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Die bunte deutsche Sprache: Phraseologismen mit Bezeichnunge

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by

Kasia Kanigowska

on 5 May 2014

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Transcript of Die bunte deutsche Sprache: Phraseologismen mit Bezeichnunge

Inhalt:
1. Theoretische Grundlage.

1.1. Phraseologie und Phraseologismus.
1.2. Phraseologismus vs. Wort.
1.3. Merkmale der Phraseologismen.
1.4. Klassifikation der Phraseologismen.

2. Phraseologismen mit Bezeichnungen für Farben.

2.1. Phraseologismen mit Lexem schwarz.
2.2. Phraseologismen mit Lexem golden.
2.3. Phraseologismen mit Lexem rot.
2.4. Phraseologismen mit Lexem grau.

3. Analyse der Phraseologismen.

1. Theoretische Grundlage.
1.1. Phraseologie und Phraseologismus.
1.2. Phraseologismus vs. Wort.
1.3. Merkmale der Phraseologismen.
Stabilität
"Die bunte deutsche Sprache". Phraseologismen mit Bezeichnungen für Farben im Deutschen
3. Analyse der Phraseologismen.
Phraseologie + Etymologie + Wortgeschichte + Semasiologie = Lexikologie
Die
Phraseologie
ist eine selbstständige linguistische Disziplin, die alle Typen stabiler determinierter Kombinationen von Wortkomplexen umfasst, die in der Sprache existieren und in der Rede der Sprachträger funktionieren.
Phraseologismus = ?
2) feste Lexemkombinationen, deren Entstehung nicht ausschließlich nach den Regeln der Semantik und Syntax zu erklären ist und deren Gesamtbedeutung sich nicht aus den Bedeutungen einzelner Konstituenten ergibt.
1) Oberbegriff für eine Vielzahl von Mehrwortverbindungen,
Wörter bringen einheitliche Begriffe zum Ausdruck.

Phraseologische Wortverbindungen sind feste Einheiten, mit einer bestimmten Bedeutung verknüpft, und werden ähnlich wie die Wörter im Gedächtnis gespeichert und bei der Gelegenheit für das Bedürfnis einer entsprechen Situation reproduziert
das A und O = die Hauptsache,
Zoll für Zoll = völlig,
die Hände in den Schoß legen = faulenzen
Außerdem können die Phraseologismen, ähnlich wie die Wörter, verschiedene Deklinations- oder Konjugationsendungen je nach der syntaktischen Rolle in der Äußerung annehmen.
Ich habe vor,
die Tapeten
zu
wechseln
.
Ich habe schon
die Tapeten gewechselt.
Im Gegensatz zu den Wörtern aber darf man bei den Phraseologismen nicht alle Kasus, Tempusformen oder Numeri bilden.
Hauptmerkmale:
Mehrkomponentenstruktur (Polylexikalität)
phraseologische Wortverbindung
minimale Trennungslinie
(wenigstens zwei Wörter)
maximale Trennungslinie
(vollständiger Satz)
Hals über Kopf Mach dir keinen Pup ins Hemd!
im Nu Da lacht die Koralle!
eine Reise antreten Hab dich nicht so wichtig!
den ersten Schritt machen Es geht um Kopf und Kragen.
Komponenten einer Wortverbindung sind miteinander fest verbunden. Man kann sie also nicht beliebig umstellen, austauschen oder erweitern. Kurz gesagt: Phraseologismen sind in einer bestimmten Form erstarrt.

