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Musik & Markt: Komponisten im Zwiespalt zwischen Gebrauchs- und Kunstmusik

Komponistenportraits vom Mittelalter bis ins 20. Jh. hinsichtlich ihrer Abhängigkeit vom Markt
by

Sebastian Madyda

on 14 March 2013

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Transcript of Musik & Markt: Komponisten im Zwiespalt zwischen Gebrauchs- und Kunstmusik

Komponisten im Zwiespalt Hochmittelalter
(ca. 1200) Renaissance
(ca. 1500) Barock Wiener Klassik Moderne Walther v. d. Vogelweide Josquin Desprez J.S. Bach (1685-1750) W.A. Mozart (1765-1791) Charles E. Ives (1874-1954) Kunstmusik vs. Gebrauchsmusik Adliger (Ritter) G.P. Telemann (1681-1767) interessiert den Musiker interessiert den Markt L. v. Beethoven (1770-1827) komponierte nur zum eigenen Vergnügen und zur Mehrung seines gesellschaftlichem Ansehens umherziehender Sänger und Komponist in Diensten verschiedener weltlicher wie geistlicher Fürsten Auftragskomponist, der für die Vokalensembles in denen er selbst mitwirkte komponierte Kunstmusik vielbeschäftigter Thomaskantor der Stadt Leipzig, musste darüber hinaus Kompositionsaufträge (z.B. Begräbnismusiken) annehmen, um seine Familie ernähren zu können komponierte für seine Auftraggeber und seinen Dienstherren Kantaten, Suiten, Orgelwerke, Oratorien, Concerti Grossi, ...; wenn es ihm die Zeit erlaubte konnte er auch eigenen Interessen nachgehen z.B. Wohltemperiertes Klavier, Kunst der Fuge, ... Kunstmusik Gebrauchsmusik Gebrauchsmusik Gebrauchsmusik Generalmusikdirektor und Opernchef der Stadt Hamburg war zur damaligen Zeit hoch angesehen und verdiente gut an seinen die neue Möglichkeiten der Vermarktung boten zunächst Konzertmeister unter Fürstbischof Coloredo in Salzburg, später freier Komponist in Wien, abhängig von Auftraggebern und Gönnern Gebrauchsmusik Kunstmusik komponierte je nach Auftragslage z.B. Opern, Tänze, Serenaden, Klaviermusik, ...
von der Kunstmusik konnte er nicht leben z.B. Sinfonien, Streichquartettte freier Komponist in Wien, abhängig von wohlhabenden Gönnern (Sponsoren) Gebrauchsmusik Kunstmusik Situation ähnlich wie bei Mozart, allerdings schon unabhängiger und freier in seinen Möglichkeiten wird zur handelbaren Ware, ein Markt entsteht, die steigende Nachfrage führt zur Professionalisierung der Komponisten und ausführenden Musiker Notendrucken gründete das erfolgreiche Versicherungsunternehmen »Ives & Myrick« und revolutionierte das Versicherungssystem durch wegweisende Ideen komponierte nachts, ließ auf eigene Kosten drucken und erlebte die Aufführung der meisten seiner Werke nicht mehr; komponierte ausschließlich nach eigenen Interessen Kunstmusik „Es lebt ein großer Mann in diesem Land - ein Komponist. Er hat das Problem gelöst, wie man sein Selbst erhalten und dennoch Künstler sein kann. Missachtung begegnet er mit Verachtung. Er ist nicht gezwungen, Lob oder Tadel hinzunehmen. Sein Name ist Ives." Der Komponist Arnold Schönberg über den amerikanischen Komponisten Charles Ives Der Film zeigt 3x dieselbe Zeitspanne von 20 Minuten, jedes Mal mit kleinen Detailunterschieden, die die Handlung jeweils zu einem völlig anderen Ausgang führen. Die Geschichte spielt in Berlin. Lolas Freund Manni, der als Kurier für einen Hehler arbeitet, lässt versehentlich eine Stofftüte mit 100.000 Mark in der U-Bahn liegen. Nun hat er noch 20 Minuten Zeit, bis sein Auftraggeber kommt, um das Geld abzuholen. Das sind auch 20 Minuten für Lola, um ihrem Freund aus der Patsche zu helfen. Der Zuschauer verfolgt, wie Lola durch die Stadt rennt und versucht, das Geld zu beschaffen. „Im geteilten Orchester versinnbildlicht das Spiel der Streicher hinter der Bühne das Schweigen der Propheten, die auch dann nicht antworten können, wenn sie eine Antwort wüssten. Die Bläsergruppe auf der Bühne, von der Trompete angeführt, wiederholt beständig die ewige Frage nach dem Sinn des Daseins, die kämpfenden Antwortgeber rennen vergeblich umher, um die unsichtbare und unhörbare Replik auf die Frage der Trompete zu erhaschen." Uwe Kraemer, 1983 The Unanswered Question (1908) GEMA 1947 gegründet (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) E-Musik U-Musik rnste nterhaltende Ein dreiminütiger Popsong erhält 12 Punkte, ein mit großem Orchester instrumentiertes Werk mit mehr als 60 Minuten Dauer erhält 1200 Punkte, also das Hundertfache. Die GEMA arbeitet als Treuhänder von Komponisten, Textern, Arrangeuren und Verlagen und sammelt für sie Geld ein - bei Funk und Fernsehen, Tonträger-Herstellern und Live-Veranstaltungen. Die GEMA macht keinen Gewinn,
sondern schüttet die gesamten Einnahmen nach Abzug der Verwaltungskosten (ca. 14%) an ihre Mitglieder und an Komponisten und Texter, die anderen Verwertungsgesellschaften (wie z.B. der amerikanischen ASCAP) angehören, aus. Bachs Notendrucke wollte damals niemand kaufen... heute hat sich das Blatt gewendet... Herzinfarkt 1918 Ives stellte das nächtliche Komponieren ein Uwe Kraemer, 1983 Wikipedia Die Verteilung erfolgt nach Häufigkeit der Sendung oder Aufführung eines Titels, nach Länge der Stücke und nach der . Dies waren in Deutschland Ende 2006
62.690 Komponisten, Textdichter und Musikverleger. kulturellen „Wichtigkeit" vs Umverteilung je nach Häufigkeit der Sendung oder Aufführung eines Titels zahlt der Veranstalter (Nutzer) Gebühren an die GEMA abhängig von Länge der Stücke und nach der kulturellen Wichtigkeit (E- oder U-Musik) bekommen die Urheber der Stücke Tantiemen (Geld) von der GEMA
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