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Strukturalismus nach Pierre Bourdieu

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by

Julie Julsen

on 13 December 2013

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Transcript of Strukturalismus nach Pierre Bourdieu

.... im Geschlechterdiskurs
"Geschlecht als Dimension der Hervorbringung sozialer Wirklichkeit"
Geschlecht als Bestandteil der sozialen Ordnung
männliche Herrschaft setzt den entsprechenden Habitus bei Herrschenden und Beherrschten voraus
es handelt sich nicht um rationales Einverständnis
Strukturalismus nach Pierre Bourdieu
Kleine Einführung zu Autor und Referat
Bourdieus Erbe = Theorie aus Denkwerkzeugen als Zugang zur sozialen Welt
Wissenschaftliche Reflexivität
Strukturalismus
Der Habitus
habitus = lat. "Verhalten"
"soziologisches Interpretationskonstrukt"
"Der Habitus als das Körper gewordene Soziale"
im Individuum zeigt sich die Gesellschaft
aber: Mensch nicht als vollständig determiniertes Wesen
Habitus verändert sich ständig


Die männliche Herrschaft
zweigeschlechtliche Weltsicht
-> Ein- & Aufteilung der sozialen Welt
Die Konstruktion des sozialen Raumes
Diskussion
aus
Soziologie ist ein Kampfsport - Pierre Bourdieu im Portrait - ein Film von Pierre Carles
Quellen
Eine Moderation von Juliana Bachert, Merit Hagenkort, Jehona Miftari, Julia Scholze und Isabell Singer
Wieso funktioniert diese etablierte Ordnung so reibungslos?
- wird reproduziert
- erscheint natürlich
die männliche Herrschaft ist in der Welt selbstverständlich
Um vergeschlechtlichte Strukturen in unserem
Habitus aufzudecken, verwendet Bourdieu zur
Analyse einen besonderen Fall:

KABYLISCHE GESELLSCHAFT
alle Praktiken und Gegenstände entlang des Gegensatzes weiblich und männlich aufgeteilt
→ Arbeitsaufteilung zwischen Geschlechtern
→ männliche Herrschaft als alltägliche Sicht

--> männlich und weiblich als binäre Opposition
EXPERIMENT mit dem Kellner
Bestellung des Desserts: süß & salzig
süß -> Frau salzig -> Mann
dualistische Sichtweise muss aufgebrochen werden

SYMBOLISCHE GEWALT
Herrschender Mann & Beherrschte Frau
- Einverständnis ist vorausgesetzt

„Beherrschte [nimmt] den Herrschenden mittels Kategorien wahr, die von der Herrschaftsbeziehung hervorgebracht wurden und von daher im Interesse des Herrschenden liegen.“

Einverständnis wird als
selbstverständlich genommen
FAZIT:
Habitus Konzept + Konzept der symbolischen Gewalt
Analyse von
Herrschaftsverhältnissen
Das soziale Feld
Gegenstück zum Habitus (wechselseitig Beziehung zwischen den beiden)

Als Feld versteht Bourdieu die unterschiedlichen Teilbereiche der Gesellschaft (Wirtschaft, Politik, Bildung, Religion…)
Diese Teilbereiche sind unabhängig voneinander, aber im weitesten Sinne Strukturhomogen
In allen Feldern geht es um die Anhäufung von Kapital
Felder werden auch Spielräume oder Kampffelder genannt
Kampf um Kapital bestimmt die Positionierung des Einzelnen in den verschiedenen gesellschaftlichen Feldern

Bsp.: Fußballspiel


Kapital:
ökonomisches Kapital: materieller Besitz von Geld und Eigentum
kulturelles Kapital: Bildung, Titel, Interessen
soziales Kapital: Verwandschaft, Beziehungen

