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Objektive Hermeneutik

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by

Princess Qualitativ

on 1 December 2013

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Transcript of Objektive Hermeneutik

Objektive Hermeneutik
Eine Einführung
Video
Prinzipien der Objektiven Hermeneutik

Kontextfreiheit
Wörtlichkeit
Sequenzqualität
Extensivität
Sparsamkeit

Forschungsleitende Prinzipien
Leitprinzipien:
Objektivität als Gütekriterium für die Forschung

Hypothesenbildung durch Gedankenexperimente

Orientierung auf Einzelfallanalyse
Definition:
"Bei der objektiven Hermeneutik werden Äußerungen und protokollierte Handlungen systematisch darauf hin analysiert, welche latenten Sinn- und objektiven Bedeutungsstrukturen sie enthalten und wie diese Strukturen im konkrtreten Untersuchungsfall wirken"
Vordergründig:
Die Erzählung des Märchens als Gute Nacht Geschichte.

Unerschwellig (latent): Dem Kind werden bestimmte Sinnstrukturen vermittelt.

Normen als latente Sinnstrukturen.


Latente Sinnstruktur
Die Methode
In den 1970er Jahren von dem Soziologen Ulrich Oevermann u.a. im Rahmen ihrer Forschungen entwickelt
Seit 1979 wurde die Objektive Hermeneutik stets konzeptionell weiterentwickelt und mehrfach modifiziert
Objektive Hermeneutik als professionalisierte "Kunstlehre"
Das verfahren ist eine methodisch angeleitete und auf Erfahrung basierende Fähigkeit.
Untersuchungs-gegenstand der Methode
Latente Sinnstrukturen offenbaren sich in jeder Menschlichen Äußerung und bilden eine eigenständige und objektive Realität
Alle über sinnhaftes Verstehen interpretierbaren Manifestionen der menschlichen Lebenspraxis können Untersuchungsgegenstand dieses Verfahrens werden
Ziel: genaueres Analysieren, wie latente Sinnstrukturen im konkreten Untersuchungsfall wirken

Strukturbegriff und strukturale Hermeneutik
Strukturen beherrschen die Sozialität in allen ihren Teilen und auf allen Ebenen
Sruktur- eine menge von Elementen, die in Relation zueinander stehen, wodurch eine Ordnung (familiale, oder gesellschaftliche) dauerhaft aufrechterhalten bleibt
Eine abstrakt-formale Betrachtungsweise von sozialen Phänomenen
Manko des gängigen Srrukturbegriffs: konkrete Lebenspraxen werden ausgeblendet
Untersuchungsebenen bei der Interpretation
Drei Grundlagentheoretische Annahmen:
Strukturen sind regelhafte sozio - kulturelle Sinnmuster
Das Handeln ist strukturell vor geprägt und die Identität sozial konstruiert
Latente Sinnstrukturen drücken sich in protokollierbaren Handlungen und Äußerungen aus
Drei grundlagentheoretische Prämissen des Strukturbegriffs
1. Strukturen sind sinnhafte, nach bestimmten Regeln sich konstituierende sozio-kulturelle Deutungsmuster, d.h. latente Sinnstrukturen.
2. Das Handeln des Einzelnen ist strukturell vorgeprägt, wobei die soziale Normierung durch die konkrete Lebenspraxis modifiziert wird.
3. Latente Sinnstrukturen manifestieren sich in protokollierten Handlungen und Äußerungen

zu1:
Latente Strukturen
werden von dem Individuum nicht willentlich erzeugt
Das Individuum als Medium für die Aufrechterhaltung und Verbreitung dieser in der Gesellschaft
werden während der konkreten Handlungssituation eher selten reflektiert
sind als intuitives Regelwissen und Routinehandeln im Menschen niedergelegt
können nachträglich rekonstruiert und analysiert werden
lassen sich unterscheiden in
a) universalistische Regeln und
b) historisch sich wandelnde Regeln
auf die letzteren ist das Erkenntnisinteresse der objektiven Hermeneutik ausgerichtet

zu 2:
Unser tägliches Handeln in der Gesellschaft wird geprägt durch geltende Normen und Regeln
Die latenen Sinnstrukturen werden von uns aufgenommen und verinnerlicht (nicht direkt)
Dies geschieht in unterschiedlichster Weise und von bei jedem Individuum anders
Die Prägewirkung wird durch das konkrete Lebensumfeld beeinflusst und modifiziert
Somit ergibt sich, dass bei der Analyse nicht nur die relevanten Sinnstrukturen identifiziert werden, sondern auch die Prozesslogik rekontruiert wird, nach der diese Strukturen ihre fallspezifische Wirkungsmöglichkeit entfalten
Die Fallstruktur resultiert aus dem Ineinandergreifern der latenten Sinnstrukturen, den Bedingungen der sozialen Umwelt der Individuen und deren Persönlichkeitsstruktur
zu 3:
Latente Sinnstrukturen sind nicht direkt, sondern erst anhand ihrer Spuren in den Äußerungen und Handlungen von Personen erkennbar (Manifestationen)
Erst durch die Protokollierung bekommt der Forscher einen empirischen Zugang zu den interessierenden Sinnstrukturen
Zusammenfassend:
Jedes Detail muss berücksichtigt werden
Nicht zu viel rein interpretieren
Verborgene Botschaften und Wünsche finden
Lebenspraxis beachten und Rückschlüsse ziehen
Ein Text ist mehr als nur Wörter
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