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Von rennenden Schweinen und geschlachteten Hühnern: Perspekt

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Elisa Hollerweger

on 1 December 2016

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Transcript of Von rennenden Schweinen und geschlachteten Hühnern: Perspekt

Von rennenden Schweinen und geschlachteten Hühnern: Perspektiven der Human-Animal Studies auf die KJL
Der Mensch-Tier-Dualismus
Tier-Tier-Dualismen
Dualismenüberwindung?
Fazit und Ausblick?
Abstecken des Themas
Theoretische Ansatzpunkte
Untersuchungsgegenstände
Fiktive Beispiele
http://www.maxundfine.de/buchtrailer-leseprobe/
Faktische Diskurse
Exemplarische Analysen
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie Tiere behandelt."
(Mahatma Ghandi)
"Wer in diesen Abgrund von Qual, welche die Menschen über die Tiere bringen, hineingeblickt hat, der sieht kein Licht mehr; es liegt wie ein Schatten über allem, und er kann sich nicht mehr unbefangen freuen."
(Albert Schweitzer)
Faktische Diskurse
Fiktive Beispiele
Es ist sogar möglich, mit einiger Evidenz zu behaupten, dass die Mensch/Tier-Dichotomie eines der zentralen Momente, wenn nicht sogar das zentrale Moment des abendländischen Denkens darstellt. [...] Die Frage nach "dem Tier" bzw. nach Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnissen stellt eine der grundlegendsten ethisch-politischen wie philosophischen Fragen unserer Zeit dar.
Faktische Diskurse
Exemplarische Analysen
Fiktive Beispiele
Untersuchungs-gegenstände noch offen - Vorschläge willkommen!
Fokus Tier-Mensch-Dualismus
Fokus Tier-Tier-Dualismus
Fokus Dualismen-Überwindung
Tierbilder
Tiererzählungen
Tierbegegnungen
"Eine Premiere an diesem Ort und ein Wagnis zugleich. Galt doch das Thema „Mensch-Tier-Beziehung“ unter etablierten Vertretern der Zunft lange Zeit als ideologieverdächtig und riskierte jemand, der sich der Fachraison nicht fügte, aus der Wissenschaftlergemeinschaft exkommuniziert zu werden." (Thieme 2015)
Welche Bilder kommen Ihnen im Zusammenhang mit Tieren spontan in den Sinn?
Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Tieren beschreiben und wodurch ist dieses geprägt?
Welche Tiererzählungen kennen Sie?
In welcher Funktion treten Tiere darin in Erscheinung?
In welchen Handlungs- und Konfliktfeldern äußern sich alltägliche Mensch-Tierverhältnisse? Welche Strukturen/Tendenzen lassen sich dabei erkennen?
Erste Impulse
Aufgabe:
Lesen Sie die Auszüge aus
Das Mensch-Tier-Verhältnis
, fassen Sie die für Sie wichtigen Kernthesen zusammen und notieren Sie ggf. noch offene Fragen!
Heute sind die Human-Animal-Studies ein breit gefächertes, interdisziplinäres Forschungsfeld, das die konkreten Bedingungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Individuen ebenso untersucht wie die kulturelle, soziale und gesellschaftliche Bedeutung nichtmenschlicher Tiere und die Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnisse.
Potentiale für den Unterricht?
Kernbereiche des Deutschunterrichts:

Mündliches Sprachhandeln
Schriftliches Sprachhandeln
Umgang mit Texten und Medien
Reflexion über Sprache
Aufgabe:
Suchen Sie sich eines der ausliegenden Bilderbücher aus und überlegen Sie, welche Rolle Tieren dabei jeweils zugeschrieben wird bzw. wie sie erzählerisch konzipiert / inszeniert werden!
am Beispiel Tiere als Lebensmittel
am Beispiel "untypischer" Haustiere
Kontextualisierung innerhalb verschiedener Handlungsfelder des Mensch-Tier-Dualismus
Tiere als Versuchsobjekte
(Versuchstiere)
Tiere als Entertainer (Zootiere, Zirkustiere, Sporttiere)
Tiere als Textil- und Nahrungslieferanten
(Leder, Pelz, Wolle, Daunen / Fleisch, Eier, Milch)
Tiere als Helfer
(Therapie, Rettung, Begleitung, Fahndung)
KJL - Charakteristika & Definitionen:
KJL- Auswahl (modifizier-/erweiterbar)
Tiere als Mitbewohner
(Haustiere)
Aktuelle Auseinandersetzungen mit Tieren als Nahrungsmittellieferanten
2010, Recherche-ergebnisse anlässlich der Geburt des Sohnes
2010, Dokumen-tation eines einjährigen Selbstver-suchs
2011, Textsamm-lung von der Antike bis heute
1995
1991
1948
1976
Kinder- und Jugendliteratur
Abgrenzungen
KJL als Handlungssystem
Verlage, Schule, Bibliotheken etc. als sich ergänzende, teilweise aber auch konkurrierende Vermittlungsinstanzen / Subsysteme

