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Wirtschaftspolitik Skript

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by

Norioderra Muetze

on 23 December 2015

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Transcript of Wirtschaftspolitik Skript

H-O-Schema
Suchanek
Vanberg
Mikrofundierung und Methodologischer Individualismus
Nach Suchanek müssen sowohl normative als auch positive Annahmen bzw. Aussagen in die Analyse integriert werden, um Empfehlungen oder Beurteilungen ableiten zu können

(1) normative Vorgaben
(2) Satuts-quo-Analyse („Diagnose“)
_________________________________________
(3) abgeleitete Handlungsempfehlung („Therapie“)
Geschieht dies nicht, unterliegt man einem Fehlschluss:
Normativistischer Fehlschluss: Es werden Empfehlungen aus rein normativen Theorien abgeleitet ohne positive Bedingungen mit im Blick zu haben
Naturalistischer Fehlschluss: Es werden Empfehlungen aus rein positiven Ansätzen abgeleitet ohne die normative Setzung methodisch sauber zu vermitteln

Anm. Roth:
Unbewusst oder implizit enthaltene Werte bedingen bereits einen normativen Fehlschluss. (vgl. Vanberg)
Wenn einer der beiden Komponenten mit Absicht ausgelassen wird, würde er das nicht mehr als Fehlschluss bezeichnen. Bspl: Populisten
Suchanek bringt die Verbindung von normativer Setzung und positiver Analyse ein
Andres Suchanek (1997): Erfolgreiche Therapie ohne gute Diagnose? Zum Zusammenhang von normativer und positiver Analyse
Suchanek: Mikrofundierung...
...in der Status-quo Analyse: Wie kommt es zur pareto-
inferioren Situation?
Situative Bedingungen („Restriktionen“) definieren den Handlungsraum von Individuen, die hieraus sich ergebenden Handlungen führen aggregiert zur u.U. unerwünschten Situation
--> Erklärung von Kausalitäten
...in der normativen Setzung: Was ist wünschenswert?
Wertmaßstäbe müssen von den Betroffenen/Individuen selbst bestimmt und nicht von extern vorgegeben werden (Bsp. Paretosuperiorität: Was als besser/schlechter bewertet wird, liegt bei den einzelnen Individuen)
...als Legitimation: Wie können Maßnahmen legitimiert
werden?
Maßnahmen bekommen ihre Legitimation durch die Zustimmung der betroffenen Individuen
...in der Implementationsbedingung: Wie kann man die
Mitwirkung der Betroffenen absichern?
Durch das setzen entsprechender Anreize, können Individuen für die Maßnahmen gewonnen werden (Vgl. Paretokriterium)
Pareto-Superiorität
liberale Komponente des Methodologischen
Individualismus
handelnde und entscheidende Einheiten sind einzelne Menschen, im Gegensatz zum Kollektiv
das Verhalten und Handeln einer Gruppe, lässt sich durch die Handlungen der einzelnen Personen erklären
anthropozentrische
Komponente des
methodologischen Individualismus
Die Werte der Wissenschaft kommen durch die Werte der Menschen zustande
Mensch als Quelle von Werten
=> Es gibt keine absoluten Werte
Präferenzen und Restriktionen
Aufgabe der Ökonomik/Wirtschaftspolitik ist es nicht, die Präferenzen zu ändern, sondern die Restriktionen möglichst in Einklang mit Präferenzen zu bringen
Restriktionen als Rahmenbedingung des Handlungsraumes
=> Veränderung der Individuellen Handlungsentscheidungen durch Änderung der Restriktionen, nicht durch Änderung der Präferenzen
Bsp. normativistischer Fehlschluss
Jeder soll mtl. 1000 € Einkommen haben
Es hat nicht jeder 1000 € im Monat

Einführung eines bedingungslosen Grund- einkommens von 1000 Euro im Monat
--> Fehlschluss, da die Empfehlung hergeleitet wird, ohne die Mach- barkeit durch eine positive Analyse zu berücksichtigen.
Bsp. naturalistischer Fehlschluss
Charlotte hat Fieber
Gegen Fieber hilft Ausruhen

Charlotte soll zuhause bleiben
--> Fehlschluss, da in der Empfeh-lung eine implizite Wertung zugrun-de liegt (Charlotte soll gesund werden), die nicht offen gelegt wurde.
Antezedensbedingung:

normative Setzung
Status-quo
allgemeine Gesetzesaussage

Konklusion

bedingte
Handlungsempfehlung
Beispiel
Antezedensbed.

Charlotte hat Fieber
Charlotte möchte ihre Schwäche schnell überwinden
allg. Gesetzesa.
Aspirin senkt Fieber

Konklusion

Wenn Charlotte schnell ihre
Schwäche überwinden möchte,
sollte sie Aspirin nehmen
Induktion vs. Deduktion
Viktor Vanberg (2000): Der konsensorientierte Ansatz der konstitutionellen Ökonomik


Vanberg betont, dass Empfehlungen immer eine normative Komponente enthalten.

Eine unbedingte Empfehlung enthält diese implizit und verletzt damit das wissenschaftstheoretische Postulat der Werturteilsfreiheit.

Er spricht sich deswegen für bedingte Empfehlungen aus, auch hypothetischer Imperativ genannt (im Gegensatz zum kategorischen). Schematisch: "Wenn X erwünscht, dann Empfehlung Y."
Damit wird die normative Setzung somit selbst Teil eines überprüfbaren Aussagenzusammenhangs, wodurch die bedingte Empfehlung wissenschaftliche Legitimität erhält. Ermöglicht Y im Objektbereich zu analysieren (vgl. 3-geteilter Wertebegriff nach Albert)
Gleichzeitig wird die normative Komponente X sichtbar abgespalten und deren Übernahme bzw. Akzeptanz dem Empfänger der Empfehlung überlassen. [Alex]





