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Ganztagsschule und Bildungslandschaft

Die Rolle der Ganztagsschule in der Gestaltung von Bildungslandschaften - Forschungsstand und Perspektiven
by

Stephanie Staudner

on 29 September 2013

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Transcript of Ganztagsschule und Bildungslandschaft

Die Rolle von
Ganztagsschulen
in der Gestaltung von Bildungslandschaften
Stephanie Staudner
Gründe für die Einrichtung von Bildungslandschaften
Zusammenhang von
Bildungslandschaft ...

Auswirkungen
Auswirkungen
auf Schulen
Weitere Auswirkungen
Ganztagsschule als
Akteur in Bildungslandschaften -
Bedingungen

Kooperation
Begriff Bildungslandschaft
Gegen die Versäulung
des Bildungswesens
Aufwachsen in öffentlicher
Verantwortung
Identifikation
und Partizipation
Bildungsgerechtigkeit
Deutscher Verein
für öffentliche
und private
Fürsorge e.V.
Ganztagsschul-
kongress
2007
Kritik an Schule
erweitertes Bildungsverständnis
Öffnung von Schule
Schulreform
Entwicklungsthemen
Überforderung
ungeklärter Erziehungsauftrag
Kompetenzen von Lehrkräften
wenig Veränderung von Schule
regionale Abstimmung/ Vernetzung
Heterogenität und Dynamik
Finanzen
Aufgaben staatlicher Regelung
Ganztagsschul-
entwicklung
Ganztagsschule und
Bildungslandschaft
Externes P
ersonal
Begründ
ung der Kooperation
Bildun
gslandschaft
Vor
teile von Kooperation
F
orm der Zusammenarbeit

http://www.ganztaegig-lernen.de/media/web/download/doku05-netz.pdf
http://www.sh.ganztaegig-lernen.de/veranstaltungen/ueber-den-schulhof-hinaus
http://www.jena.de/fm/41/bildungslandschaften.pdf
http://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen_archiv/2009/pdf/DV%2019-09.pdf
Ganztagsschul-
kongress
2006
http://www.ganztaegig-lernen.de/Programm/Ganztagsschulkongress/ganztagsschulkongress-2006
Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften
Ganztagsschulen werden mehr - Bildung lokal verantworten
Partner machen Schule - Bildung gemeinsam gestalten
Literatur zum Thema
Ganztagsschule und
Bildungslandschaft
https://dl.dropboxusercontent.com/u/10086774/Material%20Kolleg/Literatur%20Ganztagsschule%20Bildungslandschaft.pdf
Bildung ist mehr als Schule
Erweiterter Bildungsbegriff
Zusammenspiel von Bildungsorten und Lernwelten
Auseinandersetzung mit und Aneignung von Welt
"Alltagsbildung" (Thomas Rauschenbach)

"die neuere Bildungsforschung versucht, alltägliche Lebenswelten und ihre Bildungswirkungen zu fassen"

"Für die Diskussion um lokale Bildungslandschaften geht es deshalb auch darum, den öffentlichen Raum mit einzubeziehen, weil dieser als Aneignungs- und Bildungsraum zu verstehen ist."

(Deinet 2011)
Forschungsprojekt
ProKoop
http://www.kooperation-an-ganztagsschulen.de/?Startseite
Professionelle Kooperation von unterschiedlichen Berufskulturen an Ganztagsschulen
An Ganztagsschulen sind neben den Lehrkräften zahlreiche andere Personen und Berufsgruppen tätig
Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen ergeben sich neue Möglichkeiten der Kooperation

(Speck et al. 2011, Mack und Schroeder 2005)
"in Arbeitsteilung einen ganzheitlichen
Bildungsanspruch einzulösen"
(Coelen 2005)

Ganztagsschulen sind zunehmend aufgeschlossen für Innovationen
Damit aber auch angewiesen auf Kooperationspartner
(Durdel 2009, Deinet 2011)

entscheidende Bedeutung für quantitative Absicherung und qualitative Weiterentwicklung
Ganztagsschulen sind zur Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags mehr denn je auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern angewiesen
um auch in Zukunft eine Korrespondenz zwischen Schule und Gesellschaft herzustellen
(Speck et al. 2011, Lipski 2005)

Lokale Bildungsräume sind keine ausschließliche Angelegenheit der Schule
wesentlichen Beitrag zum Aufbau solcher lokalen Bildungsräume kann die Kooperation von Schule und Jugendhilfe leisten

