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Heitmeyers Gewaltmodell

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by

c#rE |GCG|

on 28 June 2013

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Transcript of Heitmeyers Gewaltmodell

Gewalt
physische
psychische
institutionelle
wird sanktioniert
soll tolerabel erscheinen --> "Normalitätsstandart"
Grundausstattung heutiger (westlich-kapitalistischer) Gesellschaft
Selbstwertverletzungen laufen meist über psychische Gewalt
psychische Gewalt "wuchert ungestörter" wenn man sich auf physische konzentriert
ist in Lebenskontexten eingelagert
schränkt angstfreies Aufwachsen ein
zerstört psychische Unversehrtheit durch Unsicherheit und Ausgrenzung
Möglichkeit politischer Gewalt
Gewaltbilligung
Interaktionskontext
Begründung
Gewaltpotential
Gewaltbilligung
Gewaltausübung
sind vom Kontext abhängig
"Jedes Individuum [sucht] nach Legitimationen für sein Handeln"
subjektive Begründung des Handelns
z.B politische Legitimation, Überlegenheit, Nutzen, ...
Gewaltbilligung und Gewaltbereitschaft sind "Ergebnis individueller Sozialisation"
d.h.: Abhängig von Erfahrungen, erlernt
expressive Gewalt
instrumentelle Gewalt
regressive Gewalt
autoaggressive Gewalt
expressive Gewalt resultiert aus dem Drang nach Aufmerksamkeit/Anerkennung
Tabubruch
Fixierung auf die handelnde Person
Opfer sind beliebig/zweitrangig
nahezu unkalkulierbar da stark kontextabhängig
instrumentelle Gewalt zielt auf individuelle "Problemlösungen" ab
geht meist um "Anschluss, Sicherung von Positionen und Aufstieg"
Gewalt stellt sicherndes & unterstützendes Mittel da
Ausnutzung von Freiheitsräumen
regressive Gewalt ist eine kollektive Gewaltform
Versuch "unsicherheitsfördernde soziale, berufliche oder politische Desintegrationsprozesse aufzuheben"
durch Gewalt
Ausrichtung an nationalen/ethischen Kategorien
"kollektive ,,Furcht vor der Freiheit" (Fromm 1987)"
autoaggressive Gewalt findet dann Anwendung, wenn sich dem Individuum kein/nur noch wenige Auswegsmöglichkeiten bieten
sehr kontextabhängig
Gewaltvorform auf der Einstellungsebene
Gewaltkzeptanz als Normalität
Gewaltbilligung:
"Ich würde Gewalt anwenden, wenn..."
"Ich mache das nicht, aber wenn andere Gewalt anwenden, so finde ich dieses in Ordnung"
Gewaltbereitschaft:
Gewaltlegitimation
Gewalt als Gegengewalt, Selbstdefinition als Opfer
Gewalt als letzter Ausweg, "ultima ratio"
Gewalt als Ordnungsfaktor, Sicherung durch Gewalt
Gewalt als normales Verhaltensmuster
Gewalt als Vollstreckung, "nicht reden, machen"
bei Jugendlichen
Gewalt ist die Eskalation der Verletzung der Integrität anderer
Rationalisierung der Gewalt
Da Stärke demonstriert werden muss, darf Schwäche, Verunsicherung und Schuldgefühl nicht zugelassen werden.
Neutralisierung zwecks gesellschaftlichem Ansehen (Coolness)
Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Heitmeyer
Kopie von Frau Buchter, S. 88 - 91
"Gewalt als komplexes Phänomen" (Wilhelm Heitmeyer)
http://www.ulrichtemme.de/download/Paed_Jgst_12/Zusf.%20Heitmeyer.doc
"Deutsche Zustände - Folge 10", Herausgegeben von Wilhelm Heitmeyer, Suhrlkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-12647-9
Soziologischer Erklärungsansatz für Gewalt
Individualisierung
Kennzeichen moderner gesellschaftlicher Entwicklung
mehr Entscheidungsspielräume
mehr Entscheidungszwänge
Bindungsverluste
Desintegrationspotentiale
Verlust von traditionellen Lebenszusammenhängen
Auflösung gesicherter Werte und Normen
Abnehmende Teilnahme an gesellschaftlichen Institutionen
Verunsicherung
Gewalt
Person
als
Handelnder
Persönlichkeitsmerkmal:
Reizbarkeit
emotionale Ebene
z.B. Gewalt zur Bekämpfung von Angst
Rationalisieren
von
Gewalthandeln
Gewalt
Erfahrungen
Gewalt
Gewalt
Erfahrungen
Erfahrungen
Sozialer Status
z.B Gewalt zur
Verbesserung
von
Positionen
Milieu-
zugehörigkeit
Geselschaftlicher
politischer, sozialkultureller, sozialräumlicher Kontext
Öffentlicher Diskurs über Medien, etc.
Kontext
Erziehung
z.B. Gewaltmodelle
Zugehörigkeit
z.B. Mitglied in
gewalttätigen Gruppe
einer
interpersonelle/soziale Ebene
intrapsychische Ebene
Handlungsebene
Einstellung/
Handlungsbereitschaft
z.B. autoritäre
Einstellungen
Gewalthandlungen
Familie, Schule, Beruf, Politik, Gleichaltrigengruppe/Peer-Group, öffentlicher Raum
im Kontext
Handlungskompetenz
z.B. als sinnhaftes Mittel zur
Demonstration von
Selbstwirksamkeit
Legitimation
zur Ausübung
von Gewalt
Gewaltmodell
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
geboren am 28.06.1945
studierte Pädagogik und Soziologie in Bielefeld
Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikte- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld
Herausgeber der Reihe "Deutsche Zustände"
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/ce/Flickr_-_boellstiftung_-_Prof._Dr._Wilhelm_Heitmeyer_%281%29.jpg/800px-Flickr_-_boellstiftung_-_Prof._Dr._Wilhelm_Heitmeyer_%281%29.jpg
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