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literarische Epochen

Deutsch GFS
by

Marco Häusler

on 31 January 2012

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Transcript of literarische Epochen

literarische Epochen und ihre Besonderheiten
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit Entdeckung Amerikas
Übersetzung der Bibel
Gutenbergs Buchdruck
Neues Weltbild
Planetenbewegung Humanismus
Menschlichkeit
Gedankengüter der Antike Deutschland zersplittert
Luxuriöses Fürstenleben auf Kosten des Volkes Kritik an der Kirche und Ordnungen
Toleranz in Gesellschaft, Politik und Religion
Verstand soll Wahrnehmung beherrschen Renaissance und Humanismus Hintergrund: Motive: Aufklärung Hintergrund: Motive: Empfindsamkeit Hintergrund: Motive: Erweiterung der Aufklärung durch Ebene der Empfindungen - Gefühle Gefühlsbetontheit
Naturnähe
Freiheitsbewusstsein
Pietismus
Liebe und Freundschaft Sturm und Drang Hintergrund: Motive: Erweiterung der Aufklärung mit der Jugendprotestbewegung
Leben nach Natur gilt als gesellschaftliche Norm
Emotionen statt Rationalität
Natur als Darstellung der Gemüter
Gefühlsbetonter Patriotismus
Geniegedanke - Dichter sind frei von alten Grundsätzen - Vernunft, öffentl. Leben
Weimarer Klassik Hintergrund: Motive: Französische Revolution
Herrschaft Napoleons
Preußer Reformen: Bauernbefreiung, Judenemanzi-pation, Gewerbefreiheit
Befreiungskriege gegen Frankreich
Wiederbelebung der Antike
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Menschlichkeit und Toleranz
Ästhetik - Individuelle Gestaltung der Werke
Wahrheit Schiller
I. An die Freude (1786)

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.

Deine Zauber binden wieder,
was der Mode Schwerd getheilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

