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Die Ratten

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by

Maike Döring

on 16 March 2015

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Transcript of Die Ratten

Die Ratten -
Gerhard Hauptmann

Hauptfiguren
dramatische Handlung
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe
Hauptfiguren
dramatische Handlungen
historischer Hintergrund
Stil & Sprache
Dramaanalyse

Inhaltsangabe

Frau John
Herr John
Gerhart Hauptmanns 1911 in Berlin uraufgeführte Tragikomödie spielt in einer heruntergekommenen, von Ratten verseuchten ehemaligen Kavalleriekaserne in Berlin um 1886. Darin erfüllt Henriette John, die Frau eines Maurerpoliers, sich und ihrem Mann ihren Kinderwunsch, indem sie dem Dienstmädchen Pauline deren Neugeborenes abkauft und es als ihr eigenes ausgibt.

Die fünf Akte der John-Tragödie lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1.Akt: Frau John versucht der Piperkarcka das Kind abzuhandeln
2.Akt: Die Piperkarcka fordert ihr Kind zurück
3.Akt: Um das todkranke Kind der Knobbe streiten seine Mutter und die Piperkacka vergeblich
4.Akt: Frau John kehrt nach eintägiger Flucht mit dem Kind der ermordeten Piperkarcka zurück
5.Akt: Frau John stürzt aus dem Fenster
1. Akt
2.Akt
3.Akt
4.Akt
5.Akt

Harro Hassenreuter, ehemaliger Theaterdirektor
Seine Frau
Walburga, seine Tochter
Pastor Spitta, Vater von Erich Spitta
Erich Spitta, ehemaliger Theologiestudent
Alice Rütterbusch, Schauspielerin
Nathanael Jettel, Hofschauspieler
Käferstein, Schüler Hassenreuters
Dr. Kegel, Schüler Hassenreuters
Herr John, Maurerpolier
Frau John, Putzkraft von Hassenreuter
Bruno Mechelke, ihr Bruder
Pauline Piperkarcka, Dienstmädchen
Frau Sidonie Knobbe
Selma, ihre Tochter
Quaquaro, Hausmeister
Frau Kielbacke
Schutzmann Schierke
zwei Säuglinge

