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Interaktionsrituale-Nouledo

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Lea Sautier

on 24 November 2014

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Transcript of Interaktionsrituale-Nouledo

Diskussion
Inwiefern denkt ihr über eure Imagepflege bzw. Selbstinszenierung nach, wenn ihr soziale Netzwerke nutzt?
Selbstinszenierung und Imagepflege durch Bilder
Interaktionsrituale
- Techniken der Imagepflege
Interaktionsrituale
Selbstinszenierung und Imagepflege in Social Media

Die Mimik als Kommunikationsmittel
Machtverhältnisse
Körpsprache
Kopfbewegung und Körperhaltung
„Das Lächeln, so könnte man sagen, dient oft als rituelle Beschwichtigung und zeigt an, dass der Betreffende nichts Böses beabsichtigt (...), dass er die Handlungen eines anderen versteht oder akzeptiert, ja dass er den anderen billigt."
(GOFFMAN, 1981, S.190).
Blickkonstellation
Höhe als Zeichen sozialen Rangs
„Ein geeignetes Mittel, um gesellschaftliches Gewicht - Macht, Autorität, Rang, Amt oder Ruhm - in sozialen Situationen überzeugend auszudrücken, ist die relative Größe, besonders der erhöhte Standpunkt der zentralen Figur"
(GOFFMAN 1981: 120).
(vgl.: Arnold, 1998)
„Wir können wohl zwischen einer Schräghaltung des Körpers und einer Schräghaltung des Kopfes unterscheiden, aber die Konsequenzen sind in beiden Fällen etwa die gleichen.
Die Kopfhöhe wird (...) gegenüber dem Betrachter des Bildes, gesenkt. Die so entstehenden Konfigurationen lassen sich als bereitwillige
Unterordnung
, als Ausdruck der
Demut
oder
Unterwerfung
, der
Liebenswürdigkeit
oder
Beschwichtigung
verstehen."
(GOFFMAN, 1981, S. 186)
Kindchen-Schema
Gesten der Selbstberührung
Abkehr des Blicks
„Ein klassisches Stereotyp der Ehrbezeugung besteht darin, sich in mehr oder minder demütiger Form zu verneigen. "
(GOFFMAN, 1981, S.165)
"Die aufrechte Körperhaltung ist (...) ein stereotypes Zeichen der Schamlosigkeit, Überlegenheit und Verachtung."
(GOFFMAN, 1981, S.165)
Image
:
„Der Terminus Image kann als der positive soziale Wert definiert werden, den man für sich durch die Verhaltensstrategien erwirbt, von der die anderen annehmen, man verfolge sie in einer bestimmten Interaktion.“ (S. 10)


Image = Selbstbild
(ein Bild, das die anderen übernehmen können)

Person hat ein Image

Person hat falsches Image

Person hat gar kein Image

ständige Sorge um das Image
Konzentration auf jeweilige Handlungen
Eigenen Stellung in der Gesellschaft
Anleihe von der Gesellschaft (kann einem entzogen werden
Mensch = eigener Gefängniswärter
es werden best. Dinge erwartet (v.a Selbstachtung)

wenn das Image stimmt: positives Gefühl (Akzeptanz)

fehlendes Image: negatives Gefühl (Schwarm, Angst, sinkendes Selbstwertgefühl)
Hat man einmal ein Image angenommen, dann wird erwartet, dass man diesem immer folgt

Vermeidung bzw Ausführung bestimmter Handlungen

wichtig: doppelte Regeln der Wirkung von Selbstachtung & Rücksichtnahme

zentral: gegenseitige Anerkennung (Merkmal von Interaktion)

Aufrechterhaltung des Images = Bedingung für Interaktion (NICHT Ziel)
Techniken:

„Mit Techniken der Imagepflege möchte ich Handlungen bezeichnen, die vorgenommen werden, um all das, was man tut in Übereinstimmung mit seinem Image zu bringen.“
(S.18)

um Zwischenfällen entgegenzuwirken (Ereignisse, die das Image bedrohen)

Wahrnehmungsfähigkeit
2 Einstellungen:

1.
defensive
Orientierung in der Wahrung des eigenen Images

2.
protektive
Orientierung im Hinblick auf die Wahrung des Images anderer
man muss hier einen Weg suchen dass eigenen Image zu wahren


Vermeidungsprozess:

Situationen, die Image schaden können aus dem Weg gehen oder Vermittler einsetzen
lieber zurückziehen, anstatt Image gefährden
Defensivpraktiken
:

