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Die Zukunft des Lernens: Sinnbildung im 21. Jahrhundert

Vortrag für die 70. Pädagogische Woche der GEW Lüneburg
by

Lisa Rosa

on 5 November 2015

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Transcript of Die Zukunft des Lernens: Sinnbildung im 21. Jahrhundert

Alles, was Bedeutung hat, bedeutet für alle das gleiche

Lernen für gestern
Lernen für heute

Sinnbildung
(neu) lernen
Kreativität
CC-BY-NC_Ellen Reitman
CC-BY_Niklas Morberg
CC-BY C. Frank Starmer
Spielen, Arbeiten, Lernen?
CC-BY_Ulrike Reinhard
Lisa Rosa
Betrieb
Arbeiten
Erwachsener
Schule
Lernen
zu Hause/Kita
Spielen
Jugendlicher
Kind
Ort
vorwiegende
Tätigkeit
Lebensalter
Normal-Biografie-Modell

Industriezeitalter

digitales Zeitalter
Lernen
institutionell und formell
L weiß - S wissen nicht
belehrt werden


Lehrbuch, Lehrgang
systematisches Lernen
isoliert jeder für sich
nur am besonderen Ort
nur zu besonderen Zeiten
non formell, informell, "wild"
Wissen/Nichtwissen wechselt
Forschen und Experimentieren
entdecken und erfinden
Moderation & Coaching
Projekt
Learning by doing
kollaborativ im Austausch
überall möglich
immer möglich
"Malen nach Zahlen"
sich selbst ein Bild machen
die eigene Perspektive entwickeln
Perspektive der Gesellschaft -
gesellschaftliche Bedeutungen
"Lernen ist
Vorbereitung auf die Zukunft"
Perspektive des Lernenden -
Lernmotive und persönlicher Sinn
Fantasie
Lernen und Lernmotive:
Gegenwart
unser Bildungssystem:
aus der Vergangenheit
Standardisierung
1910
Kinder lernen laufen, damit sie später mal zu Fuß zur Schule gehen können.
Kinder lernen sprechen, damit sie später mal verstehen, was der Chef von ihnen will.
Kinder lernen rechnen, damit sie später mal keine faulen Bankpapiere kaufen.
Kinder lernen Kunst, damit sie später mal ein kreatives Hobby zum Ausgleich haben.
Ich lerne laufen, weil ich jetzt keine Lust mehr habe, alles von unten zu sehen. Ich will es auch so sehen, wie meine älteren Geschwister.
Ich lerne sprechen, weil ich jetzt mitreden und verstanden werden möchte.
Ich lerne rechnen, weil ich Zahlen so geil finde.
Ich lerne Kunst, weil mein Vater mit mir zur Documenta fährt.
Historisches Modell "Lernen"
Modell Industriezeitalter
Modell einer versinkenden Epoche
Leidenschaft
Epoche 2
Epoche 1
Epochenwechsel
Übergang
Literacy für die Massen
Lernen heißt nicht mehr,
alle lernen Dasselbe allein,
sondern alle lernen Verschiedenes gemeinsam.
Projekte
Alles, was heute gilt, gilt auch weiterhin
"In einer Welt schier unendlicher Information(en) müssen wir uns zuerst um das WARUM kümmern, darauf das WIE ermöglichen und das WAS (quasi) natürlich daraus ableiten."
Michael Wesch 2009
Sinn
Sinnbildung
2. Verhältnis Individuum - Gemeinschaft
3. Verhältnis Gegenwart - Zukunft
"Sinn muss geil sein, etwas, wofür man frühmorgens im Dunkeln begeistert aus dem Bett springt und sich den ganzen Tag bis zur Erschöpfung verausgabt, um abends glücklich ins Bett zu fallen, beim Einschlafen dem heute wieder realisierten Sinn lächelnd nachsinnend."
(80-jähriger Professor, der noch immer forscht und publiziert)
Freude
Lernen heißt nicht mehr Vorbereitung auf eine Zukunft, in der erst Eigensinn möglich sein soll, sondern Realisierung persönlichen Sinns in der Gegenwart als Modell zukünftiger Sinnbildungen.
Verhältnisse ändern sich
Allgemeinbildung
Die Soft Skills von heute
sind die
Hard Skills
von morgen!
Alles, was hier gilt, gilt überall
globale Abhängigkeit
lokale Autonomie
Flow
Begeisterung
Sinn
lokale Abhängigkeit
globale Autonomie
vorgegebene Pfade
vorgegebene Stoffe
vorbestimmte Ergebnisse
personalisierte Strategien
selbst bestimmte Inhalte
Ergebnisoffenheit
Sinnbildung im 21. Jahrhundert
Die Zukunft des Lernens
CC-BY-SA Mylius Hamsterkraftwerk
zu schnell?
zu lang?
zu oft?
S I N N
Sinnproblem
Sinn als Treiber
des Lernens

