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BWL

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on 7 September 2010

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BWL güterwirtschaftlicher Prozess Materialwirtschaft
Produktion
Absatz (geldwirtschaftlicher Prozess) Die Finanzwirtschaft Finanzierung Im engeren Sinne versteht man unter Finazierung alle Maßnahmen der Versorgung einer Unternehmung mit Kapital
Im weiteren Sinne wird jede Versorgung der Unternehmung mit Geldmitteln als Finanzierung bezeichnet Der Begriff Finanzierung 1. Wie finanziert sich ein Unternehmen? 1.1 Von wo kommt das Geld? Kapital, das ein Unternehmen erhält, kann von außen kommen oder aus dem Unternehmen selbst stammen Außenfinanzierung Innenfinanzierung Eigenkapital Fremdkapital Eigenfinazierung Beteiligungsfinazierung Eigenkapital kann in Form der Eigen- oder Beteiligungsfinazierung beschafft werden Stammt das Kapital von externen Kapitalgebern, kann es sich entweder um Eigen- oder Fremdkapital handeln z.B. wenn die Kapitalanteile der vorhanden
Gesellschafter erhöt werden z.B. wenn neue Gesellschafter eintreten Fremdfinanzierung Kreditfinanzierung Nicht nur für die Bilanz ist wichtig ob dieses Geld, etwa von einer Bank, langfristig oder kurzfristig überlassen wurde langfristige Finanzierungsmittel kurzfristigen Finanzierungsmittel Zu den langfristigen Finanzierungsmitteln zählen
Obligationen
Schuldscheindarlehen
Hypothekenkredite
Grundschulden
Leasing Zu den kurzfristigen Finanzierungsmitteln zählen
Lieferantenkredite
Anzahlungen von Kunden
kurzfristige Bankkredite Bei der sog. Innenfinanzierung wird Kapital aus der Unternehmung selbst für Finanzierungszwecke verwendet, etwa in Form von Gewinnen, die nicht ausgeschüttet werden, sondern als offene Rücklagen im Unternehmen verbleiben offene Selbstfinanzierung stille Selbstfinanzierung diese offenen Rücklagen werden dann auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Man bezeichnet diesen Fall als offene Selbstfinanzierung Im gegensatz dazu spricht man von stiller Selbstfinanzierung, wenn durch Unterbewertung der Vermögensgegenstände oder Überbewertung von Schulden stille Rücklagen gebildet werden Rückstellungen z. B. bei Pensionsrückstellungen oder bei Rückstellungen für Bergschäden Investition Leasing Factoring Beim Leasing zahl der Unternehmer für Güter wie Autos, Maschienen etc. an die Leasinggesellschaft eine Art Miete und erspart sich dadurch große Investitionen Factoring bedeutet: Das Unternehmen verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Rechnungen) vor ihrer Fälligkeit an eine Bank. Die Bank schreibt dem Unternehmen die offene Forderungen sofort nach Rechnungsstellung gut und sicher somit dessen Liquidität Finanzierungregeln setzen Richtwerte Als Finanzierungsregeln werden wissenschaftliche oder aus der Praxis abgeleitete Verhaltensnormen bezeichnet, dadurch die die Gestaltung der Kapitalstrucktur bestimmt wird. Hierbei kommen u. a. bestimmte Größen aus der Bilanz ins Spiel Kapitalstruckturregel Die sog. vertikalen Finanzierungsregeln beziehen sich ausschließlich auf das Verhältnis der Kapitalteile zueinander.
Die 1:1 Regel verlangt, dass das Eigenkapital mindestens so groß ist wie das Fremdkapital.