Vanberg bringt die bedingte Empfehlung ein.
Induktionsproblem nach David Hume
Vom Speziellen könne man nie mit Sicherheit auf das Allgemeine schließen.
Formallogisch: "Man kann nicht mehr wissen, als man weiß." [Wikipedia]
Beispiel: Ein Masttier wird jeden Tag gut gefüttert und könnte davon ausgehen, dass dies immer so weiter geht. Es wird jedoch eines Tages geschlachtet. Die Anzahl der Datenpunkte wächst mit dem Leben des Tieres, die Annahme der ewigen Fütterung wird dadurch jedoch nicht besser.
Kritischer Rationalismus nach Karl Popper
Theorien können niemals bewiesen, sondern nur falsifiziert werden.
Theorien können willkürlich aufgestellt werden, müssen sich jedoch der fortlaufenden empirischen Überprüfung stellen, wodurch ein evolutionärer Selektionsprozess stattfindet. Die verbliebenen bezeichnet Roth als "bewährt". Eine induktive Vorgehensweise ist abzulehnen.
Beispiel: Newtons Gravitationstheorie hatte 200 Jahre empirischen Bestand, bis sie von Einsteins Relativitätstheorie widerlegt wurde. [Wikipedia]
Gegenbeispiel: Ein Regressionsmodell (Allg./Theorie) einer Datenmenge (Spez./Empirie) ist von selbiger Datenmenge nicht falsifizierbar und erfüllt somit eine wichtige Grundanforderung an Theorien nicht. [Alex]
Opportunitätskosten
entsprechen der entgangenen Konsumentenrente (Zahlungsbereitschaft minus Kosten) der zweitbesten Alternative.

In der VWL ist alles knapp und nichts umsonst, daher gibt es immer Opportunitätskosten.

Knappheit impliziert, dass es immer Restriktionen gibt und nicht alle Wünsche auch zur Wahl stehen.
<-- Lässt sich evtl. woanders besser einordnen.
Vgl. Text von Amartya Sen (Marco?)
Beispiel: Damit Optimalität bei Grenznutzen = Grenzkosten gegeben ist, benötigt es die Antezendens-Bedingungen konkaver Nutzen- und konvexer Kostenfunktionen
Kritik an Gemeinwohlforderungen
nach Hartmut Kliemt
Forderungen nach Maßnahmen zur Förderung des Gemeinwohls beinhalten häufig die Forderung der Aufgabe von Einzelinteressen. (Das wäre das Gegen-teil des methodologischen Individualismus)

Da Gemeinwohlforderungen dieser Art meist vom Großteil der Bevölkerung mitgetragen werden, besteht die Gefahr Minderheiten zu benachteiligen, oder ihnen sogar scheinbar legitim schweren Schaden zuzufügen. Beispiel: Judenverfolgung unter Hitler zum "Wohle des deutschen Volkes".

Lt. Roth ist Nutzen nicht quantifizierbar. Somit kann nicht überprüft werden, ob die Nachteile eines Einzelnen die Vorteile aller Anderen nicht überwiegen.

Kliemt propagiert deswegen (genauso wie Vanberg) das Markt- bzw. Pareto-Prinzip, da einzig und allein hier die Zustimmung jedes Einzelnen sichergestellt ist. Nur in diesem Sinne könne von Gemeinwohlverbesserun-gen gesprochen werden. Für ihn es das abstrakte Ziel jederman soweit möglich die eigenen Ziele verfolgen zu lassen (vgl. Freie Gesellschaft nach Hayek)
Selbstbestimmung sei grundsätzlich besser als Mitbestimmung (vgl. Subsidiaritätsprinzip in der dt. Verfassung)
Dreigeteilter Werte-begriff nach Albert
(1) Wertbasis:
Wertung durch Auswahl der Forschungsfrage
Wissenschaft ohne Wertbasis ist nicht möglich, da Wertungen in der Wertbasis nicht zu umgehen sind
(2) Wertungen im Objektbereich:
Werte sind Objekt/Gegenstand der Forschung,
z.B. in der Soziologie
(3) Wertungen im Subjektbereich:
Wertvorstellungen des Forschers
wenn Werte des Forschers Einfluss auf die Forschung nehmen, sind die Ergebnisse nicht mehr intersubjektiv nachvollziehbar
=> Klare Kennzeichnung(!) von Werten, um intersubjektive Überprüfbarkeit zu gewährleisten
Explanans {
Antezedensbedingungen (=Nebenbedingungen)

allgemeine Gesetztesaussage (=regelmäßig)
<-- ich tue mich mit einer solchen Argumentation etwas schwer, da sie theoretische Überlegungen und Realtität vermischt. Auch das Pareto-Kriterium kann meiner Meinung nach der Realität nicht standhalten, auch wenn es in der Theorie vielleicht einleuchtend sein mag. Man wird nicht umgehen können, dass Mehrheiten gesucht werden müssen und es immer Minderheiten geben wird, die mit Entscheidungen nicht zufrieden sein werden. Nichts desto trotz, stimme ich natürlich zu, dass es keine "Diktatur der Mehrheit" geben darf!! (Nora)
Explanandum
Konklusion
(--> muss logisch sein)
Bsp. von Popper:
Beobachtung: Ein Faden reißt
Explanans {
Antezedensbedingungen:
1. Der Faden hat x=1kg
2. Das Gewicht ist x>1kg
Gesetz:
Jeder Faden hat ein charakteristisches Gewicht x. Wenn mehr als x anhängt reißt er.
Explanandum
Konklusion:
Der Faden wird reißen.
Carl Gustav Hempel und Paul Oppenheim (1948): Studies in the Logic of Explanation
Eine Situation ist Pareto-superior, in der niemand schlech-ter und mindestens eine Person besser gestellt wird.

Roth sieht nur das Pareto-Optimum als effizient an, dies wird in der Realität jedoch nie erreicht
aufgrund der Dynamik und unvollständiger Information (...) [Alex]
Es werden stets nur Pareto-superiore Zustände bzw. -Verbesserungen erreicht.

