Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Kabale und Liebe

No description
by

Derya Üctas

on 5 March 2014

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Kabale und Liebe

Friedrich Schiller
Kabale und Liebe
1775
1777
1784
1782
1774
1767
1775:
Medizinstudium
Abschluss 1779
anschließend Militärarzt
zieht nach Stuttgart
1777:
Die ersten Szenen der "Räuber" entstehen
1780: Fortsetzung der Arbeit an den "Räubern"
1782: Uraufführung seines Theaterstückes "Die Räuber"
1782:
Flucht aus Stuttgart, wegen eines Publikationsverbotes
1784:
Uraufführung des Trauerspiels "Kabale und Liebe"
1767:
Besuch der Lateinschule in Ludwigsburg
1774:
Jurastudium an der Militärakademie Karlsruhe
Abbruch 1775
1790
1791
1802
1792
1788
1787
1790:
Heirat mit Charlotte von Lengefeld
1791:
Lebensgefährliche Lungenentzündung
1792:
französische Nationalversammlung verleiht Schiller das französische Bürgerrecht
1802:
Schiller erhält den Adelstitel in Weimar
1805: Schiller stirbt in Weimar infolge einer Lungenentzündung
1787:
Das Drama "Don Carlos" erscheint bei Göschen in Leipzig
1788:
begegnet zum ersten Mal Goethe
Schiller wird zum Professor für Geschichte an die Universität Jena berufen
Friedrich Schiller
* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg
† 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar
Historischer Hintergrund
1770er Jahre : Absolutismus = weit verbreitete Regierungsform
Herzog von Württemberg = absolutistischer Herrscher im 18. Jahrhundert :
verkaufte viele württembergischen Soldaten an die englische Armee um so sein luxuriöses Leben zu finanzieren
beim Volk unbeliebt
Separierung in drei Stände : Klerus , Adel und den dritten Stand zu dem die restliche Bevölkerung, wie die Bürger oder Bauern gehörten.
Das Bürgertum steht im Dienst der Fürsten und ist nach wie vor ist es von der Teilnahme an politischer Macht ausgeschlossen
Epochenzugehörigkeit:
,,Kabale und Liebe“ wurde in der Epoche des Sturm und Drangs verfasst
1767-1784 übernahmen junge Schriftsteller die Ideen der Aufklärung
Rousseaus Satz „Gefühl ist mehr als Denken“ wird zum Leitbild
Schriftsteller erschufen nach Freiheit strebende Helden, die vom Gefühl geleitet wurden, entschlossen handelten und Grenzen durchbrachen
thematisiert wurde die Liebe über Standesgrenzen hinweg
Schiller übt übt in seinem Werk „Kabale und Liebe“Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen des Absolutismus
Im ersten Akt kritisiert Ferdinand die verschwenderische Lebenshaltung am Hofe : die
,,Glückseligkeit“
(S. 29, Z.11) seines Vaters wird vom
,,Verderben“
(S.29,Z.12) des Volkes getragen.
auch im zweiten Akt wird die Verschwendungssucht des Adels deutlich : Lady Milford glaubt die ,,Tränen des Landes“ (S.38,Z.13) getrocknet zu haben, doch sie muss feststellen, dass das Volk weiter ausgebeutet wird.
Luise und Ferdinand versuchen die Stände zu umgehen, scheitern jedoch
Der junge Major personifiziert den Helden, der aus großen Gefühlen besteht, was später zu einer verstellten Sicht auf die Wirklichkeit und zur Katastrophe führt
Charaktere:
Luise
Miller und seine Frau
Ferdinand von Walter
Präsident von Walter
Wurm
Hofmarschall
Lady Milford
Fürst
wichtige Themen/Interpretation:
- Friedrich Schiller übt scharfe Kritik an Standesvorurteilen, einem korrupten Feudalsystem und den zeitgenössischen absolutistischen Herrschaftsstrukturen




• Spannungsfeld der Gegensätze zwischen

- den Zwängen der Konvention und der Selbstbestimmung des Einzelnen
- der jungen Generation und der Generation
der Väter
- der Moral des Bürgertums und der Amoral
des Adels
Wertesystem:
Ferdinand darf keine Bürgerliche heiraten, stattdessen muss er eine Frau heiraten die sein Vater für ihn aussucht
eine Heirat soll allein dynastischen oder politischen Zielen dienen
Luises Vater ist ebenfalls gegen die Beziehung, denn er fürchtet sich vor einer Ehrverletzung (Befürchtung, dass Luise schwanger wird)
Luise ist innerlich gefangen in dem Wertesystem, in dem sie erzogen wurde → sie ist zerrissen zwischen ihren Gefühlen für Ferdinand, der engen Beziehung zu ihrem Vater und der Gehorsam ihm und Gott gegenüber
Konflikt zwischen Mittelschicht und Adel:
Rangpyramide mit einem absolutistischen Alleinherrscher an der Spitze dem das Wohl seiner Untertanen gleichgültig ist
wachsende Rivalität zwischen dem aufstrebenden Mittelstand und dem Adel
Konkurrenz um Berufs – und Machtchancen aber auch um den Widerstreit moralischer
Auffassungen bis hinein in Fragen der Gefühlskultur und des Stils