Gelegentlich wird auch ein Verhältnis von 2:1 als betriebswirtschaftlich sinvoll angesehen goldene Finanzierungsregel Die horizontalen Finanzierungsregeln beinhalten eine Aussage über die Relation von Kapital und Vermögen. Die Regel fordert, dass die Investitionsdauer nicht länger als die Finanzierungsdauer sein darf. Aufgenommenes Fremdkapital darf demgemäß nur in solche Vermögensgegenstände fließen, die sich spätestens zum Zeitpunkt der Kredittilgung wieder verflüssigt haben (Prinzip der Fristenentsprechung) Bilanzregel Die goldene Bilanzregel bestimmt, dass das Anlagevermögen durch Eigenkapital bzw. sehr langfristiges Fremdkapital gedeckt wird, während das Umlaufvermögen durch kurz- und mittelfristiges Fremdkapital zu finanzieren sei. Eine strengere Version besagt, dass neben dem Anlagevermögen auch die langfristig gebundenen Teile des Umlaufvermögens (z. b. der eiserne Bestand) langfristig zu finanzieren seien. Liquiditätsregeln Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Verbindlichkeiten uneingeschränkt erfüllen zu können. Man unterscheidet statische und dynamische Liquiditätsgrade. statische Liquidität Die statische Liquidität wird anhand von aus der Bilanz abgeleiteten Kennzahlen errechnet. Dabei werden Teile des Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Relation gesetzt
(z. B. Liquidität 1. Grades = Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) künftige Liquidität Aussagen über die künftigen Liquidität des Unternehmens werden mit Hilfe der Finanzplanung gewonnen. Dabei wird das Verhältnis von Barbestand und Bankguthaben sowie voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen einer Periode gebildet. Die Planungsintervalle werden in Wochen, Monaten oder Quartalen definiert. Der Planungsprozess geschieht durch Fortschreibung im rollierenden Verfahren. Aus betrieblicher Sicht bedeutet Investition den Kauf von Gegenständen des Anlagevermögens wie Grundstücke, Gebäude und Maschinen. Im betriebswirtschaftlichen Sinne ist jede Umwandlung von Geld in Produktivgüter eine Investition Sachinvestitionen Finanzinvestitionen Immaterielle Investition Sie ermöglichen den Leistungsprozess im Unternehmen oder sind direkt daran beteiligt, z. B. der Kauf einer Maschine. Sie beziehen sich auf das Finanzanlagevermögen. Dazu zählen Forderungsrechte wie Bankguthaben, festverzinsliche Wertpapiere oder gewährte Darlehen und Beteiligungsrechte, die eine wirtschaftliche Einflussnahme auf die Geschäftspolitik anderer Unternehmen ermöglichen. Immaterielle Investitionen schaffen oder verändern immaterielle Leistungsreserven. Sie betreffen vorwiegend den Absatzbereich (z. B. Investitionen in die Aus- und Weiterbildung) Investitionsrechnung Bei jeder Inverstition ist zu beurteilen, ob das dafür investierte Geld eine entsprechende Rendite erwirtschaftet. Diese Aufgabe übernimmt die Investitionsrechnung. Bei den verschiedenen Berechnungsmethoden wird zwischen statischen und dynamischen Verfahren unterschieden Statische Investitionsrechnung Dynamische Investitionsrechnung Bei den statischen Verfahren ist das Jahr der Investitionsnutzung entscheidend für die Berechnung. Alle durch die Investition betroffenen Aufwendungen und Erträge werden dür dieses eine Jahr berechnet, weitergehende Wirkungen werden nciht berücksichtigt. Die Anschaffungsausgaben werden in Abschreibungen umgerechnet, die Zinsen für den gesamten Zeitraum konstant berechnet. Kostenvergleichsrechnung Die Kostenvergleichsrechnung vergleicht alternative Investitionsvorschläge auf der Basis durchschnittlicher Jahreskosten. Sie nimmt an, dass die Erträge durch die Wahl des Investitionsvorhabens generell nicht beeinflusst werden. Die Kostenvergleichsrechnung erlaubt, besonderes bei Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen. Gewinnverlgeichsrechnung Bei der Gewinnvergleichsrechnung geht es um den durchschnittlichen Gewinn pro Jahr für eine Investition. Dmait lassen sihc auch verschiedene Investitionsmöglichkeiten vergleichen. Erträge und Aufwendungen werdenn immer als konstant angenommen. Amortisationsmethode Die Amortisationsmethode beantwortet die Frage, ab welchem Zeitpunkt sich eine Investition