Aufgrund unvollst. Information können Akteure auch Pareto-inferioren Täuschen zustimmen. In der Realität bevorteilt das Pareto-Prinzip deswegen Akteure mit Informationsvorsprung. (Nora/Alex)
Das H-O-Schema stellt das
deduktiv-nomologische
Grundgerüst dar
Abgrenzung der Erkenntnislogik von der Erkenntnispsychologie
Die Erkenntnislogik beschäftigt sich mit den Methoden der systematischen Überprüfung eines Satzes.
Die Erkenntnispsychologie beschäftigt sich damit, wie ein solcher Satz/Einfall zustande kommt.
Deduktive Überprüfung einer Theorie
Theorie wird auf folgende vier Aspekte hin untersucht:
logische Form der Theorie: es darf sich nicht um eine Tautologie oder um Metaphysik handeln (muss falsifizierbar, überprüfbar sein)
logische Konsistenz: die Sätze der Theorie müssen widerspruchsfrei sein
Gehalt der Theorie im Vergleich zu anderen Theorien: muss zu Erkenntnisfortschritt beitragen
Empirische Gültigkeit: Bewährung vs. Falsifikation
aus dem Satz/Einfall wird eine Theorie hergeleitet
Das Ideal des geräumten Marktes im Polypol
Kritik am Nirvana Approach nach Demsetz
im Polypol herrscht möglichst atomistische Konkurrenz
Gleichgewicht: der Markt ist geräumt; Angebot und Nachfrage entsprechen sich
- größtmögliches Angebot, das noch kostendeckend produziert werden kann
- kleinstmöglicher Preis, bei dem die Kosten noch gedeckt sind
=> NULLGEWINN
durch eine Senkung des Preises (solange er die Kosten deckt), Vermehren sich die Tauschakte und somit wird der soziale Überschuss/die Wohlfahrt vermehrt
W. Hutt: Konsumentensouveränität
das grundlegende Bedürfnis liegt im Konsum, es wird also gearbeitet/produziert, um zu konsumieren
--> Konzentration auf die Konsumseite, für die kleinstmögliche Preise und größtmögliches Angebot "gut" ist
Ressourcenknappheit
Utilitarismus (1789)
Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomik
(1) Wettbewerb führt zu pareto-effizienten Gleichgewichten,
derer es unendlich viele gibt (liegen alle auf der sog. Kontrakt-Kurve)
(2) Durch Umverteilung der Anfangsausstattung kann jedes mögliche pareto-effiziente Gleichgewicht erreicht werden
Adam Smith (1776) Wealth of Nations
Der Wettbewerbsmarkt führt zum bestmöglichen Zustand (invisible Hand) => paretoeffiziente/kollektiv rationale Ergebnisse
Staatseingriff
Notwendige Bedingungen:
Marktversagen liegt vor

Hinreichende Bedingung
Staatseingriff muss zu einem besseren/ paretosuperioren Ergebnis führen
addierte Nachfrage
Nachfrage von B
Nachfrage von A
Angebot
Menge
Preis
x*
x2
x1
p*
p2
p1
(x1, p1) --> wenn Person B die eigene Zahlungsbereitschaft verschleiert und nur Person A die Zahlungsbereitschaft offen legt
(x2, p2) --> wenn Person A die eigene Zahlungsbereitschaft verschleiert und nur Person B die Zahlungsbereitschaft offen legt
(x*, p*) --> effiziente Bereitstellung des Gutes; kommt nur zustande, wenn Zahlungsbereitschaften von A und B bekannt sind
Mit dem Nirvana Ansatz werden Abweichungen der Realität von einem theoretischen Ideal untersucht.
Ziel ist es, den Ist-Zustand über die Wahl einer Alternative dem Ideal-Zustand näher zu bringen. Demsetz kritisiert den Ansatz für seine realitätsferne und zeigt drei darin enthaltene Trugschlüsse auf:

1.) The grass is always greener fallacy
Eine Alternative, die positive Effekte verspricht, muss auch auf mögliche negative Effekte hin untersucht werden. Bspl.: Kostenlose Informations-nutzung (Bspl.: Musik, Patente) würde aufgrund der Mehrnutzung Nutzen spenden, gleichzeitig jedoch aufgrund des Wegfalls des Produktions-anreizes die Masse an konsumierbarer Information reduzieren. Der Negativeffekt könnte den Positiveffekt überwiegen.
--> es ist kein logischer Schluss aus der Unzufriedenheit mit dem Status quo zu folgern, dass es eine bessere Alternative gibt

2.) The fallacy of the free lunch
Jede Alternative hat Kosten, die berücksichtigt werden müssen. Vieles was eine Alternative abwertet, kann als Kosten betrachtet werden, z.B. Moral Hazard bei Versicherungen. Wenn Moral Hazard eine wirtschaftliche Bereitstellung einer Versicherung verhindert, ist Nicht-Versicherung als effizient zu betrachten. Der Vorwurf eines unvollständigen Risikomarktes ist dadurch allein nicht zulässig. (Weitere Kostenbspl.: Diebstahl, Faulheit)
--> Opportunitätskosten in einer Welt der knappen Güter sind nicht zu vernachlässigen

3.) The people could be different fallacy
Man darf keine realitätsfremden Annahmen über Akteure machen. Bspl. 1: Anleger interessiert nicht bloß die erwartete Rendite (statistisch/rationales Verhalten) sondern auch das Risiko (realpsychologisches/risiko-averses Verhalten)
Bspl. 2: Ein Staat kann evtl. als risikoneutraler Akteur fungieren (Bspl. Mondlandung), er besteht jedoch aus risiko-aversen Menschen und bei politisch-riskanten Alternativen ist eine Regierung wg. des Wiederwahl-motivs evtl. sogar risiko-averser. (Bspl. Effizienzsteigerung der Post vs. Jobabbau)

Demsetz bevorzugt den vergleichenden Institutitionen-Ansatz. Dabei werden Ist-Zustände nur mit real erreichbaren Alternativen verglichen. Obwohl diese Alternativen schlechter als ein theoretisches Ideal sind, können durch sie bessere Zustände erreicht werden, als bei der Verfolgung eines Ideals, das jedoch unrealistisch ist.
Anmerkung: Demsetz demontiert in seinem Text eine konkrete Arbeit von Arrow. Die konkreten Teile, sowie die Kapitel III und der Appendix wurden hier nicht eingearbeitet.
<-- Lt. Wikipedia und tendenziell auch Varian (uneindeutig) werden die entgangenen Kosten nicht in den Opp.kosten berücksichtigt (sondern separat als Opp.erlöse). Habt ihr noch andere Quellen zur Klärung? (Alex)
Impliziert, dass der Markt grundsätzlich vorgezogen wird. Lässt sich verknüpfen mit Subsidiaritätsprinzip, Freiheitsgrundsatz, Pareto-Prinzip
<-- Nächstes Treffen: Abgrenzung MF und MI? Implementationsbed.? (Alex)
<-- soll das hier so einsam und verlassen stehen? (Alex)
Was soll Metaphysik hier bedeuten? (Alex) -->
Aus Vanberg Text: Produzenten wünschen Priviligierung, ihre Interessen sind unvereinbar.
Gerechtigkeit
Soziale Wohlfahrtsfunktionen
Verschiedene Normen nach Blankart
1.)
Ausstattungsfundierte Kriterien n
ach Hobbes, Locke und Nozick
Jeder Mensch soll die Früchte seiner Arbeit ernten können.
Auch: Leistungsgerechtigkeit. (Alex)

