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Facebook Sucht: Arten und Folgen

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by

Roman Dammer

on 4 September 2015

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Transcript of Facebook Sucht: Arten und Folgen

Facebook Sucht: Arten und Folgen
Roman Dammer, Madeleine Gawlik,
Marius von der Kohle

Facebook Sucht dasselbe wie Internet Sucht?
Laut Young (2009) werden Nutzer von 3 unterschiedlichen Aspekten des Internets süchtig:
Excessive Gaming
Online sexual pre-occupation
E-mailing / texting
- (Soziale Netzwerke
- Menschen, die als Internetsüchtig gelten nutzen öfter soziale Aspekte / Funktionen des Internets (Kesici & Sahin, 2009)
Facebook Sucht und
Persönlichkeitstypen
Der Persönlichkeitstyp „
Gewissenhaftigkeit
“ ist am wenigsten gefährdet in eine Onlinesucht abzudriften
Alle anderen Persönlichkeitstypen sind öfter von Social Media abhängig:


Neurotizismus
– Sucht Unterstützung / Bestätigung / soziale Kompensation


Extraversion
– Benutzt Social Media zur sozialen Verbesserung / Hebung


Offenheit für Erfahrungen
– Sucht soziale Kontakte / Probiert Neues aus

Verträglichkeit
– soziale Kompensation / Neugier

Zentrale Faktoren der Abhängigkeit
(Brown, 1993; Griffiths, 1996, 2005)
1.
„saliance“
Wenn das Nutzen des Internets für eine Person so wichtig wird, dass diese einen großen Teil der Gedanken an die Nutzung verschwendet. Zum Beispiel auch Offline daran denkt.

2.
„mood modification“
Wenn das Nutzen des Internets für eine Verbesserung des Stimmung / Laune sorgt. Man fühlt sich für einen kurzen Moment „high“.

3.
„tolerance“
Die Grenze wie lange und wie oft man das Internet nutzt steigt langsam an, damit eine „mood modification“ wieder erreicht werden kann.

4.
„withdrawal symptoms“
Eine Art Entzugserscheinung, wenn der Nutzen des Internets reduziert wird.
Person fühlt sich niedergeschlagen, müde

5.
„conflict“
Exzessives Nutzen des Internets führt dazu, dass man in Konflikt mit anderen Personen, sich selbst oder dem Job gerät.

6.
„relapse“
Person kann sehr schnell in alter Verhaltensmuster fallen was das Nutzen des Internets angeht.

Facebook eine spezifische Art der Internet Sucht?
Bergen Facebook Addiction Scale (BFAS)
Entwickelt an der Universität Bergen, Norwegen von Cecilie Schou Andreassen, 2012

Zu Beginn gab es 18 Fragen, von denen jeweils 3 zu den 6 zentralen Faktoren der Abhängigkeit gehörten

Um die optimalen Elemente zu filtern, die für die BFAS benutzt werden sollen, wurden folgende Befragungen benutzt:
o
Addictive Tendencies Scale
o
Online Sociability Scale
o
Facebook Attitude Scale
o
NEO–FFI
o
BIS/BAS scales
o
Sleep questions


Jeweils die effektivste Frage von jeder Befragung wurde in den BFAS aufgenommen
-
BFAS fragt nur 6 Elemente am effektivsten ab
Methoden
423 Studenten, davon 227 Frauen – Durchschnittsalter 22

Erste Befragung fand 2011 statt – Dauer 20 min. Resonanz war hoch (95%)

Zusätzlich zu den 18 Fragen über Abhängigkeit, wurden auch Personenbezogene Daten abgefragt

Fragebögen wurden mit Nummern gekennzeichnet für die Teilnahme an einem „Re-Test“

Nach 3 Wochen wurde der Re-Test durchgeführt (153 von den 423 Studenten nahmen an diesem Teil)

Re-Test: Zur Bestätigung der Ergebnisse

Qualität und Auswahlkriterien der Fragen
Cronbach Alpha
(Fragebögen):

Maß für interne Konsistenz einer Skala, konkret: Je höher die Varianz der Testpersonen, desto höher das Cronbach Alpha.

