Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Marcel Duchamp

No description
by

on 22 March 2015

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Marcel Duchamp

1913 erstes Ready Made - das "Rad"
Rad eines Fahrrads normaler
standardmäßiger Bauart
zusätzlich vom Künstler auf Sockel befestigt


Henri-Robert-Marcel Duchamp
französisch-US-amerikanischer Maler und Objektkünstler
* 28. Juli 1887 in Blainville-Crevon, Nord-Westen
Frankreichs
Familie: wohlhabend
Interesse für Kunst, Musik, Literatur und Schach
fünf Geschwister: Bruder Gaston (Jacques
Villon) Maler
Raymond Duchamp-Villon Bildhauer
Schwester Susanne Crotti Malerin
Beginn der Malerkarriere mit 17 Jahren
1904: Studium an der Akademie Julian in Paris
Kunststile: Impressionismus, Kubismus, Fauvismus,
Symbolismus, Dadaismus und Surrealismus
Arbeit als Karikaturist für ein humoristisches Magazin in Paris
1968 in Paris


Biografie
Roue de bicyclette
Kauf eines gewöhnlichen Flaschentrockners aus Eisen
noch im Kaufhaus signiert
Objekt wie die meisten Ur-Modelle verschollen
zweites Exemplar mit dem Zusatz „Antique, 1921", Foto aber erst 1936 publiziert und erstmals in der Pariser Galerie von Charles Ratton ausgestellt
Originalität eingebüßt
Künstler wird entbehrlich
eines der berühmtesten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts, „das man nicht einmal mehr anschaut", so Duchamp, „von dem man aber
weiß, daß es existiert".
Bottle Rack (1914)
Rrose Sélavy
Couple of Laundress’s Aprons Tabliers de la blanchisseuse Paar Schürzen der Wäscherin 1959
Marcel Duchamp
Ready Mades
Ready-made (engl. gebrauchsfertig)
schlichte Alltagsgegenstände und bewusst gewählte Industrie-Massenprodukte in Museen der Modernen Kunst
auf einem Sockel und mit Signatur des Künstlers versehen
Kunstwerk wenn die Auswahl des Beobachters, Künstlers darauf fällt und er/sie sagt:
"Dies ist für mich Kunst."
Kunst bezeichnet den Akt der Auswahl an sich
Hintergrund: Konzept der Kunst und traditionelles
Kunstverständnis in Frage stellen
Provokation: Funktionalismus im Umgang mit den Dingen, dessen theoretische Begründung und wissenschaftliche Weltanschauung wird verspottet .
durch Industriegegenstand Reaktion auf damals vorherrschenden Glauben an unbedingte Modernität und Fortschritt, Triumph der industriellen Expansion in Technik und Industrie, die damit verbundene Allmacht der Maschinen, wie es Industrieausstellungen in Paris vorführten
Rütteln an "total verfügbaren Welt"
nur dasjenige gilt, was vollständig erkannt,
durchschaut und vermessen worden ist
wirkt auf Menschen als Auslöser von Konflikten
zurück
Ready-mades entziehen sich Sinngebung
Ready-mades verweisen auf Struktur- und auf Wahrnehmungsphänomene, auf die das künstlerische Umfeld nicht vorbereitet war und sie -selbst nicht sogleich einlösen konnte
Philosophische und gedankliche Hintergründe der Ready-mades
Philosophische und gedankliche Hintergründe der Ready-mades
Duchamp 1968:
„Die Idee war die, ein Objekt zu finden, das vom ästhetischen Blickwinkel aus keinerlei Anziehung hatte. Dies war nicht Akt eines Künstlers, sondern eines Nicht-Künstlers - eines Handwerkers, wenn Sie wollen. Daß die meisten meiner Ready-mades Massenprodukte waren und dupliziert werden konnten, ist ein weiterer wichtiger Unterschied. In manchen Fällen wurden sie dupliziert, um dadurch den Kult der Einmaligkeit, der großgeschriebenen Kunst, zu vermeiden."
Ready Made „Fountain“ (1917)
Das Pissoir - Duchamps berüchtigstes ReadyMade
Urinoir (Pissoir), amerikanischer Durchschnitts-Massenproduktion,
versehen mit der Signatur "R. Mutt"
mit R. Mutt, Firma der Sanitäranlagen signiert
ausgestellt in New Yorker Ausstellung im Rahmen des "Salons der Unabhängigen" („Society of Independents“)
Exponat aus den Kunsthallen wieder entfernt
Duchamp durch eingelegtes Veto aus Jury entlassen.
1920: berüchtigte „Fontaine“ in Köln, im Brauhaus Winter ausgestellt
Duchamps Durchbruch zur künstlerischen Anerkennung
Er zählt zur rheinischen Avantgarde

etwas Vorgefertigtes wird zur Kunst erklärt
aus Kontext gegriffen dreht Pissoir um nicht funktionsfähig
stillos
Kunstbegriff, Begriff des Schönen wird negiert: stattdessen Handwerkliches
Entwicklungen von Skulpturen im 20. Jahrhundert:
Bedingungen von Kunst verändern sich
Idee kann Kunstwerk sein Konzeptkunst
Kunst kann Performance sein Performancekunst
Kunstwerk als Resultat

