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Lila, Lila: Martin Suter

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by

Andjelkovic Sara

on 10 June 2014

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Transcript of Lila, Lila: Martin Suter

Martin Suter: Lila, Lila
Inhalt
Martin Suter: Kurze Biographie
Zusammenfassung des Buches
Charakterisierung--> David Kern
-->Marie Berger
--> Jakob ''Jacky'' Stocker
Themen: Betrug, Epressung,Lügen, Liebe
Rezesionen im Vergleich
Lila Lila: Der Film
Eigene Stellungnahme
Quellen
Martin Suter: Biographie
Martin Suter wurde am 29. Februar 1948 in Zürich geboren.
Sein Traumberuf war schon immer der eines Schriftstellers
Arbeitete erst als Werbetexter und wurde später bekannt durch seine Kolumne, seine Drehbücher sowie Bücher.
Seine Kolumne Business World erhielt den österreichichen Industriepreis
Small World wurde sogar 2-mal ausgezeichnet.

Kurze Zusammenfassung
David verliebt sich in Marie
sie ist nicht interessiert an ihm
er findet ein Manuskript--> ersetzt seinen Namen durch den des Autors und gibt es Marie
sie ist begeistert--> schickt es an einem Verlag
er wird übernacht zum Bestseller
Jacky taucht auf einer Lesung auf und gibt sich als den wahren Autor aus --> erpresst David
Jacky stellt sich zwischen den Beiden--> Marie und David entfremden sich
David Kern
23
hat das Gymnasium abgebrochen
schlaksig, groß , schwarze Haare
arbeitet als Kellner im Esquina
wohnt in einer kleinen schäbigen Wohnung
hat ein Piercing am Ohr--> entzündet--> schwach
verliebt sich in Marie für die er alles tun würde
ziellos
kaum Freunde
passiv--> nimmt kaum selbst etwas in die Hand
Versager

Marie Berger
24
arbeitet als Dekorateurin
wohnt bei ihrer Mutter Myrtha
studiert nebenbei Literaturwissenschaft
blond, grün-blau-graue Augen
unentschlossen
komplexer Charakter
Betrug, Erpressung, Lügen, Liebe
Jakob Stocker
wird Jacky genannt
älterer Mann der in einem Männerheim lebt
Alkohliker
pflegt sein Aussehen
dreist
Lügner
Das Leben wird zusammengefasst, ein kleiner Kosmos
Sinn des Lebens: sich selbst zu finden
von der Geburt (von einem Schriftsteller) bis zum Tod eines ''Geliebten''
man fühlt sich alleine --> ist man jedoch nicht
Jeder ist auf seine eigene Weise unvollkommen --> Grau
Jeder lügt, manche mehr, manche weniger
Menschen sind selbstsüchtig
Interview
Er hat immerhin "Ein perfekter Freund" geschrieben und damit durchaus bemerkenswerte Belletristik geschaffen! Ich betone, jenes Buch mit großem Vergnügen gelesen zu haben [...]Es war eine im positiven Sinn anstrengende, mindestens aber anspruchsvolle Geschichte.

Heute habe ich über ein neues Werk des gleichen Autors zu berichten, und ich weine dem Alten dabei nicht von ungefähr ein paar Tränen nach!

Martin Suters "Lila, Lila" ist um Niveaustufen tiefer anzusiedeln als der erwähnte, letzte Roman. Unglaubwürdig kommt die Geschichte daher, zusammengesetzt aus einer äusserst unspektakulären Liebesaffäre und einer Reihe ungeschickt konstruierter Unmöglichkeiten. Schauplatz für die zweifelhafte Mär ist das literarische Milieu, das dem interessierten Leser dann und wann einen einigermassen interessanten Einblick in eine ziemlich fragwürdige Gesellschaft zu geben vermag.

Ein junger Mann findet in der Schublade eines gekauften Nachttischs das Manuskript eines verstorbenen Mannes, welches sich unter dem prüfenden Blick einer altgedienten Verlagsredaktorin als zukünftiger Bestseller ankündigt. Und siehe da: Der Roman wird zum großen Renner, und der Protagonist kann sich mit fremden Federn schmücken. Unverdient erhält er grosse Publizität, und verliert allmählich die Kontrolle über die folgenden Ereignisse. Aus Angst, die geliebte Frau zu verlieren, kann sich der vermeintliche Schriftsteller nicht dazu durchdringen, sein Umfeld über den Irrtum aufzuklären, obwohl die Katastrophe unweigerlich naht. In diese einfache Geschichte mischt sich ein greiser Obdachloser, der sich als der wahre Urheber des Manuskripts ausgibt und sich zunächst äusserst gefrässig ins geschäftliche, allmählich aber auch ins private Leben des jungen David drängt.