Bruno
Pauline Piperkarcka
Direktor Hassenreuter
Walburga
Erich Spitta
Pastor Spitta
Quaquaro
Selma Knobbe
1.Akt
2.Akt
3.Akt
4.Akt
5.Akt
historischer Hintergrund
Stil & Sprache
Dramaanalyse
Quellen
Janne & Maike
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit !
Im Dachgeschoss der Mietskaserne hat der ehemalige Theaterdirektor Hassenreuter einen Theaterfundus
Die Enddreißigerin Jette (Henriette) John sorgt für Ordnung und Sauberkeit.
Hier trifft sie sich mit dem schwangeren Dienstmädchen Pauline Piperkarcka (Will sich umbringen, weil der Vater des Kindes sie verlassen hat
Frau John, will das Kind aufkaufen und selber großziehen
Während der Gesprächs erscheint Jettes neunzehnjähriger Bruder Bruno Mechelke
Als sie Geräusche hören, versteckt Jette die beiden anderen auf dem Dachboden.
Walburga, die Tochter von Hassenreuter ist hier mit ihrem Privatlehrer und Geliebten, dem Theologiestudenten Erich Spitta, verabredet, Statt auf ihn trifft sie auf Jette John.
Hassenreuter erscheint unerwartet mit einem Hofschauspieler
auch Walburga und Jette verschwinden auf dem Dachboden.
Der Schauspieler geht im Streit, dafür kommt Hassenreuters junge Geliebte Alice Rütterbusch.
Alice versteckt sich im Nebenzimmer, als Spitta auftaucht.
Er eröffnet Hassenreuter, dass er Schauspieler werden will. Hassenreuter lacht ihn aus, beide verschwinden
Walburga verlässt verstört den Dachboden, sie ist Zeugin von Paulines Wehen geworden und weiß von dem Verhältnis ihres Vaters
Herr John kehrt zurück in die Mietskaserne
Er freut sich über das Kind, denkt es sein sein eigenes
Das Nachbarskind Selma Knobbe, das mit seinem kranken Brüderchen Zuflucht bei den Johns sucht, wird von Jette brüsk abgewiesen, damit ihr Kind sich nicht ansteckt.
Das Ehepaar Hasenreiner und die Schauspielschüler Dr. Kegel und Käferstein überbringen Glückwünsche zur Geburt und Geschenke.
Die Gäste gehen heim und Herr John zu seinem Chef, um seinen Arbeitsplatz in Altona gegen einen in Berlin einzutauschen.
Pauline Piperkarcka kommt, will das Geld zurückgeben und das Kind sehen, das sie aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung beim Standesamt angemeldet hat.
Sie hat dort gesagt, dass das Kind bei Frau John in Pflege sei, weshalb am kommenden Tag Mann zu erwarten sei der die Vormundschaft klärt. Frau John ist erschüttert.
Direktor Hassenreuter probt mit seinen Schauspielschülern
Schillers »Braut von Messina«. Er ist unzufrieden
Nach Spittas Vortrag kommt es zum Streit, durch Meinungsverschiedenheiten zur Klassik und des Theaters
Hassenreuter bezeichnet Spitta als Ratte
Gemeinsam mit dem Hausmeister Quaquaro durchsucht Frau John den Dachboden auf Indizien für einen Einbruch, bei dem sogar ein Mord nicht auszuschließen sei.
Danach verabschiedet Frau John sich, um mit ihrem Sohn für ein paar Tage zu ihrer Schwägerin zu fahren.
Pastor Spitta erscheint und klagt über seinen Sohn , ist mit der Schauspielerei nicht einverstanden und das er sich den Frauen hingäbe Als Beweis zeigt er Hassenreuter ein Foto von Walburga.
Nachdem Spitta gegangen ist, stellt Hassenreuter Walburga zur Rede. Sie verteidigt Spitta und erwähnt Alice.
Pauline und Frau Kielbacke erscheinen mit einem entkräfteten Säugling, der angeblich Paulines ist, und den Frau John vernachlässigt habe.
Hassenreuter erkennt in dem Säugling nicht den von Frau John wieder.
Schutzmann Schierke ist gleichzeitig auf der Suche nach dem verschwundenen Säugling von Frau Knobbe, der drogenabhängigen Nachbarin von Frau John und Mutter von Selma.
Das Kind wird geholt, und sowohl Pauline als auch Frau Knobbe beanspruchen die Mutterschaft für sich.
Walburga bemerkt als erste, dass das Kind tot ist.
John kommt aus Altona zurück in seine Wohnung.
Quaquaro setzt ihn in Kenntnis über die Geschehnisse in seiner Abwesenheit.
Das Mädchen, das Ansprüche auf das Kind von Frau Knobbe erhoben habe, sei verschwunden, und in dem Zusammenhang fahnde man nach Bruno.
John versucht Selma Knobbe auszufragen, aber die behauptet nichts zu wissen.
Spitta erscheint auf Wunsch von Walburga in Johns Wohnung.
Beide wollen trotz des Widerstands ihrer beiden Familien an ihrer Liebe festhalten.
Frau John kommt mit dem Kind von der Reise zurück.
Sie wirkt verstört und hat Angst, dass ihr Mann die Wahrheit kennt.
Bruno schleicht sich herein, obwohl er Hausverbot hat. John bedroht ihn mit einer Pistole, wendet sich aber zum Gehen, doch dann setzt sich Frau John für Bruno ein.
Verlangt Geld um ins Ausland zu fliehen, gehsteht Pauline getötet zu haben, die er im Auftrag von Frau John einschüchtern wollte
Das Haus, in dem die Johns wohnen, wird von der Polizei abgesperrt, weil man Bruno dort vermutet.
Frau Hassenreuter kommt in die Wohnung der Johns, um Walburga und Spitta mitzuteilen, dass ihr Mann dem jungen Paar eine Chance geben will.
Unterdessen wacht die auf dem Sofa schlafende Jette auf.
Der Direktor und John erscheinen.
Jette verstrickt sich in Lügen
Herr John will mit dem Kind fliehen,doch dann erfährt, dass es nicht seins ist.
Selma deckt die Wahrheit auf: Pauline hat das Kind auf dem Dachboden geboren und sie, Selma, hat es hinunter in Jette Johns Wohnung gebracht.
John wendet sich von seiner Frau ab, diese verachtet ihn. Das Kind soll ins Waisenhaus.
Jette John läuft aus dem Raum, springt aus einem Fenster und ist tot.
Realitätsentfremdet, flüchtet sich in eine Scheinwelt,
verdrängt Vieles in ihrem krankhaften Kinderwunsch.
Sie verschreibt sich der Rolle der Mutter und verinnerlicht sie so stark, dass sie selbst daran glaubt. (Dass sie ein Kind hat wird zu ihrer Lebenslüge)
Auffällig: ihr gehören die ersten Worte des Dramas, und auch die letzten drehen sich um sie (“...Frau John hat sich umjebracht!“).
Sie ist nicht wirklich um Paulines Wohl bemüht, sondern handelt in einer “Scheinsozialität“, nämlich zu ihrem eigenen Vorteil.
Sie verliert nach ihrer Entlarvung das Vertrauen ihres Mannes und das gesellschaftliche Ansehen.

