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Neue Werte Für Die Wirtschaft_ prezi_by_lup

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by

lukas pressler

on 3 November 2013

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out of time
christian felber

Christian Felber (* 9. Dezember 1972 in Salzburg) ist ein österreichischer Autor und Referent zu Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen. Er ist Gründungsmitglied der österreichischen Sparte von Attac, Initiator der „Demokratischen Bank“ und prägte den Begriff „Gemeinwohl-Ökonomie“
christian felber
Ignacio Ramonet in seinem Leitartikel in Le Monde Diplomatique lancierte Idee war, auf weltweiter Ebene eine Nichtregierungsorganisation (NGO) ins Leben zu rufen, die Druck auf Regierungen machen sollte, um eine internationale „Solidaritätssteuer“ zur Kontrolle der Finanzmärkte, genannt Tobin-Steuer, einzuführen.
entwaffnet die märkte
Sein Dreiervorschlag zur Bändigung wild gewordener Finanzmärkte:

1. Schließung der Steueroasen
2. höhere Kapitalbesteuerung
3. Tobin-Steuer gegen Währungsspekulation

Mit darauf eintreffenden Flut von Zustimmung hatte er nicht gerechnet. Attac Frankreich wurde am 3. Juni 1998 gegründet. Seitdem folgten in über 50 Ländern weitere Gründunen von Attac-Organisationen.
.demokratische Kontrolle der Finanzmärkte (z. B. Tobin-Steuer),
.internationale Steuern und Abschaffung von Steueroasen,
.Fairer Handel statt Freihandel, Solidarische Ökonomie,
.Sicherstellung der Sozialsysteme und der öffentlichen Daseinsvorsorge,
.Mindestlohn, Bedingungsloses Grundeinkommen, Prekarisierung sowie die Verteilung von Arbeit,
.Globalisierung und Ökologie,
.Globalisierung und Krieg,
.Wissensallmende und freier Informationsfluss,
.für eine konzernfreie, soziale, ökologische und demokratisch kontrollierte
öffentliche Daseinsvorsorge – gegen Privatisierung (von Energie, Strom, Wasser, Bildung usw.),
.Geschlechtergerechtigkeit,
.Migration,
.ökonomische Alphabetisierung
.Konsum- und Konzernkritik
.Demokratie und Eigentumsverteilung
.„Neoliberale“ Entwicklungen durch EU und WTO (insbesondere GATS und TRIPS, sowie EPAs und der Festlegung einer „neoliberalen Wirtschaftsform mit Verfassungsrang“ in einer vorerst gescheiterten EU-Verfassung),
.spezifische Entwicklungen in Lateinamerika.
weitere schwerpunkte attacs
Die
Aktivitäten von Attac weiteten sich schnell
über den Bereich der Tobinsteuer und die „demokratische Kontrolle der Finanzmärkte“ hinaus
aus
. Mittlerweile umfasst der Tätigkeitsbereich von Attac
Verschuldung auch die Handelspolitik der WTO, die der Dritten Welt und die Privatisierung der staatlichen Sozialversicherungen und öffentlichen Dienste.
Die Organisation ist inzwischen in einer Reihe von afrikanischen, europäischen und lateinamerikanischen Ländern präsent.
klassische
jeder macht sein business; durch wettbewerb wird der meiste wohlstand generiert

neo klassische
boden spielt keine rolle mehr technischer fortschritt und wachstum der arbeit sind exogen. die drei Produktionsfaktoren Boden, Arbeit, Kapital sind substituierbar.
'unendliches wachstum' erstmals theoretisch möglich.
neo liberale
gute bedingungen für wirtschaft schaffen. dann gehts der gesellschaft auch gut.
wachstum ist gleich preistheorie
neo endogene
alle erstmals exogenen Faktoren werden endogen = beeinflussbar
neolithische Revolution

Industrialisierung

Wachstumstheorien
Technischer Fortschritt
Arbeit
Boden
Kapital
Aussenwirtschaft
1. Konzentration und Missbrauch von Macht

2. Auschalten des Wettbewerbs und Kartellbildung

3. Standortkonkurrenz

4. Ineffiziente Preisbildung

5. Soziale Polarisierung und Angst

6. Nichtbefriedigung von Grundbedürfnissen und Hunger

7. Umweltzerstörung

8. Sinnverlust

9. Werteverfall

10. Ausschaltung der Demokratie
Krisen des Kapitalismus
10
der globalisierte Kapitalismus bedroht die Freiheit zahlloser Menschen. Das neoliberale Freiheitsversprechen erweist sich als ähnlich irreal wie das realsozialistische Freiheitsversprechen.

die gleichsetzung von eigentums- und konkurrenzfreiheit mit ökonomischer freiheit ist ein voreiliger Kurzschluss.