amortisiert. Die Amortisationsdauer kann mit folgender Formel bestimmt werden: Amortisationsdauer = Kapitaleinsatz -------------- Gewinn + Abschreibung Rentabilitätsrechnung: Hierbei wird der durchschnittliche Jahresgewinn einer Investitionsalternative zum durchschnittlich gebundenen Kapital ins Verhältnis gesetzt. Die Grundformel lautet: Rentabilitätsrechnung Rentabilität = Gewinn x 100 ---------------- Kapital Return on Investment In einer erweiterten Form ist die Rentabilitätsrechnung unter der Bezeichnung Return on Investment (ROI) bekannt geworden Man bezieht dabei den Jahresumsazu einfach durch eine Erweiterung des Bruchs ein, wodurch sich die Kennzahl in zwei weitere Kennzahlen, den Kapitalumschlag und due Umsatzrentabilität, zerlegen lässt. Auf diese Weise kann der Betriebswirt ersehen, wie sich die Rentabilität des Kapitals steigern lässt: emtweder dich eine Erhöhung des Kapitalumschlags und/oder durch eine Steigerung der Umsatzrentabilität. ROI = Gewinn ------------ Umsatz x ----------------- Umsatz Invest. Kapital x 100 Statische Verfahren sind nur für eine kurzfristige Betrachtung geeignet. Nur in diesem Fall lassen sich konstante Größen wie z. B. Kosten und Gewinne zuverlässig kalkulieren Anders als statische berücksichtigen dynamische Verfahren die zeitlichen Unterschiede zwischen Ausgaben und Einnahmen, rechnen also Zinsen mit ein. Dadurch kann ermittelt werden, ob eine Investition rentabler ist als eine entsprechende Geldanlage am Kapitalmarkt. Je später eine Einnahme zufließt, desto niedriger wird sie in der dynamischen Investitionsrechnung bewertet. Kapitalwertmethode Annuitätenmethode Bei der Kapitalwertmethode werden alle mit der Investition verbundenen Ein- und Auszahlungen durch einen Kalkulationszinssatz auf den Kalkulationszeitpunkt abgezinst. Ist der kapitalwert gleich oder größer Null, handelt es sich um eine vorteilhafte Investition. Bei mehreren Alternativen mit positivem Kapitalwert ist das Projekt mit dem höchsten Kapitalwert vorzuziehen Bei der Annuitätenmethode wird der Kapitalwert mit Hilfe des Kapitalwiedergewinnungsfaktors in eine Reihe gleich hoher Kapitalrückflüsse (Annuitäten) übertragen Rechnungswesen Aus rrechtlichen und unternehmenspolitischen Gründen ist es erforderlich, sämtliche Vorgänge im Unternehmen zu erfassen und auszuwerten. Einen Großteil dieser Aufgaben übernimmt das betriebliche Rechnungswesen, das sämtliche Verfahren und Regeln umfasst, die einer systematischen Erfassung und Verarbeitung der in Zahlen ausdrückbaren wirtschaftlichen Vorgänge dienen. Der Gesamtkomplex des Rechnungswesens wird im Allgemeinen in folgende vier Teilbereiche untergliedert: Grundbegriffe des Rechnungswesens Wenn im Unternehmen gerechnet wird, dann nicht nur mit dem Geld, das eingeht und ausgezahlt wird. Die Sache ist wesentlich komplexer, schon alleine, weil das Steuerrecht hier komplizierte Vorgaben macht. Im Rechnungswesen hat sich daher zur Bezeichnung der verschiedeneen Wertbewegungen eine feste Terminologie herausgestellt: Auszahlungen und Einzahlungen: Zahlungsmittelbeiträge, durch die der Bestand an liquiden Mitteln vermindert bzw. erhöht wird. Das ist bei allen Bargeschäfften der Fall, z. B. bei Barkauf von Produktionsfaktoren oder beim Barverkauf von Fertigerzeugnissen. Ausgaben und Einnahmen (Erlöse): Das geldmäßige Äquivalent für den Kauf bzw. Verkauf von Gütern und/oder Dienstleistungen, worunter auch der Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten fällt, z.B. wenn etwas auf Kredit gekauft wurde. Aufwand und Ertrag: Aufwand ist der gesamte, während einer Abrechnungsperiode verursachte bewertete Verzehr von Gütern und Dienstleistungen. Der Ertrag ist der in einer Periode erwirtschaftete Bruttowertzuwachs einer Unternehmung. Die Periodenbezogenheit macht Abgrenzungen zu den Ausgaben und Einnahmen erforderlich. Beispiel: Wenn Löhne für den Monat Dezember erst im Januar bezahlt werden und Abrechnungsperiode und Kalenderjahr sich decken, dann erfolgt die Ausgabe erst im neuen Jahr, obwohl der Aufwand noch das alte Jahr betrifft (Rechnungsabgrenzung). Kosten und Leistungen: Kosten sind der in Geld bewertete Güterverzehr