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Rassismus

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by

Clemens Behrendt

on 18 December 2013

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Transcript of Rassismus

Quelle: Statistisches Bundesamt
Wachsende Arbeitslosigkeit
Quelle: Daten der OECD
Quellenverzeichnis
Heyder, Aribert und Decker Oliver: Rechtsextremismus - Überzeugung, Einstellung, Ideologie oder Syndrom ? Eine theoriegeleitete empirische Überprüfung mit repräsentativen Daten, in: (Un)Gleichzeigkeiten - Die demokratische Frage des 21. im Jahrhundert, hrsg. von Langenohl, Andreas und Schraten, Jürgen, Marburg 2011, S. 223-259

Heyder, Aribert/Gaßner, Anna: Anomia, Deprivation und Werteorientierung zur Vorhersage rechtsextremistischer Einstellungen... S. 277-298.
Anomia, Deprivation und Werteorientierung zur Vorhersage Rechtsextremer Einstellungen
Ergebnis: Wirtschaftspolitische Probleme
Starker Ausbau des Kapitalstocks (Produktivitätsausbau)
Folge: Anstieg Arbeitslosigkeit
Folge: Sinkende (gesamtgesellschaftliche) Rendite
Folge: Investitionsumfeld wird aufgrund des "Preises" unrentabel
Folge: Dadurch Sinkende Investitionen
Folge: Anstieg nach Rendite suchendes Finanzkapital
Folge: Staatl. Versuche dieses suchende Kapital anzulocken durch: Neoliberale Reaktionen
Tendenziell fallendes Wirtschaftswachstum
Neoliberale Reaktionen seit den 80ern
Ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung der vergangene Jahrzehnte
Begriffsdefinitionen zur Studie
Studienaufbau
Auswertung
Der Rechtsextremismusbegriff
sehr heterogene Verwendung
in der vorliegenden Studie aufgebaut aus folgenden Elementen:
Nationalismus
ablehnende Haltung gegenüber Pluralismus und Demokratie
Ausländerfeindlichkeit
"Die BRD ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet"
Antisemitismus
"Auch heute noch ist der Einfluss von Juden zu groß."
Verharmlosung des Nationalsozialismus
"Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten."
Materialismus-/Postmaterialismuskonzept
Das Anomiekonzept
"[...] gesellschaftlicher Zustand der Normen und Orientierungslosigkeit"
2 Formen:
Individuelle Anomi
a
(subjektive Beurteilung der Zukunftschancen/ indiv. Bedeutungslosigkeit)
gesamtgesellschaftliche Anomi
e
(zB politischer Umbruch)
Anomia-Skala misst subjektiven Zustand der Anomie
möglicher Erklärungsfaktor für Vorurteile, Abwertung anderer und RE
Deprivation
"[...] Zustand des tatsächlichen oder perzipierten Entzugs bzw. der Entbehrung von etwas Erwünschtem"
Wahrgenommener Mangel kann u.a. wirtschaftlich, sozial kulturell oder politisch sein
Unterscheidung in relative und absolute Deprivation
auf tatsächlichen oder gefühlten Entzug wird mit Unzufriedenheit reagiert.
Postmoderne Verschiebung in entwickelten Industriegesellschaften: vom Materialismus zum Postmaterialismus
MaterialistInnen: Streben nach materiellen Gütern und stabilen und geordneten Verhältnissen
PostmaterialistInnen: primäre Wichtigkeit hat Immaterielles (Redefeiheit, Selbstverwirklichung,...)
Annahme: Materialisten wenden sich mit höherer Wahrscheinlichkeit Parteien der Rechten oder der Mitte zu
Inhaltsverzeichnis
Referenten: Clemens Behrendt
Pit Stoye
Nicolas Ertmann
Operationalisierung
Rechtsextremismus: als Faktor 2 Ordnung

4 latente Konstrukte
9 Items
Verendete Skala:

Ausländerfeindlichkeit
Nationalismus
NS - Verharmlosung
Antisemitismus
Rechtsextremismus
Anomia
Anomia:
nach Skala von Srole (1956)

4 dichotome Items

fünfstufiger Summenindex:
0 = Keine Aussage zugestimmt
4 = Allen Aussagen zugestimmt

Deprivation
Deprivation:
nach Rippl und Baier (2005)

2 Konstrukte
3 Items




Werteorientierung
Ingelhart Index:

4 Punkte Skala/Index nach Ingelhart (1971)

2 Konstrukte
4 Items



vierstufige Skala:
Von: Postmaterialist
Bis: Materialist
Daten: ALLBUS
Items und Besonderheiten
Variable Bildung
wurde rekodiert. Bsp: Realschule = Kategorie "Mittel"
Intervenierende Variablen
Bildung, Deprivation, Werteorientierung, Anomie
vermitteln zwischen unabhängigen und abhängiger Variable. (Ost/West und Alter sind exogen)
Anpassungen
Korrelationen zwischen:
Antisemitismus und NS - Verharmlosung