(Mack und Schroeder 2005)
Kooperation mit außerschulischen Partnern ermöglicht neue Erfahrungs- und Handlungsräume
Kooperationsangebote erweitern die individuelle Förderung
(Lipski 2005)

Chancen für die notwendige Veränderung und Verbesserung unseres Schulsystems, aber auch für die Schaffung von Synergieeffekten
(Koller 2008)

konzeptionelle Einheit von Unterricht und außerunterrichtlichen Aktivitäten setzt die gleichberechtigte Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Kräften voraus
ob in den Ganztagsschulen - jenseits einer multiprofessionellen Organisationsstruktur - tatsächlich eine multiprofessionelle Kooperation stattfindet
Beibehaltung der institutionellen Eigenständigkeiten … und damit der bildungswirksamen Strukturprinzipien
erst wenn das verteilte Wissen im Sinne eines lernenden Netzwerks zusammenkommt, kann Schule sinnvoll und nachhaltig gestaltet werden
(Speck et al. 2011, Lipski 2005, Coelen 2005, Burow 2008)

"Etablierung einer „staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft“ zwischen Kommune und Schulaufsicht als Gelingensbedingung von zentraler Bedeutung"

Stolz 2010
Staatliche Regelungen müssen ...
festlegen, welche Ressourcen für den Betrieb der Ganztagsschulen zur Verfügung stehen
überprüfbare Standards für die Qualität der Ganztagsschulen formulieren und Verfahren der Überprüfung beschreiben
einen verbindlichen Rahmen für die Kooperation der beteiligten Akteure setzen
verlässliche personelle und finanzielle Ausstattungen sicherstellen

Tillmann 2011
"Schule als Bildungsort steht immer noch im Zentrum, während die außerschulischen Bildungsorte auf eine Zulieferfunktion reduziert werden (können)"

unterschiedliche Raumqualität in Bildungslandschaften
kommunale Bildungslandschaften sollten auch ungeplante und in Alltagsvollzüge eingebundene, informelle Lernprozesse in den Blick nehmen
(Deinet 2011)
Frage nach einem gemeinsamen Bildungsverständnis aller Bildungsträger und kommunalpolitischen Entscheidungsträger
intensive gemeinsame Diskussion über Zielsetzungen im Bildungsbereich vor Ort zwischen Schule, Kommune und weiteren Bildungsträgern findet bisher selten statt
Bildung wird kommunale Aufgabe, die es künftig viel stärker zu vernetzen gilt, auch um die begrenzten Ressourcen optimal einsetzen zu können.
Aus isolierten und vielfach nebeneinander her arbeitenden Bildungsstätten werden lokale Bildungsregionen.
(Koller 2008)
"Von Bildungslandschaften sprechen wir, wenn diese bildungspolitisch gestalteten Arrangements von Bildungsinstitutionen in konkreten physisch-materiellen räumlichen Gebilden gemeint sind."

räumlich organisierte Gelegenheitsstrukturen für die Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
konsequente Verzahnung und Vernetzung formaler, non-formaler und informeller Lernorte und Bildungsangebote

(Mack und Schroeder 2005)
Bildung ist mehr als Schule
Erweiterter Bildungsbegriff
Zusammenspiel von Bildungsorten und Lernwelten
Auseinandersetzung mit und Aneignung von Welt
"Alltagsbildung" (Thomas Rauschenbach)

"die neuere Bildungsforschung versucht, alltägliche Lebenswelten und ihre Bildungswirkungen zu fassen"

"Für die Diskussion um lokale Bildungslandschaften geht es deshalb auch darum, den öffentlichen Raum mit einzubeziehen, weil dieser als Aneignungs- und Bildungsraum zu verstehen ist."