Chor:
Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.
Romantik Hintergrund: Motive: Völkerschlacht bei Leipzig
Neuordnung Europas
Germanistik wird zur Wissenschaft
Niederlage Napoleons Dämmerung und Nacht
Psyche der Figuren
Gefühle stehen im Mittelpunkt
Lyrisches Ich sucht Flucht
Orientierung am Mittelalter
Biedermeier Hintergrund: Motive: Industrialisierung
Zensur Buch und Presse
Verbot von Burschenschaften
Restaurationspolitik
Märzrevolution 1848 Betonung von Ruhe
Unpolitisch
Melancholie
Schlichte Genügsamkeit Vormärz Hintergrund Motive Pauperismus
Interessenskonflikte dt. Fürsten
Karlsbader Beschlüsse
Dienstleistungssektor erhöht sich
Verstärkter Handel Politischer Protest - Junges Deutschland
Contra Romantik und Klassik
Pro Aufklärung
Ziel eines Umsturzes
Hinterfragen der Autoritäten
Realismus Hintergrund: Motive: Spaltung in konservativ und radikaldemokratisch
Einigungskriege
Reichsgründung 1871
Sozialgesetze
Politik gegen Liberalismus und Sozialdemokratie
Wechsel von Kaiser und Politik 1888 Positivismus
Wirklichkeitsdarstellung, auch glaubwürdige Fiktionen
Lebensverhältnisse als Zentrum
Regionalismus und Historismus Naturalismus Hintergrund: Motive: Hauptzeit der Industrialisierung
Erfindung von Dampfturbine, Dieselmotor und Weiteres
Bismarck hat die politische Macht
Stabilität in Europa Sozialkritik
Natur stellt Wirklichkeit dar
Naturwissenschaften als Grundlage
Toleranz und Humanität
Abhängigkeit von Millieu und Rasse
Fin de Siècle - Moderne Hintergrund: Motive: Imperialismus
1890 Bismarck tritt ab
Außenpolitische Spannungen
Erster Weltkrieg 1914
Häufige Verwendung von atmospärischem Dichten
Anti-Realistisch
Seelenzustände dargestellt
Subjektivität des Seins
Expressionismus Hintergrund: Motive: Erster Weltkrieg bis 1918
Versailler Vertrag 1919
Weimarer Republik
Urbanisierung und zunehmendes Elend
Darstellung des Hässlichen
Negative als Themen
Erwartete Apokalypse
Individuum wird unwichtig
Unordnung und Chaos
Welt ohne Moral Literatur der Weimarer Republik Hintergrund: Motive: Nachkriegszeit - Krisenjahre
Die Goldenen Zwanziger
Weltwirtschaftskrise
Untergang der Republik Schlechte Zustände darstellen
Gesellschaftskritik
Keine Subjektivität und keine politischen Meinungen
Individuum oder Masse im Alltag Exilliteratur Hintergrund: Motive: Machtergreifung Hitlers 1933
Bücherverbrennung
Viele Autoren zum Exil gezwungen
Nürnberger Gesetze
Zweiter Weltkrieg 1939
Rassismus und Judenvernichtung Kampf gegen Nationalsozialismus
Aufklärung über Nazis
Verarbeitung der Exilsituation
Missstände werden gezeigt und sollen interpretiert werden Nachkriegszeit Hintergrund: Motive: Kapitulation Deutschlands
4 Besatzungszonen
Entnazifizierung, Entmilitarisierung
Demokratisierung
Gründung von BRD und DDR
Aufbau einer demokratischen Kultur
Kritische Auseinandersetzung NS-Regime und Verarbeitung
Konfrontation gegen Verdrängung
Literatur der BRD und DDR Hintergrund: Motive: Mauerbau der DDR
Kalter Krieg und atomare Aufrüstung
Gesellschaftsveränderung
Reale Arbeitswelt ansprechen
Verwirklichung sozialistischer Ideale
Utopie
Kritik an Alltagskommunikation
Politische Inhalte Postmoderne Hintergrund: Motive: Mauerfall 1989
Zusammenbruch des Ostblocks
Beendung des Kalten Krieges Kulturelle und künstlerische Freiheit
Medien und Technik im Zentrum
Wiederverwendung von alten Ideen
Intellektuelle Bewegung
Gedicht um 1500 1720 - 1800 1740 - 1780 1770 - 1785 1786 - 1805 1795 - 1835 1820 - 1850 1830 - 1848 1850 - 1890 1880 - 1900 1890 - 1920 1910 - 1925 1919 - 1933 1933 - 1945 1945 - 1960
1960 - 1989 1898 - Gegenwart
Alliteration „schöner“ Götterfunken
Elysion – Insel in der Antike

Zeichen für Ästhetik?

Durch die Freude und Freundschaft, wird
„Unmenschlichkeit“ ausgeglichen
Gleichheit, Brüderlichkeit
Freiheit -> Flügel: Endlosigkeit


Alle Menschen sind eingehüllt, denn
Jeder Mensch ist gleich -> Toleranz
Betonung auf Brüder Friedich Schiller - Amalia

Schön wie Engel voll Walhallas Wonne,
Schön vor allen Jünglingen war er,
Himmlisch mild sein Blick wie Maiensonne,
Rückgestrahlt vom blauen Spiegelmeer.

Seine Küsse - paradiesisch Fühlen!
Wie zwo Flammen sich ergreifen, wie
Harfentöne in einander spielen
Zu der himmelvollen Harmonie -

Stürzten, flogen, schmolzen Geist und Geist zusammen,
Lippen, Wangen brannten, zitterten,
Seele rann in Seele - Erd und Himmel schwammen
Wie zerronnen um die Liebenden!

Er ist hin - vergebens, ach vergebens
Stöhnet ihm der bange Seufzer nach!
Er ist hin, und alle Lust des Lebens
Wimmert hin in ein verlornes Ach!

Ehrenhalle, deutsches Grab

Sein Blick gleicht einer Sonne

Scheinwelt??