Marcel Duchamp geht in unterschiedliche Richtungen



Ist das überhaupt Kunst?
Kann Alles Kunst sein?
Was will Duchamp mit der Ausstellung im Ausstellungsraum bezwecken?
Zweck:
Erwartungen an Ausstellung (Museums Kunst) sprengen
andere Betrachtung im neuen Kontext soll entstehen
Gegenstände losgelöst von Funktionen,
ohne emotionalen Bezug
"ready made" = fertig gemacht
Loslösen vom Werk
Konzentration auf Form
Idee: das, was dadurch ausgelöst wird
Imitiertes Readymade
Stoff, Pelz und Reißverschluss
20,3 x 17,7 cm (männliche Figur)
20,5 x 19,8 cm (weibliche Figur)
anlässlich Ausstellungseröffnung der Surrealisten-Ausstellung "Rückkehr zum Erotizismus" 1959 entstanden
Duchamps Zusendung an Breton
kleine Schürzen dazu bestimmt, Hände vor zu heißen Töpfen und Kasserollen zu schützen.
Topflappen thematisieren Aspekt des Ver- und Entkleidens und Frage, was unter „Heiß sein“ zu verstehen ist.
Arbeit als Duchamps Beitrag in der Boîte Alerte, der de-luxe-Edition der ‚Expositon Internationale du Surréalisme‘.
Fluttering Hearts Coeurs volants Flatternde Herzen 1936/ 1961
Siebdruck auf Papier 32,4 × 51 cm
Marcel Duchamp/ Stockholm/ 1961
Entwurf eines Umschlags der Sonderausgabe von „Cahiers d'Art', Christian Zervos, im Frühjahr 1936
Vorlage zum Druck: Papier-Collage aus drei
Herzformen, einer roten und
zwei blauen, zusammengefügt
intensiver Farbkontrast als Illusion einer pulsierenden Bewegung des Herzens
Duchamps Erläuterung der Bildfindung des Coeurs volants: „Als ich um 1935 an den Rotoreliefs arbeitete, erinnerte ich mich, mit einem Spezialisten der physikalischen Optik ein Gespräch gehabt zu haben, der mir von den Coeurs volants sprach als von einem der klassischen Beispiele beim Studium der Optik. Ohne übrigens in meinen Nachforschungen weiterzugehen, habe ich diese alte Idee der 'Coeurs volants' auf meinen Umschlag der Cáhiers d'Arts 1936 übertragen..“ Duchamp in einem Brief an Serge Stauffer vom 25.5.1967, zitiert nach Stauffer 1994, S. 278
1920 Beginn mit Wortspielen und Kalauern
Meisterwerke der Surrealisten
Erfindung des Alter Ego Rrose Sélavy
Möglichkeit, hinter Kunstfigur selbst zurückzutreten,
durch sie im ihm unakzeptablen Kunstbetrieb verkleidet zu agieren
Name des Künstlers als Poesie, die Poesie als Klischee - so wie umgekehrt: Rrose Selavy - 'rose, c'est la vie'
modisch gekleidete, intellektuelle New Yorkerin
1920 Auftritte in New Yorker Kunst Szene, 1923 in Pariser Kunstszene
Künstlerische Travestie Show mit Attributen des weiblichen Geschlechts: Spiel mit der Verkleidung der
Oberfläche
Geschlecht bleibt erhalten
Posing vor der Kamera Man Rays
Manifestation Duchamps Künstlertheorie
Beibehaltung der zweiten Identität bis zum Lebensende
Zweite Identität Rrose Sélavy
"Ich wollte eine zweite Identität haben, das ist alles(...) Es war eine Art ready-made-Aktion. Zuerst wollte ich einen jüdischen Namen annehmen, aber ich konnte keinen finden. Dann befiehlt mich die Idee: Warum nicht einen weiblichen Namen? Wunderbar! Viel besser als die Religion zu wechseln, wäre es sein Geschlecht zu ändern. Rose war jener Zeit der kitschigste Name im Französischen, und Sélavy das war natürlich c'est la vie."
From or by Marcel Duchamp or Rrose Sélavy / The Box in a Valise
Quellenverzeichnis
Teresa Schweiger,Tina Hascher (Hrsg.), Geschlecht, Bildung und Kunst. Chancengleichheit in Unterricht und Schule, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften I GWV Fachverlage GmbH, 2009.

Staatliches Museum Schwerin, Duchamp Sammlung
http://www.museum-schwerin.de/headnavi/forschung-wissenschaft/duchamp-forschungszentrum/duchamp%E2%80%99s-objekte-im-staatlichen-museum-schwerin/

Moderne Kunst...verstehen, Marcel Duchamp - Sein Werk
http://www.kunst-zeiten.de/Marcel_Duchamp-Werk
Moderne Kunst...verstehen, Marcel Duchamp - Sein Leben
http://www.kunst-zeiten.de/Marcel_Duchamp-Leben
Moderne Kunst...verstehen, Dada - Die Grundidee. Das "Ready Made"
http://www.kunst-zeiten.de/Dada-Allgemein

http://www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/o_mod/ducham1.htm
Full transcript