Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Philosophie als Lebenskunst

No description
by

Maria Griebsch

on 18 November 2013

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Philosophie als Lebenskunst

Philosophie als Lebenskunst
Gliederung
1. Ausgangsthese
2. Die Stoiker
3. Die Epikureer
4. Bezug zu These

These
"Die Epikureer
sind die Erbfeinde
der Stoiker.
Der Polemik zwischen den beiden
Lagern wird es kein Ende."
(Hirschberger: S.275).



Stoiker
Ethik der Stoiker
Worin besteht das sittlich Gute?
-
"te physei zen"
~ naturgemäßes Leben

"Die erste Begierde des Tiers geht darauf,

sich selbst zu erhalten
, nach seiner
einheimischen (immanenten)
ursprünglichen Natur"
(Hegel Vorlesungen.Band 19. 1979. S.255)

- Zweck des Triebes: Selbstgefühl

"Oikeiosis"





Umsetzung in der Praxis

Ziel: zu seinem inneren Selbst zu gelangen, um der Natur gemäß zu leben - Mittel:

- sustine et abstine

- vita activia

- Mahnung zur Apathie




Wer sind die Stoiker?
Ältere Stoa
- Gründer der Schule: Zenon aus Cittium (Zypern
- etwa 300 v. Chr. geboren
- starb ca. 262 v. Chr. durch Selbstmord

- Lehrer in einer Halle (stoa poikile)

- Nachfolger: Kleanthes aus Assos
- Chrysipp aus Cilicien (705 Schriften)
Jüngere Stoa
Hauptvertreter:
- Seneca
- Epiktet
- Aurel
Mittlere Stoa
Hauptvertreter:
-Diogenes
- Panaktios
- Poseidonios
Logik
Physik
Ethik
Dreiteilung der Philosophie der Stoiker
- Dualismus: Leib / Seele
- Seele als
hegemonikon


"Lehre von den Trieben":
- übermäßiger Trieb: Affekt
- wenn Vernunft versagt: Wahn

- Formen des Wahns: Schmerz, Begierde, Lust, Furcht

- zwei Wege: 1. Zeit
2. Löschen der Vorstellungen

- leidenschaftliche Affekte vs. edlere Affekte
"oikeioun"

- griech.: zu eigen machen

"Prozess bei dem ein Lebewesen schrittweise seiner selbst inne und dadurch mit sich selbst vertraut und einig wird." (Forschner: S.186)

- Vergnügen im Bewusstsein seiner Einheit

- Bestimmung des Menschen: Selbsterhaltung mit Vernunft (logos)


"was der Natur gemäß ist"?
- "was die Erfahrung und die
Einsicht von den Gesetzen der
allgemeinen Natur lehrt" (Hegel)

TUGEND = das den Gesetzen
Angemessene

Mensch soll als denkender Mensch
handeln & Triebe dem
Allgemeinen / den Gesetzen
unterordnen
Der Weise ist wahrhaft unerschütterlich & glücklich
und zugleich wahrhaft frei.
Gründer: Epikur aus Samos
(341 - 270 v.Chr)


- Bedeutende Vertreter: Metrodor von Lampsakos, Apollodoros, Zenon
von Sidon, Phaidros, Siron,
Philodem von Garada

Epikureer
"Epikurs Moral nun ist das Verschrienste seiner Lehre (und daher auch das Interessanteste); aber man kann auch sagen,sie ist das Beste daran."

Logik
Physik
Ethik
-sittlich Gutes für Epikur in der Lust
"Die Lust ist Anfang und Ende seligen Lebens" (Brief an Menoikeus)
- Lebensart geprägt von Lebensfreude
- "Lathe biosas!" (vs. vita activia)
- über die Ethik hinaus: Physik

scheinbare Zustimmung!
Neue These:

"Der Inhalt der epikureischen Philosophie, [...] der
Zweck
[...] ist dem Zweck der stoischen Philosophie ganz
parallel
!"
"Es ist schon früher bemerkt,
daß allerdings zwar einerseits
die Empfindung zum Prinzip
gemacht wird, aber daß auch
damit wesentlich verbunden sein soll,
der logos, die Vernunft, der Verstand,
das Denken."

Was ist nun Prinzip des sittlich Guten, die Lust (mithin die Empfindung) oder die Vernunft?
Ziel:
"Ataraxia"
"[...]ein von Furcht und Begierde freies
Sichtselbstgleichundruhigbleiben
des Geistes"

- "Genuss" als ungetrübter
reiner Genuss seiner selbst ( ~ oikeiosis)

-
"autarkeian"

(Genügsamkeit/Mäßigung)


( Hegel Vorlesungen: S.324)

"Was also? , heißt es, wenn gute Gesundheit, Ruhe, Freiheit von Schmerz der Tugend nicht hinderlich sein können, wirst du sie dann nicht ausleben?

Natürlich werde ich das. Nicht weil sie gut, sondern weil sie naturgemäß sind & weil ihre Verwendung auf Grundlage meines guten Urteils folgt.
Das Ziel besteht nämlich darin, Dinge mit
Klugheit
auszuwählen und zu ergreifen."
zwar besitzen die aufgezeigten Unterschiede Bestand,

ABER

Unerschütterlichkeit
des Geistes als zentraler Zweck beiden gemein.
Der Inhalt der epikureischen Philosophie, [...] der Zweck [...] ist dem Zweck der stoischen Philosophie ganz parallel!
Thesenbezug
(Hegel Vorlesungen: ebd.)
"Dieses nüchterne Leben
verschafft uns allein die nüchterne
Vernunft,
welche die Ursachen aller
Wahl und alles Verwerfens untersucht
und die Meinung austreibt, von denen
die Seele am meisten befängt."
[d.i. befangen ist]. (Brief an Menoikeus).

"Es ist vorzuziehen mit Vernunft
unglücklich zu sein,
als unvernünftig glücklich zu sein."
(ebd.)


"Die Gesundheit des Leibes und
die Unerschütterlichkeit bzw.
Gemütsruhe der Seele ist das höchste
Gut."

.
Quellen & Tipps:
Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Werke in zwanzig Bänden. Band 19, Frankfurt am Main 1979.Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie.
Johannes Hirschberger: Geschichte der Philosophie. Komet Verlag. 1980. 12. Aufl.
Carl- Friedrich Geyer: Epikur. Zur Einführung. Junius. Verlag. 2000.
M. Forschner: Artikel Stoa und Stoizismus. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band X, Darmstadt 1999. 176- 184. S.178.
(Hegel Vorlesungen: S.322)
"Dieses nüchterne Leben verschafft uns allein
die nüchterne
Vernunft,
welche die
Ursachen aller Wahl und alles Verwerfens
untersucht und die Meinung austreibt,
von denen die Seele
am meisten befängt." [befangen ist]
Seneca Epist. 92:
Brief an Menoikeus
(Hegel Vorlesungen: ebd.)
Full transcript