Arbeitet auf einer Baustelle in Altona.Wohnt im zweiten Stock der Mietskaserne.
Wendet sich zum Schluss plötzlich von dem Kind ab, als er erfährt, dass es nicht sein eigenes ist (...spricht von einem “Balg“).
sensibel gegenüber dem ungewöhnlichen Verhalten von Frau John
drückt Herzlichkeit aus,
nimmt als erste wahr, dass Kind der Familie Knobbe gestorben ist.
Trifft sich gegen den Willen ihres Vaters mit Erich Spitta
Ist ein Weltverbesserer und Sozialist, aber eine gute und ehrliche Haut.
Seine Meinung und Weltansicht unterscheidet sich von Direktor Hassenreuter sehr.
Durch ihn drückt Hauptmann seine sozialkritischen Ansichten und seine Überzeugung zum Naturalismus aus.
Spitta ist immer ausgesprochen höflich, sachlich und argumentiert sicher und gut.
bildet einen weiteren Gegenpol zu Frau John, da er sein Kind verstößt, wohingegen Frau John sich krampfhaft an den Ihrigen klammert.
Klagt ausserdem den Verfall in der Großstadt an ( vgl. Hure Babylon)
ist gegen die Schauspielerei von Erich
hat einen sprechenden Namen.
Er ist ein sehr gesprächiger Mensch, und berichtet John im 4. Akt ausführlich über die Vorgänge in der Mietskaserne während dessen Abwesenheit
spielt damit eine nicht ganz unwichtige Rolle in der Aufdeckung und Entlarvung von Frau Johns kriminellen Machenschaften.
Ist, wie sich später herausstellt, Polizeispitzel.
ist mit der Situation überfordert und zu früh auf sich alleine gestellt .
Das ist ein Teil der Sozialkritik, welche Hauptmann durch das Stück ausdrückt, die Verwahrlosung der Erziehung, und die Verantwortungslosigkeit mit welcher die Kinder
(in diesem Fall von Frau Knobbe, ihr Baby stirbt auch noch während des Stückes an Unterernährung und Schwäche) behandelt werden.

Hat ein abschreckendes Aussehen
würde alles für Frau John tun, wurde von Frau John aufgezogen.
Wird von seiner Schwester zur Einschüchterung Paulines eingesetzt, und ermordet diese dann später auch.
Kann sich in ihrer Zwangslage nicht die Frage stellen, wie und warum es eigentlich zu ihrer damaligen Situation gekommen ist.
Sie kann sich nur fragen, warum es eigentlich gerade sie ist, die mit so einem Schicksal umzugehen hat (“...wa ha´ ick denn an mir?“).
Handelt auf Hinweis von anderen, kann eigenständig nicht richtig denken und entscheiden.
Hat an Frau John ihr Kind verkauft, weil sie nicht im Stande ist es groß zu ziehen
wollte sich umbringen, weil der Vater des Kindes sie verlassen hat
will das Kind aber dann doch wieder zurück
Bruno ermordet sie
Rechthaberisch, arrogant, eigenwillig, Nationalist.
Kann seine gesellschaftliche Verantwortung nicht wahrnehmen.
Er als Maskenverleiher “spielt eigentlich fast immer eine Rolle“, hat eine Maske, ein Kostüm an, und gibt sich kaum wie er eigentlich wirklich ist.
Nur in Situationen, die ihm sehr zu schaffen machen (beispielsweise das Verhältnis zwischen seiner Tochter und Spitta), kommt sein wahrer Kern etwas zum Vorschein.