Kann erweitert werden um weitere Bedingungen, z.B.
- Voraussetzung: Perfekter Wettbewerb
- Arbeitseinkommen ist höherwertiger als Kapitaleinkommen
- Die Startbedingungen müssen für alle gleich sein

2.)
Nutzenfundierte Kriterien
nach Bentham
Der Gesamtnutzen der Bevölkerung soll maximiert werden.
Setzt eine kardinale (=in Zahlen) Nutzenmessung voraus
(die es nicht gibt, Alex)
.
Unter der Annahme abnehmender Grenznutzen bzw. konkaver Nutzenfunktionen läuft dies auf eine Einkommensgleichverteilung hinaus.

3.)
Beschränktes Gleichheitskriterium
nach Marx und Rawls
Marx: Das Volkseinkommen soll nach Bedarf verteilt werden. Wenn alle Individuen gleich wären, würde auch dies auf eine Einkommens-gleichverteilung hinauslaufen. Kranke z.B. haben jedoch einen höheren Bedarf.
Rawls: Ungleichheit ist nur dann gerecht, wenn damit die Ärmsten der Gesellschaft besser gestellt werden.

Bezogen auf die Ökonomie zeigt Blankart folgende Problematik auf:
Jede Umverteilung von Reich nach Arm mindert die Arbeitsanreize für den produktiveren Teil der Gesellschaft. Das zu verteilende Volks-einkommen sinkt. Gleichzeitig schaffen Steuern Ausweichanreize. Die zu verteilenden Steuereinnahmen sinken weiter. Deswegen kann eine Erhöhung von Steuern dazu führen, das weniger verteilt werden kann.
--> vgl. Laffer-Curve (In diesem Modul nicht behandelt, Alex)
Jedes gewünschte Gerechtigkeitsverständnis lässt sich ökonommisch abbilden. Es ist deswegen zwingend notwendig, das verwendete Gerechtigkeitsverständnis
transparent
zum Teil jeder ökonomischen Analyse zu machen. Dies lässt sich mit sozialen Wohlfahrtsfunktionen ausdrücken:
entnommen aus der Vorlesung "Allgemeine Wirtschaftspolitik
Bentham
Utilitarian*
Rawls
Marx / Egalitarian
* Nicht im Text. ϵ = 0 => Bentham, ϵ -> ∞ => Rawls
Marktversagenstheorie
1. Öffentliche Güter
2. Externe Effekte
3. Natürliches Monopol
Asymmetrische Information
Weisen folgende Eigenschaften auf:
Nicht-Rivalität: Durch Inanspruchnahme des Gutes, nimmt man anderen nicht die Möglichkeit, dieses Gut ebenfalls in Anspruch zu nehmen.
Nicht-Ausschließbarkeit: Einzelpersonen können nicht von der Inanspruchnahme des Gutes ausgeschlossen werden
Für private Güter gilt: MC = MUi = p
Für öffentl. Güter gilt: MC = ΣMUi (Samuelson-Bedingung)
Es gibt keinen einheitlichen Preis, da die Zahlungs-bereitschaften individuell unterschiedlich sind.
Beispiele: Landesverteidigung, Radioempfang

Marktversagen durch Präferenzverschleierung:
Die Akteure haben heterogene positive Zahlungsbereit-schaften (ZB) für das Gut. Aufgrund der Nicht-Ausschließbar-keit kann jedoch kein Preis verlangt und somit die ZB erfasst werden. Jeder Akteur stellt sich individuell besser, wenn er eine geringere ZB signalisiert, als er tatsächlich hat. Dadurch wird allerdings weniger als die optimale Menge des Gutes produziert und gehandelt. Es kommt zur Unterversorgung.

Lösung
: Ein staatlicher Eingriff ist legitim, wenn durch eine Veränderung der Rahmenbedingung mehr von dem öffentlichen Gut bereitgestellt wird und somit die betroffenen Individuen gleich oder besser gestellt sind.
Die vom Staat gewählte Finanzierung des Öff. Gutes wird jedoch stets auch Einzelne benachteiligen, da aus Unkenntnis über die individuellen ZB manche mehr als ihre ZB zahlen werden. Bspl. GEZ (Alex)
Marktversagen durch Unvollständigkeit:
Der Markt berücksichtigt nicht alle Kosten, die durch die Transaktionen entstehen.
Negative/Positive EE bezeichnen Kosten/Erlöse die durch Transaktionen entstehen, im Marktmechanismus jedoch nicht berücksichtigt bzw. eingepreist sind. Es wird deswegen eine zu hohe/niedrige Menge produziert, obwohl eine kleinere/größere Menge wohlfahrtsmaximierend wäre.
Klassisches Beispiel: Umweltverschmutzung aufgrund von Überproduktion. Die Produzenten müssen Umweltverschmutzung nicht als Kosten berücksichtigen. Die Kosten der Umweltverschmutzung trägt die Konsumentenseite. Die Konsumentenseite würde profitieren, wenn weniger produziert würde und die Umweltverschmutzung geringer wäre.

Roth unterscheidet pekuniäre (=geldliche) gewollte EE und
technologische ungewollte EE, wie etwa Umweltverschmutzung.