=> individuelle Interessen und subjektive Gefühle sowie die Forderung nach Freiheit gegenüber den Zwängen der Ständegesellschaft sind machtvolle Triebfedern für die Figuren und führen schließlich in die Katastrophe

Soldatenhandel:
Verkauf von Landeskindern ins Ausland
diente der Geldbeschaffung → der „Landesvater“ erhielt hohe Summen an Kopfgeldern und konnte somit der Geldnot, die aufgrund seiner Verschwendungssucht entstand, abhelfen
beinhaltete die Verschleppung von Bauern-, Handwerker - und Tagelöhnersöhnen mit Methoden, die vor Anwendung von Gewalt und Betäubungsmitteln nicht Halt machten
diese kämpften dann z.B. im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg usw.
Intrigen/ Kabale:
viele Intrigen um die Beziehung zwischen Ferdinand und Luise zu zerstören

Ungerechtigkeit,Inhumanität und Amoralität der absolutistischen Ordnung wird durch Ferdinand angeklagt
Willkürherrschaft:
keine gerechten Urteile → Miller wird ohne gerechtes Urteil eingekerkert

Ferdinands Vater kommt durch eine Intrige an die Macht
Vater – Sohn/Tochter Beziehung:
Ferdinand verstößt gegen seine Sohnespflicht, wenn er sich der väterlichen Heiratspolitik widersetzt
→ sehr kaltes Verhältnis zu seinem Vater
Luise bringt mit ihrer Liebe zu Ferdinand nicht nur die soziale, sondern auch die physische Existenz der eigenen Familie in Gefahr. Ihr wird immer deutlicher, dass sie zwischen der Rücksicht auf den Geliebten und der Rücksicht auf den Vater zu wählen hat.
-> enges Verhältnis zu ihrem Vater
Gott:
am Ende gilt nicht die weltliche Justiz, sonder Gott als letzte richterliche Instanz

ständige Präsenz in Bräuchen und Traditionen

Luise befindet sich in einem Kampf zwischen der religiösen Norm und der glühenden

Liebe zu Ferdinand → „Der Himmel und Ferdinand reißen an meiner blutenden Seele“
Präsident von Walter:

1.Akt:
1.Szene:

-Miller und seine Frau diskutieren im Haus über die
Beziehung von Luise und Ferdinand
- Miller ist gegen die Beziehung und will es dem Präsidenten erzählen
- seine Frau ist für die Beziehung
2.Szene:

- Frau Miller will Wurm Luise ausreden
3.Szene:
- Miller redet mit Luise, da er gegen die Beziehung zu Ferdinand ist
4.Szene:
- Ferdinands Liebesschwur an Luise
- Sie reagiert abweisend und verschwindet schließlich
- Ferdinand bleibt sprachlos zurück
5.Szene :
- Wurm erzählt dem Präsidenten, dass Ferdinand ein Verhältnis mit Luise hat
- Der Präsident will Ferdinand mit Lady Milford verkuppeln, um seinen Einfluss beim Fürsten zu sichern und Ferdinand auf eine Probe zu stellen
(will die Verlobung ihm erst später sagen)
6.Szene:
- der Hofmarschall soll die Verlobung von Ferdinand und Lady Milford
bekannt machen und diese Nachricht noch der Lady überbringen
7. Szene:
- Präsident versucht Ferdinand Luise auszureden, indem
er seine Zukunft mit Lady Milford darstellt
- Präsident schickt seinen Sohn zur Lady Milford
- Ferdinand verflucht seinen Vater
3.Akt:
1.Szene:
- Wurm schlägt vor Miller und seine Frau
gefangen zu nehmen, damit Luise einen Liebesbrief
an den Hofmarschall schreibt, um die Eltern zu befreien
- mit diesem Brief soll Ferdinand eifersüchtig werden und sich
von ihr wenden
2.Szene:
-Präsident fragt Hofmarschall, ob er seinen Namen dafür hergeben will
3.Szene:
- Präsident ist vom Brief Wurms begeistert
- Intrige läuft nach Plan
4.Szene:
-Luise diskutiert mit Ferdinand und erzählt ihm, dass er sie verlassen
soll bzw. sie ihn verlässt
- Ferdinand vermutet, dass sie ihn wegen einem Liebhaber verlässt
5.Szene:
- Luise macht sich sorgen um ihre Eltern
6. Szene:
- Wurm erzählt Luise, dass ihre Eltern gefangen sind und sie
sich entscheiden muss wen sie verlieren möchte
( Eltern oder Ferdinand)
- schreibt den Brief, den Wurm ihr diktiert
2.Akt:
1. Szene:
- Lady M. liebt Ferdinand
- Verbindung mit Fürsten nur, um Ferdinand zu bekommen
2.Szene:
- Sie bekommt Juwelen geschenkt, die der Fürst im Tausch
gegen die Soldaten erhielt
- diese sollen verkauft werden, um Menschen zu helfen
3. Szene:
- Gespräch zwischen Lady M. und Ferdinand
- Er erzählt, dass er sie garnicht will und sie erzählt ihre Kindheit
- Ferdinand erzählt ihr, dass er in die bürgerliche Luise verliebt ist
=> Sie ist traurig
4.Szene:
-Miller regt sich über seine Frau auf, da sie sich
beim Wurm verplappert hat
5.Szene:
- erneuter Liebesschwur Ferdinands
6.Szene:
- hitzige Diskussion zwischen Miller, seiner Frau, Luise,
Ferdinand und dem Präsidenten
7. Szene:
- Ferdinand will dem Fürsten erzählen, wie der Präsident
an die Macht gekommen ist
( durch Ermordung des Vorgängers)

