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Wortbildung in Deutsch als Fremdsprache

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Carolin Borchardt

on 6 February 2013

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Transcript of Wortbildung in Deutsch als Fremdsprache

Inhalt 1) Wortbildung und Wortstruktur
2) Wortfamilie
3) Bildungswortschatz 4. Vorschläge und mögliche Lernstrategien zur Verbesserung des Bildungswortschatzes im Deutschen Wortbildung in Deutsch als Fremdsprache Grundwortschatz: mehrfaches Wiederholen und Üben
Bildungswortschatz: gezielte, wenige Wörter
Registrierunterschiede der SuS: fremdes Wort
Rede Deutsch!: als Relikt ehemaliger Zeiten im Unterricht verbalisieren
Lerneinheiten zur deutschen Sprachgeschichte
Wörterbuch, Wortschatzstand, Bibliothek, Thesaurus
Scheu vor der Nachfrage abbauen
Förderunterricht
Redewendungen, Synonyme
Wortbildung im Deutschen Wortbildung und Wortstruktur - 90% aller vorhandenen Wörter der deutschen Sprache lassen sich nach ihrer Wortstruktur analysieren
Bewerbungsgespräch = Bewerbung + s + Gespräch
Bewerbung = bewerb(en) + ung Gespräch = ge + sprech(en)
bewerb(en) = be + werb(en) Relevanz für den Fremdsprachenunterricht Zusammensetzungen: Determinativkomposita (das erste Wort beschreibt das zweite näher) sind die meisten Zusammensetzungen
Haustür nicht Türhaus
Kinderschuh nicht Schuhkinder

--> der Fremdsprachenlernende kann mit dieser Regel die Bedeutung neuer Wörter schneller erschließen Relevanz für den Fremdsprachenunterricht Relevanz für den Fremdsprachenunterricht Motiviertheit / Durchsichtigkeit Relevanz für den Fremdsprachenunterricht Neubildungen/Neologismen

- am häufigsten angewendet wird die Komposition
- der Fremdsprachenlernende kann eine Neubildung versuchen falls das konventionelle Wort nicht einfällt. Der Muttersprachler wird dies höchstwahrscheinlich verstehen und korrigieren
Beispiel: Besserwissigkeit --> Besserwisserei Wortfamilien im DaF- Bereich Ca 3400 Wortfamilien Stark belegte Wortfamilien fahren = 66 Wörter
halten = 51 Wörter
sehen = 50 Wörter
gehen = 46 Wörter
binden = 45 Wörter
sitzen = 44 Wörter
kommen = 42 Wörter - ein oder mehrere Kernwörter können mittels Wortbildung komplexe Wörter bilden --> alle gebildeten Wörter zu einem Kernwort bilden die Wortfamilie Analyse der Wortstruktur:
- kann helfen die Bedeutung eines unbekannten Wortes zu erschließen
- kann helfen neue Wörter leichter zu lernen und zu behalten Beispiel

Affixe und ihre Bedeutungen können gelernt werden:
miss- = 'falsch, verfehlt' missverstehen, misstrauen
des- = 'nicht' desorientiert, desinfizieren Ein Wort - Zwei Bedeutungen die im Zusammenhang stehen:
- der Lernende kann mittels eines etymologischen Wörterbuchs Zusammenhänge herausfinden und das Wort besser behalten
"Messe" --> 1. Katholischer Gottesdienst
2. Austellung und Handel mit Waren (In großen Städten fand oft
nach dem Gottesdienst eine solche Austellung statt " Kater" --> 1. männliche Katze
2. Unwohlsein nach dem Genuss von Alkohol ( aus der
Studentensprache, es war der Name eines Bieres, das im Hals kratzte wie ein Kater) Kernwörter mit mehreren Bedeutungen am Beispiel ,, die Wahl“ 1. Kernbedeutung: ,,Möglichkeit der Entscheidung“ = wählen, auswählen, Auswahl = Teilwortfamilie 1

2. spezielle Bedeutungen: ,, beim Telefon“ = wählen, verwählen, vorwählen, Vorwahl = Teilwortfamilie 2

3. weitere spezielle Bedeutungen: ,,(politische) Abstimmung“ = wählen, Wähler, Wählerin, Vorwahl = Teilwortfamilie 3 Fremdwort als Basis - Basis einer Wortfamilie kann auch ein Fremdwort sein (Bsp.: Infomobil) Zum Bildungswortschatz im Deutschen 1. Einleitung

2. Der Bildungswortschatz im Deutschen
2.1 Was ist der Bildungswortschatz im Deutschen
2.2 Alltagssprache und Bildungssprache im Deutschen
2.3 Konkrete Beispiele zum Bildungswortschatz im Deutschen

3. Bildungssprache mittels Derivation
3.1 Derivation - Fremdpräfixe
3.2 Derivation - Fremdsuffixe

4. Vorschläge und mögliche Lernstrategien

5. Ausblick Einleitung auch Muttersprachler beherrschen den Wortschatz im Deutschen nicht zu 100%

Hochrechnung: 1 Million deutsche Wörter


Wahnsignale zum Wortschatz im Deutschen:
Sprachstudie DESI / 11.000 SuS 2001-2008 Neuntklässler mit dem Ergebnis defizitärer Wortschatz in allen Schulzweigen
SuS meinen der Bildungswortschatz sei das fremde Wort Kiezsprache und ordinärer Jugendslang



