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Frauenbewegung und Frauenförderung

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Katja Hericks

on 4 June 2013

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Transcript of Frauenbewegung und Frauenförderung

Die Grünen Abgeordnete Waltraud Schoppe am 5. Mai 1983 im Bundestag

Foto: picture alliance/dpa, Quelle: tagesschau.de Gruppenarbeit 1
"Ich habe abgetrieben" 13. September 1968 23. Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Kalendarische Schlaglichter - 26. April 1974: Drei-Monats-Fristenlösung
- 21. Juni: Bundesverfassungsgericht stellt Verfassungsfeindlichkeit fest
- 25. Februar 1975: Unvereinbarkeit mit Grundgesetz
- 4. März: Bombenanschlag "Rote Zora"
- 12. Februar 1976: Erweitertes Indikationsmodell Frauenbewegung und
Frauenförderung 1970er und 80er Jahre Soziohistorischer Hintergrund Formen organisationaler Gleichstellung Frauenförderung Idee der Frauenförderung Frauenförderungspolitik Kritik an der Frauenförderung Situation in der DDR Frauenbewegung Mediale Diskurse Rechtliche Rahmenbedingungen "Ich habe abgetrieben!" "Sexismus im Bundestag?!" - Aussprache zur Regierungserklärung Kohls Helke Sander stellvertretend für den
"Berliner Aktionsrat zur Befreiung der Frau" Kritik an gesellschaftlicher Situation der
Frauen Tomatenwurf: Sigrid Rüger wirft drei Tomaten
nach empört grinsenden Männern am
Vorstandstisch Kinderladenbewegung Quelle: http://www.kita-museum.de/Bilder/kita-kinderbewegung-kinderladen_klein2.jpg "Weiberrat" Quelle: http://anselm-weidner.de/wp-content/gallery/weiberrat/frankfurter_weiberrat_-_flugblatt_1968_-_seite_1.jpg Schrader-Klebert, Karin:
"Die kulturelle Revolution
der Frau" Quelle: http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/bild/ereignis/2007_06.jpg Quelle: http://www.frauenmediaturm.de/fileadmin/Images/Chronik/Vorfruehling/68_3a_TB_BeauGeschl.jpg Quelle: http://www.syndikat-a.de/files/products/friedan.jpg Selbsterfahrungsgruppen Quelle: http://aourbind.files.wordpress.com/2012/02/ft696nb3n8_00033.jpg Quelle: http://aourbind.files.wordpress.com/2012/02/comic-caveman-raising-consciousness.jpg Quelle: http://www.christundwelt.de/typo3temp/pics/3_218_8506792ec2.jpg Quelle: http://www.demokratiezentrum.org/fileadmin/media/img/Wissensstationen/Gallery/Familien-Idyll/02_abtreibung_selbst.jpg Quelle: http://4.bp.blogspot.com/-OqQcIkDbc6A/ThRxbYl8qtI/AAAAAAAASMs/F0rNTTHbOFY/s640/abtreibung.jpg Quelle: http://static.pnn.de/fm/61/thumbnails/heprodimagesfotos87120081015frauen.jpg.3701264.jpg Quelle: http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/schulfernsehen/geschichte-1971-deutschland102~_v-image256_-a42a29b6703dc477fd0848bc845b8be5c48c1667.jpg%3Fversion%3D1333111174324 Quelle: http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/images/stern1971_web1.jpg Quelle: http://www.frauenmediaturm.de/fileadmin/Images/Chronik/74/74_2_TZ_Abgesetzt2_gr.jpg Quelle: http://avortement-tpe-1es3.e-monsite.com/medias/images/tpe-3-1.jpg Kalter Krieg Friedensbewegung "Deutscher Herbst" Bürgerinitiativen 1972-1983