Alter und "Stolz Deutscher zu sein." (.14)

Alter und "NS - Verharmlosung" (-.17)

West/Ost und "Diktatur manchmal besser" (.17)

"Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage"
und "BRD ist gefährlich überfremdet" (.11)

Hypothesen
Ergebnisse
36 % der Varianz des RE -Syndroms lassen sich durch die unabhängigen Konstrukte erklären
Schulbildung (-.43)
Alter (.27)
Anomia (.22)
Werteorientierung (.21)
Ost/West (.15)
relative Deprivation (.11)
absolute Deprivation (.07)
Einzelwirkung
Ergebnis Besonderheiten
Hypothese 2
gilt als zum Teil bestätigt. Relative Deprivation hat signifikanten Einfluss, absolute Deprivation nur über Mediatorvariable (Anomia)
Hypothese 7, 11
und 17
gelten als bestätigt, jedoch nur wegen geringer Koeffizienten
Ost/West
Herkunftsaspekt ist umstritten,
Differenzen der Dimensionen von RE nach Ost und West (Decker et al, 2012)

Infoboard
Nico: Mein Teil ist fast fertig. Die Pfade füge ich hinzu, wenn Pits Teil hier ist.



Clemens: gut. bis später in der Philfak...
sinkende Zufriedenheit im Leben und in der Arbeit
real sinkende Einkommen der Masse
steigende Einkommensungleichheit
steigende Armutsgefährdung
Altersarmut
steigende Zivilisationskrankheiten

-> der steigende materielle Lebensstandard erhöht scheinbar nicht mehr das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Menschen
-> lassen sich RE durch diesen sozialen Wandel erklären?
Ziel: Internationale Wettbewerbsfähigkeit
Ursache: die sich verändernde Realökonomie
und z.B. die steigende Arbeitslosigkeit, massive Ausweitung von Subventionen (z.B. um
Investitionen zu fördern)
Überprüfung der Hypothesen
Erklärungsansätze
Materialismus-/Postmaterialismuskonzept
Deprivationskonzept
Anomiekonzept
demografische Faktoren:
Schulbildung
Alter
ost- oder westdeutscher Wohnsitz
Schulbildung
Alter
Ost-/West-Wohnsitz
Pit: So, hab alles drin
"Die Produktion wird
immer kapitalintensiver, weil zunehmend Arbeit durch Kapital ersetzt wird."
Statistisches Bundesamt
Schlussbetrachtung
Stärkste Einflussfaktoren:
1) Schulbildung 2)Alter 3)Anomia, 4)Werteorientierung
5) Herkunft
6) relative Deprivation 7)Absolute Deprivation
Erkenntnisse:
"Ältere Menschen haben eine niedrigere formale Bildung, eine eher materialistische Wertorientierung und stärker ausgeprägte rechtsextreme Einstellungen als jüngere Menschen. Auch sind Befragte aus den neuen Bundesländern deutlich deprivierter, materialistisch orientiert, leiden stärker unter Anomia und tendieren somit eher zu rechtsextremistischen Einstellungen als Befragte aus den alten Bundesländern." (Heyder/Gaßner)
Gesellschaftlicher Kontext
geringe formale Bildung als Indikator für intolerante Einstellungen und Vorurteile

Zusammenhang zwischen Schulbildung und Einkommen, so wie Möglichkeiten zu Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
-> Einfluss auf Deprivationsgefühle

bessere Möglichkeiten der Einschätzung der eigenen Zukunftschancen und der individuellen Bedeutung senken subjektiv wahrgenommene Anomia
Postmaterialisten werden mit zunehmendem Alter nicht materialistischer
-> Anzahl der Postmaterialisten in postmaterialistischer Gesellschaft nimmt stetig zu
mehr alte als junge Menschen materialistisch orientiert
Annahme: höheres Alter wirkt sich ebenso auf die Anomia aus
Unterschiede zwischen Ost und West bei den subjektiven Deprivationserfahrungen
Verlust alter Normen und Orientierungsmuster wirkt sich bis heute auf die subjektive Anomia aus

Annahme: Herkunft aus den neuen Bundesländern bedingt stärker wahrgenommene subjektive Deprivation und Anomia
Orientierungslosigkeit, Deprivation und Werteorientierung durch komplexen gesellschaftlichen Wandel

Rechte Parteien bieten simplifizierende Antworten

Sozial konstruierte Gruppen werden verantwortlich gemacht.
hallo
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