4. Akt:
1. Szene:
-Ferdinand findet den fingierten Brief an
den Hofmarschall
2.Szene:
- innerer Monolog Ferdinands: ist sehr böse und merkt,
dass alles von ihr geplant war
3. Szene:
- Ferdinand will den Hofmarschall umbringen
=> Hofmarschal hat angst und gesteht, dass er Luise nicht kennt
4.Szene:
- innerer Monolog Ferdinands: glaubt von Kalb nicht
5. Szene:
- Ferdinand erzählt seinem Vater, dass Luise ihn betrogen hat
6. Szene:
- Sophie ergründet Lady Milford
7. Szene:
- Streit: Lady M. bietet Luise eine Stelle als Dienerin bei ihr an
- sie beschimpft Luise
- Luise gibt nach und kündigt Selbstmordabsichten an
8. Szene:
- ist wütend, da die bürgerliche Ferdinand wie eine
Ware abgetreten hat
9. Szene:
- Lady M. schreibt, dass sie sich von dem
Fürsten lossagt und ins Ausland flüchtet
-schenkt ihren Schmuck
den Angestellten

5. Akt:
1. Szene:
- Luise will Selbstmord begehen
=> mit Ferdinand im Jenseits zusammen sein
- Miller kann sie abhalten
2. Szene:
- Ferdinand fragt Luise ob sie den Brief geschrieben hat ; sie bejaht
- er fragt sie, ob sie ihm ein Glas Limonade bringen kann
3. Szene:
- Miller und Ferdinand unterhalten sich darüber,
wie F. Luise kennen gelernt hat
4. Szene:
- Ferdinand denkt, dass er und Luise Miller die Lebensfreude nehmen
5.Szene:
- Ferdinand gibt Miller sein Geld, um die dreimonatige Liebe zu bezahlen
6. Szene:
- Miller soll zum Präsidenten
- Ferdinand gibt das Gift in die Limonade
7. Szene:
- Luise trinkt das Gift und gesteht ihm alles => stirbt
8. Szene:
- Ferdinand stirbt neben Luise
- alle beschuldigen sich
gegenseitig
Luise:
Tochter von Miller
Verliebt in Ferdinand
bürgerlich
gläubig
moralisch
Ferdinand:
Sohn des Präsidenten
Major
Verliebt in Luise
Adeliger
Lady Milford:
Maitresse des Fürsten (Einflussreich)
Gefühl für Gerechtigkeit und Verantwortung
Aufrichtiger Mensch
Einflussreicher Adeliger
kann die Beziehung seines Sohnes nicht dulden
Wurm:
Haussekretär des Präsidenten
hat Interesse an Luise
bürgerlich
Inhaltsangabe
Bürgerliches Trauerspiel:
Theatergenre, das im 18. Jahrhundert in Paris und London aufkam
Merkmale:
entweder unpolitische Familienkonflikte, die soziale Gegensätze möglichst nicht berühren und auf das Verbindende einer „reinen Menschlichkeit“ setzen
oder politischer Kampf gegen die Unterdrückung durch den Adel
Hauptfiguren = einfache Menschen
Kabale und Liebe :
Konflikt zwischen Bürgertum und Adelswillkür
Päsident und Miller dulden die Beziehung nicht, da sie aus unterschiedlichen Schichten kommen
Luise und Ferdinand können nur im Jenseits zusammen sein
Full transcript