Lösung
: Ziel ist es, diese Kosten zu internalisieren, d.h. zu Berücksichtigung zu verhelfen. Die Kosten können außerhalb des Marktes durch private Verhandlungen kompensiert werden (vgl. Coase-Theorem). Dafür ist es notwendig, dass der Staat die Eigentumsrechte definiert.
Bspl. Ein Fischer hat ein Recht auf einen sauberen Fluss. Eine Fabrik, die den Fluss verschmutzt, muss dem Fischer eine Kompensation für den verringerten Fischerertrag zahlen.
Wird idR. juristisch geklärt, nicht ökonomisch.
Wenn private Verhandlungen versagen
(z.B. bei komplexen Problemen)
, kann ein darüber hinausgehender Staatseingriff notwendig sein, z.B. mit Mengenbegrenzungen (Bspl. Schadstoffgrenzen) oder Pigou-Steuern.
Ein Öff. Gut wird i.d.R. nur in ausreichender Menge bereitgestellt, wenn man alle dazu zwingt, dafür zu bezahlen. Dieser Zwang wird durch
Implizite Zustimmung
teilweise toleriert, Bspl. Landesverteidigung
[Gemischte Quellen]

Alternative Ansätze zur Bereitstellung:
Buchanan: Die Bereitstellung eines Öff. Gutes kann auch erfolgen, wenn es einen ausreichend großen Einzelinteressenten gibt, der es bereitstellt, so das alle davon profitieren können.
(Bspl. Internet als Erfindung des Militärs. Es mag bessere Bsple. geben. Alex)
Ostrom:Man könnte die Bereitstellung Öff. Güter an den Konsum privater Güter koppeln
(Bspl. Rundfunkbeitrag als Steuer in Kaufpreise für Empfangsgeräte integrieren)

Gefangenendilemma
2. Wohlfahrtsökonomische Basis
Verteilungspolitik
1. Begriffs- und Themenklärung, Vorüberlegungen
Wissenschaft
Popper: Grundprobleme der Erkenntnislogik
3. Soziale Wohlfahrtsfunktionen, Beurteilungsmöglichkeiten
4. Angewandte Ordnungstheorie versus Prozesspolitik
(1) Adverse Selektion (Akerlof: 1970)
asymmetrische Information vor Vertragsschluss; versteckte Information
Bsp.: Lemon Market (Akerlof):
Gebrauchtwagenmarkt: Es gibt Gebrauchtwagen von guter und von schlechter Qualität ("lemons")
Verkäufer wissen über die Qualität des Autos Bescheid; Käufer kennen nur die Wahrscheinlichkeit, mit der es sich um ein gutes (=: q) oder um ein schlechtes (=: 1-q) Auto handelt (Asymmetrie der Informationen)
da Käufer nicht zwischen einem guten und einem schlechten Auto unterscheiden können, ergibt sich ihre Zahlungsbereitschaft für ein konkretes Auto aus den Zahlungsbereitschaften für gute und schlechte Qualität und aus den Wahrscheinlichkeiten für gute und schlechte Qualität (Erwartungswert): Zahlungsbereitschaft für konkretes Auto = q x Zahlungsbereitschaft für gute Qualität + (1-q) x Zahlungsbereitschaft für schlechte Qualität
hieraus ergibt sich, dass die Zahlungsbereitschaft des Käufers unter dem minimalen Verkaufspreis eines guten Autos und über dem minimalen Verkaufspreises eines schlechten Autos liegen kann
--> Verkäufer von Autos mit guter Qualität könnten nur mir Verlusten verkaufen und somit ist nur der Verkauf von Autos schlechter Qualität rentabel
--> die schlechte Qualität verdrängt die gute Qualität
Bsp.: Versicherung
äquivalent zum Beispiel des Gebrauchtwagenmarktes: es gibt potenzielle Versicherungskunden mit hohem und niedrigem Gesundheitsrisiko
Kunden wissen genauer über den eigenen Gesundheitszustand und ihr Gesundheitsrisiko Bescheid, als die Versicherungsgesellschaft (Asymmetrie der Informationen)
da die Versicherungsgesellschaft bei einem Neukunden nicht erkennen kann, ob er ein hohes oder niedriges Gesundheitsrisiko hat, bildet sie die Prämie aus dem Erwartungswert
hieraus ergib sich, dass die anfallende Prämie über der Zahlungsbereitschaft von Kunden mit einem niedrigen Gesundheitsrisiko und unter der Zahlungsbereitschaft von Kunden mit einem hohen Gesundheitsrisiko liegen kann
--> die Versicherung lohnt sich nur für Kunden mit einem hohen Gesundheitsrisiko; Kunden mit einem niedrigen Gesundheitsrisiko treten aus/haben kein Interesse an der Versicherung
--> die Prämie wird wiederum angehoben, da durch den Anstieg des Anteils der Kunden mit hohem Gesundheitsrisiko die anfallenden Kosten steigen
--> die Versicherung lohnt sich nur noch für Kunden mit noch schlechterer Gesundheit usw.

Lösung
:
(1) Signaling: besser informierte Marktseite versucht ihr Angebot glaubhaft schmackhaft zu machen (z.B. durch Garantien)
(2) Screening: schlechter informierte Marktseite versucht das Angebot/die Qualität des Partners zu überprüfen

--> führt beides zu erhöhten Transaktionskosten

(2) Moral Hazard
asymmetrische Information nach Vertragsschluss; versteckte Handlung
Handlungsweise ändert sich nach und durch den Vertragsabschluss
Bsp.: Versicherungsvertrag
nach Abschluss einer Versicherung, verhält sich der Versicherungskunde riskanter und provoziert die Situation, in der die Versicherung greifen muss
die Versicherung kann das risikofreudige Verhalten des Kunden nicht beobachten und kontrollieren

Lösung
:
(1) Incentives: Schaffung von Anreizen zu positivem Verhalten, z.B. Prämien für erhöhten Arbeitseinsatz, Schadenfreiheit etc
(2) Monitoring: Kontrolle und Strafen, z.B. Abmahnung & Kündigung, Transparenzerfordernisse für Leistungsgewährung

Eingriffsargument für Staat: Kann zu geringeren Transaktionskosten agieren als Privatakteure
Argumente für staatliche Existenzsicherung nach Roth
Die Argumentation ist ökonomisch geprägt, geht von ratio-nalen Akteuren aus und bedient sich dem Pareto-Prinzip als Legitimationsgrundlage.

1.) Als Versicherung ist sie individuell nutzenmaximierend, wenn folgende Annahmen gelten:
- Unsicherheit über zukünftiges Einkommen
- Abnehmende Grenznutzen => Risiko-Aversion
- Private Versicherung nicht zielführend wg. der Probleme der adversen Selektion und der relativen Armut (die Armen
und in der Regel besonders Bedürftigen
können sich keine Versicherung leisten)
- Entscheidung über individuelle Zustimmung zum staatlichen Sicherungssystem wird getroffen, bevor sich das eigene Risiko offenbart
, was unrealistisch ist
.

2.) Sie kann riskante Investitionen und damit verbundene potentielle Innovationsgewinne (sowohl individuell als auch für die Gesellschaft, Bspl. neue Geschäftsideen) fördern, denn sie mildert die Konsequenzen von Misserfolgen. Ist verwandt mit dem Versicherungsmotiv, dient jedoch nicht der Abwehr von Unsicherheit, sondern entgegengesetzt zur Förderung des Eingehens von Risiken.