Carles, Pierre. 2008. Soziologie ist ein Kampfsport. Pierre Bourdieu im Porträt. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag
Engler, Steffani. 2010. Habitus und sozialer Raum: Zur Nutzung der Konzepte Pierre Bourdieus in der Frauen- und Geschlechterforschung. In: Becker, Ruth: Kortendiek, Beate (Hg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 3. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag, S. 257-268
Thoma, Michael. 2011. Entwürfe des wirtschaftspädagogischen Subjekts. Anders-Konzeption aus poststrukturalistischer Perspektive. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 23-26
Treibel, Annette. 2006. Einführung in soziologische Theorien der Gegenwart. 7. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag, Kap. IX.
Zum Verständnis ist ein Paradigmenwechsel im sozialwissenschaftlichen Denken nötig:
Relationale Betrachtungsweise
Akteure werden niemals isoliert untersucht, sondern immer aus ihrer sozialen Position heraus
keine Normativität, sondern Aufdecken von Wirken und Funktionsweise existierender Macht- und Herrschaftsverhältnisse
die soziale Praxis soll durch ihre eigene Logik und ihren eigenen praktischen Sinn verstanden werden
soziales Handeln kann nicht von außen und als durchgängig rationales erfasst werden
Problem: Bourdieus Denkansätze werden häufig aus gerade dem alten Denken heraus betrachtet, gegen
das er sich mit seinen neuen Konzepten richten möchte
-> teils heftige Kritik auch aus der Frauen- & Geschlechterforschung
Bourdieus Denkwerkzeuge sind aber wertvoll für Untersuchung von Dominanz- & Herrschaftsbeziehungen auch in unserer modernen Geschlechterordnung
Dazu müssen zentrale Konzepte verstanden werden -> Aufbau Moderation
Die Überwindung wissenschaftlicher Dichotomien
Forschungsgegenstand: Die soziale Praxis
Soziale AkteurInnen konstruieren im Rahmen ihrer jeweiligen sozialen Gefüge kreativ und erfinderisch ihre eigene Realität
Ihre Handlungslogik ist nicht durch vorgeformte Klassifikationsraster ord- & berechenbar
Klassifizieren und Ordnen ist selbstverständlich & fest verankert in unserem alltäglichen und wissenschaftlichen Denken
Dualismen (Bsp. Subjekt/Objekt)
Substanzen (es "gibt" gewisse Dinge)
Untersuchungen von "Relationen" als "Realisierungen des historischen Handelns", immer in Bezug auf die jeweiligen sozialen Positionen
Nicht alleinstehende Kategorien oder Einzelwesen, wie z.B. Mann oder Frau
Keine eindeutigen Definitionen oder allgemeingültige Wahrnehmungs- & Bewertungsschemata
sondern Erkenntniswerkzeuge zur aktiven Anwendung
Was haltet ihr von dieser Aussage? Ist jeder Mann gezwungenermaßen ein wenig Macho?
Sind Männer Opfer ihrer eigenen Macht?
"Der Herrschende wird von seiner Herrschaft beherrscht"
Und wenn man sich dieser Zustände bewusst ist, können sie dann im Sinne der symbolischen Herrschaft überhaupt noch existieren?
Ursprünglich aus der Linguistik nach Ferdinand de Saussure, übertragbar auf die Soziologie und andere Geisteswissenschaften

Im Fokus nicht das einzelne Subjekt, sondern die Sozialstruktur, vor deren Hintergrund es handelt
Methode der Geisteswissenschaften
Bourdieu betrachtet soziale AkteurInnen niemals als isolierte Einzelsubjekte, sondern immer in Bezug zum sozialen Feld, -Raum, Klasse, Habitus etc.
seine Theorie bietet Werkzeuge zur Aufdeckung von Macht- und Beziehungsstrukturen aufdecken


- Konstruierter, dreidimensionaler sozialer Raum
- Dient der Darstellung und Analyse sozialer Strukturen
und individueller Positionen
- Soziales Feld = Handlungsebene innerhalb des
sozialen Raumes
- Soziale Position kann sich verändern



Erste Dimension - vertikal:
Soziale Position: bestimmt durch Gesamtvolumen an ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital

Zweite Dimension – horizontal:
Kapitalstruktur: ökonomisches Kapital rechts und kulturelles Kapital links (soziales Kapital unberücksichtigt)

Dritte Dimension - zeitlich:
Zeigt Veränderungen in der sozialen Position Einzelner oder Gruppen im Bezug zu Kapitalvolumen und –Struktur



- Klasse: fasst Individuen mit ähnlicher Position im sozialen Raum zusammen
- Unterscheidung in drei Klassen sozialer Akteure: obere, mittlere und untere Klasse – fließende Übergänge
- Mittlere Klasse: absteigendes, neues und exekutives Kleinbürgertum
- Obere Klasse: dominiert ökonomisch und dominiert kulturell

Aufbau
Was ist der soziale Raum?
Konstruktion von Klassen
Die Rolle der Frau im sozialen Raum
"Die geschlechtsspezifischen Merkmale sind ebenso wenig von den klassenspezifischen zu trennen wie das Gelbe der Zitrone von ihrem sauren Geschmack: eine Klasse definiert sich wesentlich durch Stellung und Wert, welche sie den beiden Geschlechtern [...] einräumt. Darin liegt begründet, warum es ebenso viele Spielarten der Verwirklichung von Weiblichkeit gibt wie Klassen- und Klassenfraktionen, und warum die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern auf der Ebene der Praxis wie der Vorstellungen innerhalb der verschiedenen Gesellschaftsklassen höchst unterschiedliiche Ausprägungen annimmt."
Bourdieu, 1982: 185
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