Die Behauptung ökonomische freiheit sei die grundlage politischer freiheit (demokratische und BürgerInnenrechte), ist falsch.

der freie markt ist für viele ein zwangstauschsystem, weil sie keine alternativen zu essentiellen Täuschen haben.

freiheit hätte zur voraussetzung, dass kapital, grund, produktionsmittel sowie gesellschaftliche arbeit gleich verteilt sind und dass echte wahlfreiheit zwischen subsistenzlandwirtschaft, unternehmensgründung, kapitalrente, sozialeinkommen und lohnarbeit besteht.

das ausnützen von machtgefällen in markttäuschen gilt als rational, es verletzt aber die menschenwürde und zerstört vertrauen.

je grösser die machtgefälle in tauschbeziehungen, desto grösser die sich ergebenden ungleichheiten.

ungleichheiten führen zu neuen Machtgefällen und zu neuen ungleichheiten. je reicher jemand ist, desto leichter wird das weitere reichwerden.

das gesetz des sinkenden aneignungswiderstandes macht aus dem kapitalismus ein positiv rückgekoppeltes system.

entweder wir schaffen es, ihn negativ rückzukoppeln, oder er schafft die demokratie ab. eine gerechte und stabile wirtschaftsform zeichnet sic durch wachsenden aneignungswiderstand aus: die erste million ist die leichteste, dann wird es immer zäher.

das streben nach materiellen werten bringt ab einer gewissen grenze kein zusätzliches glück. hingegen zerstören kapitalistische werte die voraussetzung für menschliches glück: gelingende beziehungen.

(zeit-)autonomie und mitbestimmung sind mangelware im kapitalismus. die meisten menschen erleben sich in der arbeitswelt als unfrei und nicht selbstbestimmt.

emotionale verarmung und materialistische kompensation sind die zwei seiten der kapitalistischen medaille. konsum macht nicht menschen gücklich, sondern das kapital. die innerlich verarmten menschen werden süchtig.

der preis für den materiellen überkonsum, der die emotionale unterversorgung nicht kompensieren kann, ist die zerstörung unserer ökologischen lebensgrundlagen.
freiheit
erfolg
der mythos, dass eigennutzstreben zum gemeinwohl führe, ist die zentrale legitimationsgrundlage des kapitalismus. sie ist eine lebenslüge.

das eigennutzstreben führt zum maximalen wohlstand einiger und zum gemein-unwohl. es macht eine gesellschaft insgesamt unglücklich.

es gibt kein mässiges gewinnstreben, wenn wir gewinnorientierte unternehmen global zueinander in konkurrenz setzen.

wir machen uns zu komplizen der ethik des maßlosen wenn wir von unternehmen und managern erfolg und ‘normalen‘ gewinn einfordegewinnstrebens,rn, weil sie in der globalen konkurrenz nicht anders können, als den gewinn zu maximieren.

die rechnung, dass wir zuerst über gewinnstreben einen grossen kuchen backen und diesen danach aufteilen, geht aus zwei gründen nicht auf: der kuchenbäckee wird:
a. durch das lob für das ‘erfolgreiche’ kuchenbacken in der eigennutzethik bestärkt und will nicht teilen. sie suchen
b. mit all ihrer macht besteuerungen und rückverteilung zu verhindern.

das eigennutzstreben schwächt eine der wichtigsten voraussetzungen, durch die es zum gemeinwohl führen könnte: den wettbewerb.

die privatisierung von wissen in form von patenten blockiert innovation. monopolrechte sind eine kontraproduktive form der belohnung von ideen.




im kapitalismus sind weder das wohl des menschen noch hochwertige produkte das ziel, sondern das gewinnemachen. die konsumentIn gewinnt nur bei perfektem wettbewerb, den es meist nicht gibt.

wenn es für ein dringend benötigtes produkt keinen markt gibt, wird es nicht hergestellt. unnötige produkte werden den konsumentInnen mit der Macht der werbung und anderen unfaieren und illegalen mitteln anerzogen.

das eigennutzstreben führt dazu, dass die zu regulierenden sich nicht regulieren lassen und stattdessen die regulierer instrumentalisieren, um die gesamte gesellschaft in ihrem interesse zu formen. (decartes)

wenn das ziel das gemeinwohl ist, dann wäre es doch sinnvoller, dass alle ökonomischen akteure dieses ziel direkt anstreben und nicht über den umweg des gegenteils. (bio-joghurt-beispiel)
die kapitalistische gesellschaft setzt wert mit geldwert gleich und reduziert leistung auf tätigkeiten, die geldwert schaffen.