(Mack und Schroeder 2005)
Bildung wird vielfach als alleinige Angelegenheit der Schule betrachtet
Die verschiedenen Bildungseinrichtungen und Bildungsträger existieren und arbeiten in der Regel nebeneinander
Vernetzungen und Kooperationen finden häufig nur punktuell statt

(Koller2008)
"Es handelt sich um nicht mehr, aber auch nicht um weniger als die Neukalibrierung des Verhältnisses von öffentlicher und privater Erziehung und Bildung"

Kinder und Jugendliche verbringen mehr Zeit in öffentlicher Erziehung
lassen sich über die Effekte dieser Entwicklung noch kaum gesicherte Aussagen treffen

(Gängler2011)
Einheit aus Ausbildung und Identitätsbildung mittels Qualifikation und Partizipation
im Gegensatz zur Engführung der aktuellen Bildungsdebatte auf Lernleistungen
aus Subjektsicht ist Bildung immer ein Ganzes

(Coelen 2005)
Soziale Ungleichheit im Prozess der Verräumlichung von Bildung
kollektive Verarmung mancher Stadtteile und die Entstehung von sozialräumlich segregierten Quartieren in den meisten Städten der Bundesrepublik
das alte Problem einer Demokratisierung des Zugangs zu kulturellen und sozialen Räumen

"Wie kann der Sozialraum als Ressource zur Herstellung von Bildungsgerechtigkeit genutzt werden?"

Mack und Schroeder 2005
Schule ist traditionell auf sich selbst bezogen
entsteht erst in der Konstruktion eines "eigenen" Bildungsraumes, der sich von anderen lebensweltlichen Zusammenhängen wie der Familie oder der Arbeitswelt deutlich abhebt
Der "Lernraum" Schule ist künstlich
Schule und Sozialraum bilden ein Gegensatzpaar
trägt der Schule permanent den Vorwurf ein, lebens- und realitätsfern zu sein
Schulpädagogik hat bislang noch keinen rechten Begriff vom Sozialraum entwickelt

(Mack und Schroeder 2005)
"dass das tradierte Modell der Schule als Unterrichts- und Belehrungsanstalt endgültig in die Krise gekommen ist"

(Burow 2008)
"Schule vermag systemfremde Lernarrangements … und darin akkumuliertes Erfahrungswissen offenbar nicht ohne weiteres konstruktiv aufzugreifen und zu nutzen"

(Lipski 2005)
Gründe für den Ausbau des Ganztagsschulwesens

"Aufgrund der veränderten Bedingungen in Familie und Gesellschaft, der demographischen Entwicklung mit überwiegend Einzelkindern und einem hohen Anteil Alleinerziehender, der Kleinfamilien und der notwendigen Berufstätigkeit der Mütter sowie eines zunehmenden wirtschaftlichen Leistungsdrucks angesichts weiterer Globalisierung und eines erhöhten Wettbewerbs werden andere Betreuungsformen und andere Lernformen notwendig."

(Koller 2008)
Schule als Lebenswelt

Schule als Sozialraum, in dem Aneignungsprozesse möglich sind
selbst auch Ort der informellen Bildung
Vermittlungs- und die Aneignungsfunktion zusammen
Schule ist Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, vor allem als Ganztagsschule


(Deinet 2011)
Bildungsgerechtigkeit als Forderung an Ganztagsschulen

Ganztagsbildung als ein zentraler, bildungspolitisch initiierter Versuch einer Steuerung … des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen
Beitrag zum Abbau der konstatierten Bildungsbenachteiligung
innovative Bündelung von Bildungs-, Lern-, Erziehungs- und Betreuungsmöglichkeiten
(Thieme 2011)

"Schulen bieten ein immer breiteres und verstärkt lernbezogenes Spektrum an Nachmittagsangeboten an und erreichen damit immer mehr Kinder und Jugendliche jeglicher sozialer Herkunft"

(Durdel 2009)
Ganztagsschule und Bildungslandschaften werden seitlangem diskutiert, besonders aber in den letzten Jahren aufeinander bezogen
Gründe sind der demografische Wandel, klamme Bildungskassen und Reformwünsche gegenüber Schule, aber auch gegenüber Jugendhilfe und Jugendarbeit
wird der Ganztagsschule im Bildungsbericht 2006 hinsichtlich der Verzahnung gelingender formaler und informeller Bildungsprozesse eine positive Rolle zugeschrieben (ebd., S. 199)

„Ganztagsschulen können Ausgangspunkt für die Planung einer verzahnten Bildungslandschaft werden: Dies setzt die Entsäulung von Zuständigkeiten in Ämtern und Verwaltungen voraus."