1. Räume erobern und etablieren

2. Projekte und erste Umorientierung

3. Differenzierung, Institutionalisierung und Professionalisierung 1972
Bundesfrauenkongress Frankfurt
Gründung HAW und HIB
1973
Frauenzentrum Hornstraße (W-Berlin) 1976
1. Frauenzenrum Berlin
1. Sommeruniversität für Frauen
Gründung der Courage

1977
Erstausgabe Emma
2. sommeruniversität
Berliner Frauenkonfernez 1979
erste Gleichstellungsstelle Hamburg
1980
erster Lehrstuhl Frauenforschung
1983
Einzug der Grünen in den Bundestag 1. Schwarzer, A. (1972): Nachwort. Frauen gegen
den § 218.
2. Die Zeit (30.04.1971): Ist Abtreibung Mord?
3. SPIEGEL (31.05.1971): "Da bin ich von
einem Arzt zum anderen ...".
4. Die Zeit (29.10.1971): Apologie des
Altruismus Inhalt? Welche
Positionen
werden
dargestellt? Wie wird argumentiert? Auf welcher Ebene
wird
argumentiert? Was lässt sich
zu Gemeinsam-
keiten und
Unter-
schieden
sagen? Probleme? "Aktionsrat zur
Befreiung der
Frauen" Selbsterfahrungsgruppen Paragraph 218 Frauenforen Ideologische Ausrichtung - linke Normen politischer Gruppen
- Familie
- (Re-)Produktionsbereich
- Geschlechterverhältnis
- Lage der Frau
- Private Unterdrückung
- Selbstbestimmung
- Sexualität "Mein Bauch gehört mir!"

Ersatzlose Streichung des
§ 218 zur Abschaffung der
gesetzlich festgelegten
Bevormundung der Betroffenen. GRUPPENARBEIT 2
"Sexismus im Bundestag?!" 1. Artikel "Hier kann man nicht denken. Tagebuch einer Parlamentswoche mit den GRÜNEN", aus: DIE ZEIT vom 13. Mai 1983

2. Plenarprotokoll der Sitzung des Deutschen Bundestages vom 3. Mai 1983 Die 1980er in Deutschland...
...Kalter Krieg, Annährung, Glasnost & Perestroika, Friedliche Revolution & Deutsche Wiedervereinigung (1989)
...Umweltzerstörung, Naturkatastrophen
- GAU Tschernobyl (1986)
...AIDS & Aufklärungskampagnen
...Politische Affären (Barschel) "Lohn für Hausarbeit"
(1977) Frauenbewegung und Frauenpolitik 1983 - 1990

1. Institutionalisierung ("Verstaatlichung der Frauenfrage")
2. Fokus auf Erwerbsbereich
3. Aktiver Staat: Gleichstellungsmaßnahmen
4. Etablierung von Frauenpolitik als Politikfeld
5. Männerbewegung & Frauenpolitik 1977 1976 1970er
...Willy Brandt ist Bundeskanzler
...Honecker kommt an die Macht
...Ölkrise (1973)
...Helmut Schmidt wird Bundeskanzler
...RAF (1972; 1977 "Deutscher Herbst"
...NATO-Doppelbeschluss (1979) Reform des Ehe- und Familienrechts 1976/77 Öffentliche Verwaltung Privatwirtschaft ? Bund Länder Kommunen Beispiel: Hochschulen Konzeptionalisierung Implementation Rechtliche Grundlagen Gleichstellung,
Gleichberechtigung,
Frauenförderung,
Frauen vs. Gleichstellungs-
politik??? Institutionalisierung Gesellschaftliche
Rahmenbedingungen Maßnahmen und Instrumente
Frauenförderungspläne Gruppenarbeit: Institutionalisierung der Frauenpolitik - Unterschiede BRD/DDR bzgl. Abtreibungsregelungen, Arbeitsteilung im Haushalt
-Sexismus wird ausgeblendet
-Hausfrauen/Familienernährer-Modell wird aufgeweicht UND gefestigt durch die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
-Gleichstellung in Erwerbsorganisationen ist ein Randthema in der Frauenbewegung --> Frauenpolitik, ABER wird systematisch institutionell angegangen (Bsp:: Gleichstellungsgesetz in der öffentlichen Verwaltung) <-- EU Europäische Ebene - 1957 EWG-Vertrag (§ 119)
> "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