Alle Lebewesen operieren mit Sinn.
Handlung
Unterrichten
Operation
Schülerfragen sammeln
Tätigkeits
system
Sinnsy
stem
System "Schule"
Bildungspolitik
Behördenhierarchie
Vorschriften Verhaltensregeln
"Schulcommunity"
konkrete Schule
Kollegium, Schüler Eltern
"Welt"
Gesellschaft des 21. Jh. im
Umbruch
Korrigieren
Verfahren
erklären
Tätigkeit

Lehrer
Widersprüche
Spannungen
Kämpfe

zu viel?
Es kommt drauf an.
Effizienz =
Ressourcenschonung
Effektivität =
zielorientierte Wirksamkeit
2 Prinzipien in Einklang bringen:
Kann Standardisierung heute
diesen Einklang herstellen?
Wie sehen die Ziele heute aus?
Was wird heute gebraucht?
Kreativität
Kritisches Denken
Kommunikation
Kollaboration
4 K
Metawissen
Lernen lernen können
Andreas Schleicher,
Preparing Teachers and Developing School Leaders for the 21st Century
CC-BY Lisa Rosa
Anachronismen
Demokratie
ist die Einmischung in die eigenen Angelegenheiten
viel Projektlernen
viele Gelegenheiten, ihre eigenen Fragen zu bearbeiten
adäquate Lernumgebung und Unterstützung dafür
Lehrer, die Zeit für sie haben
1. Verhältnis Allgemein - Besonders
CC-BY-SA Andreas Schwarzkopf
Für Sinnbildung brauchen Schüler_innen
Für Sinnbildung brauchen Lehrer_innen
Zeit zum Nachsinnen über ihre Tätigkeit (Sinn-Check)
Zeit zum Experimentieren (Sinn-Neukonstruktion)
Zeit zum Austausch mit Kolleg_innen
"Aber es muss doch etwas ganz Allgemeines für alle geben!"
4K an eigensinnig gewählten Stoffen
OECD- Schlüsselkompetenzen
2002
Selbst-Kompetenz
Weltkompetenz
Medienkompetenz
nur heute.
nur hier.
jeden etwas anderes
.
Interiorisieren
Dialog
CC-BY-SA-NC-bobwitlox
Exteriorisieren
Allgemeinstes
Modell von Lerntätigkeit (Vygotskij)
Émile Friant [Public domain], via Wikimedia Commons


Wie Lernen vorwiegend stattfindet
prezi.com/user/lisarosa
Sinn ist der Treiber jeder Tätigkeit.
Sinnloses Handeln gibt es nicht.
Sinn ist nicht von außen gegeben, sondern wird intern erzeugt.
Tiere erzeugen den Sinn für ihre Handlungen mittels ihres vorgegebenen Instinkte-Apparats.
Menschen erzeugen ihren persönlichen Sinn im Austausch mit ihrer gesellschaftlichen Umwelt selbst.
Sinn ist nicht abstrakt und für alle gleich, sondern immer konkret und persönlich.
Transdisziplinär denken können
Systemisch denken können
Historisch denken können
Personalisiert lernen können
Versatilist sein statt Generalist oder Spezialist
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