volkswirtschaftlich und gesellschaftlich wertvolle leistungen, die nicht in geld bemessen werden, werden geringgeschätzt oder gar nicht gesehen.

frauen werden in einer kapitalistischen leistungsgesellschaft per definitionem diskriminiert.

in einer ‘leistungsgesellschaft’ wird der wert eines menschen darin bemessen, wie viel geldwert er ‘verdient’ oder besitzt.

personen mit hohen einkommen und vermögen können diese lukriert haben, indem sie soziale und ökologische zerstörung angerichtet haben (zum beispiel produzenten von waffen, pestiziden, gentechnisch verändertem saatgut.).

personen mit hohen einkommen und vermögen können diese lukriert haben, indem andere für sie gearbeitet oder sogar ihren arbeitsplatz verloren haben (aneignung von produktivem mehrwert, gewinnanteilen, zinsen, mieten).

personen mit hohen einkommen und vermögen können oft gar keinen finger dafür gerührt haben. 43% prozent der globalen milliardäre haben geerbt.

persone, die wertvolle gesellschaftliche leistungen erbracht haben, können ohne hohe einkommen und vermögen, fallweise sogar erwerbseinkommenslos sein.

egal, wie sehr wir fleissaufgaben belohnen und freiwilllige mehrleistungen honorieren: niemand kann das tausendfache eines anderen leisten. wo immer in der geschichte über grenzen der ungleichheit demokratisch diskutiert wurde, kam in der regel das dreifache, fünffache oder höchstens zehnfache heraus.

das konzept des leistungsträgers in seiner heutigen bedeutung ist ein diskriminierendes und im kern faschistoides und sexistisches konstrukt. es dient der zementierung patriachaler und ökonomischer machtverhältnisse.

google identifizierte ende 2007 1.130.000 millionen leistungsträger gegenüber 9.345 exemplaren der gattung leistungsträgerin.
leistung
wettbewerb
leistung, effizienz und innovation gibt es auch ohn ökonomischen wettbewerb.

wenn menschen sinn in einer tätigkeit finden, sind sie intrinsisch motiviert. wer intrinsisch motiviert ist, bringt die besten leistungen.

die stärkste motivation von menschen sind achtugn und wertschätzung durch andere menschen und gelingende zwischenmenschliche beziehungen.

kreativität ist immer da, wir brauchen sie nur zuzulassen. freiheit ist die wichtigste rahmenbedingung.

effizienz im sinne einseitiger kosteneffizienz ist gemeinwohlgefährlich.

wenn die geldmehrung das ziel ist, wird die innovation richtungsblind, der markt zum erweckungs und verdeckungsverfahren.

bedürfnisse, die mit keiner kaufkraft ausgestattet sind, werden nicht befriedigt. bedürfnisslose kaufkraft wird mit künstlichen bedürfnissen ausgestattet.

angst ist eine entscheidende beeinträchtigung der lebensqualität und des zusammenlebens.: ein denkbar schlechter anreiz für das werteschaffen.

die suche nach konkurrenz im sinne sich ausschliessender zielerreichung - ich gewinne - du verlierst - ist ein durch mangel motiviertes verhalten. je geringer jemandes selbstachtung, desto stärker die neigung zur konkurrenz und der notorische drang, besser sein zu müssen als andere. je stabiler das selbstwertgefühl, umso geringer das bedürfniss zu konkurrieren.

freiwillige kooperation bringt bessere ökonomische und emotionale ergebnisse als die kontrakurrenz.

wir sollten als einzelakteure das richtige ziel (gemeinwohl) anstreben, dafür die besten mittel (kooperation) wählen und dabei auf die stärksten anreize (angst, selbstwert-kompensation, gier) suchen und instrumente wählen, die sozialen schaden anrichten und im widerspruch zum ziel stehen(wettbewerb).
ökologische ethik
alles ist verbunden

egoismus ist sinnlos. geiz ist dumm, grosszügigkeit ist die intelligentere soziale strategie.

wir sind grösser, als wir glauben.

mit der verundenheit wächst das mitgefühl.

mitgefühl führt zu hilfsbereitschaft, solidarität und geewaltlosigkeit. und zum verlust von einsamkeit.

verbundenheit mit der natur macht umweltschutz zum selbstschutz und umweltzerstörung zur selbstzerstörung.

verbundenheit und individualität sind kein widerspruch.