zur Erstellung der betrieblichen Leistung. Leistungen sind die im Produktionsprozess erstellten und in Geld bewerteten Güter bzw. Dienstleistungen. Aufwand und Erträge sind Begriffe der Finanzbuchhaltung, Kosten und Leistungen sind Begriffe der Kostenrechnung. Während die Aufwendungen sämtliche Vorgänge des Güterverzehrs einer Periode erfassen, knüpfen die Kosten nur an die betrieblichen Leistungserstellung an. Nur in diesem Bereich decken sich Aufwendungen und Kosten; man spricht von Zweckaufwand und Grundkosten. Finanzbuchhaltung Kostenrechnung Betriebsstatistik Planungsrechnung In der Finanz- oder Geschäftsbuchhaltung werden vor allem die Außenbeziehungen der Unternehmung dargestellt. Alle in Zahlenwerten festgehaltenen, wirtschtlich bedeutsamen Vorgänge werden mit Hilfe von Belegen erfasst und im System der doppeltenBuchhaltung chronologisch und systematisch aufgezeichnet. Das wichtigste Ergebnis der Finanzbuchhaltung ist der Jahresabschluss, der aus der Jahresschlussbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Buchhaltung GoB In der heutigen Wirtschaftspraxis dominiert die doppelte Buchhaltung (auch Doppik). Doppelte Buchführung, weil der Erfolg zweimal ermittelt wird: einmal in der Bilanz durch Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital und zum anderen in der Gewinn- und Verlustrechnung durch Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen. Die Geschäftsvorfällee in der Buchhaltung, in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung müssen nach bestimmten Regeln dargestellt werden, den sog Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB).
Der formellen Ordnungsmäßigkeit dienen die Grundsätze der Klarheit und Übersichtlichkeit
zur materiellen Ordnungsmäßigkeit tragen die Grundsätze der Vollständigkeit und Richtigkeit bei.
Obwohl der Gesetzgeber den Begriff der GoB nirgendwo definiert hat, verlangt er ihre Einhaltung in verschiedenen Gesetzen (z. B. HGB, Aktiengesetz, Einkommensteuergesetz). Beispiel: Nach dem Grundsatz der Klarheit sind Posten gemäß ihrer Art eindeutig zu bezeichnen und übersichtlich zu gliedern. Bilanz In der Bilanz werden zu einem bestimmten Zeitpunkt Vermögen und Kapital eines Betriebs einander gegenübergestellt. Die Kapital- oder Passivseite zeigt dier Herkunft der im Betrieb eingesetzten finanziellen Mittel; die Vermögens- oder Aktivseite gibt Aufschluss über deren Verwendung. Auf beiden Bilanzseiten wird also der gleiche Wert dargestellt, aber nach unterschiedlichen Gesichtspunkten. Das Vermögen wird in Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Maschienen) und Umlaufvermögen (z. B. Forderungen) unterteilt. Beim Kapital wird entsprechend seiner Herkunft in Eigenkapital (einschl. Rücklagen) und Fremdkapital unterschieden. Um eine exakte Abgrenzung des Erfolgs einer Abrechnungsperiode von der folgenden zu ermöglichen, kommen als weitere Bilanspositionen die Posten der Rechnungsabgrenzung hinzu. Aufbau einer Bilanz A. Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
2. Sachanlagen
3. Finanzanlagen
B. Umlaufvermögen
1. Vorräte
2. Forderungen
3. Wertpapiere
4. Kassenbestand
C. Rechnungsabgrenzungsposten
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital
2. Kapitalrücklagen
3. Gewinnrücklagen
4. Jahresüberschuss
B. Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
D. Rechnungsabgrenzungsposten
Aktiva Passiv Bei einer Ersatzinvestition wird in der Formel der Gewinn durch die Kostenersparnis ersetzt Amortisationsdauer = -------------- Gewinn Kostenersparnis Gewinn-
Verlustrechnung Wie der Geschäftserfolg eines Unternehmens entstanden ist und woraus er sich zusammensetzt, darpber gibt die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) Auskunft. In der GuV werden sämtliche Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres einander gegenübergestellt. Wie wir schon gesehen haben, sind ja Aufwendungen und Erträge nur teilweise identisch mit den Ausgaben und Einnahmen; deshalb muss durch die Verrechnung von Abschreibungen und die Bildung von Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sichergestellt werden, dass bei der Erfolgsrechnung nur