- Fünf Richtlinien des Europäischen Rates
1. 1975 Lohngleichheit
2. 1976 Gleichbehandlung
3. 1978 Soziale Sicherheit
4. 1986 Gleichbehandlung betriebliche Systeme
und Selbständigkeit
5. 1986 Mutterschutz

- 1979/ 1985 UN-Abkommen "Gesetz zur Beseitigung jeder
Form von Diskriminierung der Frau" Nationale Ebene - 1980 Enquete-Kommission "Frau und Gesellschaft"
- § 611 a, § 611 b und § 612 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
- 1983 Einführung von Frauenförderplänen im
öffentlichen Dienst
- 1988 Verabschiedung eines fünfjährigen Aktionsplans
für die Gleichberechtigung

- Art. 3 Abs. 2 GG: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt"
> Realisierung der Gleichberechtigung der Geschlechter
obliegt dem Staat Idee der Frauenförderung - Maßnahmen müssen auf politischer Ebene getroffen werden

- Verfolgung zweier wesentlicher Ziele:
1. Beseitigung der Diskriminierung von Frauen
2. Beseitigung der sozialen Folgen dieser Ungleichheit

- Formen der Diskriminierung: unmittelbar, mittelbar und strukturell
- "Niemand darf wegen seines Geschlechts (...) benachteiligt
oder bevorzugt werden." Institutionalisierung der Frauenförderpolitik - Ziel: Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
und der Abbau sozialer Ungleichheit

- Drei Wege der Institutionalisierung:
1. Engagement von Frauen in gesellschaftlichen Institutionen
2. Etablierung der Frauenförderungspolitik als eigenes
Politikfeld
3. Einrichtung von Gleichstellungsstellen Maßnahmen und Instrumente der Frauenförderung - Frauenförderung: Personalpolitik, die eine Chancengleichheit
realisiert
- Drei grundsätzliche Problembereiche:
1. Vereinbarkeit von Beruf und Familie
2. Unterstützung beim Zugang zu männerdominierten Bereichen
3. Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen

- Emotionsgeladene Diskussion um die Quotenregelung
- Vielzahl weiterer Frauenförderungsmaßnahmen: Weiterbildung, Kinderbetreuung, Arbeitszeitflexibilisierung, Geschlechtsneutrale
Sprachregelungen, Schaffung von Gleichstellungsstellen, Sanktionierung von Diskriminierung, Vorbild öffentliche Verwaltung Frauenförderungskonzepte 1. Initiative
2. Bestandsaufnahme (Ist-Analyse)
3. Ziel-/ Maßnahmenkatalog
4. Berichterstattung
5. Frage der Verabschiedung Literaturverzeichnis Frauenpolitik in der DDR ... 1949 Verfassung der DDR mit Gleichberechtigungsartikel
...1950 "Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau"
...1950 Gesetz für Arbeit --> Qualifizierung von Frauen, Unterstützung von Müttern

...1960er "Qualifizierungsoffensive"
...1965 Verabschiedung Familiengesetzbuch verankert gleiche Rechte und Pflichten im Haushalt

...1972 Legalsierung Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche; kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln an Frauen über 16

...1972 sozialpolitische Maßnahmen zugunsten erwerbstätiger Mütter (Arbeitszeitverkürzungen für Mütter mehrerer Kinder; Hausarbeitstag, "Babyjahr"...) Artikel 20
(2) Mann und Frau sind gleichberechtigt und haben die gleiche Rechtsstellung in allen Bereichen des gesellschaftlichen, staatlichen und persönlichen Lebens. Die Förderung der Frau, besonders in der beruflichen Qualifizierung, ist eine gesellschaftliche und staatliche Aufgabe. Artikel 24
(1) …Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung. Arbeitsgesetzbuch
§ 30
(1) Die Maßnahmen zur Förderung der schöpferischen Fähigkeiten der Frauen im Arbeitsprozeß, zur politischen und fachlichen Aus- und Weiterbildung und zur planmäßigen Vorbereitung auf den Einsatz in leitende Funktionen sowie zur Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen sind im Frauenförderungsplan festzulegen.

