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Literatur der Weimarer Republik

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by

Sarah Nistal

on 18 December 2014

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Transcript of Literatur der Weimarer Republik

Inhalte und Themen
Alfred Döblin
Sprache Figuren
"Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist
exotischer als unsere Umwelt, nichts ist fantasievoller als
die Sachlichkeit. Und nichts Sensationelleres in der Welt gibt es, als die Zeit in der man lebt."
Egon Erwin Kisch
Literarische Merkmale
Literarische Merkmale
Autoren und Werke
kühle und distanzierte Beschreibung der Handlung
Verwendung einer einfachen und nüchternen Alltags-sprache
Texte im Stil einer dokumentarisch-exakten Reportage
Montagetechnik
Bedeutung wichtiger als Form
sachliche Figuren
Gefühle vorhanden, jedoch kaum gezeigt
einfache Leute aus der modernen Massengesellschaft als Hauptfiguren (z.B. Ingenieure, Arbeiter, Sekretärinnen, Angestellte oder Arbeitslose)
* 10. August 1878 in Stettin
† 26. Juni 1957 in Emmendingen

deutscher Arzt und Schriftsteller

Werke:
Berge, Meere und Giganten (1924)
Das Ich über der Natur (1928)
Berlin Alexanderplatz (1929)
Montag, 12. Januar 2014
Birte & Sarah, FMO1
Zeitliche Einordnung: 1919 - 1933
Historische Hintergründe
Erich Kästner
Autoren und Werke
wichtigste historische Einflüsse:
Erster Weltkrieg von 1914 bis 1818
Entstehung der Republik

Drei Phasen der Weimarer Republik:
Krisenjahre von 1919 bis 1923
Goldenen Zwanziger von 1924 bis 1928
Weltwirtschaftskrise und der Untergang von 1929 bis 1933
* 23. Februar 1899 in Dresden
† 29. Juli 1974 in München

deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett

Werke:
Emil und die Detektive (1929)
Pünktchen und Anton (1931)
Fabian. Geschichte eines Moralisten (1931)
Literatur der Weimarer Republik
Gliederung
A Zeitliche Einordnung und Überblick
B Inhaltliches

1. Historische Hintergründe
1.1 Zensur
2. Literarische Merkmale
2.1 Inhaltliche Themen
2.2 Sprache
2.3 Figuren
2.4 Zitat
3. Gattungen
4. Autoren und Werke
4.1 Erich Kästner
4.2 Kurt Tucholsky
4.3 Alfred Döblin
5. Textbeispiele
5.1 Erich Kästner Fabian
5.2 Kurt Tucholsky Angestellte
5.2 Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz
5.3 Filmausschnitt Berlin Alexanderplatz
C Quellen





- Orientierung an der Realität
- Aufgreifen der Probleme der damaligen Gesellschaft
- Aufgreifen historischer Ereignisse
- Verarbeitung aktueller Ereignisse
- beliebte Motive:
soziale, politische und wirtschaftliche Wirklichkeit der Weimarer Republik
Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges
Inflation
Quellen
http://www.literaturwelt.com/epochen/weimrep.html

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Berlin_Alexanderplatz_1903.JPG

http://www.zeitklicks.de/weimarer-republik/zeitklicks/zeit/kultur/literatur/zensur-fuer-schmutz-und-schund-wo-ist-die-pressefreiheit/

http://de.wikipedia.org/wiki/Literatur_der_Weimarer_Republik
http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_(Literatur)

http://www.bbs1-lueneburg.de/joomla/images/files/deutsch/deutsch_homepage/weimarer_republik_1.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_D%C3%B6blin
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_D%C3%B6blin#mediaviewer/File:Alfred_Doeblin_1930.jpg

http://www.kurt-tucholsky.info/bilder/1.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Tucholsky#Werkausgaben

http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_K%C3%A4stner
http://antonadler.files.wordpress.com/2009/12/erich-kastner-portrait.jpg

Texte, Themen und Strukturen, S.XXX
http://raumgegenzement.blogsport.de/images/alexanderplatz1.jpg

Youtube, Berlin Alexanderplatz, Verfilmung von 1931
Zensur
In der Weimarer Verfassung von 1919 wurde die Freiheit von Schrift und Wort garantiert

Ab 1922 Einschränkungen der Pressefreiheit:

1922: Republikschutzgesetz
1926: Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften
1931: Pressenotverordnung

Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz
Verfilmung von 1931
Berlin Alexanderplatz
Erich Kästner
Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
(...) Er setzte sich hin, schrieb rasch, ohne nachzudenken, ein paar Zeilen und gab das Blatt dem jungen Mann. "So, nun fort, Sie Spaltenfüller. Wenn's nicht reicht, ein Viertel Durchschuss."
Herr Irrgang las, was Münzer geschrieben hatte, sagte ganz leise: "Heiliger Vater" und setzte sich, als sei ihm plötzlich schlecht geworden, auf die Chaiselounge.
Fabian bückte sich über das Papier, das in Irrgangs Hand zitterte, und las: "In Kalkutta fanden Straßenkämpfe zwischen Mohammedanern und Hindus statt. Es gab, obwohl die Polizei der Situation sehr bald Herr wurde, vierzehn Tote und zweiundzwanzig Verletzte. Die Ruhe ist wieder vollkommen hergestellt." (...)

