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Sprachentwicklung

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by

Denise BB

on 20 November 2014

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Transcript of Sprachentwicklung

Sprachentwicklung und Sprachförderung
Entwicklungsverlauf der Sprache im Alter von 0 - 6 Jahren
Anlagebedingungen
Sprachentwicklungstheorien
Nativistischer Ansatz:
Das Sprachvermögen ist dem Menschen angeboren, die Grundstruktur der Sprache an sich ist im Hirn angelegt
(Vertreter: Lenneberg, Chomsky)
Lerntheoretischer Ansatz / Behaviorismus:


Sprache wird durch Imitation und Verstärkung (=Belohnung) erworben. wird Spracherwerb ist Konditionierungsvorgang (Black- Box-Modell und Reiz-Reaktions-Schema) (Vertreter: Skinner, Osgood)
Kognitivistischer Ansatz:
Verknüpfung von kognitiver und sprachlichen Entwicklung steht im Vordergrund. Spracherwerb basiert auf kognitiven Fähigkeiten, die zeitgleich erworben werden.
(Vertreter: J. Piaget)
Interaktionistischer Ansatz:
Sprache wird aus der sozialen Interaktion, d.h. dem sozialen Handeln heraus, gelernt.
(Vertreter: J. Bruner; H. Ramge)

Konvergenztheorie:
Anlage und Umwelteinflüsse müssen zusammenwirken, damit Sprache im Ende der gültigen Erwachsenensprache entspricht
(Vertreter: C. und W. Stern)
1 - 1,5 Jahre
1,5 - 2 Jahre

4 - 6 Jahre
2 - 4 Jahre
6 Monate - 1 Jahr

0-6 Monate
Ein-Wort-Sätze
Ein gesprochenes Wort, ab dem Alter von ca. einem Jahr, hat die Bedeutung eines ganzen Satzes.

Es werden meist Bedürfnisse und Wünsche ausgedrückt.

"Benennungsalter" - Kind gewinnt "Macht"
Zwei- und Mehr-Wort-Sätze
Ab der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres gebraucht Kind satzähnliche Anhäufungen von zwei oder mehreren Wörtern.

Es werden vor allem Gefühle ausgedrückt.
Flexionen
Im dritten Lebensjahr beginnt das Kind, die Wörter zu beugen und Sätze zu konstruieren.

Typisch sind Wortneuschöpfungen.
Richtiges Sprechen
Höhepunkt der Wortschatzentwicklung.

Fundamentale Sprachentwicklung ist bis zum sechsten bzw. siebten Lebensjahr abgeschlossen.

Vorstadium
Geburtsschrei und Unlustschreien:

Erste lautliche Äußerung des Neugeborenen.
Erst reine physiologische Äußerung wird bald zur Kundgabe von Unbehagen (Hunger, Schmerzen,...)
Später entstehen Lustäußerungen, welche erste Lautbildungen sind.

Lallmonologe
Mit ca. 6 Monaten treten Kombinationen wie "pa-pa-pa-pa" oder "la-la-la-la" auf.

Verfestigung durch Echolalie (Kind hört sich selbst und ahmt sich selbst nach) und Fremdnachahmung (Kind ahmt Lallen der Erwachsenen nach, welche Kind nachahmen. Zirkuläre Rekation)

6 - 11 Jahre
Zunehmende Strukturierun
und Differenzierung
- Zerlegung von Sätzen in Wörter und Wörtern in Buchstaben
- Erfassen von grammatikalischen Gesetzmäßigkeiten und Verstehen der Regelhaftigkeit der Sprache
- Fähigkeit, die Sprache zum Gegenstand der Betrachtung zu machen
- Bewusste Gestaltung der Sprache
- Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit, des Sprachstils, des Wortschatzes und der Beherrschung der Grammatik
Physiologische Bedingungen:
Psychologische Bedingungen:
Die geistige Entwicklung:
Voraussetzung Dinge (auch) sprachlich unterscheiden zu können, d.h. Begriffe zu bilden; Wiedererkennen, Erinnern, Zuordnen, Abstrahieren usw. als geistige Fähigkeit sind eng mit dem Spracherwerb verknüpft.

Die sozial-emotionale Entwicklung:

schafft Basis für Vertrauen auf eigenen Fähigkeiten und andere Menschen.
Fördert so auch die Sprache


Der Sprachbaum nach Wendlandt
Sprech- und Sprachstörungen
Häufige immer wiederkehrende Mittelohrprozesse im frühen Kindesalter
Beeinträchtigungen des Hörvermögens
Allgemeine Entwicklungsverzögerung/ - störung
Fehlbildungen im Gesichtsbereich (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten)
Mangelndes Sprachangebot im sozialen Umfeld
Genetische Faktoren/ Vererbung
Psychische Beeinträchtigungen wie z.B, ADHS, ADS, Autismus
Mentale Retardierung
Intelligenzminderung
Frühkindliche Hirnschädigungen
Mögliche Ursachen
Definition
Die Sprech- und Sprachauffälligkeiten im Kindesalter können unterschiedliche Symptome und Ursache haben. Es können Störungen im Bereich der Sprachentdeckung, des Sprachverständnis, des Wortschatzes, der Aussprache, der grammatikalischen Entwicklung, und des Erzählens auftreten. Aber auch Störungen des Redeflusses, der Hörverarbeitung (auditiven Wahrnehmung), der Stimme und des Lese- und Schreiberwerbs zählen dazu.