Mehrere passende Items erhöhen ebenfalls den Cronbach Alpha. Alles über 0.7 ist gut, alles drunter ist schlecht.

Notiz: BFAS hat einen Cronbach Alpha von 0.83

Item total-correlation
(Fragen):

Ermittelt die Trennschärfe eines Items (hier: Frage) im Vergleich zum gesamten Test.
D.h. das Item wird mit jedem anderen Item verglichen

Wertebereich zwischen -1 und 1 – Negative Werte weisen Darauf hin, dass ein Item Nichts mit anderen Items gemeinsam hat. Je höher der Wert, desto besser.

Studie: "Effect of Facebook on the life of Medical University Students"
Fragestellung:

Der Effekt von Facebook auf das soziale Leben, die Gesundheit und das Verhalten von Medizinstudenten
Methodik:
Querschnitt- und Beobachtungsstudie mit Fragebogen
Durchgeführt in der Dow University of Health Sciences in Karachi, Pakistan (zwischen 01/2012 und 11/2012)
Versuchspersonen: Medizinstudenten zwischen 18 - 25 Jahren (Durchschnitt 20,08)
Fragebogen:
Entwicklung des Fragebogens:
intensive Keywordsuche auf Pubmed und Google Scholar (Bereich „social networking“ und „facebook“)
Abgleich mit bereits vorhandener Literatur
Beta-Test durchgeführt mit 15 Studenten
Sektion 1:
Fragen zu grundlegenden demographischen Merkmalen, dem Nutzungsmuster von Facebook und der Bewertung des psychologischen und verhaltensbezogenen Einflusses von Facebook
Sektion 2:
Nebenwirkungen von Facebook auf die Gesundheit und das Lernen an der Universität
32 Fragen, die in 2 Sektionen unterteilt wurden:
Resultate:
Nutzung von Facebook:
tägliches Nutzen von FB (64%)
1-2 Stunden (40,1%) oder bis in die späte Nacht (41,1%)

Gründe für das Nutzen von Facebook:
Kontakt zu Freunden und Verwandten (71,7%)
neue Kontakte knüpfen und die eigene Freundesliste erweitern (50,1%)

Effekte, die sich aus der Nutzung von Facebook ergeben:
37,0% vor Facebook viel mehr Zeit mit Familie und Freunde verbracht
35,9% glauben sie sind sozial weiterhin aktiv (egal
ob bei Facebook oder im realen Leben)
37,2% behaupten ihr Sozialleben hat sich verschlechtert
Effekte, die sich aus der Nutzung von Facebook ergeben:

etwa 50% der Probanden fällt es schwer einen Tag ohne Facebook zu verbringen
71, 5% leiden an Stimmungsschwankungen

Resultate
60% der Teilnehmer leiden unter Kopfschmerzen und Problemen mit dem Sehvermögen
Veränderung in ihrem Arbeitspotenzial, welches sich allmählich verschlechtert (51,3%)
Resultate: Einflüsse auf die Gesundheit

53,5% behaupten das Facebook keine negativen Effekte auf ihre Persönlichkeit hat
Fazit der Studie
Auffälligkeiten:

71% der Befragten leiden an Stimmungsschwankungen und Depressionen
[keine klinische Depression; Symptome einer Depression überschneiden sich mit denen, die auch durch Facebook ausgelöst werden]
Die Nutzeraktivität ist meist auf sich selbst gerichtet (steht konträr zur eigentlichen Motivation von Facebook
„Social Networking“
)

Fazit der Studie
Die meisten Probanden haben diese Frage verneint, behaupten dennoch, dass ihr Sozialleben durch Facebook sehr leidet und sie seit Facebook weniger Zeit mit ihren Freunden und Familien verbringen
Frage ob die Probanden süchtig wären:
„What we observed in our study was that although majority of our subjects showed multiple signs of Facebook addiction, they don’t realize it and if even they realize it they don’t want to quit Facebook and even if they want to quit, they can’t.“
Facebook auf dem Smartphone
Ständige Erreichbarkeit

Ständiges „Auf dem neusten Stand sein wollen“
Facebook Spiele
Kostenfalle? Z.b. für neue Gegenstände, um im Spiel (schneller) weiter zu kommen

