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Deprivation, körperl.Misshandlung, sex. Missbrauch

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by

Diana Müller

on 22 January 2014

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Transcript of Deprivation, körperl.Misshandlung, sex. Missbrauch

Vernachlässigung
Quellen
http://www.kinderschutzbund-nrw.de/pdf/ISA_Kindesvernachl_Web.pdf
Hardt, J. & Engfer, A. (2012). Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch von Kindern. In W. Schneider & U. Lindenberger (Hrsg), Entwicklungspsychologie (S. 677-690). Weinheim: Belt
Pillhofer, M., Ziegenhain, U., Nandi, C., Fegert, J. M., & Goldbeck, L. (2011). Prävalenz von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung in Deutschland. Kindheit und Entwicklung, 20(2), 64–71
Stadler, L., Bieneck, S. & Pfeiffer, Ch. (2012). Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011 (KFN-Forschungsbericht 118). Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen.
http://de.freepik.com/vektoren-kostenlos/fingerabdruck-herz-vektor-grafik_596124.htm
http://www.mobilis-programm.de/bilder/pflaster_v01.jpg
http://img.webme.com/pic/s/sc-winterbach-1967/symbol_statistik.jpg
http://www.valerieann.com/wp-content/uploads/2013/06/whyarrow.jpg
http://www.woman.at/_storage/asset/4210026/storage/womanat:key-visual/file/56384289/32801890.jpg

körperliche Misshandlung
Gewalt am Kind
ein blaues Auge
weil es so ist, wie es ist
Zahlen - knapp 11mio Kinder
körperliche Bestrafung - in der Geschichte der Menschheit tief verankert: als Züchtigungsmittel

seit 2000 explizites Verbot körperlicher Züchtigung in Deutschland - in Schweden 20 Jahre früher: Milchtüten-Kampagne


Elternbefragung (Bussmann 2002)

leichte körperliche Strafen sein rechtens:
1996 - 83% zu 2001 - 61%
den "Po versohlen" sei rechtens:
1996 - 35% zu 2001 - 19%

Repräsentativbefragung von 3.285 Personen im Alter zw. 16-59 Jahren:
40% der Bevölkerung: erlebten regelmäßige Gewalt in der Kindheit
schwerwiegende Körperstrafen: 10%
Misshandlung: 5%
geschätzt: 1,4 Mio Kinder werden in Deutschland pro Jahr misshandelt
3 wesentliche Erklärungsmodelle
Weitergabe der Gewalt über Generationen hinweg
Soziologische Erklärungsansätze
Verhaltensprobleme als Auslöser von Misshandlungen
Billigung körperlicher Bestrafung
Alltägliche Gewalt
Sozial-situationales Erklärungsmodell
Vorerfahrungen mit harten Bestrafungen in der eigenen Kindheit der Eltern bahnen eigene Kinder zu schlagen

ABER: Kaufmann & Ziegler: nur 30% der selbst misshandelten Eltern schlagen selbst zu
KEIN deterministischer Zusammenhang
Schutzfaktoren
verhindern Wiederholung der eigenen Gewalterfahrungen:
Gewalterfahrungen können in

tragfähigen Beziehungen
zu anderen Menschen (Partner, Thearpeut, nicht missh. Elternteil) bewältigt werden.
Begabung
und damit verknüpfte
Erfolgserfahrungen
schützen vor Weitergabe (
alternative Problemösestrategien
)
gesellschaftliche Billigung von Gewalt als Erziehungsmethode ist
rückläufig

Bsp: Abschaffung des Züchtigungsrechts: mit kognitiver Reife, werden die Aussagen geschlagener Kinder immer stärker abgemildert, zensiert
Eltern, die Gewalt gutheißen und verharmlosen, sind häufiger gewalttätig gegenüber ihren Kindern
Kindesmisshandlung als eskalierte Konfliktsituation
Eltern verprügeln Kinder aus Ärger- und Ohnmachtsgefühlen heraus, wenn andere päda. Maßnahmen fehlgeschlagen sind
Gewalt in der Partnerbeziehung greift auf Kinder über
kindliche Verhaltensprobleme als Auslöser

