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judt/cornelißen

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by

xandi ha

on 29 October 2013

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Transcript of judt/cornelißen

1900

1910

1920

1930

1940

1950

1960

1970

1980

1990

2000

kollektive Amnesie
Überfunktion des
Gedächtnisses

1945

1989

Zwei Phasen der europäischen Erinnerungsgeschichte seit 1945:
Wende, Zerfall der Sowjetunion
Bevölkerungen geprägt von jahrelanger Propaganda.
antisemitischer Konsens:
Juden seien selbst Schuld an ihrem Schicksal

Zurückkehrende nicht willkommen.
„Der Holocaust wurde nicht nur dort aus dem Gedächtnis gestrichen, wo es gute Gründe gab, nicht an ihn zu denken […].“
(JUDT 2010:939).
Cornelißen, Christoph / Holec, Roman / Pešek, Jiří (2005):
Politisch-historische Erinnerungen in Mittel- und Ostmitteleuropa seit 1945.
In: Cornelißen, Christoph / Holec, Roman / Pešek, Jiří (Hg.): Diktatur – Krieg – Vertreibung. Erinnerungskulturen in Tschechien der Slowakei und Deutschland seit 1945. Essen: Klartext, S. 9 – 24.

Judt, Tony (2010):
Epilog: Erinnerungen aus dem Totenhaus. Ein Versuch über das moderne europäische Gedächtnis.
In: Judt, Tony: Geschichte Europas. Von 1945 bis zur Gegenwart. Frankfurt am Main: Fischer, 2. Auflage, S. 931 – 966.

Mit Kriegsende:
In Osteuropa:
Der Krieg, "Verbrechen und Schrecken" werden thematisiert, der Holocaust nicht.
sowjetische Interpretation des Krieges:
patriotisch und anti-faschistisch.
"Das erste Nachkriegseuropa wurde auf einer vorsätzlichen Amnesie erbaut - Vergessen als Lebensform".
(JUDT 2010:956).
Wandel in der "Gedächnistlandkarte"
(Vgl. CORNELIßEN et al. 2005:9).
Eingriffe und Umgestaltungen
besonders stark in Ostmitteleuropa.
statt Gedächtnisverlust: kompensatorische Überfunktion.
verstärkt institutionalisierte, öffentliche Form des Gedächtnisses.

Erinnerung als Fundament (westeuropäischer) Identität.
Eigene Opfer und Leiden.
An wen soll man Entschädigungen zahlen?

Gleichzeitig:
Befreiung von kommunistischer Interpretation und Geschichtsmythen.
postkommunistische Neuordnung des Gedächtnisses Osteuropas.
In Osteuropa:
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