Paradies als Wunschvorstellung
Sehnsucht, Wollust, Liebe

Weg von Erklärbarem

Sind für einander bestimmt

Hyperbel, Darstellung Lust
Fantasievorstellung, Natur schlingt
sich um sie; unzertrennlich


Menschliches Zusammenleben
ohne Vernunft nicht möglich?

Wimmern statt Realisierung

Ludwig Heinrich Christoph Hölty - Der Liebende

Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
Wem dein Gesicht,
Voll Engellicht,
Den Gruß des Friedens winket.

Ein süßer Blick,
Ein Wink, ein Nick,
Reißt mich zur Himmelssphäre;
Den ganzen Tag
Sinn ich ihm nach,
Und baue dir Altäre.

Dein liebes Bild,
So sanft, so mild,
Führt mich an goldner Kette;
Erwachet warm
In meinem Arm,
Und geht mit mir zu Bette.

Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und sich in dir berauschet;
Blick gegen Blick,
Nick gegen Nick,
Kuß gegen Kuß vertauschet.
Zeigt die Gefühle, die beim
Anblick der Frau entstehen
Naturverbundenheit

Übermenschlich
Friedliches Miteinander



Grenzenlosigkeit der Natur
Frei von Zwängen und Aufgaben

Vergötterung der Angebeteten

„lieb“ als Alliteration


Geborgenheit die in seinem
Arm gespendet wird


Freude
beim Anblick des Gegenüber
Innerlichkeit


Kuss als Zeichen von Zuneigung
Friedrich Gottlieb Klopstock - Das Rosenband

Im Frühlingsschatten fand ich sie.
Da band ich sie mit Rosenbändern.
Sie fühlt' es nicht und schlummerte.
Ich sah sie an; mein Leben hing
Mit diesem Blick an ihrem Leben.
Ich fühlt' es wohl und wußt' es nicht.

Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu
Und rauschte mit den Rosenbändern.
Da wachte sie vom Schlummer auf.
Sie sah mich an; ihr Leben hing
Mit diesem Blick an meinem Leben.
Und um uns ward's Elysium.

Der Spinnerin Nachtlied (1802)

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.

Ich sing und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein,
So lang der Mond wird scheinen.

Da wir zusammen waren,
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mich ihr Schall,
Daß du von mir gefahren.

So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.

Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!

Symbolisiert die einerseits Natur,
mit ihrem Gesang für erfüllte Liebe

Beziehung ist vorbei

Verlangen des Ichs nach Verarbeitung
Gedankenkreisbewegung, Sehnsucht
Faden des Lebens? – vorherbestimmt und rein



Symbol für erfüllte Liebe
Mahnmal der Liebe
Sehnsucht und Vermissen

Mond scheint regelmäßig -> Depression?
Kann ihn nicht los lassen
Zeichen Liebe (klar??) und Sehnsucht (rein??)
Schicksalsglaube, Zeichen Mittelalter


Symbol für Unerfüllbarkeit der Liebe
Gedanken des Ichs im bewegt sich im Kreis


Gott lenkt die Menschen -> Mittelalter
Sehnsucht nach Ihm
Ewigkeit -> Phase der Sehnsucht ist ewig
Sehnsucht nach Verarbeitungsprozess
Eduard Mörike - An die Geliebte

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt,
Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge,
dann hör ich recht die leisen Atemzüge
Des Engels, welcher sich in dir verhüllt.

Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt
Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge,
Daß nun in dir, zu ewiger Genüge,
Mein kühnster Wunsch, mein einzger, sich erfüllt?

Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn,
Ich höre aus der Gottheit nächtger Ferne
Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

Betäubt kehr ich den Blick nach oben hin,
Zum Himmel auf - da lächeln alle Sterne;
Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen.


Zufrieden mit dem Anblick, still
Freude ist anspruchslos, stumm
Verbindung zu Ruhe
Übersinnl. Wesen, unerreichbar

Mona Lisa? - wirkt Beruhigend
Schlafen, Stille

Bescheiden, nur ein Wunsch

Depression, Gedanken stürzen ab

Assoziation Natur, Bergquelle


Sternenhimmel als Zeichen für
einfache Romantik
Die Liebe war nicht geringe.
Sie wurden ordentlich blass;
Sie sagten sich tausend Dinge
Und wussten noch immer was.