3.) Zur Durchsetzung des Gesellschaftsvertrags, bzw. zur Erhaltung der gesellschaftlichen Ordnung, ist sie geeignet, wenn die Aufwendungen für die Existenzsicherung geringer sind als die Aufwendungen für alternative Maßnahmen der Kontrolle und Durchsetzung (Bsple. Überwachung, Polizei).
Roth besteht auf der Argumentation auf Individualebene. Eine Art Ausgleichszahlung der Reichen für die Armen zur Abwendung von Revolten (vgl. Marx) lässt er nicht gelten
, vermutlich da dies eine Kollektivbetrachtung ist und keine individuell-rationale Begründung liefert, warum die Armen bereit sind Kosten für das System mitzutragen
.
Finde die Abgrenzung nicht gelungen
.

3.) Altruistische Motive als Argument kranken an der Bindung an räumliche und soziale Nähe
(Bspl. Warum sollte ein Hamburger einem Münchener helfen?)
und dem Bestreben um Kostenvermeidung (vgl. Verantwortungsdiffusion).
Existenzsicherung ist ein öffentliches Gut mit den entsprechenden Marktversagenstatbeständen (siehe dort). Dementsprechend kann eine staatliche Lösung angebracht sein. Des Weiteren behauptet Roth, das eine "strikt regelgebundene Minderung von Not auch als Lösung des [...] Samariter-Dilemma[s geeignet ist].", d.h. es würde den Missbrauch des Systems durch Ausnutzung verringern.
Regeln sind idR nicht perfekt und schaffen ihrerseits neue Missbrauchsmöglichkeiten.

4.) Implizite Zustimmung: Das Menschenwürde-Konzept wird in vielen Ländern vom allergrößten Teil der Bevölkerung akzeptiert. Aus ihm lässt sich ableiten, dass die Existenz eines Menschen in dem Maße gesichert sein muss, dass er ein würdiges Leben führen kann und zwar unabhängig von der Verschuldensfrage. In Deutschland ist dies Teil der Verfassung und wird regelmäßig vom BVerfG bestätigt.
Dieses Argument ist nicht individuell-rational begründet, sondern juristisch-ethisch. Menschenwürde und das entsprechend notwendige Mindesteinkommen können auf konstitutioneller Ebene nicht quantifiziert werden.


Verantwortungsdiffusion
Wenn jemand Hilfe braucht und die Hilfe eines Einzelnen ausreichend ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit der Hilfe mit steigender Zahl der potentiellen Helfer, Bspl. Schaulustige und Notruf.
Spieltheorie: Freiwilligendilemma
Meritorik nach Musgrave
Egoismus-Unterscheidung nach Amartya K. Sen:
1.
Sympathy
: Concern for others make you personally worse off, e.g. torture of others may make you feel bad.
- egoistic
- case of externality
2.
Commitment
: A person choosing an act that he believes will yield a lower level of personal welfare to him than an alternative that is also available to him.
- non-egoistic
- strongly connected to morals (--> culture)
Zur Veranschaulichung: Rational Fools in Apfelgeschichte/Karlsson vom Dach
Utilitarismus-Erweiterung nach Amartya K. Sen:
Def
.: Maximizing personal interest through setting preferences, e.g. x>y. One is considered rational, if the preference rating is always followed.
Nach Sen
: Ökonomische Utilitarismustheorie hat nicht ausreichend Struktur! Erweiterung durch mehrere persönliche Rankings nach verschiedenen Kriterien, z.B. (nach Harsyani) in ethische (auf der Basis von unpersönlichen sozialen Überlegungen) und subjektive (z.B. Eigeninteresse) Präferenzen.

Diese Rankings werden ebenfalls untereinander geranked.


Meritorische Güter:
sind solche, die weniger konsumiert werden, als langfristig nutzenmaximierend wäre, bsplw. Bildung, gesunde Ernährung, erneuerbare Energie.

Demeritorische Güter:
sind entsprechend das Gegenteil, Bspl. Alkohol.

Allgemein
:
Annahme: Bürger entscheiden falsch, aufgrund von:
a)
Minderschätzung zukünftigen Nutzens
b)
fehlende Informationen
: Da man niemals vollständig informiert ist könnte man dieses offene Argument jedoch immer dazu benutzen um eine Einschränkung der Bürgersouveränität zu rechtfertigen.

Der Staat kann mit Subventionen und Steuern eine Anpassung des Konsums in die gewünschte Richtung vornehmen.

Kommentar von Beck in der FAZ:
Meritorik kann man als Marktversagen auffassen.
Kritik: Man kann Meritorik missbrauchen als eine "Verkleidung für eine Moral- und Geschmacksdiktatur", als Argument für eine Politik gegen den Willen des Einzelnen. Andererseits: "Es spricht nichts dagegen [...] wenn die Mehrheit der Wähler hinter dieser Idee steht"
<-- wird mir aus sich heraus nicht klar. Konkreter? Beispiele? Alex

Trugschlüsse der "Öffentliche Güter"-Theorie
von Hans-Hermann Hoppe (1989)
Alle Güter erreichen ihren niedrigsten Preis, wenn Arbeit und Handel frei spielen können, d.h. wenn sie als private Güter auf einem Markt gehandelt werden.
Traditionelle Sicht: Öffentliche Güter (Beispiel: Straßeninfrastruktur oder Sicherheit) benötigen staatliches Eingreifen und können nicht privatwirtschaftlich bereitgestellt werden.
ABER
: Es existiert keine klare Unterscheidung von privaten und öffentlichen Gütern, denn der private oder öffentliche Charakter eines Gutes hängt nur davon ab wie viele Menschen dieses für ein Gut halten. Ein Gut wird zu selbigem, weil jemand bereit ist dafür zu bezahlen.

