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TdP#9# - Archiv und Dokumentarfilm: Kompilation und Found Footage

Session 9 - WS 2013/14
by

Thomas Nachreiner

on 28 April 2017

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Transcript of TdP#9# - Archiv und Dokumentarfilm: Kompilation und Found Footage

#9# Archiv und Dokumentarfilm
***Kompilation und Found Footage***
Referat
Erinnerungsbilder und Leerstellen
Archivbilder
Wiederverwertung
Found Footage
Historiografie
A Movie (Bruce Conner, USA 1958)
Dokument / Monument
Wahrnehmungsphänomen
Abgrenzung zum Kompilationsfilm
Recycling
Differenz
Rolle von Wiederverwertungspraktiken für die Beobachtung einer zunehmend mediatisierten Welt?
"[...] verschreibt sich [...] sowohl der Herausarbeitung impliziter Gewaltmomente in den dokumentarischen wie den fiktionalen Filmgenres einerseits, der Akzentuierung des kinematographischen Projektionsvorgangs andererseits [...]" (Kirchmann, 502)
### Quelle: "Abfalleimer" anstatt Archiv
### Ebene: "Arbeit an den Bildern durch die Bilder" anstatt narrative Diskursivierung
### Bezug: "selbstreflexive[r] Ansatz, der das Wesen des Mediums mittels Fremdmaterial analysiert" anstatt "Fremdmaterial als Grundlage für den Diskurs" (Kirchmann, 500)
Kompilationsfilm...
Found Footage Film...
Geschichte...
„Und so schreibt sich denn in den primär selbstreflexiven Duktus des Found Footage Films letztlich doch wieder eine Arbeit an der Geschichte ein. Diese jedoch figuriert - anders als bei der direkten Arbeit des Kompilationsfilms an den intentionalen Akten der Sinnproduktion – weitaus vermittelter, eher in der Gestalt eines Zeichen- und Spurenlesens im Unbewussten, im Ausgestoßenen, in den filmischen Exkrementen unserer Kultur, im „Abjekt“. (Kirchmann, 508)
„Kompilationsfilme arbeiten mithin primär an vorgängigen filmischen Geschichtsdeutungen, an der Offenlegung derer verborgenen Diskursivität, an der Referenzialität von Geschichte und filmischer Repräsentation.“ (Kirchmann, 501)
„Zusammenfassend lässt sich das ‚Archivbild’ als Zeichenkomplex beschreiben, der aufgrund ästhetischer Markierungen zeitlich in der Vergangenheit und räumlich in einem anderen medialen Kontext situiert wird. Aufgrund der Herkunft bzw. einer Aufbewahrung im Archiv sowie der Wiederverwendung wird Archivbildern eine besondere Signifikanz zugesprochen.“
(Steinle, Das Archivbild, 299)
„Der Status des Vorgefundenen, bereits existierenden und unabhängig vom Benutzer Entstandenen fördert die Illusion unmittelbarer und ungefilterter Wiedergabe von Geschichte bzw. vergangener Wirklichkeit.“
(Steinle, Das Archivbild, 296)
Produktion
Wertverfall
Müll
Struktur-
bildung
Struktur-
auflösung
Spekulation
wertvoll
Gebrauch
wertlos
„Eben diese Referenzialität wiederum ist in einem sehr viel grundsätzlicheren Sinne konstitutiver Kritikpunkt des Found Footage Films, insofern als dieser sich mit der Zeichenhaftigkeit und der Medialität des Films schlechthin reflexiv auseinander setzt, tradierte Repräsentationsfiguren generell hinterfragt, aufbricht und dekonstruiert. Hier ist also sehr viel stärker das Medium selbst Gegenstand und nicht länger nur Mittel einer Diskursanalyse filmischer Ideologieproduktion. (Kirchmann, 501)
„Gemessen an seiner ursprünglichen Verhaftung in narrativen und allgemein gesprochen symbolischen Gesamtzusammenhängen, erleidet das fragliche Filmfragment tatsächlich einen semantischen Komplexitätsverlust, dem jedoch ein Freiheitsgewinn korrespondiert, der nunmehr eine freie Platzierung des Fragments in neue, letztlich kontingente filmische Zusammenhänge überhaupt erst ermöglicht. Damit geht aber zugleich ein neuer Komplexitätszuwachs einher.“ (Kirchmann 507)
Durch stetige Rekontextualisierung erfährt das Archivbild den Charakter eines "Palimpsest"
ökonomisches Zirkulationsmodell als funktionalistische Bildtheorie
funktional
refunktionalisiert
dysfunktional
Wann ist ein Archivbild?
### Mehrwert: "Erforschung des Bildermülls als Mittel zur Erstellung eines Sozio- oder Psychogramms" (Kirchmann, 500)
Bsp.: Die Analyse des Spektakels in
"A Movie" und "Der gewöhnliche Faschismus"
Beobachtung der formalästhetischen Struktur
und Redundanz massenmedialer Darstellungsformen unter Ignorieren (bzw. Negation?) inhaltlicher Sinnhaftigkeit

=> Gegenstand ist das Medium jenseits seiner expliziten soziokulturellen Verortung
Beobachtung der Verortung dieser massenmedialen Darstellungsformen in einer konsumorientierten Unterhaltungskultur UND Konstruktion einer historischen Analogie zwischen Vergangenheit und Gegenwart

=> Gegenstand ist die Gesellschaft, die anhand ihrer Medienverwendung diskursiv charakterisiert wird
*** Spektakel meint bei "DgF" die Verwendung von Wochenschaumaterial zunächst der 30er, dann der 60er Jahre in den Sequenzen zur Darstellung der Unterhaltungskultur in den westlichen Ländern
Leerer Formalismus vs.
ideologische Instrumentalisierung ?
„Genau diesen wandelbaren Wert- und Funktionsstatus des Filmbildes aber thematisieren und theoretisieren Found Footage Filme – eben, indem sie ihn praktizieren: aus dem zum baldigen Verbrauch bestimmten Lehrfilmen, Werbeclips, Pornos oder Reisefilmen werden dank dieser Operation plötzlich anerkannte Kunstwerke“ (Kirchmann 506)
(im Found Footage Film)
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