solche Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, die in der betreffenden Periode verursacht wurden. Cashflow Die Daten des Jahresabschlusses braucht man auch zur Ermittlung des Cashflow. Diese Zahl benennt die Höhe des Überschusses einer Periode nach Abzug der Kosten, gibt also Auskunft über die Liquiditätslage eines Betribs. Damit lässt sich prüfen, welche Geldmittel einem Unternehmen für Investitionen, Schuldentilgung und Gewinnausschüttung zur Verfügung stehen. Da der Cashflow die finanzielle Stabilität des Betriebes widerspiegelt, ider er zudem ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit. Die Grundformel zur Berechnung des Cashflow lautet: Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) + nicht zahlungswirksame Aufwendungen - nicht zahlungswirksame Erträge Abschreibungen, Zuführung zu Rückstellungen Auflösung von Rückstellungen Die Kostenrechnung erfasst alle im Betrieb anfallenden Kosten, verteilt sie und rechnet sie bestimmten Bereichen zu. Sie dient einerseits der Kontrolle, indem sie den Vergleich von geplanten und tatsächlich angefallenen Kosten ermöglicht, andererseits der Disposition, indem sie durch eine exakte Zurechnung der Kosten auf die Leistungen die notwendigen Unterlagen dür die Preispolitik liefert. Kosten können definiert werden als bewerteter, betrieblich bedingter Leistungsverzehr. Die Kostenrechnung befasst sich mit drei zentralen Fragen: Kostenartenrechnung Welche Kostenarten sind angefallen? Kostenstellenrechnung Wo sind die verschiedenen Kosten angefallen? Kostenträgerrechnung Für welche Produkte sind die Kosten angefallen? Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerrechnung Die Kostenartenrechnung dient der vollständigen und systematischen Erfassung sämtlicher bei der Leistungserstellung in einer Periode verzehrten Kostengüter. Sie bildet den Ausgangspunkt für die übrigen Bereiche der Kostenrechnung Hauptkostengruppen Personalkosten Zu den Personalkosten zählen Löhne und Gehälter, gesetzliche Sozialabgaben und freiwillige Sozialleistungen Kapitalkosten Zu den Kapitalkosten gehören die sog. kalkulatorischen Kostenarten (Zinsen, Abschreibungen, Wagnisse), die durch die Verwendung von Kapital und Nutzung von Kapitalgütern entstehen. Materialkosten Die Materialkosten umfassen die beim Verbrauch an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen anfallenden Kosten Fremdleistungskosten Fremdleistungskosten entstehen durch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen fremder Betriebe (wie z. B. Transportleistungen, Strom) sonstige Kosten Zu den sonstigen Kosten gehören Steuern und Gebühren. Kostenarten Fixe Kosten Fixe Kosten entstehen aus der Bereitschaft zur Produktion und bleiben von Beschäftigungsänderungen grundsätzlich unbeeinflusst. Variable Kosten Vaiable Kosten entstehen erst durch die Tätigkeit des Betriebs; ihre Höhe hängt also vom Beschäftigungsgrad ab. So sind etwa Gebäudekosten wie Miete oder die Kosten einer Maschine fixe Kosten, Fertigungslöhne oder Fertigungsmaterial hingegen variable Kosten. Einzel-
Gemeinkosten Aus der Art der weiteren Verrechnung ergibt sich die Unterscheidung von Einzel- und Gemeinkosten. Einzelkosten (direkte Kosten) können dem Erzeugnis (Kostenträger) unmittelbar zugerechnet werden. Alle Kosten hingegen, die keinem Erzeugnis direkt zugerechnet werden können, bezeichnet man als Gemeinkosten (indirekte Kosten). Beispiel: Lohn und Materialkoste in der Fertigung sind typische Einzelkosten: Um Produkt X herzustellen, wird ein gewisses Pensum an Arbeitsstunden sowie ein bestimmter Materialbedarf benötigt. Hingegen sind Kosten für das Intranet, die Gehälter der Telefonistin oder des Netzwerkbetreuers typische Gemeinkosten, wie auch die Abschreibungen, Energiekosten, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Steuern. Die Gemeinkosten müssen anteilsmäßig auf die einzelnen Kostenträger verrechnet werden. Die Grundlage dazu bildet die Kostenstellenrechnung. In der Kostenstellenrechnung werden die nach Kostenarten gegliederten Gemeinkosten auf die Kostenstellen verteilt, in denen sie angefallen sind. Kostenstellen sind abgegrenzte Verantwortungsbereiche, für die Kosten gesondert ermittelt