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Literaturwissenschaftliches Referat zu Anna Garrétas "Sphinx"

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by

Max Gruber

on 31 May 2011

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Transcript of Literaturwissenschaftliches Referat zu Anna Garrétas "Sphinx"

"Sphinx" Die Autorin Anne Garréta - geboren 1962.
- Ausbildung an der École normale supérieure in Paris.
- Debütroman: "Sphinx" erst abgelehnt, nach Publikation (1986) von Kritikern umjubelt.
- unversitäre Karriere in den USA, Unterrichtstätigkeit in Princeton.
- ab 2000: Mitglied der Oulipo.
- 2002: Prix Médicis. L'Oulipo - L'Ouvroir de Littérature Potentielle.
- internationaler Autorenkreis, 1960 gegründet. Ziele ? "L'auteur oulipien est un rat qui construit lui-même le labyrinthe dont il se propose de sortir." - Raymond Queneau. Spracherweiterung durch sprachliche Zwänge ("contraintes"). Das Werk narratologische Analyse Perspektive: récit à focalisation interne VOIX - narration ultérieure
- narration simultanée Temps de la narration Niveau narratif récit second: Erzählinstanz = innerhalb der Diegese Relation du narrateur à l'histoire: - narrateur intradiégétique-homodiégétique (autodiégétique) Isotopien und Besonderheiten des Romans Suche nach Sinn & Identität (des Ich-Erzählers) Geschlechtslosigkeit der beiden Hauptcharaktere Ausgangssituation: fehlende grammatikalisch dargestellte sexuelle Identität des Ich-Erzählers // Ungewissheit über eigene Identität des Ich-Erzählers Beziehung zu A*** = Versuch der Selbstfindung Im Laufe der Beziehung: Ich-Erzähler muss sich mit sich selbst konfrontieren.
Erkenntnis "nichts" zu sein, Gegenwart von A*** macht Identität nicht greifbarer.
Tod von A***: eigene Nichtigkeit wird dem Ich-Erzähler vor Augen geführt (keine Bezugsperson zur Welt mehr). Bezug zur realen Welt geht verloren.
A*** = Trost für den Ich-Erzähler, keine
Hilfe zur Integration in die reale Welt. Tod von A***: Schuldgefühle & Gefühl der Leere. "J'étais l'ombre d'un corps qui m'ignorait, et la source de lumière qui produit cette ombre. Ce que je recueillais par projection n'était que moi-même. A*** n'était que corps parasite interposé entre ma conscience et mon indéfectible tendance à diffracter le réel." Reise Reisen von A*** und dem Ich-Erzähler = Ausdruck des Umherirrens. mythologischer Aspekt "Sphinx" 1. Aspekt: Oedipus als Auflöser des Rätsels der Sphinx // Ich-Erzähler?

2. Aspekt: Liedtext als Anspielung auf A***.

3. Aspekt: Irreführung in Bezug auf Geschlechteridentitäten. " [...] et je continue de chercher tous les visages que
j'eus" "Fragements de conversation,
femme ou prêtre, ce n'est que question de point
[de vue." "Il y avait du chat ou de divinité dans ce corps [...]" "L'Éden" - Rückzugsort für den Ich-Erzähler.
- Anspielung auf den paradiesischen Garten Eden.
- Zugleich ironisch: L'Éden = ein Variététheater. "L'Apokryphe" - ethymologisch: "Das Verborgene"
- Arbeitsstelle des Ich-Erzählers, sein Rückzugsgebiet - wird von ihm zunehmend als beklemmend empfunden.
- ironisch: Thelogiestudent. Strategien zur Vermeidung des
grammatikalischen Geschlechtes Possessivpronomen des Französischen: kein Rückschluss auf Geschlecht des Besitzers möglich!
Schwierigkeiten bei der Übersetzung ins Deutsche oder Englische! Übereinstimmung der Adjektive durch Inbezugnahme auf Substantive vermieden! z.B.: "corps" Verwendung zusammengesetzter Tempora nur selten, dann nur Verwendung
des Hilfsverbes "avoir"! Dialoge in Form direkter Reden = weitgehend vermieden bzw. bewusst umgeschrieben! Schlüsselsituationen verkomplizieren die Frage des Geschlechts zusätzlich. "Qu'étais-je en effet? Travelo en intellection, gigolo en énamorations." Beide Charaktere: stereotypisch maskuline/feminine Wesenszüge. Aussagen des Erzählers lassen nicht einmal auf eine mögliche sexuelle Orientierung schließen! "L'électisme de mon caractère me poussait à négliger les différences et à transgresser les exclusions. J'entrais indifférement dans les boîtes hétéros et les boîtes homos, mâles et femelles." Bedeutung aus Sichtweise der Gender Studies Gender Studies Ziel: Versuch Entstehung, Relevanz, Geschichte und Praxis von Geschlechterdifferenz zu analysieren. Roman setzt bei der Praxis an: Leser muss anhand von Ansatzpunkten Geschlechterzuordnung treffen. Ansatzpunkte = widersprüchlich! viele "typische" Merkmale gesellschaftlich/geschichtlich bedingt.
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