(Durdel 2009)
"institutioneller Mittelpunkt eines … über den ganzen lokalen Raum verteilten Bildungsnetzwerkes"

(Stolz 2010)

Verwendung eines erweiterten Bildungsbegriffs
stärkere lebensweltliche und sozialräumliche Öffnung von Schule
Verknüpfung der formalen, nonformalen und informellen Bildung
besondere Berücksichtigung der Schnittstelle Jugendhilfe und Schule
Vernetzung, Abstimmung und Steuerung der Ganztags- und Bildungsaktivitäten auf kommunaler Ebene

(Speck et al. 2011)
Schulentwicklung ist Bestandteil der Konstruktion von Bildungsräumen
Schulentwicklung wird als eine Form der gesellschaftlichen Aneignung sozialer Räume und als ein Bestandteil sozialräumlicher Teilungsprozesse gefasst
Wahrnehmung veränderter Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen und ihrer Folgen für die schulische Arbeit

"Für die Schulentwicklung in sozialen Räumen stellt sich die Frage, in welcher Weise sich unter dem Anspruch der Verwirklichung von Chancengleichheit der Zugang zu und der Erwerb von Bildung organisieren lässt"

(Speck et al. 2011)
„Overload“ – also eine Überlastung oder Überreizung – aufgrund unterschiedlicher Innovationsanforderungen gibt, die auf die Schulen aus verschiedenen Richtungen einströmen

(Durdel 2009)
dass Lehrkräfte an Ganztagsschulen andere Aufgaben und Rollenanforderungen als an Halbtagsschulen haben (z.B. Kooperationstätigkeiten)

(Speck et al. 2011)
Obgleich durch die Angebote außerhalb des Unterrichtes den Schülerinnen und Schülern neue Räume des Erfahrens und Handelns eröffnet werden … wird der Unterricht als das eigentliche Kerngeschäft von Schule dadurch kaum tangiert.
dass die Zusammenarbeit von Schule mit außerschulischen Akteuren keineswegs zwingend in eine neue Lernkultur im Sinne einer Zusammenführung von unterrichtlicher Fächerorientierung und außerunterrichtlicher Lebensweltorientierung mündet.
(Lipski 2005)

Öffnung von Schule in den sozialen Raum und die Nutzung vielfältiger schulischer Lernorte und Gelegenheitsstrukturen zum informellen Lernen bleiben häufig außen vor
(Stolz 2010)
Akteure in der Schule (wollen) als Reaktion auf die wahrgenommene Erosion in Familien familienähnliche Aufgaben übernehmen
ob hier Aufgaben der privaten Erziehung in die öffentliche Erziehung verlagert werden, ist eine offene Frage
(Durdel 2009)
Bildung geht über die Schule hinaus
schließt damit außerschulische Bildungsorte mit ein

(Deinet 2011)

"Lernen und Bildung stellen nicht einen Wert an sich dar, der Wert dieser Prozesse liegt vor allem darin, wie weit sie zu einer souveränen Lebensführung und zu einer lebenswerten Gesellschaft beitragen."

(Lipski 2005)
thematische Öffnung, die sich zum Beispiel auf eine lebensweltbezogene Auswahl von Unterrichtsgegenständen oder Fächer verbindendem Lernen bezieht,
methodische Öffnung, die vor allem auf eine stärkere Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an der Gestaltung und Bewertung des eigenen Lernens auf der Grundlage ihrer Fragen zielt
institutionelle Öffnung, die eine Öffnung der Schule in das Gemeinwesen und die Welt meint
weiterer Aspekt der institutionellen Öffnung, nämlich an die Zusammenarbeit mit Beratungs-, Fortbildungs- und Unterstützungseinrichtungen
(Lipski 2005)
"Veränderung der behördlichen Steuerungspraxis hat die Einzelschule viel stärker als früher in die Rolle eines Akteurs der eigenen Schulentwicklung gebracht"

(Tillman 2011)

äußere Schulreform umfasst systemische Änderungen, die durch Politik und Verwaltung durchgesetzt werden
innere Schulreform zielt auf eine Änderung pädagogischer Inhalte, Strukturen und Organisationsformen
(Durdel 2009)
Entwicklungsthemen, mit denen sich Ganztagsschulen seit ihrer Gründung beschäftigen:
Verbesserung der räumlichen Gestaltung
Zusammenarbeit mit der Kommune
Arbeit mit dem sonstigen pädagogischen Personal
allgemeine Personalentwicklung
Einführung eines rhythmisierten Schultags
Außendarstellung
Personalentwicklung
(Durdel 2009)
...und Ganztagsschule
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