Zu Beginn des Romans macht uns Suter mit einer Reihe interessanter Figuren bekannt. Doch nachdem wir uns mit der Künstlerszene im In-Lokal angefreundet haben, verliert diese plötzlich jede weitere Bedeutung. Befremdend und schade, dass wir im Verlauf der Geschichte nicht mehr an diesen Ort zurückkehren dürfen, und dass keine der ausführlich vorgestellten Personen in der Hauptgeschichte mehr vorkommt. David und seine Freundin Marie bleiben dagegen in der ganzen Handlung seltsam unnahbar. Suter bringt es nicht fertig, uns richtig vertraut mit ihnen zu machen, und wir bleiben gezwungenermaßen auf Distanz. Sensible und tiefschürfende Charakterzeichnungen scheinen ohnehin nicht des Autors grosse Stärke zu sein. Er bleibt konsequent sachlich und nüchtern, manchmal auch etwas spröde.

[...] In Suters Büchern werden Uhren nicht vom Nachttischchen genommen, sondern "geangelt", und Magensäure schießt "wie ein Lavastrom" aus dem Magen, die Speiseröhre versengend. Damit die Geschichte nicht zu dünn gerät, macht uns Suter regelmäßig detailgetreu mit den örtlichen Gegebenheiten bekannt: "Im Hinterhof roch es nach Essen. Auf vielen Balkons hing Wäsche, auf allen waren Satellitenschüsseln montiert."

Als Suter seiner Leserschaft (unnötigerweise) veranschaulichen will, wie sich die Lage für den jungen Helden unheilvoll zuspitzt, baut er eine lächerliche Geschichte aus dessen Kindheit ein, in welcher er mit seinem Freund jeweils stundenlang auf einem Schienenstrang Spielzeuglokomotiven aufeinander zurasen liess. Peinlich!

Und wie endet die leidige Geschichte?[...]

Wer Martin Suters Kolumnen regelmäßig liest, braucht nicht an dessen literarischen Fähigkeiten zu zweifeln. Suter ist als ehemaliger Werbetexter, als Schriftsteller, wie auch als Drehbuchautor ein ebenso kreativer wie vielseitiger Künstler, und wohl eben deshalb kann diese wässerige, zwischen Insiderstory und Beziehungsdrama unentschlossen pendelnde Softnovelle einfach nur enttäuschen. Es könnte sich glatt um die Abschlussarbeit eines dreiwöchigen Schreibseminars für Hobbyautoren handeln, wenn sie nicht satte 350 Seiten breit wäre! Und wenn sich Suter am Schluss bei seiner Lektorin für das Bewahren "vor vielen kleinen Fehlern" bedankt, so wünschten wir uns, die Dame hätte ihre Arbeit noch etwas gründlicher erledigt!

Lieber Martin Suter, ich freue mich trotz dieser Enttäuschung auf eine weitere Geschichte, aber es eilt nicht! Lassen Sie sich Zeit, der Buchmarkt gibt genug her.
Von den vielen guten Romanen, die ich bisher von Martin Suter gelesen habe, hat mir “Lila, Lila” am besten gefallen. Es ist beeindruckend, wie der Autor sich jeweils in die Psyche seiner vier Hauptpersonen versetzt: Der junge, naive Aushilfskellner David, der aus lauter Verliebtheit einen folgenschweren Fehler begeht; die schöne Marie, die so gerne emanzipiert sein möchte, sich in Wahrheit aber über den sozialen Status ihres jeweiligen Partners definiert; die in die Jahre gekommene Lektorin Karin, die noch einmal richtig beruflich durchstarten möchte und der schlitzohrige Berber Jacky, der endlich seine große Chance sieht. Aus diesen wechselnden Perspektiven erzählt Suter die Geschichte einer harmlosen, kleinen Dummheit, die sich nach und nach zu einem handfesten Problem für alle Beteiligten auswächst, weil jeder irgendwie seinen Vorteil daraus zu ziehen versucht und die Augen konsequent vor der nahe liegenden Wahrheit verschließt. Dabei zieht Suter alle Register seines Könnens.

Er zeigt, dass es nicht unbedingt eines Kapitalverbrechens bedarf, um eine durchweg spannende Story zu erzählen. Seinen subtilen, leicht ironischen Humor setzt er gezielt und treffsicher ein, ohne jemals die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte einer schnellen Pointe zu opfern. Das Großartigste aber ist sein Gespür für originelle Typen, und davon wimmelt es nur so in diesem Buch! Da wären neben den vier bereits Genannten der arrogante Ralph und seine Boheme-Truppe - lauter gescheiterte Existenzen, die sich für verkannte Genies halten und ihre Nächte in der Kneipe verbringen, in der David kellnert. Oder Maries Mutter, die sich seit der Trennung von Maries Vater mit ihrer Tochter in einem Wettstreit um den jüngsten Liebhaber sieht. Oder der Verlagschef, der vor lauter betriebswirtschaftlichem Optimierungswahn jegliches Gespür für gute Geschichten verloren hat. Selbst jede einzelne der zahlreichen Buchhändlerinnen, denen David auf seinen Reisen begegnet - alle diese Personen werden mit viel Liebe zum Detail und einer gehörigen Portion Ironie beschrieben, ohne dabei zu Karikaturen zu verkommen. Irgendwie glaubt man immer, diesen Leuten schon einmal begegnet zu sein.