Der Artikel liegt in den meisten Fällen fest, z.B.
den
Finger in
die
Wunde legen oder
ein
Herz und
eine
Seele sein.
Idiomatizität
Idiomatizität (Bedeutungswandel) wird als Nichtübereinstimmung der Bedeutung von Komponenten einer festen Wendung außerhalb und innerhalb dieser Wendung verstanden. Sie besteht in der Nicht-Ableitbarkeit der Gesamtbedeutung aus den Bedeutungen der einzelnen Teile eines Phraseologismus,
Ergänzende Merkmale
Reproduzierbarkeit
Bildhaftigkeit
Lexikalisierung
Phraseologische Wendungen sind bildhafte Wendungen, (wobei als bildhaft anschauliche, sinnfällige Wendungen bezeichnet werden), die konkrete visuelle, taktile, olfaktorische oder auditive Vorstellungen hervorrufen. Die Bedeutung des einzelnen Phraseologismus hat aber wenig oder sogar nichts gemein mit dem Bild, das ihm zugrunde liegt.
Die Lexikalisierung besteht darin, dass eine grammatische Konstruktion nicht mehr nach grammatischen Regeln als Äußerung produziert, sondern als eine fertige lexikalische Einheit nur reproduziert werden muss. Die phraseologischen Wortverbindungen verhalten sich also auch in dieser Hinsicht wie die kleinsten selbstständigen, potenziell isolierbaren Bedeutungsträger der Sprache – die Wörter.
Aufgrund dessen, dass die phraseologischen Wortverbindungen zu festen Wendungen erstarrt sind, sind sie lexikalisiert oder lexikalisierbar, d.h. sie sind Bestandteile oder werden zu Bestandteilen des Wortschatzes, so dass sie von den Sprachteilhabern als fertige komplexe Einheiten reproduziert werden.
1.4. Klassifikation der Phraseologismen.
Die morphosyntaktische Klassifikation der Phraseologismen nach Fleischer (1997)

Nach Fleischer sind die Phraseologismen in vier Gruppen einzuordnen.

Die größte von ihnen bilden
verbale
, d.h. das Prädikatsverb vertretende Phraseologismen, zu denen gehören:


Einfaches Substantiv mit oder ohne Artikel
wie: Fersengeld geben [fliehen], die Karten aufdecken [seine Absichten zu erkennen geben],


Adjektivisch-attributiv erweitertes Substantiv (mit oder ohne Artikel)
, wobei das Attribut auch ein Pronomen (Possessiv- oder Indefinitpronomen) oder ein Numerale sein kann, wie: jmdm. den schwarzen Peter zuzuschieben [jmdm. die Schuld geben].


Erweiterung des Substantivs durch eine attributive Präpositionalgruppe
wie: den Boden unter den Füβen verlieren [die Existenzgrundlage verlieren, haltlos werden].


Substantivisches Wortpaar (Zwillingsformel)
, das obligatorisch an ein gegebenes Verb angeschlossen werden muss, wie: Blut und Wasser schwitzen [stark schwitzen].


Substantivisches Wortpaar mit Präposition
wie: von Pontius zu Pilatus gehen/laufen [viele erfolgslose Wege machen müssen, um etwas zu erreichen].
Die zweite Gruppe bilden
substantivische
Phraseologismen, die in einer Nominalphrase auftreten. In der attributiven Position können Komparativformen, Partizipien und Numeralia erscheinen:


Adjektivisches Attribut mit Substantiv
wie: ein hohes Tier [hochstehende Persönlichkeit].


Substantiv mit Genitivattribut
wie: der Stein des Anstoßes [Ursache des Ärgernisses].


Substantiv mit Präpositionalattribut
wie: ein Fass ohne Boden [so beschaffen, dass man, meist vergeblich, immer wieder neue Mittel zu investieren gezwungen ist].

Es gibt auch zwei weitere Gruppen, die hier lediglich genannt, aber nicht erläutert werden. Das sind eine
adjektivische
und eine
adverbiale
Gruppe.

2. Phraseologismen mit Bezeichnungen für Farben
2.1. Phraseologismen mit Lexem schwarz.
etwas schwarz auf weiß besitzen
- ein Schriftstück, eine Urkunde, eine genaue Aufzeichnung haben; jemandem ein Beweisstück, eine schriftliche Bestätigung geben.

schwarz für weiß machen
– einen bewusst zu täuschen versuchen, eine Tatsache in ihr Gegenteil verkehren wollen, einen gegen seinen Willen zu etwas überreden.