(2) Der Frauenförderungsplan ist zwischen dem Betriebsleiter und der Betriebsgewerkschaftsleitung als Teil des Betriebskollektivvertrags zu vereinbaren.

§ 210
(1)Die Gesundheit und Arbeitskraft der Frauen und Jugendlichen … werden besonders geschützt.
(2)Die Arbeitsbedingungen sind entsprechend den physischen und physiologischen Besonderheiten der Frau zu gestalten.
(3)Frauen…dürfen nicht mit körperlich schweren oder gesundheitsgefährdenden Arbeiten beschäftigt werden.

Quelle: Aus erster HAnd 1986: 54 Quelle: Aus erster Hand 1986: 53 ...vor allem Ende der 1980er Jahre in der BRD
...auf betrieblicher und tariflicher Ebene
...vor allem Großunternehmen und nicht die "typischen Frauenbranchen"
...vor allem familienpolitische Maßnahmen
...maßgebliche Zielgruppe: verheiratete Mütter
...Ausbildungs- und Karriereorientierte Maßnahmen für Frauen unterrepräsentiert Frauenförderung in der Privatwirtschaft "Nur wenn mehr Frauen erkennen, dass
ihr scheinbar persönliches Problem gesellschaftliche bedingt ist, können erforderliche politische Energien freigesetzt werden, so dass den Worten Taten folgen."

Die Verstaatlichung der Frauenfrage (letzter
Satz des Fazits)
Krautkrämer-Wagner 1990 Aufgaben von Gleichstellungseinrichtungen

| Benachteiligung von Frauen aufdecken und beheben

| Frauenförderpläne und frauenrelevante Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen entwickeln und umsetzen

| Frauenpolitische Konzepte in betriebliche und politische Vorhaben und Programme einbringen Fokus:
Erwerbsbereich

"...berufliche Benachteiligung ist das
gröte Hindernis für gesellschaftliche
Teilhabe" (Vollmer) Bund: 1985 Ressort Frauen

Kommune: ab 1982 Bestellung kommunaler Frauenbeauftragter

Länder: "Gründerzeit 1979-1981" für frauenpolitische Einrichtungen [Länder]
| Überwachungs- und Kontrollinstanz
| Kombination von Querschnitts-, Fach- und administrativen Aufgaben
| Selbstprogrammierung
| Pioniere im Politikfeld
| Legitimationsdruck --> konkrete Ausgestaltung, Organisationsform, Ausstattung, ... --> mit parteipolitischen und männlich dominierten Interessen konfrontiert
--> Ansiedlung innerhalb Organisation beeinflusst Spielraum
--> im Zweifel Umkämpfung jeder einzelnen Maßnahme (da keine Klarheit über gemeinsames Zielverständnis} FAZIT

- Forderung nach Institutionalisierung, Einmischung,
Konzentration auf strukturelle Ursachen
bleibt bestehen...
- kaum messbarer gesellschaftlicher Wandel
- Erheblicher Beitrag zu Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für Frauenfragen Verstaatlichung der Frauenfrage ?

Gleichstellungspolitik als Frauenförderung unterliegt Defizitmodell

Frauenpolitische Konzepte beruhen auf konservativem Frauen- und Familienbild Zuschnitt von Massnahmen auf
Frauen (Vereinbarkeit)

Erfolg ist abhängig von Stellen-
besetzung und politscher Führung

Organisationale und systemische Dependenzen Das Literaturverzeichnis befindet
sich in einer externen Datei.
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