All das schreibt Suter in einer eleganten, dabei aber völlig unprätentiösen und flüssigen Sprache, in der nur selten der eine oder andere typisch schweizerdeutsche Begriff den bundesrepublikanischen Leser stutzen lässt.
Ich habe schon lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen gehabt.

Meine eigene Stellungnahme
Der Film
Dann gibt es also für David Kern, den Helden aus “Lila, Lila” ein existierendes Vorbild?
“Nein, er ist im Kopf entstanden. Aber es gibt viele junge, unsichere, ziellose Leute um die Zwanzig, die wie David Kern nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Ich kenne ein paar solche und mir ist das Gefühl selber auch nicht fremd. Als ich zwanzig war, war ich auch so einer.”

Aber Sie wollten immer Schriftsteller werden...
“Ja, aber ich bin nicht zielgerichtet Schriftsteller geworden, sondern wusste nur, dass ich diesen Beruf einmal ausüben würde. Ich ließ mich immer wieder von anderen Tätigkeiten ablenken. Beispielsweise von der Werbung.”

Es handelt sich bei Ihren Figuren immer um Persönlich- keiten, die vor einem existenziellen Wendepunkt stehen. Inwiefern hat dies mit Ihnen selbst zu tun?
“Das hat mit mir nichts zu tun. Beinahe jede Geschichte – ob in der Welt- oder Trivialliteratur – hat diesen Bruch, in der sich alles ändert. Für einen Schriftsteller gibt es zwei Möglichkeiten; entweder ändert sich die Person und die Umwelt bleibt gleich oder das Umfeld ändert sich, während der Hauptakteur unbeirrt wie Clint Eastwood in der Landschaft steht.”

Ihre Bücher zeichnen sich durch Leichtigkeit aus. Was bedeutet es, ein leicht zu lesendes Buch zu schreiben?
“Ich habe bei meinen vier Romanen die Sprache immer mehr zurückgenommen. Ich versuche, eine Geschichte zu erzählen, bei der nicht alle paar Meter ein schöner Satz herausragt wie ein Hindernis auf einem Fitness-Parcours. Die Sprache eines Romans soll diskret der Geschichte dienen. Es gibt andere Sparten, wo man seine Formuliermuskeln spielen lassen kann, die Lyrik, zum Beispiel.”
Dann holen Sie in der Schweiz die Inspiration und verarbeiten sie anschliessend in Südamerika...
“Nein, Inspiration wäre zu hoch gegriffen. Aus der Schweiz stammt einfach ein grosser Teil der Lebenserfahrung, die notwendig ist, um meine Bücher zu schreiben.”
Gibt es bei Ihren Büchern einen gemeinsamen Nenner, ein Grundthema, das Sie ausdrücken wollen?
“Es geht immer um die Identität. Was bin ich und was könnte ich auch sein? Da mir diese Frage schon einige Male gestellt wurde, habe ich keine improvisierte Antwort parat. In all meinen Büchern, Filmen wie auch Kolumnen geht es immer um das Eine: Schein und Sein.”
Sind Sie selbst zwischen diesen Polen zerrissen, dass Sie dieses Thema nicht loslässt?
“Zerrissen ist das falsche Wort. Aber im Interesse des, sagen wir einmal, sozialen Zusammenlebens habe ich in meinem Leben viele Konzessionen gemacht. So war ich zu Leuten freundlich, mit denen ich von Natur aus nicht freundlich gewesen wäre, oder gab mich interessiert, ohne es wirklich zu sein. Unter diesem Gesichtspunkt bin ich kein ehrlicher Mensch, wobei ich die Art von Ehrlichkeit, bei der man jedem die Wahrheit unter die Nase reibt, für nicht besonders erstrebenswert halte. Auch als Werber stellte ich vielleicht einen anderen dar, als den, der ich eigentlich bin. Aber eben: Was weiss ich, wer ich bin?”
Alle Ihre Bücher erschienen bisher in den Bestsellerlisten. Sind Sie jetzt unter Druck, einen weiteren Bestseller schreiben zu müssen?
“Ich schreibe keine Bestseller, ich schreibe Bücher. Ob daraus ein Bestseller wird, entscheidet der Leser. Und ich stehe nicht unter Druck. Nach vier Bestsellern kann man sich auch mal einen Flop leisten.”

Quellen
http://www.persoenlich.com/sites/default/files/interviews239.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Suter
http://www.rezensionen.ch/lila_lila/3257063865/
http://www.amazon.de/Lila-Lila-Roman-Martin-Suter/dp/3257234694
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