Doppeladressierung an kindliche/jugendliche Rezipienten UND an erwachsene Vermittlung

weniger Autoren- als vielmehr Zielgruppenliteratur

Autoren nach Selbstverständnis und Kinderheitsverständnis zu unterscheiden
KJL als Symbolsystem
ergibt sich aus der Gesamtheit der "Konstruktionsregeln und Semantiken" (Ewers) der Gattung

epochenübergreifende Normen: 1) KJL als didaktische Literatur, 2) KJL als kind- und jugendgemäße Literatur, 3) KJL als vollwertige Ausprägung von Literatur und 4) KJL als Wiedergeburt der Volkspoesie
Adaption/Akommodation
"Anpassung" an den kindlichen/jugendlichen Leser

Ebenen: sprachlich-stilistische, formale, stofflich-inhaltliche, paratextuelle, thematische und normative Anpassung
Spezifische KJL
Gesamtheit aller für Kinder und Jugendlichen verfassten und von Kindern und Jugendlichen gelesenen Texte
KJ-Lektüre
Intentionale KJL
Rezeptionsfragen:

Wie werden Tiere bzw. Tier-Mensch-Beziehungen im Zusammenhang mit Ernährung inszeniert?
Welche Konfliktlinien und Positionen werden aufgegriffen und inwiefern findet dabei eine Sympathielenkung statt?
Welche Botschaften werden implizit und explizit transportiert?
Welche weiterführenden Untersuchungsfragen wären spannend?
http://www.tape.tv/creme-21/videos/ich-mag-tiere
Ansatzpunkt Autor
Mögliche Analysefragen:


Allgemein:

Welchen Stellenwert hat das Werk im Gesamtwerk des Autors?
Welche Rolle nimmt der Autor im literarischen Feld ein?
Wie positioniert sich der Autor zu seinem Werk?

KJL-bezogen:
Welche Vorstellungen von seinen Rezipienten bzw. von KJL vertritt der Autor und woran wird das deutlich?
Handelt es sich um einen Kinder- und Jugendbuchautor oder schreibt er für verschiedene Zielgruppen?

Human-Animal-Studies-bezogen
:
Welche Position nimmt der Autor innerhalb und außerhalb des Werkes zu Mensch-Tier-Diskursen ein?
Sucht sich der Autor ein Thema für sein Buch oder wird jemand zum Autor, um sein Thema zu vermitteln?
Ansatzpunkt Kontext
Mögliche Analysefragen:


Literarisches Feld:
Wie ist das Werk im (kinder- und jugend)literarischen Feld zu verorten? Wodurch zeichnet es sich hinsichtlich Thema und Darstellung im Vergleich mit anderen Werken aus? In welcher Sparte ist es einzuordnen?