Die Sprachentwicklung muss hierbei aber immer im Rahmen der Gesamtentwicklung betrachtet werden.

Von einer Störung wird dann gesprochen, wenn der Rückstand zur durchschnittlichen Sprachentwicklung 6-12 Monate beträgt und/ oder die Kommunikation im Alltag sehr stark beeinträchtigt ist.
Förderung der Sprachentwicklung
Herstellen einer Bindung
Sprachliches Vorbild sein
Sprachliche Anregungen schaffen - zum Dialog ermutigen, für Sprecherwechsel sorgen
Die Handlung des Kindes und eigene Handlungen sprachlich begleiten, so dass das Kind einen Bezug zwischen Objekten/ Handlungen und Sprache herstellen kann.
Blickkontakt und Augenhöhe
Zuhören und Aussprechen lassen
Korrektives Feedback - kindliche Äußerung aufgreifen, diese noch einmal korrekt und evtl. erweitert wiedergeben.
Melodie und Rhythmus - Sprach- und Sprechspiele
sprechfreudige Umgebung
Beobachtung der Kinder

Wortschatzerweiterung:

durch geplante Erlebniserweiterung

Förderung der Satzbildungsfähigkeit (grammatische Kompetenz)
:
durch verbale Kontaktaufnahme, rhythmisches Sprechen (Kinderreime und Lieder)

Förderung der kommunikativen Kompetenz
: Bereitschaft und Fähigkeit, Sprache sinnvoll einzusetzen und zu nutzen fördern, durch soziale Rollenspiele

Die Sprachförderung kleiner Kinder sollte GANZHEITLICH erfolgen
Sprachförderung
Die Sprachentwicklung eines jeden Kindes verläuft INDIVIDUELL
Hobmair: Psychologie, 2008
Rose Götte: „Praxis der Sprachförderung in Kindergarten und Vorschule“, http://www.kindergartenpaedagogik.de/1017.html, (4.11.2014)
Logopädie im Team GmbH - Sonja Heuschkel: "Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen", Stand: 2008, http://logopaedieimteam.com/index.php?id=63, (3.11.2014)
,Dr. Anja Leist-Villis: "Information & Fortbildung zu Spracherwerb und Sprachförderung", Stand: 2014, http://www.sprachfoerderung.info/spracherwerb.htm, (2.11.2014)
"BABYS WELT - Sprechen", ZDF-Doku-Serie, Deutsche Erstausstrahlung: 21.08.2005


Quellennachweis
Empfinden von Schwerkraft und Bewegung (vestibuläres System)

Wahrnehmung + Kontrolle der Muskelspannung (propriozeptives System)

Tastsinn (taktiles System)

Sehen (visuelles System):

Voraussetzung Mundbewegungen mit Gehörtem zu koordinieren und Begriffe mit sichtbaren Dingen in Beziehung zu setzen

Hören (auditives System):

Voraussetzung eigene Laute und Laute der Umgebung wahrnehmen zu können

Wahrnehmung:
Ausrichten des Kopfes zur Geräuschquelle, Kopf gerade halten, sehen (Handlung, nonverbale Kommunikation) und hören.

Körperwahrnehmung:
Voraussetzung um lernen zu können, um Eigenwahrnehmung der Sprechorgane zu entwickeln

Motorik
:
Voraussetzung Mundbewegungen in Gang zu setzen und mit Gehörtem zu koordinieren; die Feinmotorik der Sprechwerkzeuge setzt dabei auf einer Entwicklung der Grobmotorik auf einmotorische Abstimmungen von Zunge, Lippen, Stimmbändern, sowie Wahrnehmung + Kontrolle durch das auditive System.

Kinder erwerben Sprache durch Imitation und Verstärkung, unbewusst-intuitiv, ganzheitlich, in Interaktion und konkreter Handlung.
In einer erhöhten Stimmlage sprechen
Sehr betont und melodiös sprechen
Langsam sprechen
Das Lallen und Brabbeln des Kindes aufgreifen und dieses wiederholen
Einfache Aussagesätze verwenden
Wörter häufig wiederholen
Sprachfördernd im ersten Lebensjahr
Sprachfördernd
Spracherwerb beginnt schon im Mutterleib
Säuglinge hören, wenn jemand nicht die Muttersprache spricht. Forscher schließen daraus, dass Neugeborene erste Erfahrungen mit der eigenen Sprache bereits im Mutterleib gemacht haben müssen.
Bereits im Mutterleib trainiert das Kind Körperteile, die für den Spracherwerb grundlegend sind. Lippen, Zunge und Gaumen sind im Einsatz, wenn es am Daumen lutscht und Fruchtwasser schluckt. Ab dem 5. Monat nimmt das Baby Stimmen und Geräusche von außen wahr.
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