Sie mussten sich lange quälen.
Doch schließlich kam's dazu,
Dass sie sich konnten vermählen.
Jetzt haben die Seelen Ruh.

Bei eines Strumpfes Bereitung
Sitzt sie im Morgenhabit;
Er liest in der Kölnischen Zeitung
Und teilt ihr das Nötige mit.
Wilhelm Busch - Die Liebe Große Liebe

Sind schon lange liiert
Unendliches Liebesbewusstsein

Schwere Entscheidung zu treffen
Nach langer Zeit des Wartens
vermählen sich die Beiden
Positives Ende für die Seelen


Verbreitete Vorstellung einer Ehe
Humor? Darstellung langweiliger Ehe?
Versuch Situation positiv darzustellen
Arno Holz - Von freier Höhe

Ich weiß.
Oft
wars nur ein Lachen, ein Handdruck von dir,
oder ein Härchen, ein bloßes Härchen,
das dir der Wind ins Genick geweht,
und all mein Blut
gährte gleich auf,
und all mein Herz
schlug nach dir.

Dich haben, dich haben.
dich endlich mal haben,
ganz und nackt, ganz und nackt!

Und heut,
zum ersten Mal,
unten am See, glitzernd im Mittag,
sah ich dich so.

Ganz und nackt! Ganz und nackt!

Und mein Herz
stand still.

Vor Glück, vor Glück.

Und es war keine Welt mehr,
nichts, nichts, nichts,

es war nur noch Sonne, nur noch Sonne —
so schön warst du!



Wind hinterlässt durch Härchen Eindruck
von wirklicher Schönheit


Liebe als Wissenschaft, Frau hat sein
Herz erobert


Wollust, Begierde












wirkliche Schönheit gleicht der
Sonne
Rainer Maria Rilke - Liebeslied

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Existiert nicht, nicht fest zu halten


Möchte Ruhe, Zweisamkeit soll
nicht gestört werden
Inneres schwingen nicht rational
Genaue Beschreibung des
Zusammenseins
Geschmeidigkeit der SPrache
Mensch auf Instrument gespannt
In Gottes Hand? Sonstiger Spieler?

Freudenhaus (August Stramm)

Lichte dirnen aus den Fenstern
die Seuche
spreitet an der Tür
und bietet Weiberstöhnen aus!
Frauenseelen schämen grelle Lache!
Mutterschöße gähnen Kindestod!
Ungeborenes
geistet
dünstelnd
durch die Räume!
Scheu
im Winkel
schamzerpört
verkriecht sich
das Geschlecht!

Tod, Krankheit

Durcheinander, versch. Geräusch-
kulissen, Kneipenstimmung
Abtreibung, Leben ausgelöscht

Jenseits, unsichtbar
Sperma im Raum, ungeputzt,
„dreckig“


Mehr als Scham und Empörung
Prostituierte verkriechen sich,
Unwohl bei Arbeit? Zwang?
Kurt Tucholsky - Ideal und Wirklichkeit

In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
C'est la vie -!

Sie muß sich wie in einem Kugellager
in ihren Hüften biegen, groß und blond.
Ein Pfund zu wenig - und sie wäre mager,
wer je in diesen Haaren sich gesonnt...
Nachher erliegst du dem verfluchten Hange,
der Eile und der Phantasie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
Ssälawih -!

Man möchte eine helle Pfeife kaufen
Und kauft die dunkle - andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah ... beinah ...
Wir dachten unter kaiserlichem Zwange
an eine Republik ... und nun ists die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke -
Ssälawih -!