werden, um sie anschließend verursachungsgerecht mit Hilfe geeigneter Schlüsselgrößen den Kostenträgern zuzurechnen Neben der genaueren Zurechnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger hat die Kostenstellenrechnung auch die Aufgabe zu kontrollieren, ob die einzelnen Kostenstellenbereiche wirtschaftlich arbeiten. Außerdem werden in der Kostenstellenrechnung die sog. innerbetrieblichen Leistungen verrechnet. Innerbetriebliche Leistungen sind betriebliche Leistungen, die im Gegensatz zu den für den Absatz bestimmten Fertigerzeugnissen für den eigenen Betrieb bestimmt sind. Beispiel Selbst erstellte Anlagen oder Werkzeuge, Transportleistungen, eigene Stromerzeugung, aber auch die Leistungen der Verwaltungs- und Vertriebsabteilung zählen zu den innerbetrieblichen Leistungen. Die Durchführung der Kostenstellenrechnung geschieht zumeist mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens (BAB). Der BAB ist ein Kostenverteilungsblatt, das in der Vertikalen die Kostenarten und in der Horizontalen die Kostenstellen enthält. Man unterscheidet Haupt- und Hilfskostenstellen Hauptkostenstellen Hauptkostenstellen rechnen den Fertigungsprozess für Haupterzeugnisse ab und können unmittelbar den Kostenträgern zugerechnet werden. Hilfskostenstelle Hilfskostenstellen dienen nur mittelbar der Gütererzeugung; sie erbringen Leistungen für andere Kostenstellen (z. B. innerbetriebliche Leistungen wie die Personalabteilung), deren Kosten auf die Hauptkostenstelle umgelegt werden müssen. Den Abschluss der gesamten Kostenrechnung bildet die Kostenträgerrechnung entweder in Form einer Kalkulation (Kostenträgerstückrechnung) oder in Form der Kostenträgerzeitrechnung. Kostenträger sind die selbstständigen Endprodukte, d. h. diejenigen Leistungseinheiten, denen die Kosten verursachungsgemäß zugerechnet werden. Kostenträgerstückrechnung Kostenträgerzeitrechnung In der Kostenträgerstückrechnung werden die Kosten für eine Leistungseinheit oder Leistungsgruppe ermittelt. Dabei werden die einzelkosten direkt und die Gemeinkosten indirekt mit Hilfe der in der Kostenstellenrechnung gewonnenen Gemeinkostenzuschläge verrechnet. Je nachdem, wie die Kostenverrechnung auf die Kostenträger erfolgen soll, kann man zwischen Divisions- und Zuschlagskalkulation wählen. Divisionskalkulation Zuschlagskalkulation Bei der Divisionskalkulation in ihrer einfachsten Form werden die gesamten Kosten eines Abrechnungszeitraums durch die Anzahl der in diesem Zeitraum hergestellten Produkte dividiert, um Kosten je Stück zu erhalten. Dieses Verfahren ist nur für Einproduktbetriebe und unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll und daher praktisch sehr begrenzt. In einer zweistufigen Form wird zumindest noch zwischen Herstellkosten auf der einen und Verwaltungs- und Vertriebskosten auf der anderen Seite unterschieden. Bei der Zuschlagskalkulation erfolgt hingegen eine scharfe Trennung in Einzel- und Gemeinkosten; Erstere werden den Kostenträgern direkt zugerechnet, Letztere werden anteilmäßig mit Hilfe von Schlüsseln und Zuschlagsätzen verteilt. Mit der Kostenträgerzeitrechnung oder kurzfristige Erfolgsrechnung sollen die Erfolge der betrieblichen Leistungserstellung (Betriebsergebnis) einer Abrechnungsperiode (z. B. eines Monats) durch Gegenüberstellung der für einen Kostenträger ermittelten Kosten und Erlöse festgestellt werden. Man unterscheidet hier Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren. Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren Die Erlöse einer Periode werden um die Gesamtkosten der in dieser Periode erstellten Leistungen vermindert. Da Produktionen und Absatz einer Periode in der Regel nicht übereinstimmen, müssen um das engültige Betriebsergebnis zu erhalten, Bestandserhöhungen an Halb- und Fertigfabrikaten hinzuaddiert bzw. Bestandsverminderungen subtrahiert werden. Hier werden hingegen den Verkauferlösen nur die Herstellkosten der abgesetzten Betriebsleistungen zuzüglich der angefallenen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten und der Sondereinzelkosten des Verttriebs gegenübergestellt.
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