I.Akt: Beginn des Dramas mit dem heimlichen Pflegekind
Pauline Piperkarcka befindet sich in einer Notlage wegen ihrem Kind
=> Sie wurde von ihrem Bräutigam verlassen und darf sich aufgrund ihrer Schwangerschaft weder zu Hause noch auf der Arbeit blicken lassen (S.6 Z.4 / S.6 Z.13f. )

Frau John bietet Pauline Piperkarcka daher an, ihr Kind in Pflege zu nehmen (S.8 Z.11ff.)

Die Piperkarcka spielt mit dem Gedanken, ihr Kind zu erwürgen und sich so frei von allen Problemen zu machen (S.8 Z.21).

Bruno hat mitbekommen, dass Frau John und die Piperkarcka „verhandeln“ und mischt sich in die Situation mit ein. Es wird das schwierige Bruder-Schwester Verhältnis deutlich (S.8-11)

Walburga Hassenreuter trifft Frau John in der Hassenreuter-Wohnung, in der Frau John putzt und bittet sie, ihrem Vater nichts von dem heimlichen Treffen mit Erich Spitta zu verraten (S. 13 Z.8-16)

Dirketor Hassenreuter hat selbst eine heimliche Affäre mit Alice Rütterbusch (S.16 Z.14ff.)

Erich Spitta erzählt Direktor Hassenreuter von seinem Traum, Schauspieler zu werden und hofft, dass dieser ihm dabei hilft. (S.21 Z.19ff.)

Walburga Hassenreuter ist ensetzt von Brunos Erscheinung und der wimmernden Piperkarcka (S.23 Z.21ff.)
Steigende Handlung durch den Konflikt zwischen Pauline Piperkarcka und Frau John

Herr und Frau John und Säugling "Albertchen" sitzen in der Wohnung der Johns zusammen (Ab S.26)

Vater John, der ein Jahr in Hamburg gearbeitet hat, war beim Standesamt gewesen, um die Geburt seines Sohnes zu melden (S.26 Z.15)

Unglücklicherweise konnte er sich nicht mehr genau erinnern, wann und wo die Geburt war (er war nicht dabei) (S.26 Z.16ff.)
=> Er muss ein zweites Mal hingehen, um die Daten anzugeben
Selma Knobbe (S.27 Z.31ff.) und Familie Hassenreuter (Ab S.28 Z.30) kommen hinzu

Man unterhält sich über den missratenen Bruder Bruno, der dem ansonsten so gutmütigen Polier John ein Dorn im Auge ist (S.31 Z.31ff.), und über Bismarck, von dem Hassenreuter viel und Maurer John wenig hält (S.32 Z.11ff.)

In einem Seitengespräch unter vier Augen erfährt Walburga, dass Spitta wirklich Schauspieler werden will und es wird klar, dass Pastor Spitta daraufhin nach Berlin kommen wird (S.37 Z.15ff.)

Pauline Piperkarcka kommt hinzu und will sich nach „ihrem“ Kind erkundigen (S.38 Z.25). Frau John reagiert hysterisch, schlägt das Mädchen (S.39 Z.16), entschuldigt sich dann allerdings wieder. Man merkt, wie sehr Frau John das Kind ans Herz gewachsen ist.

Pauline Piperkarcka möchte das ihr zugeschobene Geld wieder zurückgeben, die John tut so, als wüsste sie von keinem Geld, sie werfen sich gegenseitig Betrug vor (S.40 Z.16ff.)

Schließlich stellt sich heraus, dass die Piperkarcka auf dem Standesamt gewesen war um - übrigens gegen die Absprache mit der John - die Geburt ihres Kindes anzuzeigen und die Frau Johnals Pflegemutter zu melden. Am nächsten Abend um fünf Uhr komme ein Herr vom Amt um die Sachlage zu prüfen (S.43 Z.4ff.)
Frau John ist von dieser Entwicklung der Sache wie benommen (S.44 Z.30f.)
Höhepunkt des Dramas durch das Unglück mit dem Knobbe- Kind

Direktor Hassenreuter hat Untericht mit seinen beiden Theaterlehrlingen Käferstein und Spitta (Anfang des dritten Aktes, ab S. 45)

Pastor Spitta ist ensetzt über den Brief seines Sohnes und kommt Direktor Hassenreuter daher besuchen. Er regt sich über die Freizügigkeit in Berlin auf. (Bezeichnet es als „Weltuntergang“.) (Ab S. 54 Z.4)

Pastor Spitta zeigt Direktor Hassenreuter das Bild von Erich Spitta und seiner geliebten Walburga. Pastor Spitta hält seinen Sohn für verblendet. (S.57 Z.11ff.)