Mensch-Tier-Diskurs:
Welche Bedeutung nimmt das Werk innerhalb des Mensch-Tier-Diskurses ein? Welche Diskurselemente greift es auf und wie werden diese verarbeitet? Wo geht es über den Diskurs hinaus bzw. setzt neue Diskurse in Gang?
Ansatzpunkt Paratext
Aspekte der Handlungsanalyse
Weiterführende Fragen (Auswahl)
Welche literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Fragen sind Eures Erachtens für die Analyse darüber hinaus von Bedeutung?
z.B. Gender: Welche Rollen werden den Geschlechtern in Bezug auf Tierausbeutung und Tierschutz zugeschrieben?
z.B. Psychologie: Wie wird die Zerrissenheit der einzelnen Charaktere psychologisch nachvollziehbar konstruiert?
z.B. Kulturökologie: Inwiefern werden kulturkritische Metadiskurse, imaginative Gegendiskurse und reintegrative Interdiskurse ausgestaltet?
z.B. Intermedialität: Welche Bedeutun haben Medien innerhalb des Textes? Wie wird auf sie Bezug genommen?
z.B. Literaturdidaktik: Wie lässt sich das Buch im Unterricht einsetzen?
Aspekte der Darstellungsanalyse
Welche Bedeutung hat der Umgang mit Tieren für die Grundkomplikation der Handlung und die Faktoren dieser Komplikation?
Komplikation Julia: Entdeckung der Machenschaften des Vaters > Tiere als Produkte
Komplikation Sarah: Schwebezustand der Mutter > Tiere als Kompensation
Komplikation Micha: Gefühlschaos > Tiere als Möglichkeit Julia nahe zu kommen
Komplikation Es: keine, Handeln nicht durch Komplikation motiviert
Inwiefern sind Tiere von einer positiven oder negativen Auflösung der Komplikation betroffen? Welche Faktoren lassen sich erkennen?
bleibt offen, Annäherung zwischen Vater und Julia ohne Austragung des Konflikts
negativ in Erkenntnis der Funktion der groß gezogenenen Tiere
positiv in den gemeinsamen Erlebnissen und Erfahrungen mit Julia
aus der Erzählung heraus neutral, nur von außen als negativ zu kategorisieren
In welchen Rahmen von Raum und Zeit ist das Geschehen eingebettet?
Inwiefern ist dieser bedeutungstragend?
Peritext
= mit dem Buch verbunden (Cover, Klappentext etc)
Epitext
= alles, was rund um das Buch entsteht (Rezensionen, Interviews etc.)
Mögliche Analysefragen:

Wie wird das Werk präsentiert/vermarktet? Welche Reaktionen löst es aus? Welche Bedeutung hat dabei die Inszenierung von Tieren?
Wie wird das Geschehen inszeniert? Aus welcher Erzählperspektive und mit welchen Mitteln werden Tiere bzw. Mensch-Tier-Beziehungen beleuchtet? Welche sprachlichen und stilistischen Besonderheiten fallen dabei auf?
> Multiperspektivität
> Hybridform durch Montage von fiktiven und faktischen Textteilen
> intermediale Bezugnahmen durch Kommunikation zwischen den Jugendlichen
> an einzelne Perspektiven und Inhalte angepasster, wechselnder Sprachstil mit leicht zu entschlüsselnden Metaphern
Hier endet der fertige Teil der Präsentation :)

Beispiel Christa Ludwig:

Allgemein:
> Sonderstellung im Gesamtwerk

> Randerscheinung

> selbstkritisch, aber ambitioniert

KJL-bezogen:
> Notwendigkeit Themen herunterzubrechen und literarisch zu vereinfachen

> plant Ausstieg aus KJL



Human-Animal-Studies-bezogen:
> vertritt ihre Meinung, drängt sie niemandem auf, will vor allem informieren
Verbindung von ihrem Medium mit ihrem Thema
Paratextelemente (nach Genette):
Beispiel Massenhaft:

> geringe Resonanz bei großen Plattformen wie z.B. amazon
> kaum Berücksichtigung von seiten der Veganerszene aufgrund mangelnder Radikalität

> Cover- und Titelentscheidung als Schnittstelle zwischen Autorin und Verlag
> Neuauflage mit neuem Cover und neuem Titel, um Buch ansprechender zu machen
Beispiel Christa Ludwig:

Literarisches Feld:
> Sonderstellung
> Thematsierung von Massentierhaltung
> Collage unterschiedlicher, unkonventioneller (Küken) Erzählperspektiven
> problemorientiertes Jugendbuch

Mensch-Tier-Diskurs:
> hat innerhalb des Diskurses kaum Berücksichtigung gefunden
> greift Diskurselemente auf, die zu Zeiten der Ersterscheinung noch verpönt waren
> stellt aktuell geläufige Informationen in neuen Zusammenhang

Didaktische Perspektiven
Was zeichnet den Gegenstand aus auf Handlungs- / und Darstellungsebene aus und warum ist er geeignet?
Welche methodischen Fragestellungen lassen sich daran erschließen?
Inwiefern lassen sich in der Behandlung des Gegenstands die Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts abdecken?
Welcher Kompetenzbereich (Mündliches / schriftliches Sprachhandeln, Umgang mit Texten und Medien, Reflexion über Sprache) soll besonders gefördert werden?
Welche Lernziele innerhalb der Kompetenzbereiche sollen erreicht werden?
Welche Gegenstände eignen sich, um diese Lernziele zu erreichen und Kompetenzbereiche abzudecken?
Arbeitsblätter
Gute Arbeitsblätter...:
ermutigen statt zu belehren
Probleme lösen statt neue zu schaffen
Freiräume schaffen statt einzuengen