Gedanken, etwas fehlt: Frau??
Unklar, was ist gemeint??
Das Fehlende schadet ihm

Verlangen nach dem Optimalen
Enttäuschung



Traumvorstellung einer Frau

Blond, Eigenschaft vieler Frauen
Negative, aggressive Sprache
Assoziation mit Unruhe
Fehlende Bescheidenheit, Kritik
Erneute Enttäuschung


Alltagshandlung, Pfeife kaufen
Frustration da ausverkauft
Unklar was gemeint,
nicht subjektiv


Verlangen nach Geschätztem
Wiederholte Enttäuschung



Kurt Tucholsky - Wahre Liebe

Wenn ich so müd nach Hause komm,
zerredet und zerschrieben:
dann sitzt du da, so lieb und fromm.
Man muß, man muß dich lieben!

Die Nacht gleich einem Feste ist.
Ich weiß, dass du die Beste bist.
Und warum ist das? Nämlich
Du bist so himmlisch dämlich.

Du hast es gut. Du ahnst es nicht,
was Stalin jüngst gesprochen;
weißt nichts vom Leipziger Reichsgericht
und nichts von Kunstepochen.

Du hältst einen Puff für ein Hotel
Und Bronnen für einen lauteren Quell ...
Ich liebe dich. Weil ... nämlich ...
Du bist so himmlisch dämlich!

Mein blondes Glück! Von Zeit zu Zeit
tu ich ein bißchen fremd gehn.
Die andern Frauen sind so gescheit
und lassen das noch im Hemd sehn.

Dann kehr ich reuig zu dir zurück
und genieße tief atmend das reine Glück...
Dumm liebt zweimal. Nämlich:
Du bist so himmlisch dämlich –!
Liebe zu Vaterland, Hitler unwahr?

Kritik an nationalsozialistischer
Propaganda



Froh, wenn Tag überlebt?


Misstand, Interpretationsebene


Aufwachen und reagierendes
Eingreifen gefordert?
Nicht über Situation informiert

Situation Deutschlands falsch
interpretiert? Unmoralität?

Unwissen über das was passiert?


Unmoralisch -> Deutschland?


Martin Luther - Sie ist mir lieb

Sie ist mir lieb, die werte Magd,
Und kann ihr nicht vergessen,
Lob, Ehr und Zucht von ihr man sagt,
Sie hat mein Herz besessen.
Ich bin ihr hold,
Und wenn ich sollt,
Groß Unglück han,
Da liegt nicht an.
Sie will mich des ergetzen
Mit ihrer Lieb und Treu an mir,
Die sie zu mir will setzen
Und tun all mein Begier.

Sie trägt von Gold so rein ein Kron,
Da leuchten inn zwölf Sterne,
Ihr Kleid ist wie die Sonne schon,
Das glänzet hell und ferne,
Und auf dem Mon
Ihr Füße stohn,
Sie ist die Braut,
Dem Herrn vertraut,
Ihr ist weh und muß gebären
Ein schönes Kind, den edlen Sohn
Und aller Welt einen Herren,
Dem sie ihr unterton.

Das tut dem alten Drachen Zorn
Und will das Kind verschlingen,
Sein Toden ist doch ganz verlorn,
Es kann ihm nicht gelingen.
Das Kind ist doch
Gen Himmel hoch
Genommen hin
Und lässet ihn
Auf Erden fast sehr wüten,
Die Mutter muß gar sein allein,
Doch will sie Gott behüten
Und der recht Vater sein.




Mit reinem Gewissen sein Herz
Verschenkt, sie: ein Vorbild
Treue des Ichs, selbst bei Unglück
lyrisches Ich kann Gewissen rein halten



Treue als Grundsatz von Beziehungen
Frau steht in sexueller und romantischer
Begierde dem Mann unter

Glück und Wohlergehen





Nicht nur eine sexuelle Beziehung
auch eine Freundschaftliche
Ansicht: Frau muss Mann ein Kind
schenken, bestens einen Sohn











Machen lassen? Toleranz?



Unter einem aufblühenden Baum;
Romantisch, Liebe und Natur;
Absolutismus - Gebunden ohne zu verstehen


Wahrnehmung beeinflusst "Ichs" Sinne




Wahrnehmung, tiefe Verbundenheit,
Rationalität beeinflusst
Elysion - Paradies, Liebe, Freundschaft Georg Weerth - Hungerlied

Verehrter Herr und König,
Weißt du die schlimme Geschicht?
Am Montag aßen wir wenig,
Und am Dienstag aßen wir nicht.

