mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der öffenltichen Verwaltung
Frauen sind überdurchschnittlich betroffen.
Für die Interessenvertretung
Für die Einzelnen
Für die Qualität
Planungsunsicherheit
Unmöglichkeit langfristige Entscheidungen zu treffen.
Drehtüreffekt
zusätzlicher Aufwand
Eine lange Phase befristeter Beschäftigung bringt für die Einzelnen erhebliche Risiken / Problem mit sich.
negatives Selbstbild
eingeschränkter rechtlicher Schutz
Ein hoher Anteil von Befristung ist in mehrfacher Hinsicht ein Problem für eine wirksame Interessenwahrnehmung / Organisation.
Mitbestimmung ausgehölt
Angst vor Konsequenzen
Disziplinierungseffekt
sinkende Durchsetzungsfähigkeit
Auch die Qualität der Arbeit leidet unter einer ausufernden Befristungspraxis.
hoher Verwaltungsaufwand
hoher Einarbeitungsaufwand
geringe Bindung ans Unternehmen / Einrichtung
labile Arbeitszusammenhänge
Verlust von Know-how / Prozesswissen
Professor_innen sind die Ausnahme an deutschen Unis
Solche Verhältnisse sind international die Ausnahme.
Lanfristige Lebensentscheidungen, etwa die die Gründung einer Familie werden dadurch erheblich erschwert (besonders für Frauen).
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