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Die Schlaufe 1933

Damals war es Friedrich
by

Nanette Bergen

on 16 April 2013

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Transcript of Die Schlaufe 1933

Hans klingelt bei Friedrich. Ihr Zeichen: dreimal kurz und einmal lang: . . . - die Hitlerjugend 1926 gegründet. Plotzlich holt Friedrich ein schwarzes Tuch aus der Tasche. Hans half Friedrich den Tuch um den Hals binden. Er wollte ihn knoten. Aber dann . . . Beide Jungen gehen durch das alte Festungstor auf den Antreteplatz. Niemand war vorschriftsmässig angezogen. Ein Sonderbeauftragter der Gauleitung wird vorgestellt. Er ist klein und bucklig. Der Bucklige trat nach vorne, aber er musste auf eine leere Kiste stehen, damit er sehen konnte. 1933 Die Sch aufe Ein Fähnlein bestand aus 150 Jungen, untergliedert in vier "Jungzüge" und zwölf "Jungschaften". Die Siegrune war das Zeichen des Deutschen Jungvolks Ein Fähnleinführer führte das Fähnlein. Friedrich freut sich sehr. Aber, Friedrichs Vater ist nicht froh. Hans darf ihm nicht sagen, dass Friedrich mitgeht. Unsre Fahne flattert uns voran,in die Zukunft ziehn wir Mann für Mann.Wir marschieren für Hitler durch Nacht und durch Not,mit der Fahne der Jugend, für Freiheit und Brot. Friedrich möchte auch marschieren. Friedrich fragte: Was macht ihr heute? Geländespiele? Hans antwortete: Nein, heute ist Heimabend. Nur zum Heimabend dürfen wir Neue mitbringen. Aber sag besser nicht, das du Jude bist! holte Friedrich eine Schlaufe aus seiner Tasche. Friedrich war ganz stolz! Hans beneidete Friedrich um die Schlaufe. Friedrich freute sich noch mehr. Diese Schlaufe hatte sogar einen Hakenkreuz darauf! Festungstor Antreteplatz Friedrich sagte Hans: "Ich freue mich so." Hans sagte seinem Jungzugführer, dass er einen Neuen mitgebracht hatte. "In Ordnung," sagte der Jungzugführer, "aber ich habe jetzt keine Zeit." Alle marschierten oben in den Heimraum. Der Raum hatte keine Fenster, und nur eine Birne, die von der Decke hing. Es hing ein großes Bild von Hitler an der Wand. Friedrich sagte: "Ich bin so froh; ich werde auch Pimpf." Alle begrüssten sich mit "Sieg Heil!" Der Bucklige begann über die Juden zu sprechen. Alle wurden nicht genug über die Juden wissen. Aber zum Schluss wurde das anders sein. Friedrich hörte gut zu. Bald schien es als ob der Bucklige nur mit Friedrich redete. Der Bucklige sprach über "Schächten." Friedrich neigt sich weit nach vorne. Hans fürchtete Friedrich würde von der Bank kippen. Friedrichs Gesicht war bleich. Er atmete schwer. Seine Hände krampften sich in seine Knie. Der Bucklige erzählte von ermordeten christlichen Kindern. Alle sollten einen Satz wiederholen: "Die Juden sind unser Unglück!" Der Bucklige zeigte auf Friedrich. "Wie heißt der Satz?" Friedrich schwieg. Der Bucklige ging auf Friedrich zu. Der Bucklige fasste Friedrich beim Halstuch und schob die Schlaufe ganz langsam aufwärts. Friedrich flüsterte: "Die Juden sind unser Unglück." Der Bucklige riss Friedrich von der Bank. "Steh auf, wenn ich mit dir rede," schrie er ihm ins Gesicht, "und antworte gefälligst laut!" Friedrich stellte sich gerade und sagte deutlich: "Die Juden sind - euer Unglück." Alles war still - kein Geräusch. Der Bucklige hatte die Schlaufe. Friedrich drehte sich um und verließ das Heim. Hans blieb sitzen. 21. April 1933: Das rituelle Schächten wird verboten.
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