DESI: Deutsch-Englisch-Schulleistung-International 2.2 Alltagssprache und Bildungssprache im Deutschen 2.2 Alltagssprache und Bildungssprache im Deutschen 2.3 konkrete Beispielezum Bildungswortschatz im Deutschen „kontraproduktiv, antizipieren, kohärent, traktieren, Konfusion, heterogen, Ressentiment, passioniert, respektive, Interieur“

„bisweilen, etwas ausmerzen, desungeachtet, von etwas zeugen, angesichts, in Anbetracht, mitunter, allenfalls, beanstanden, pfleglich behandeln, weiland“

„außerdem, völlig, sinngemäß, exakt, häufig, Resultat, bergen“

„ exklusive, inklusive, kontra, minus. per, plus, pro, puncto, quo, versus, via“

„explizit, implizit, kompatibel, inkompatibel, homogen, inhomogen, primär, sekundär, essentiell, akzidentiell, fokussieren, reflektieren, differenzieren, resultieren, eruieren, insistieren, konstatieren“ 3. Bildungssprache mittels Derivation
3.1 Derivation - Fremdpräfixe 3. Bildungssprache mittels Derivation
3.2 Derivation - Fremdsuffixe Ähnlichkeiten in Wortfamilien verschiedener Sprachen - Ähnlichkeit der Affixe (Bsp.: Leser – Reader)

- Übereinstimmungen und Unterschiede im Vergleich Englisch - Deutsch Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen - Gemeinsame Basis für die Entwicklung von Lehrplänen, Prüfungen und Lehrwerken in ganz Europa

- Beschreibt sprachlichen Fertigkeiten die Lerner beherrschen müssen

- Elementare Sprachverwendung

- Selbstständige Sprachverwendung

- Kompetente Sprachverwendung 2.1 Was ist der Bildungswortschatz im Deutschen? „bestimmte Fremdwörter die nicht Fachausdrücke sind“

„Hinzu kommen Ausdrücke aus dem Deutschen, die nur noch in bestimmten schriftlichen Texten benutzt werden, von denen einige feierlich oder altertümlich klingen oder in Wörterbüchern als gehoben klassifiziert werden.“

Die Nutzung des besagten Bildungswortschatzes hinterlässt den Eindruck belesen zu sein und über eine „beeindruckende Formulierungskunst“ zu verfügen.




(Weissgerber 2010: 163) Buch für Berufsschüler-Handwerk 2.1 Was ist der Bildungswortschatz im Deutschen? das aktuelle Deutsch teilt sich:

„in einen primären, allgemein genutzten Wortschatz, der aus Erbwörtern, aus alten Lehnwörtern und einer relativ geringen Anzahl hochfrequenter Fremdwörter besteht,

und einen peripheren, sehr umfangreichen, aber nur sehr wenig genutzten Fremdwortschatz“

peripherer Fremdwortschatz einer „mit anderen europäischen Sprachen häufig gemeinsame Fremdwortschatz des Deutschen“

(Brütting 1998: 158) 2.1 Was ist der Bildungswortschatz im Deutschen? „domänenspezifischer, im Alltag niederfrequenter oder nur in Teilaspekten der Bedeutung genutzter, jedoch in schriftnahen Texten genutzter Wortschatz, der nicht die einfachste Art ist etwas auszudrücken.

ohne Kenntnis dieses Wortschatzes der Informationen, Aussagen und Bewertungen, die ein Text bietet, nur bruchstückhaft“ erfasst werden kann

was kurzum mit „Der Text macht keinen Sinn“ konkretisiert wird


(Kurtz 2012: 244) 2.1 Was ist der Bildungswortschatz im Deutschen? jene Wörter, die sich aus dem Umstand ableiten, das „Latein viele Jahrhunderte die Sprache der Gebildeten war“
(Augst 2012: 237)

„Besonders speist sich der Bildungswortschatz aus der klassischen Mythologie, der Sage und der Literatur.“
(Augst 2012: 238)

„Gemeinsam mit den Gräzismen bilden die Latinismen eine Basis für unseren Bildungswortschatz, darüber hinaus für einen gemeinsamen Wortschatz, der größeren europäischen Sprachen.“
(Eisenberg 2012: 85)

So gibt es für den Bildungswortschatz aus dem Lateinischen und Griechischen, als „Gegenpol zu den Anglizismen“ auch „vergleichsweise verbindliche Aussprachekonventionen“ (Eisenberg 2009: 98) 2.2 Alltagssprache und Bildungssprache im Deutschen 3. Bildungssprache mittels Derivation
3.1 Derivation - Fremdpräfixe 3. Bildungssprache mittels Derivation
3.1 Derivation - Fremdpräfixe 3. Bildungssprache mittels Derivation
3.2 Derivation - Fremdsuffixe 5. Ausblick Wortschatzdefizite in allen Schulzweigen

undefinierter Bildungswortschatz

Möglichkeiten die Defizite anzugehen Übung
In 2er Gruppen: Findet neue aber dennoch durchsichtige Bezeichnungen (in einem Wort) für alltägliche Dinge unseres Lebens! Lasst am Ende die Gruppe erraten, was ihr gemeint habt!
Meine Beispiele:
Lichtgerät
Essenszubereitungsraum Aufgabe Schreiben Sie 5 weitere Wörter, die als Basis ein Fremdwort besitzen, auf.
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