evolution führt zu wachsender komplexität und vielfalt, kapitalistische konkurrenz zu gleichschaltung und monokultur.

vielfalt ist die bedingung von stabilität

ewiges wachstum - die funktionslogik des kapitalismus - ist unmöglich

in der natur verlaufen lebensprozesse zyklisch. wachstum ist ein mittel zur erreichung optimaler grösse. ziel ist das gedeihen des lebens in vielfalt und fülle.

die grundsätzlichen dimensionen der kreativität - selbsterschaffung und selbsterfahrung - werden in der ökonomischen betrachtungsweise nicht erkannt.

die werte, die sich in den mikroeinheiten des sozialen lebens bewähren, sind auch gut für die makrobeziehungen und nicht umgekehrt.
wettbewerbsfähigkeit
chancengleichheit
eigenverantwortung
soziale verantwortung
stil
menschlichkeit
neue werte für die wirtschaft

* | Der Wertwiderspruch zwischen Markt und Gesellschaft soll aufgehoben werden. In der Wirtschaft sollen dieselben humanen Werte belohnt werden, die zwischenmenschliche Beziehungen gelingen lassen.

* | Verfassungskonformität. Die Wirtschaft soll mit den heute bereits in den Verfassungen westlicher Demokratien enthaltenen Werten und Zielen übereinstimmen, was gegenwärtig nicht der Fall ist.

* | Die wirtschaftliche Erfolgsmessung soll von der Messung monetärer Werte (Finanzgewinn, BIP) auf die Messung dessen, was wirklich zählt, die Nutzwerte (Grundbedürfnisse, Lebensqualitätsfaktoren, Gemeinschaftswerten), umgestellt werden. Die erste Version des Modells inklusive Gemeinwohl-Bilanz wurde von einem Dutzend UnternehmerInnen aus Österreich 2009 bis 2010 entwickelt.
die gemeinwohl ökonomie
danke
starker bevölkerungszuwachs durch Sesshaftigkeit/Landwirtschaft
technische Innovationen und Produktionsverfahren schaffen neue Arbeits und Lebensbedingungen
Faktoren die Wachstum beeinflussen
WTF?
fuck the system
Gemeinwohl vor Profit
amnesty oder was?
Gemeint war damit die durch den US-amerikanischen Ökonomen James Tobin Ende der 1970er Jahre vorgeschlagene Steuer in Höhe von
0,1 % auf spekulative internationale Devisengeschäfte.
Der von Ramonet gleichzeitig vorgeschlagene Name dieser Organisation
„attac“ sollte, aufgrund seiner sprachlichen Nähe zum französischen Wort attaque, zugleich den Übergang zur „Gegenattacke“ signalisieren, nach Jahren der Anpassung an die Globalisierung.

“Warum gründen wir nicht eine weltweite Organisation, die sich für die Einhebung einer Tobinsteuer zugunsten der Menschen einsetzt?” Aus dem französischen Monsterkonstrukt
“Association pour une taxation des transactions financières pour l´aide aux citoyens”
entstand das Kürzel

Attac.
chancengleichheit ist ein mythos und ein konstrukt, um den männlichen konkurrenzkapitalismus zu legitimieren.

wenn eine gesellschaft, die materielle ungleichheiten zulässt, dennoch frei und gerecht sein will, muss sie zumindest vollkommene chancengleichheit herstellen. dazu zählen
a. freier zugang zu einem erstklassigen öffentlichen bildungssystem, inklusive bildungsberatung, um die kinder aus ärmeren haushalten zu ermutigen;
b. die vollständige entschädigung aller unverdienten nachteile - sowohl bei den sozialgütern (herkunft, erbe, beziehungen der eltern) als auch bei den naturgütern(genetische ausstattung, körperliche und seelische gesundheit, talente).
-das würde wiederum bedeuten: die gerechte aufteilung des erbes einer generation an die nächste, damit am start alle die gleiche chance haben.
-talente sind ein geschenk des ganzen, die zum wohl des ganzen wirken sollen und nicht einseitig zum wohl des beschenkten. sie sind keine leistung und dürfen keinen anspruch auf besserbe handlung als menschen, die geringer beschenkt wurden, begrün det.

ohne die (bessere) integration des lebenssphäre und der erwerbssphäre (über soziale anerkennung, zeitverteilung und materielle absicherung) beschränkt sich chancengleichheit nur auf den markt und bleibt damit ein sexistischer euphemismus.

echte chancengleichheit hat auch eine ökologische dimension. ohne globale ökologische gerechtigkeit gibt es keine freiheit auf dem weltmarkt.
karl xxx
marx
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