Interaktion mit anderen Nutzern notwendig, um weiterspielen zu können
Zweckorientierte Nutzung:
Lerngruppen
Andere Kulturen

Korea:

Zum aufrechterhalten von Freundschaften, entscheidend dabei Qualität der Freundschaften: Gute Freundschaften = mehr Aufenthalt über Facebook

Malaysia:

„Malaysians were reported to have the most number of Facebook friends, spend more time on Facebook and might be addicted to Facebook as well.“ (Balakrishnan, 2013)

Literatur
Farooqi, H., Patel, H., Aslam, H. M., Ansari, I. Q., Khan, M., Iqbal, N., Rasheed, H., Jabbar, Q., Khan, S. R., Khalid, B., Nadeem, A., Adroz, R., Shafiq, S., Mustafa, A. & Asad, N. (2013). Effect of Facebook on the life of Medical University students.
International archives of medicine, 6
(1), 40.
CECILIE SCHOU ANDREASSEN, TORBJØRN TORSHEIM, GEIR SCOTT BRUNBORG, and STÅLE PALLESEN (2012) DEVELOPMENT OF A FACEBOOK ADDICTION SCALE. Psychological Reports: Volume 110, Issue , pp. 501-517.
Literatur:
Goggin, G. (2014). Facebook's mobile career
Shen, S. (2015). The Digital Generation: Comparing and Contrasting Smartphone Use in the Digital Age
Kommunikation verläuft größtenteils über soziale Netzwerke – „Normal“ in der Gesellschaft, Facebook zu benutzen, trotz bedenklichem Datenschutz
Vorallem junge Erwachsene (Stand 2013) sind auf Facebook aktiv:
Schneller Informationsaustausch

kein persönliches Treffen erforderlich

Zweckorientiert für gemeinsame (berufliche) Ziele
Gruppenzwang
Literatur/Quellen:
Chon, B. S., Sang, Y. (2014).Facebook Addiction among Koreans: A Look at Communication-related Variables
Balakrishnan, S. (2013). Malaysian Facebookers: Motives and addictive behaviours unraveled
Steinschaden, J.. (2010-10-15). Länderreport: Facebook-Nutzung in Malaysia.
Retrieved from http://www.jakkse.com/landerreport-facebook-nutzung-in-malaysia/ (19.06.2015)
Literatur:
Chen, K.-H.; Shen, K.-S.; Ma, M.-Y. (2012). The functional and usable appeal of Facebook SNS games
Psychcentral. (2015). Are You a Facebook Addict? Quiz. Retrieved on http://psychcentral.com/quizzes/facebook-addict.htm at 16.06.2015
Inhalt
Facebook und Sucht
Big Five - Persönlichkeitsmodell
Persönlichkeitstypen und Sucht
Zentrale Faktoren der Abhängigkeit
Bergen Facebook Addiction Scale
Studie: "Effect of Facebook on the life
of Medical University Students"
Methodik
Resultate
Fazit der Studie
Suchtpotenzial von Facebook
Literatur:
Wang, Q. et al. (2012). Using the Facebook group as a learning management system: An exploratory study
Quelle:
Dixon, T. (2013). Facebook Usage stats, fanpage tips, myths about social media marketing. Retrieved from http://www.720media.com/facebook-social-media-marketing-teens-stats

Zweckorientierte Nutzung:
Lerngruppen
Schneller Informationsaustausch

kein persönliches Treffen erforderlich

Zweckorientiert für gemeinsame (berufliche) Ziele
Literatur:
Wang, Q. et al. (2012). Using the Facebook group as a learning management system: An exploratory study
FAZIT - SUCHTPOTENZIAL
Suchtverhalten ist stark gefördert durch Gesellschaftsdynamik und dem Streben nach eigenen Idealen.

Sofern Facebook als Zeitvertreib als Ausgleich zu realen Beziehungen verwendet wird, ist Facebook soweit unbedenklich

Allerdings sollte man nie seine realen Beziehungen vernachlässigen und immer den eigenen Nutzen reflektieren
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