Zwei Gründe gegen öffentliche Güter:
1. Keine
positive
Wissenschaft. Denn folgende Norm wird heimlich getroffen:
"Whenever one can somehow prove that the production of a particular good or service has a positive effect on someone else but would not be produced at all or would not be produced in a definite quantity or quality unless certain people participated in its financing, then the use of aggressive violence against these persons is allowed, either directly or indirectly with the help of the state, and these persons may be forced to share in the necessary financial burden."
2. Nicht
ökonomisch-utilitaristisch
begründbar, denn der Wert der öffentlichen Güter ist immer relativ geringer als der von konkurrierenden privatwirtschaftlichen Gütern, sonst bräuchte es keinen Zwang durch staatliche Intervention.

naturalistischer
Fehlschluss
normativistischer
Fehlschluss
Die einzige Methode herauszufinden, ob und in welcher Menge ein Gut benötigt und produziert wird, ist alle Güter ausschließlich über privatwirtschaftliche Märkte anzubieten.
Typen von Menschenrechten
Menschen
würde
ist ein moralphilosophisches Konzept, dass durch Menschen
rechte
juristisch einforderbar wird. Der erste Typ der Menschenrechte wurde schon vor über 200 Jahren erstmals formuliert.

Mit der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 wurden Menschen-rechte erstmals international formuliert und auf Drängen der Sowjetunion ein zweiter Typ der Menschenrechte eingeführt, der fortan unterschieden werden muss:

1.) Abwehrrechte des Einzelnen gegenüber Freiheitseinschränkungen, primär ggü. dem Staat. Diese Rechte müssen zwingend eingehalten werden, denn sie gefährden sonst die Legitimität des Staates selbst.
In Ihrer Konsequenz nehmen die Abwehrrechte den Staat in die Pflicht, ihre Einhaltung auch zwischen den Individuen untereinander zu gewährleisten. Die Grundgedanken sind Gleichheit vor dem Gesetz und die Freiheit des Einzelnen, Bspl. Meinungsfreiheit. Die Konsequenz ist primär die Forderung nach Unterlassung, Bspl. politische Verfolgung.
Partizipationsrechte?

