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Solidarnosc - Bewegung und die Folgen

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by

Tobias Bw

on 9 January 2016

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Transcript of Solidarnosc - Bewegung und die Folgen

Die Weltkarte

Polen in den 1980er Jahren
! STREIK !
1980
1981 - 1983
offzieller Name: NSZZ „Solidarność“
(Niezależny Samorządny Związek Zawodowy „Solidarność“
Unabhängige Selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarität“)

1980 entstanden, aus Streikbewegung von Arbeitern
Unterstützung von Regimekritikern, der katholischen Kirche und westlichem Ausland (USA, Westdeutschland)
Volksbewegung gegen die kommunistische Regierung Polens
Lech Wałęsa als Vorsitzender
Solidarność
1988 - 1990
1. Juli:
Preiserhöhung für Fleischprodukte (Auslöser des Streiks)
Gründung eines betrieblichen Streikkomitees
nach zwei Tagen:
Zugeständnisse Betriebsleitung; Streik soll abgebrochen werden
16. August:
Streik wird auf Beschluss aufrecht erhalten, um bleibende Ergebnisse zu erzielen
17. August:
Gründung des „Überbetrieblichen Streikkomitees“ (MKS) um Einhaltung der Ergebnisse zu überwachen
"21 Forderungen" werden an die Regierung überreicht
31. August:
diese werden durch die "Danziger Vereinbarung" größtenteils zugesichert -> Streiks enden
17. September:
Lech Wałęsa - ehemaliger Werftarbeiter - wird Vorsitzender
10. November:
offizielle staatliche Registrierung von Solidarność
Anhängerzahl stieg immer weiter an (Höchststand ca. 9,5 Mio. Mitglieder)
Sowjetunion setzt Polen unter Druck eine "Doppelherrschaft" mit der "Solidarność" zu beenden
daraufhin führt die Regierung das "Kriegsrecht" ein
Unterstützer der "Solidarność" wurden interniert und die Gewerkschaft wieder verboten
eine Untergrundbewegung - besonders unterstützt durch die katholische Kirche - bildet sich
1983 wird das Kriegsrecht wieder aufgehoben, frühere Errungenschaften aber nicht wieder eingeführt
die Gewerkschaft bleibt verboten

1. Anerkennung freier, unabhängiger Gewerkschaften
2.
Streikrecht
und Sicherheitsgarantie für Streikende und deren Angehörigen.
3. Gewährleistung der
Rede-, Druck- und Publikationsfreiheit
4. Wiedereinstellung aller entlassenen Streikenden und Freilassung aller politischen Häftlinge, Einstellung jeglicher Verfolgung
5. Medienberichte über Entstehung und Forderungen des Überbetrieblichen Streikkomitees.
6.
Wirtschaftsreformen
und Information über die tatsächliche Lage im Lande.
7. Lohnfortzahlung während der Streikzeit.
8.
Lohnerhöhung
um 2000 Zlotys monatlich als Entschädigung für Preiserhöhungen.
9. Automatischen Lohnerhöhung entsprechend der Preiserhöhungen und der Inflationsrate.
10.
Volle Lebensmittelversorgung
für Polen, Export nur von Überschüssen.
11. Kauf mit westlichen Währungen in Devisenläden ist nicht mehr zugelassen.

Quelle: http://www.das-polen-magazin.de/die-21-forderungen-der-solidarnosc/
"21 Forderungen"
erneute Proteste 1988 für die Wiedereinführung der "Solidarność" und ihrer alten Errungenschaften
nach heftigen Debatten wird ein neuer Kurs eingeschlagen in Richtung einer sozialistischen parlamentarischen Demokratie
möglich war dies durch Michail Gorbatschows Reformpolitik
1989 kommt es zum "Runden Tisch" zwischen Regierung und "Solidarność", vertreten durch Lech Wałęsa
-> erste Grundsteine für die "dritte Republik" werden gelegt
"halbfreie" Wahlen zeigt die Beliebtheit der Gewerkschaft
August 1989: Tadeusz Mazowiecki wird erster nichtkommunistischer Regierungschef
-> ein demokratischer Rechtsstaat entsteht
Dezember 1990: Lech Wałęsa wurde zum Staatspräsidenten gewählt

Papst Johannes Paul II. und Lech Wałęsa
12. Grundsätze zur Einstellung von Führungskräften, Abschaffung von Privilegien
13. Fleisch und Fleischprodukte sollen zunächst auf Lebensmittelmarken verkauft werden.
14. Rentenalter für Frauen soll auf 55 Jahre, für Männer auf 60 Jahre heruntergesetzt werden.
15.
Erhöhung der Renten
für sog. Altrentner auf das Niveau von aktuellen Renten.
16. Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Medizinbereich für eine
bessere medizinische Versorgung
der Bevölkerung.
17.
Kinderkrippen- und Kindergartenplätze
für alle Kinder arbeitender Frauen.
18. Einführen des Erziehungsurlaubs mit 100% Lohnzahlung für 3 Jahre.
19. Kürzung der Wartezeiten für den Erwerb einer neuen Wohnung.
20. Spesen für Arbeit außerhalb des Wohnorts von 40 auf 100 Zlotys täglich erhöhen.
21. Einführung
arbeitsfreier Samstage.
Anfänge
Michail Gorbatschow
Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU von 1985 bis 1991
Perestroika (Umgestaltung) und Glasnost (Offenheit) waren wichtige Reformen
->
wollte den Sozialismus nicht abschaffen nur verbessern
veränderte und deradikalisierte die Stimmung in der Sowjetunion
"Solidarność"
Art der Proteste
friedliche Streiks, Massendemonstrationen
von Arbeitern
Forderungen
Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage
Freiheit (Meinung, Presse, Religion, Gewerkschaften)
Demokratiebestreben
Struktur
MKS - Anführer Lech Wałęsa -> Gewerkschaft
21 Forderungen
in Verhandlung mit der Regierung
Ergebnis
erste freie Gewerkschaft
ein demokratischer Rechtsstaat
Freiheit
Gründe
Not - wirtschaftlich schlechte Lage
Auswirkungen und Folgen
erste große Proteste in Danzig für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage
brutales Vorgehen gegen Demonstranten von der sowjetischen Armee
weitere öffentliche Proteste blieben aus Angst daher aus
Das "Komitee zur Verteidigung der Arbeiter" (KOR) wird gegründet -> erste Oppositionsbewegung
gefordert wird Meinungs-, Religions- und Streikfreiheit sowie eine wirtschaftliche Verbesserung
ein Stimmungswandel innerhalb Polens entwickelt sich
Quellen
http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/18210/solidarnosc

http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarno%C5%9B%C4%87

http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch_%28Polen%29#Weitere_Entwicklung

http://www.das-polen-magazin.de/die-21-forderungen-der-solidarnosc/
Mit Gründung der Solidarnosc begann der Ostblock zu bröckeln - es wurde in der westlichen Welt nicht gleich erkannt
makierte den Anfang vom Ende der Teilung Europas
für die Deutschen war es der erste Schritt, der Jahre später zum Mauerfall führte
Symbole, die Mauerstücke aus dieser Zeit, stehen deshalb in Danzig und Berlin an ganz besonderen Orten und sind heute das Symbol für Solidarität in Europa
viele osteuropäische Länder haben sich seither dem Westen und den damit verbundenen demokratischen Werten zugewandt
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