Da kannst du warten, bist du schwarz wirst
. – Da kannst du so lange warten, bist du [eigentlich] tot bist.

sich schwarz ärgern
– ist auch eine Wortverbindung aus der Umgangssprache, die als ein Ausdruck dessen dient, wenn man sich [fast] zu Tode ärgert.

jemandem den schwarzen Peter zuschieben
– es so einrichten, dass ein anderer das Unerfreuliche zu tun oder die Schuld/den Verlust auf sich zu nehmen hat.

ins Schwarze treffen
– größten Erfolg haben, ins Ziel treffen, seinen Zweck erreichen, das Richtige tun/sagen.
2.2. Phraseologismen mit Lexem golden
Uns geht’s ja noch gold.
– Diese Redewendung bezieht sich speziell auf das materielle Wohl und ist ironisch zu verstehen. Sie war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg weithin bekannt und angesichts der damaligen Not kann sie nur ironisch aufgefasst werden.

goldene Berge versprechen
– unglaublich große und darum voraussichtlich nichtige Versprechungen machen; falsche Hoffnungen erwecken.

dem Feinde goldene Brücken bauen
– dem Gegner den Rückzug erleichtern; in übertriebener Anwendung: ihm entgegenkommen, ihm Zugeständnisse machen.

mit einem goldenen Löffel im Mund geboren sein
– von Geburt an reich sein, eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein Kind, das reiche Eltern hat.
2.3. Phraseologismen mit Lexem rot
einen Tag im Kalender rot anstreichen
bedeutet, ihn hervorheben, ihn als einen Freudentag besonders gut im Gedächtnis bewahren.

rot sehen
– sehr wütend werden.

wie ein rotes Tuch wirken
– aufreizend wirken; eine erst in neuerer Zeit belegte Redensart, die vom Stierkampf hergeleitet ist.

den Rotstift ansetzen
– geplante Ausgaben einsparen, streichen. Der Rotstift ist der Korrekturstift, vor allem in der Schule.

rote Zahlen schreiben
– Verlust machen, schlecht wirtschaften, mehr ausgeben als einnehmen. In der kaufmännischen Buchführung wurden Ausgaben bzw. Schulden lange Zeit mit roten Zahlen ausgeschrieben.
2.4. Phraseologismen mit Lexem grau
grau in grau malen
– etwas pessimistisch darstellen, durchgehend negativ beurteilen.

sich keine grauen Haare wachsen lassen
– eine umgangssprachliche Aussage für: sich keine Sorgen machen.

eine graue Maus
– eine unauffällige, zurückhaltende Frau.

die graue Theorie
– etwas, was noch nicht in der Praxis belegt wurde.

die graue Eminenz
– einflussreiche, aber nicht in Erscheinung tretende Persönlichkeit.

der graue Markt
– ordnungspolitisch nicht gewünschter Handel, irreguläre Vertriebskanäle; unkontrollierter, außerhalb des üblichen Vertriebsweges stattfindender Markt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Katarzyna Kanigowska
Analyse der Phraseologismen hinsichtlich der Merkmale: Polylexikalität, Stabilität, Idiomatizität.
Klassifikation ausgewählter Phraseologismen:

1)
ins Schwarze treffen
Ein Verb mit Substantiv mit Präposition [in: verbale Phraseologismen], wobei „ins“ [= in das, aber in diesem Fall nur ins] eine Präposition [mit Artikel – Abkürzung], „Schwarze“ ein Substantiv ist und „treffen“ – ein Verb.

2)
Uns geht’s ja noch gold
.
Eine phraseologische Redewendung in Form eines einteiligen Satzes [nur Hauptsatz].

3)
rote Zahlen schreiben

Ein Verb mit Substantiv [ohne Artikel] mit Adjektivattribut [in: verbale Phraseologismen], wobei „Zahlen“ ein Substantiv ohne Artikel, „rote“ – ein Adjektivattribut und „schreiben“ – ein Verb ist.

4)
der graue Markt
Ein adjektivisches Attribut mit Substantiv mit Artikel [in: substantivische Phraseologismen], wobei „der Markt“ ein Substantiv mit Artikel ist und „graue“ – adjektivisches Attribut.

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