Und am Mittwoch mussten wir darben
Und am Donnerstag litten wir Not;
Und ach, am Freitag starben
Wir fast den Hungertod!

Drum las am Samstag backen
Das Brot, fein säuberlich -
Sonst werden wir sonntags packen
Und fressen, o König, dich!

Duzen des Königs, Respektlosigkeit, Ironie;
Hinterfragen der Autoritäten;
Gegen Ästhetik als Wahrheit, Schönheit = Lüge
Anapher "Und" verstärkt Elendssituation;

"darben" - Not leiden
Darstellung des Hässlichen;
Gegen Romantik, keine Ästhetik;
Steigerung an Versenden zeigen Kritik;

Contra Gleichheit, Brüderlichkeit,
Aufforderung auf Zusammenhalt;
Kritik an Ordnungen, Drohungen des Volkes;
König soll gestürzt werden, Er ist verantwortlich; Günter Eich - Latrine

Über stinkendem Graben,
Papier voll Blut und Urin,
umschwirrt von funkelnden Fliegen,
hocke ich in den Knien,

den Blick auf bewaldete Ufer,
Gärten, gestrandetes Boot.
In den Schlamm der Verwesung
klatscht der versteinte Kot.

Irr mir im Ohre schallen
Verse von Hölderlin.
In schneeiger Reinheit spiegeln
Wolken sich im Urin.

Geh aber nun und grüße
die schöne Garonne
Unter den schwankenden Füßen
schwimmen die Wolken davon.


Hartes und unwürdiges Soldatenleben;
Toilette als "intimer" Ort nicht ertragbarer
Bereich, pathetische Nazilyrik;
Tragikomik des Ichs;

Gegensatz zur 1. Strophe, Darstellung einer
idyllischen Umgebung;
Fäkalsprache bewirkt entsetzen beim Leser;
Nahrungsknappheit, Kritik an Krieg;

Verweilen auf der Latrine, Klang von Gedicht;
Hölderlins Gedichte als Propaganda für Nazis;
Schnee = weiß = rein, steht im Gegensatz zu Spiegel aus Urin und Spiegelbild;

Zitat Hölderlins: Le Garonnais, Gegensatz zwischen propagiertem Schein und Realität;
Auf Lügen basierendes Fundament der Nazis;
Symbol von Reinheit, Ideologie schwimmt davon Ein Gedicht

Ein Gedicht, aus Worten gemacht.
Wo kommen die Worte her?
Aus den Fugen wie Asseln,
Aus dem Maistrauch wie Blüten,
Aus dem Feuer wie Pfiffe,
Was mir zufällt, nehm ich,
Es zu kämmen gegen den Strich,
Es zu paaren widernatürlich,
Es nackt zu scheren,
In Lauge zu waschen
Mein Wort

Meine Taube, mein Fremdling
Von den Lippen zerrissen,
Vom Atem gestoßen,
In den Flugsand geschrieben

Mit seinesgleichen
Mit seinesungleichen

Zeile für Zeile,
Meine eigene Wüste
Zeile für Zeile
Mein Paradies.


Künstlich hergestellt, keine Persönlichkeit;
Rhetorische Frage, Anregung zum Denken;

Soll die Schönheit der Worte beschreiben;
Anaphern "Aus dem..." verstärken Antwort;

Macht die Worte zu etwas was sie nicht sind;

Man kann Worte zu etwas machen
was sie eigentlich nicht sind, Nazi-Regime;
Verinnerlichung der Worte, der Dichter

wandelt alltägliche Wörter zu seinen eigenen;
Wort kann durch zerreißen Charakter verlieren,
aber auch verstärkt oder
besänftigt werden;

Zeigt wie Worte harmonisch oder unharmonisch verbunden werden können, Blickfang;

Zusammensetzung der Worte ist ein Prozess
Trocken, unlebendig, schlecht

Idyllisch, schön, gut
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