Direktor Hassenreuter verbietet Walburga den Kontakt zu Spitta (S.59 Z.4ff.)

Direktor Hassenreuter erfährt von Frau Johns Pflegekind, will es aber nicht glauben (S.60 Z. 9ff.) Die Piperkarcka will ihr Kind zurück haben und es kommt zum Streit um das Kind (ab S. 61 Z.24). Das Kind, das für Frau Johns Pflegekind gehalten wurde, ist das Kind von Frau Knobbe.

Frau Knobbe kommt hinzu und verlangt ihr gestohlenes Kind zurück (S.67 Z.28f.). Das Kind der Knobbe ist bei der Streiterei verstorben (S.68 Z.10f.)

Problematik steigt durch die verstärkte Unruhe und Angst bei Frau John

Herr John erfährt vom Hausmeister Quaquaro, dass ein polnisches Mädchen Anspruch auf das Kind der Johns erhoben hat (S.70 Z.36ff.).

Walburga und Erich Spitta berichten einander von den Reaktionen ihrer Väter aus dem dritten Akt.. Es kommt zu einer pathetische Rede von E. Spitta (Ab S.76 Z.3)

Frau John verschreckt bei ihrer Heimkehr die beiden jungen Leute mit unverständlichen Worten (S.78 Z.34ff.)
=> Frau Johns Verwirrung wird sehr deutlich

Herr John konfrontiert Frau John mit den Informationen vom Hausmeister Quaquaro. Die Unruhe bei Frau John wird weiter verstärkt (Ab S.80 Z.23)

Herr John gerät mit Bruno in Streit, droht mit der Polizei und einer Schusswaffe und verlässt schließlich das Haus (S.84 Z.1ff.). Frau John begreift nach einem indirekten Geständnis, dass Bruno P. Piperkarcka ermordet hat, und bricht zusammen. Bruno verschwindet (S.88 Z.15ff.).
Aufdeckung des Geschehens führt zum Selbstmord von Frau John

Polizeiposten bewachen den Hauseingang des Hassenreuter-John Hauses, während Frau John nach ihrem Zusammenbruch noch schläft. Walburga und Erich Spitta sitzen bei ihr und unterhalten sich. Walburga erfährt von Erich Spitta, dass die Kriminalpolizei einen Verbrecher sucht. (S.89)

Walburga hat Selbstmordabsichten, Frau Hassenreuter gelingt es aber schließlich ihre Tochter zu beruhigen und davon abzubringen. Zudem spricht sie Erich Spitta Mut zu und weckt Frau John, die im Schlaf seltsame Äußerungen gemacht hat (S.90 Z.19f.)

Hassenreuter erreicht seinen Karriereaufstieg dadurch, dass er den Theaterdirektor in Straßburg annimmt (S.91 Z.9)

Es wird eine Belohnug von 1000 Mark ausgesetzt, wenn der Mörder gefunden wird (S.94 Z.35)

Die Leiche der Piperkarcka wird gefunden und Bruno wird als Mörder gesucht (S.95 Z.9ff.).

Selma Knobbe schildert die Wahrheit über den Kindestausch. Herr John kann den Betrug seiner Frau nicht verzeihen und es kommt zur Isolation Frau Johns (Ab S.101 Z.28).