ABER: prospektive Studien zeigen: später misshandelte KInder unterscheiden sich weder als Säugling kurz nach der Geburt noch im Alter von 3 Monaten von später gut betreuten Kindern in ihren Verhaltensmerkmalen!
gewaltgefährdete Mütter (?!?) sind ihrerseits mit Persönlichkeitsproblemen und wenigen optimalen Betreuugsverhalten mit den kindlichen Verhaltensproblemen verknüpft
Bindung
Vernachlässigung
Folgen und Interventionsmöglichkeiten
Häufigkeit
Erklärungsmöglichkeiten
Bedürfnis nach Bindung und Nähe ist bei Menschen und Tieren angeboren (Bowlby)
-> Schutz
Harlows Experiment mit Rhesusaffen
- Tiere sofort nach Geburt von Mutter getrennt
- Käfig mit zwei verschiedenen "Mutterattrappen"
Materielle Vernachlässigung
Emotionale Vernachlässigung
Definition
:
Unzureichende Ernährung, Pflege, Förderung, gesundheitliche Versorgung, Beaufsichtigung, Schutz vor Gefahren durch Bezugspersonen

- kulturabhängige Normen!
Signale:
- Schulschwänzen
- Entwicklungsverzögerung
- unzureichende Pflege, Kleidung oder Hygiene
- Ernährungs-/ Gesundheitsprobleme
- Alleinlassen von Babys/Kindern, Isolation
- schmutzige Wohnung, ungepflegte Haustiere, karge Möblierung
Definition:
keine/ zu geringe Erfüllung kindlicher Grundbedürfnisse nach Wärme und Geborgenheit

Annahme
: materielle Vernachlässigung beinhaltet auch emotionale, nicht aber umgekehrt

- Erfassung schwierig!
Folgen
- körperliche Symptome und Fehlentwicklungen
- kognitive Fehlentwicklungen
- psychosoziale Schäden und Fehlentwicklungen
Störungsbilder als Folge emotionaler Vernachlässigung
- reaktive Bindungsstörung
- Bindungsstörung mit Enthemmung
- Gedeihstörung
- Anpassungsstörung
- Belastungsstörung
- Bindungsstörung
...
Interventionsmöglichkeiten
- bei emotionaler Vernachlässigung psychologisch therapeutische Maßnahmen

- bei schwerer materieller Vernachlässigung Eingriffe in das elterliche Sorgerecht

- bei grenzwertiger materieller Vernachlässigung Hilfe und enge Kontrolle durch verantwortliche Institutionen
Bsp.: Familienhebamme, Patenschaftsprojekte, Angebote zur Förderung elterlicher Beziehungs- und Erziehungskompetenz ("Starke Eltern - Starke Kinder")
Kenntnisstand: lückenhaft!
- in Deutschland keine systematische, reliable Erfassung
- messbare Kriterien zur Feststellung eines Schwellenwertes fehlen
- insgesamt wohl hohes Dunkelfeld
Verschiedene Angaben:
dt. Jugendämter: Vernachlässigung bei 2/3 aller betreuten Misshandlungsfälle
Befragung von Hausärzten/Kinderärzten: bei 3,7 %/ 12,5 % Vernachlässigung gesehen
USA 2003: 75 von 1000 Kindern vernachlässigt
Insgesamt Trend nach oben in den letzten Jahrzehnten
Frage
: Anstieg der Prävalenzen oder höhere Aufdeckungsrate als früher???
"Plausible" Annahmen:
Eltern zu sehr mit sich selbst beschäftigt
-> sehen Bedürfnisse ihrer Kinder nicht
Eltern mit Kindern überfordert
-> Distanz und Abneigung
Bsp.: Jessica
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39613407.html
?
präventiv