Fernhalten von Themen/Taktiken, die nicht zur angestrebten Strategie passen
zb. indem man in einer passenden Situation das Thema wechselt.
Protektivpraktiken
(mehrere Möglichkeiten):

Diskretes Verhalten / Dinge unausgesprochen lassen, die anderen möglicherweise nicht gefallen würden
Falsche Antworten geben um das Image anderer nicht zu verletzen
Neutralisierung verletzender Handlungen durch Vorbereitung der Interaktionspartner
Ignorieren einer Situation um anderen kein schlechtes Gefühl zu geben
Im Falle einer Kontrollverlustes sollte man es nicht ignorieren, sondern versuchen sein Verhalten irgendwie zu verheimlichen.
Die grundlegenden Arten der Techniken der Imagepflege:
Korrektiver Prozess
(anerkannter Zwischenfall)

Ritual:
"Handlungen (...) durch deren symbolische Komponente der Handelnde zeigt, wie achtenswert er ist oder für wie achtenswert er die andern hält.“
(S. 25)

„Das Image eines Menschen ist etwas Heiliges und die zu seiner Erhaltung erforderliche expressive Ordnung daher etwas Rituelles“
(S. 25)
Ausgleichshandlungen

„Die Handlungssequenz, die durch eine anerkannte Bedrohung des Images in Bewegung gesetzt wird und mit der Wiederherstellung des rituellen Gleichgewichts endet.“
(S. 25)

zwei oder mehrere Schritte & Beteiligte

Entschuldigung, Geschenke, etc. (Einheit sozialer Handlungen)
4 klassische Ausgleichshandlungen
(korrektiver Prozess):

1. Herausforderung
2. Angebot
3. Akzeptieren
4. Dank

4 Phasen bieten Modell für interpersonelles, rituelles Verhalten
Multimediale Autofiktion im Künstlerblog

Künstlerimage zwischen Authentizität und Selbstinszenierung
Literaturverzeichnis
Goffman, Erving
(1986): Interaktionsrituale. Über Verhalten in direkter Kommunikation (1. Auflage). Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.Goffmann, Erving (1959/2008): Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. 6. Auflage. Pierper. Verlag. München/Zürich.

Goffmann, Erving
(1967): Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. Frankfurt a.M. Suhrkamp Verlag.

Goffmann, Erving
(1971): Techniken der Imagepflege. Eine Analyse ritueller Elemente in sozialer Interaktion. In: Interaktionsrituale. Frankfurt a.M. Suhrkamp Verlag.

Goffman, Ervin
(1981): Geschlecht und Werbung. Frankfurt a.M. Suhrkamp Verlag.

Knapp, Lore
(2012): Christoph Schlingensiefs Blog: Multimediale Autofiktion im Künstlerblog. In: Ansgar Nünning et al. (Hg.): Narrative Genres im Internet. Wissenschaftlicher Verlag. Trier
Bilderverzeichnis
Bilderverzeichnis:
Arnold, Bernd (1998): Macht und Ritual – Wahlkampfrituale. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://berndarnold.photoshelter.com/gallery-image/Power-And-Ritual-v06/G0000zttUTmndM4w/I0000sYNdoEIwVpo
Barack, Obama: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/barackobama
Hilton, Paris: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/parishilton
Jolie, Angelina: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/angelinajolieofficial
Kardashian, Kim: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/kimkardashian
Knowels, Beyonce: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/beyonce
Spears, Britney: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/britneyspears
50 Cent: In: Insagram. Letzer Zugriff: 21.11.2014: http://instagram.com/50cent

Rechtfertigender Art Fiktionale Dimension


- Hebt fiktionalen Anteil biografischer Texte hervor
Autofiktion
Beispiel: „Schlingenblog
- Christoph Schlingensief

- Film-, Theaterregisseur, Autor und Aktionskünstler

- † 21. August 2010
„Die Erzählung vom eigenen Künstlerleben im Medium des Blogs wirkt durch die Vielfalt der Medien einerseits verstärkt authentisch, ist andererseits umso aufwendiger inszeniert.“
(Knapp, 2012)
Kann man sich überhaupt authentisch durch Social Media präsentieren? Oder findet immer eine Form der Selbstinszenierung statt?
„Das Image eines Menschen ist etwas Heiliges und die zu seiner Erhaltung erforderliche expressive Ordnung daher etwas Rituelles“
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