Das Kind soll ins Waisenhaus gebracht werden. Frau John reißt das Kind an sich und will flüchten, doch die Anwesenden entwenden es ihr, sodass nur Frau John flüchten kann (S.103 Z.13ff.). Sie ist so verzweifelt, dass sie den Freitod als letzten Ausweg sieht und durch einen Sprung aus dem Fenster Selbstmord begeht (S.105 Z.11ff.)
1862 bis 1946 Gerhart Hauptmann
nach 1885, in Berlin - Erste dichterische Erfolge
1889 löste sein soziales Drama»Vor Sonnenaufgang«einen Theaterskandal aus.
1886 spielte das Stück »Die Ratten«
Zeit des Sozialistengesetz
> Sozialdemokratische Vereine und Druckschriften waren verboten
> Sozialdemokratie sollten geschwächt werden, Gegenteil trat ein
Die Wirtschaft wächst
1871 entstehen im Westen Berlins vornehme Viertel, während der Osten von Arbeitern bewohnt wird.
1907, Griechenlandreise führte Hauptmann zu einer schicksalhaften Weltsicht, die in den Göttern die letzte Instanz und den Menschen einem Schicksal unterworfen sieht.
Das Stück entstand von 1907 bis 1911; Berlin wurde in dieser Zeit ein Ort der künstlerischen Avantgarde.
Das Mietshaus in »Die Ratten« ist eine Metapher für Preußen und Deutschland zwischen 1886 und 1910.
Arbeiter, Kleinbürger, auch Ausgestoßene, Prostituierte, Wahnsinnige und Alkoholiker rückten in die naturalistischen Figurenensembles ein, behandelt wurden auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse wie die Milieutheorie.

Mischung aus Berliner Dialekt, Gaunersprache, gebrochenem Berliner Dialekt u. a. Dagegen gesetzt wird die Hochsprache der Hassenreuters und Spittas.
Naturalistische Sprachgestaltung durch Auslassungszeichen ohne grammatische Funktion.
Umsetzung von Sprachlosigkeit: Das Verstummen wird episch mitgeteilt.
Die dialogische Struktur wird preisgegeben und zerstört.
»Windschiefes« Gespräch: Die Menschen sprechen aneinander vorbei, hören nicht zu und reagieren unerwartet.
Der Dialog wird von zentralen Metaphern und Symbolen durchzogen: »Ratten« und »Gespenster«, aber auch »Stern«.



- Publikationsdaten/ Uraufführung
- Gattungsbezogene Merkmale
- Zeitlicher Hintergrund

Thematik der Szene sinngemäß wieder geben (kurz halten)


Kurz beschreiben was vorher passiert (Zusammenhang der Szene)
Kurz den weiteren Verlauf der Geschichte zusammenfassen
Was passiert mit den Personen in der Geschichte




Ort beschreiben/ auf Ortswechsel hinweisen
Personen benennen
Wann erscheint welche Person und aus welchem Grund
Geordneten Verlauf der Szene beschreiben
wann passiert was- richtige Reihenfolge
Wenn ein Dialog vorhanden ist, den Aufbau beschreiben
Wer Redet
Wie viel reden die jeweiligen Personen
Wer führt den Dialog, abwechselnder Dialog



Beteiligte Personen Vorstellen (Name, Aussehen)
Hintergrund der Person darstellen
Charakterzüge benennen
Verhältnis der Personen untereinander beschreiben
Wie handeln die Personen in der Szene, Charakterzüge berücksichtigen



Dialekte/ Ordinäre Anklänge
Phrasen/ Sentenzen
Sprache in Bezug zum Milieu
Parataktisch/ Hypotaktische Sätze


Regianweisungen
Wiederholungen
Was wird verdeutlicht/ dargestellt



Kritik an Personen
Handeln der Personen untersuchen (Absichten)
Regieanweisungen mit Handeln der Personen vergleichen (Verdeutlichungen)
Wenn, möglich mit anderen Szenen vergleichen (muss ungefähr gleiches Thema und Ablauf sein)



Darstellung der Personen
Wie geht der Autor im Drama vor
Gesellschaftliches Milieu
Wenn möglich, mit anderen Dramen vergleichen


Die Ratten Gerhart Hauptmann Hamburger Lesehefte Verlag 220. Heft
de.abi2010.wikia.com/wiki/Literatur/Die_Ratten
www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/sams_ratten/
www.inhaltsangabe.de › Gerhart Hauptmann
de.wikipedia.org/wiki/Die_Ratten
1. Einleitend benennen
2. Szene in den Gesamtzusammenhang einordnen
3. Inhalt und Aufbau der Szene wiedergeben
4. Figurengestaltung und Figurenkonstellation exemplarisch untersuchen
5. Das sprachlichen Handeln der Figuren und die Auffälligkeiten des Sprachgebrauchs heraus arbeiten und deren Funktionen erläutern.
6. Besondere dramaturgische Merkmale heraus arbeiten und deren Funktionen erläutern.
7. Inhaltliche, personale, sprachliche und dramaturgische Gestaltung der Szene zusammenfassend beurteilen.
8. Ausgehend von den Analyseergebnissen kritisch Stellung nehmen.
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