(...) "Aber in Kalkutta haben doch gar keine Unruhen stattgefunden", entgegnete Irrgang widerstrebend. Dann senkte er den Kopf und meinte fassungslos: "Vierzehn Tote."
"Die Unruhen haben nicht stattgefunden?" fragte Münzer entrüstet. "Wollen Sie mir das erstmal beweisen? In Kalkutta finden immer Unruhen statt. Sollen wir vielleicht mitteilen, im Stillen Ozean sei die Seeschlange wieder aufgetaucht? Merken Sie sich folgendes: Meldungen, deren Unwahrheit nicht oder erst nach Wochen festgestellt werden kann, sind wahr." (...)

(...) "Sie bringen ohne weiteres vierzehn Inder um und zweiundzwanzig andere ins städtische Krankenhaus?" fragte Fabian.
Münzer bearbeitete den Rechskanzler. "Was soll man machen?" sagte er. "Im übrigen, wozu das Mitleid mit den Leuten? Sie leben ja noch, alle sechsunddreißig, und sind kerngesund. Glauben Sie mir, mein Lieber, was wir hinzudichten, ist nicht so schlimm wie das, was wir weglassen." Und dabei strich er wieder eine halbe Seite aus dem Text der Kanzlerrede heraus. "Man beeinflusst die öffentliche Meinung mit Meldungen wirksamer als durch Artikel, aber am wirksamsten dadurch , dass man weder das eine noch das andere bringt. Die bequemste öffentliche Meinung ist noch immer die Öffentliche Meinungslosigkeit." (...)
Da marschiert Franz Biberkopf durch die Straßen, mit festem Schritt, links, rechts, links, rechts, keine
Müdigkeit vorschützen, keine Kneipe, nichts saufen, wir wollen sehen, eine Kugel kam geflogen, das
wollen wir sehen, krieg ich sie, liege ich, links rechts, links rechts. Trommelgerassel und Bataillone.
Endlich atmet er auf.
Es geht durch Berlin. Wenn die Soldaten durch die Stadt marschieren, eiwarum, eidarum, ei bloß wegen dem Tschingdarada bumdara, ei bloß wegen dem Tschingdarada, dada.
Die Häuser stehen still, der Wind weht wo er will. Eiwarum, eidarum, ei bloß wegen dem Tschingdarada.
Gattungen
(Zeit-)Roman
Reportageliteratur
episches Theater
kritisches Volkstheater
Gebrauchslyrik
Szene aus Bertholt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder"
Überblick
Stilbezeichnung für die Malerei und Literatur in der zwanziger Jahren
Streben der Autoren: objektive Darstellung der sozialen und ökonomischen Wirklichkeit
Auszeichnung durch schlichte Klarheit
dominierende Strömung: Neue Sachlichkeit
Rudolf Wacker "Stillleben mit Gurke" (1927)
Groschenromane
Soldatenlied
Ludwig Uhland (1809): Ich hatt einen Kameraden 2. Strophe
Alexander Cosmar (1839): Die Seeräuber
Bibel (Joh. 3,8)
Kurt Tucholsky
Autoren und Werke
* 9. Januar 1890 in Berlin
† 21. Dezember 1935 in Göteborg

deutscher Journalist und Schriftsteller

Werke:
Berlin! Berlin! (1919)
Heimat (1929)
Angestellte (1926)
Kurt Tucholsky
Angestellte
Auf jeden Drehsitz im Büro
da warten hundert Leute;
man nimmt, was kommt – nur irgendwo
und heute, heute, heute.
Drin schuften sie
wies liebe Vieh,
sie hörn vom Chef die Schritte.
Und murren sie, so höhnt er sie:
»Wenns Ihnen nicht paßt – bitte!«

Mensch, duck dich. Muck dich nicht zu laut!
Sie zahln dich nicht zum Spaße!
Halts Maul – sonst wirst du abgebaut,
dann liegst du auf der Straße.
Acht Stunden nur?
Was ist die Uhr?
Das ist bei uns so Sitte:
Mach bis um zehne Inventur ...
»Wenns Ihnen nicht paßt – bitte!«

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Durch eure Schuld.
Ihr habt euch nie
geeint und nie vereinigt.
Durch Jammern wird die Industrie
und Börse nicht gereinigt.
Doch tut ihr was,
dann wirds auch was.
Und ists soweit,
dann kommt die Zeit,
wo ihr mit heftigem Tritte
und ungeahnter Schnelligkeit
herauswerft eure Obrigkeit:
»Wenns Ihnen nicht paßt –: bitte!«


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