Prinzipien der Arbeitsblattgestaltung:
Prinzip der minimalen, zielführenden Hilfe
Prinzip der abwechslungsreichen, flexiblen Verwendung
Prinzip der Lernstimulanz
Ökonomieprinzip: Erstellung, Bearbeitung und Organisation müs-
sen in zeitlich vertretbarer Relation stehen.
Prinzip der zyklischen Bearbeitung: Ein Sachverhalt sollte mehr-
fach unter verschiedenen Gesichtspunkten dargestellt sein.

Alternativen:
entwickelndes Tafelbild, ästhetisch gestalteter Hefteintrag,
eigene Aufgabengestaltung durch die Schüler, mediale Varianten, Stationenlernen
Allgemeine Anforderungen:

Orientierung an Kompetenzangaben (Kern-/Schullehrpläne)
Anpassung an Lernvoraussetzungen
Auswahl von / Arbeit mit geeigneten Gegenständen
Planung des methodischen Vorgehens / des Lernprozesses
Entwicklung von ergiebigen Unterrichtsmaterialien

> Sortierung dieser Planungsschritte im Unterrichtsentwurf!

Zusätzliche Anforderungen an den Literaturunterricht

Orientierung an spezifischen Kompetenzen und Aspekten literarischen Lernens
Verknüpfung von vergleichenden, analytischen und produktiven Verfahren

Selbstkompetenz
Sprachkompetenz
Sachkompetenz
Sozialkompetenz
LITERARISCHE KOMPETENZEN
(nach Stuck)
Kommunikationskompetenzen
Selbst- und Fremdwahrnehmung, Empathie und Abgrenzung
Methodenkompetenz
Imagination, Perspektivenwechsel, Urteils-/Entscheidungsfähigkeit, Werthaltungen, Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung (Selbstbewusstsein/Identität)
Differenzierter Umgang mit Texten (Form/Inhaltselemente, Themen/Handlungsmuster) und Kontexten (kulturelle, soziale, mediale Aspekte des literarischen Feldes), Kenntnis verschiedener medialer Darbietungsformen, Bewusstsein für verschiedene Zeichensysteme und deren Wirkungen
rezeptiv (Hören/Lesen), produktiv (Sprechen, Schreiben), Fähigkeit sich in verschiedenen Textsorten auszudrücken bzw. diese zu rezipieren
Literarisches Miteinander, Anschlusskommunikation, Entwicklung von Empathie und Konfliktfähigkeit
Verhandlungstechniken, Darbietungstechiken
Arbeitstechniken wie Lektüreeindrücke notieren, strukturieren, zur Diskussion stellen etc.
Informations- und Rechechertechniken, Problemlösungstechniken
Literaturdidaktische Ansätze
Vergleichende
Verfahren
Grundlegende Differenzierung:

- Intermedialer vs. Intramedialer Vergleich
- Intertextueller vs. intratextueller Vergleich
Beispiele:
- Vergleich eines Motivs in verschiedenen Medientexten
- Vergleich der Kontraste innerhalb einer Textes (z.B. Spieler vs. Gegenspieler)
- experimentierendes Vergleichen beim Lesen mit Variation der zur Verfügung stehenden mündlichen Gestaltungsmuster
Analytische Verfahren
Analyse und Interpretation von Texten hinsichtlich
- Handlungsdramaturgie
- Figurenkonzeption
- Erählperspektive
- sprachlich-stilistischer Besonderheiten
- weiterführende fachmethodische Fragestellungen
Produktive Verfahren
Auseinandersetzung mit dem Text durch individuelle oder kooperative Produktion, z.B.
Textfortsetzung zu einem Textausschnitt; Paralleltext; Gegengeschichte; Textpuzzle; Reihenfolge von Textabschnitten rekonstruieren; Zeilenmix entwirren; Ausgestaltung eines Textkerns, einer „Leerstelle“; Umschreiben von Texten aus anderen Perspektiven, in andere Gattungen/Textsorten; szenisches Interpretieren; Standbilder zu Szenen; literarische Rollenspiele: aus der Rolle anderer Textfiguren z.B. Briefe, Dialoge schreiben, Textfiguren hinzuerfinden und agieren lassen; Entscheidungsstellen alternativ fortführen; bildlich gestalten: zu einer Textstelle ein Comic-Bild, ein Storyboard-Bild, Farbcollagen, multimedial umsetzen; Rezension, Textkritik;
Wie muss ich methodisch vorgehen, um anhand des Gegenstandes die Lernziele zu erreichen?
Welche Methodenentscheidung treffe ich aus welchem Grund?
Welche Funktion sollen meine Lernaufgaben erfüllen (kognitiv / emotional / motivational aktivieren, Interesse wecken, Lernzusammenhänge herstellen, kooperatives Lernen ermöglichen, Übung/Routine)?
Mit welchen Lernaufgaben zum Unterrichtsgegenstand kann ich mein Unterrichtsziel erreichen?
1. Beim Lesen und Hören Vorstellungen entwickeln
2. Subjektive Involviertheit und genaue Wahrnehmung miteinander ins Spiel bringen
3. Sprachliche Gestaltung aufmerksam wahrnehmen
4. Perspektiven literarischer Figuren nachvollziehen
5. Narrative und dramaturgische Handlungslogik verstehen
6. Mit Fiktionalität bewusst umgehen
7. Metaphorische und symbolische Ausdrucksweisen verstehen
8. Sich auf die Unabschließbarkeit des Sinnbildungsprozesses einlassen
9. Mit dem literarischen Gespräch vertraut werden
10. Prototypische Vorstellungen von Gattungen / Genres gewinnen
11. Literaturhistorisches Bewusstsein entwickeln
Aufgabe:
Entwerft vor diesem didaktischen Hintergrund und auf Basis der Kompetenzangaben im Lehrplan (Klasse 9 Gesamtschule) eine Unterrichtsstunde zu
Massenhaft
inkl. Einbettung in die gesamte Reihe und Arbeitsmaterialien! Skizziert Eure Pläne auf Folie und stellt sie im Plenum zur Diskussion!
Methoden des Literaturunterrichts (Erweiterbare Auswahl)
Methoden für analytische / hermeneutische Verfahren:
- Literarisches Gespräch in offener oder geschlossener Form
- Literarische Debatte
- Strukturlegetechnik
- Think - Pair - Share
- Placemat
...
Methoden für handlungs- / produktionsorientierte Verfahren:
- Szenische Interpretation (Szenisches Lesen, Rollengespräche, Standbilder)
- Weiter- Um- und Mitschreibprojekte
- Multimediale Interpretation
...
Elf Aspekte literarischen Lernens nach Spinner
Aus: Praxis Deutsch 200/2006
Aus: Neue Ansätze im Literaturunterricht, 2008
während Mensch-Tier-Dualismen auch in Kinder- und Jugendliteratur/-medien zunehmend explizit thematisiert werden, findet eine Auseinandersetzung mit menschlich konstruierten Tier-Tier-Dualismen nur implizit statt

exemplarisch lässt sich das am Erfolg von Schweinen als Medienhelden aufzeigen
ANTHROPOZENRISMUS
= MENSCH-TIER-DUALISMUS
TIERBEZOGENER SPEZIEZISMUS
KARNISMUS
= TIER-TIER-DUALISMUS
Exemplarische Analysen
Ansatzpunkt Autor / Regisseur
Ansatzpunkt Kontext
Ansatzpunkt Paratext
Aspekte der Handlungsanalyse
Weiterführende Fragen (Auswahl)
Aspekte der Darstellungsanalyse
Peritext
= mit dem Werk verbunden (Cover, Klappentext etc)
Epitext
= alles, was rund um das Werk entsteht (Rezensionen, Interviews etc.)
Didaktische Perspektiven