durch Besuche von Säuglingsschwestern, pädiatrische Voruntersuchungen, Kampagnen
reaktiv: Opferschutz
Bayern: http://wildwasser.eu/bayern.html
Jugendamt
professionelle Betreuung
der Altersklasse
PKS: angezeigte Straftaten
Dunkelziffer weit größer! kaum reliabel
wie könnte eine Kampagne zum Thema "
körperliche Misshandlung
"
aussehen?
mögliche Gründe für eine kaum schätzbare Dunkelziffer
Kind...
- kann sich noch nicht mitteilen
- fürchtet Konsequenzen
- ist sich dem Unrecht nicht bewusst
Mittäter...
- fürchtet selbst Gewaltopfer zu werden
- unterschätzt die Situation
- sieht Gewalt als legitimes Mittel
Umwelt...
- erkennt Situation nicht, bleibt unwissend
- fürchtet Konsequenzen
Sexueller Missbrauch
American Academy of Pediatrics - Committee on Child Abuse and Neglect Policy Statement
"...jede unfreiwillige sexuelle Handlung vor dem Alter von 14 Jahren mit einer Person, die mindestens fünf Jahre älter ist."
"...jede Einbeziehung eines Kindes in eine sexuelle Handlung, für die es entwicklungsmässig noch nicht reif ist, die es daher nicht überschauen kann und zu der es keine freiwillige Zustimmung geben kann und/oder die die sozialen und legalen Tabus der Gesellschaft verletzt."
Problematisch?
Schweregrade des sexuellen Missbrauchs
Schwerer sexueller Missbrauch
Sexuelle Berührung
Exhibitionistische Erlebnisse
- Verkehr als sexueller Missbrauch mit genitaler, oraler oder analer Penetration oder Manipulation
- Sexueller Missbrauch mit Körperkontakt, aber ohne Geschlechtsverkehr
- Sexueller Missbrauch ohne Körperkontakt wie z.B. die Konfrontation mit einem Exhibitionistichen oder Masturbation in Anwesenheit eines Kindes
Schwerer sexueller Missbrauch
Sexuelle Berührungen
Exhibitionistische Erlebnisse
Opfer des sexuellen Missbrauchs
Intervention und Prävention
Diagnostische
Möglichkeiten
Männer (Weltweit)
Frauen (Weltweit)
2%
5%
3%
15%
3%
7%
Deutschland?
mit Körperkontakt
ohne Körperkontakt
Männer

Frauen
2,8%
8,6%
5,2%
2,5%
Durchschnittsalter (Ausnahme inzestuösen Missbrauch)

Mädchen dreimal häufiger als Jungen

Jungen als Opfer

Geistig und/oder körperlich behinderte Mädchen
Polizeiliche Kriminalstatistik
Täter und Täterinnen
Geschlecht der Täter/Täterinnen

Tätergruppen:

- Intrafamiliäre Täter 10%
- Nähere Verwandte 20%
- Bekannte oder weitere Verwandte 50%
- Fremde 20%
Früherer Opfer als Täter
ca 30% selbst Opfer sexuellen Missbrauchs

Täterforschung und atypische Stichproben
Signale und Körperliche Symptome ?

Puppen und Zeichnungen

Berichte und Befragungen

Falschen Beschuldigung
Verhaltenssymptome
0-6 Jahre
: Ängste, Alpträume, Regressionen internalisierendes und sexualisiertes Verhalten
7-12 Jahre
: Ängste, Alpträumen, Schulprobleme und zeigen eines unreifes, hyperaktives und/oder aggressives Verhalten
13-18 Jahre
: Depression, sozialem Rückzug, Suizidneigung, Somatisierung, Weglaufen, Promiskiuität und Alkohol- oder Drogmissbrauch
Erklärungsansätze
Kulturgeschichtlicher Hintergrund
,
Unterschiede verschiedene Kulturen

Missbrauchsfälle als Tabu

Freud und Hysterie

Die Frauenbewegung des 1970-er Jahren
10% der Missbrauchsfälle jährlich (Finkelhor et al., 1990)

15.000 Anzeigen pro Jahr

Vgl. Schweden: 17% (!) alle angezeigte Sexualverbrechen werden aufgeklärt (Kriminalstatistik 2003, s. 92)
Das Überwiegen von Männern als Tätern wird unter anderem auf folgende Faktoren zurückgeführt:
Unterschiede in der Art der sexuellen Begierde zwischen den Geschlechtern
Unterschiede in der genetisch mitgebrachten Schutzhaltung gegenüber Kindern
Höhere physische Aggressivität bei Männern
Gesellschaftlichen Bedingungen
Geschlechtsspezifische Sozialisation von Männern und Frauen
Mangelnde Beteiligung der Männer an der Kinderpflege
Steigende Scheidungsraten
Die Emanzipation von Frauen
Opferorientierte
Prävention
Täterorientierte Prävention
"Solche Menschen sollte man am besten lebenslang einsperren"
chronisch kranke Eltern?
Signale? Hinweise?
Kampagne aus Spanien (2013)

"
Manchmal ist Kindesmissbrauch nur für das Kind sichtbar, das ihn erleidet
"
deutsche Kampagne vom Verein "weißer Ring"
WHO, Andrews et al., 2002
Wetzels, 1997
Ferguson & Mullen, 1999
(vgl. Heyden & Jarosch, 2010)
"The highest prevalence rate of child sexual abuse geographically was found in
Africa

(
34.4%
)
Europe
showed the lowest prevalence rate (
9.2%
).
America
and
Asia
had prevalence rates between
10.1%

and
23.9%
."
"The prevalence of child sexual abuse in community and student samples: A meta-analysis", Univeristy of Barcelona, 2009.
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