Aufgabe:
Überlegt bei der Betrachtung der Schlachthofszene in Buch und Film, welche Rezeptionsfragen für den Unterricht geeignet wären und worauf diese abzielen sollte!
* 1940 in Hamburg
1974 erster Roman
Heißer Sommer
einer der bekanntesten Gegenwartsautoren (auch in der Schule)
schrieb insgesamt vier Kinderbücher, für jedes seiner Kinder eines
Stellungnahme zu Kinderbüchern: http://www.uwe-timm.com/interview.cfm?clip=6#video
Uwe Timm
Peter Timm
*1950 in Ost-Berlin
1973 Ausweisung wegen systemkritischen Denkens
1986 erster Spielfilm Meier
bekannt durch Go Trabi Go
1995 Kinderfilm-Debüt mit Rennschwein Rudi Rüssel
drehte danach auch zweiten Teil und weitere Kinderfilme
1990 Auszeichnung des Buches mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch
1996 Auszeichnung des Filmes mit dem Bayerischen Filmpreis in der Sparte Bester Kinderfilm
Auszeichnungen
Medienverbund
2007 "Fortsetzung" der Buchverfilmung mit
Rudi rennt wieder
ab 2008 Serie mit 39 Folgen in 3 Staffeln
aus der Serie entstanden wiederum Bücher zur Serie von Claudia Kühn
Schule
Klassensätze und Materialien für verschiedene Jahrgangsstufen
kostenlose Unterrichtsmodelle unter http://www.uwe-timm.com/werke/schullektuere
Anfangsszene
Anfangsszene
Schlachthofszene
Wie verändern sich Komplikationen und deren Auflösung im Medienverbund? Inwiefern wirkt sich dies auf die Inszenierung von Mensch-Tier-Verhältnissen bzw. Tier-Tier-Dualismen aus?
Wie verändert sich die Erzählweise im Medienverbund? Wie wirkt sich das auf die Inszenierug von Mensch-Tier-Verhältnissen bzw. Tier-Tier-Dualismen aus?
Welche literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Fragen sind Eures Erachtens für die Analyse darüber hinaus von Bedeutung?

z.B. Gender: Wie verändern sich die Geschlechterzuschreibungen innerhalb des Medienverbundes? Welche Rollen werden den Geschlechtern dabei jeweils in Bezug auf Tierausbeutung und Tierschutz zugeschrieben?

z.B. Diskursanalyse: In welchem Verhältnis stehen fiktive und faktische Diskurse?

z.B. Kulturökologie: Inwiefern werden Kritik oder Gegenmodelle in Bezug auf den auf den Tier-Tier-Dualismus ausgestaltet oder unkonventionelle Verknüpfungen hergestellt?

z.B. Intermedialität: Wie ist dieses Beispiel des Medienwechsels im intermedialen Feld zu verorten?

z.B. Literaturdidaktik: (Wie) lässt sich der Medienverbund auch heute noch im Unterricht einsetzen? Inwiefern lassen sich Vergleichs- und Transferkonzepte nutzen?
Diskussionsfragen zum Einstieg:

Haltet Ihr es für notwendig, die betrachteten Dualismen zu überwinden oder sind sie Teil unserer Gesellschaft und Kultur?

Welche Möglichkeiten seht Ihr, die Dualismen zu überwinden?

Welche Funktion/Bedeutung schreibt ihr Literatur/Medien dabei zu?

Welche Werke kennt Ihr, in denen die Überwindung der Dualismen handlungstragend ist?
Welche Herangehensweisen werden in den theoretischen Texten sichtbar?
Ziele
Wahrnehmung von Filmen als konstruierte Bild-Ton-Folgen

Förderung der Fähigkeit zur Bedeutungsbildung und Texterschließungskompetenz

Aneignung und Nutzung eines von einer Erzählung nahe gelegten neuen oder differenzierten Blickes auf die Beziehung von Subjekt und Außenwelt

Förderung von Rezeptionsmotivation, emotionaler Beteiligung an einer Erzählung und medialer Bildung
Differenzierung
1. Transferkonzept: Nacheinander von literarischen und medialen Erzählungen - Transfer von Analysekompetenzen gegenüber Erzählungen unterschiedlicher Medien

2. Vergleichskonzept: Nebeneinander von literarischen und medialen Erzählungen - Vergleich von Erzählungen unterschiedlicher Medien
Konzepte
Methoden
produktionsorientierte Methoden, um sich Filmsprache aktiv anzueignen oder sich mit Möglichkeiten der Umsetzung literarischer Texte auseinanderzusetzen

hermeneutische Methoden, um Deutungsweisen zu erschließen und im Rahmen der technischen und zeitlichen Möglichkeiten zu bleiben
Tierschützer als Helden
(Dystopische) Auflösung der Hierarchien
Tiere als moralische Vorbilder
WIRKUNG?
Aufgabe:
Vergleicht Eure Ideen mit den bislang vorliegenden Unterrichtsmaterialien - wo seht Ihr Verbesserungsbedarf?
Weitere Formen?
Tiere als Erzähler / Protagonisten
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