2.) Soziale Anspruchsrechte, alternativ "wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte" oder Ermöglichungsansprüche, fordern bestimmte Wohlstandstatbestände für alle Bürger, Bspl. ein Recht auf Arbeit und angemessene Entlohnung. Diese Dinge sind politisch erstrebenswert aber nicht zwingend für jedermann zu gewährleisten. Sie werden alltäglich verletzt.
Roth widmet sich in seinem Text der Frage, ob die Entlohnung im Niedriglohnsektor menschenrechtswidrig sei. Er sieht Vollbeschäf-tigung und Mindestlöhne als unvereinbar. Folglich würden Menschen-rechte zweiten Typs etwas fordern, was nicht einzuhalten sei und dies stehe im Widerspruch zur Unabdingbarkeit der Menschenrechte zur Sicherung der Menschenwürde. Dieser Widerspruch lässt sich nur befriedigend auflösen, wenn man die Menschenrechte 2. Typs wieder von ihrem Menschenrechtsstatus löst und stattdessen als politische Ziele und Visionen umdefiniert. Ohne diese Umdeklarierung werden die Menschenrechte als Ganzes und mit ihnen die tatsächlich erreichbaren Menschenrechte 1. Typs zur Utopie degradiert und erschweren deren breite Akzeptanz und zwingende Verfolgung.
Implizit enthält der Text, dass die freie Marktwirtschaft die einzige Wirtschaftsform zur Einhaltung der Menschenrechte 1. Typs ist und mit denen 2. Typs inkompatibel sei. Da der 1. Typ dem 2. vorsteht, müsse die Idee des 2. fallengelassen werden. [Alex]
scheitert am Methodologischen Individualismus/ Konsumentensouveränität
--> dennoch wichtig im politischen Alltag
muss einen empirischen Gehalt haben, um falsifizierbar zu sein
Induktion
Deduktion
von Einzelfällen aufs "Große" schließen
vom "Großen" auf Einzelfälle schließen
--> allgemeine Gesetzesaussage gilt als so lange als bewährt, bis sie widerlegt wird
Effizienz: am Ressourcensparsamsten
Donges & Freytag (2009): Allokationskriterien
Suche nach Bewertungskriterien, mit denen wirtschaftspolitische Allokationsmaßnahmen konsistent und widerspruchsfrei gefällt werden können
I
II
III
IV
Nutzen von Individuum 1
Nutzen von
Individuum 2
Pareto-Region
B*
B
A'
A*
A
U1
U0
x1
x2
B*
B
A'
A*
A
U1
U0
x1
x2
Kompensatorische Einkommenvariation:
Wie viel Geld muss man dem Konsumenten zahlen, um ihn für die Preisänderung zu entschädigen?
--> Willingness to Accept: B*- B
Äquivalente Einkommensvariation:
Wie viel Geld wäre der Konsument bereite zu zahlen, um die Preisänderung zu vermeiden?
--> Willingsness to Pay: B - B*
Änderung der ökonomischen Situation durch wirtschaftspolitische Maßnahme bewirkt eine Drehung der Budgetgeraden des Konsumenten von AB auf
A'B
--> Nutzenniveau sinkt von U0 auf U1.
U1
U2
A
B
D
F
G
E
U1
U2
A
C
B
D
H
J
I
E
Scitovsky-Doppeltest ist erfüllt: der Übergang von E nach F ist wohlfahrtserhöhend, da Individuum bpsw. durch eine Bewegung nach G kompensiert werden könnte. Der Übergang von F nach E wiederum ist nicht wohlfahrtserhöhend, da Individuum 2 nicht kompensiert werden könnte.
Scitovsky-Doppeltest ist nicht erfüllt (mangelnde Konsistenz): Sowohl der Übergang von E nach H, als auch der Übergang von H nach E erfüllt das Kaldor-Hicks-Kriterium, da Individuum 1 durch eine Bewegung nach I, bzw. Individuum 2 durch eine Bewegung nach J kompensiert werden könnte.
Eine Maßnahme wirkt dann wohlfahrtssteigernd, wenn die neue Nutzenmöglichkeitskurve stets rechts von der Nutzenmöglichkeitskurve der Ausgangssituation liegt
A. Traditionelle Allokationskriterien:
Paretokriterium:
wirtschaftspolitische Maßnahme stellt mindestens ein Individuum besser, ohne den Nutzen eines anderen Individuums zu verringern
Pareto-Optimalität: niemand kann besser gestellt werden, ohne dass ein anderer sich schlechter stellt
Problem: in der Realität gibt es kaum wirtschaftspolitische Maßnahmen, die nicht das Paretokriterium verletzen
--> Effizienzproblematik
--> es gibt Gewinner und Verlierer von Maßnahmen
Kompensationskriterien:
Aufrechnung der Wohlfahrtsgewinne der Gewinner mit den Wohlfahrtsverlusten der Verlierer
Tatsächliche Kompensation (Paretianische Kompensation: Verteilungsregime):
Kompensation der Verlierer einer Maßnahme, so dass sie mindestens genau so gut gestellt sind, wie vor der Maßnahme -->
Konsensfähigkeit
Kritik:
erhebliche Redistributionskosten: administrative Kosten, Transaktionskosten
negative Anreizwirkung:
Verlierer haben weniger Anreiz sich anzustrengen und Selbstverantwortung zu übernehmen
Gewinner haben weniger Anreiz innovativ tätig zu werden, da sie durch Kompensation der Verlierer nicht den gesamten Gewinn für sich beanspruchen können
gesellschaftliche Erstarrung ist nicht auszuschließen, durch langwierige Verhandlungen über Kompensationen -->
Effizienzproblematik
interpersonelle Nutzenvergleiche seien erforderlich: nicht mit ordinalem Nutzenkonzept vereinbar und Individuen müssten befragt werden, wie hoch die Kompensation sein müsste (--> Problem: Anreiz zur Verschleierung der eigenen Präferenzen)
--> Maße zur numerischen Abschätzung von Schaden/Nutzen durch Änderung der ökonomischen Situation:
Kompensatorische Einkommensvariation
Äquivalente Einkommensvariation
Hypothetische Kompensation (Kaldor-Hicks-Kriterium: Effizienzregime):
Verlierer einer wirtschaftspolitischen Maßnahme sollen durch Gewinner kompensiert werden
können
, so dass ihnen noch ein Nettovorteil verbleibt
--> entsprechend des Nutzenindividualismus, da hiermit die Wohlfahrtssteigerung bewiesen ist
Verteilungsfrage wird losgelöst von
Effizienzfrage
: Fokus auf sozialen Wohlfahrtsüberschuss
Vorteile:
vergrößerter Anwendungsbereich bei fehlenden Transaktionskosten
größere Effizienz bezüglich der Anzahl der Umsetzung wohlfahrtssteigender Projekte (--> Effizienzregime) als bei tatsächlicher Kompensation
Probleme:
Konsistenz fehlt regelmäßig: Prüfung mit Scitovsky-Doppeltest
Vernachlässigung der
Verteilungsproblematik
: liefert keinen Beurteilungsmaßstab für Vor- und Nachteile einer Veränderung der Verteilungsstruktur
--> Erweiterung des Kaldor-Hicks-Kriteriums um eine Verteilungs- bzw. Gerechtigkeitsnorm (Little-Kriterium)
B. Neuere Allokationskriterien:
Quasi-Pareto-Optimalität:
Generalkompensation:
im engeren Sinne
(Maßnahmenvergleich)
:
Betrachtung einer einzelnen wirtschaftspolitischen Maßnahme
--> Vergleich der Situationen vor und nach der Maßnahme
Stellen sich alle Einkommens- bzw. Wohlfahrtsperzentile in einem Zustand B der Volkswirtschaft besser als in einem Zustand A, dann wird der Zustand B gesellschaftlich vorgezogen.
im weiteren Sinne
(Regimevergleich)
:
Betrachtung der Summe wirtschaftspolitischer Maßnahmen
--> Vergleich von zwei Regimen
Zeigt sich für alle Einkommens- bzw. Wohlfahrtsperzentile in einem Regime B eine bessere Situation als in einem Regime A, dann wird Regime B gesellschaftlich vorgezogen.
Zur Bewertung von Maßnahmen werden nun statt Individuen Einkommens- bzw. Wohlfahrtsperzentile betrachtet
eine Situation ist quasi-pareto-superior, wenn sich alle Perzentile in der neuen Situation besser stellen, auch wenn sich evtl. einzelne Individuen schlechter stellen (z.B. durch Wechsel des Perzentils)
Ausgleich der negativen Auswirkungen einer einzelnen Maßnahme für ein gesamtes Perzentil durch eine andere Maßnahme, die dieses Perzentil besser stellt
die Summe von Maßnahmen haben einen positiven Wohlfahrtseffekt für alle Perzentile
These der Überlegenheit der Generalkompensation (Kurve B) gegenüber der Einzelfallkompensation (Kurve A) (Weizsäcker 1998):
Differentielle Gesamtwirkung aller Projekte: es können mehr effiziente Projekte durchgeführt werden, so dass die Summe aller effizient durchgeführter Projekte jedes Einkommenperzentil besser stellt
Lebenseinkommensbetrachtung: über die gesamte Lebensdauer ist der summierte Effekt aller effizienten Projekte größer als die negativen Effekte einzelner Projekte
Wohlfahrtskomplementarität: durch die größere durchschnittliche Wohlfahrt im Effizienzregime, ist auch die Wohlfahrt jedes einzelnen Perzentils größer
Bspl: China
Friechrich August von Hayek (1971): Freiheit und Freiheiten
Definition (individueller/persönlicher) Freiheit:
Zustand, in dem willkürlicher
Zwang
durch Menschen auf einige andere Menschen soweit vermindert ist, wie dies im Gesellschaftsleben möglich ist. Jedem Einzelnen muss also ein privater Bereich sicher sein, in den andere nicht eingreifen können.
Abgrenzung von anderen Freiheitsbegriffen:
politische Freiheit
: die Beteiligung der Bürger an der Wahl ihrer Regierung, an der Gesetzgebung und der Verwaltung
--> keine zwingende Voraussetzung der individuellen Freiheit
innere/metaphysische Freiheit:
Ausmaß, in dem das Handeln eines Mensch von seinem bewußten Willen, von seiner Vernunft und seinen grundlegenden Überzeugungen geleitet wird und nicht von Impulsen und Umständen des Augenblicks (wie vorübergehende Emotionen, moralische oder intellektuelle Schwäche)
Freiheit als Macht:
physische Möglichkeit alles zu tun, was man will; Freiheit von Hindernissen, auch wenn sie nicht durch das Handeln anderer Menschen verursacht wurden
Freiheit als Wohlstand
--> Freiheit bedeutet nicht alle guten Dinge oder die Abwesenheit aller Übel
Zwang
: eine solche Veränderung der Umgebung oder der Umstände eines Menschen durch jemand anderen, dass dieser, um größere Übel zu vermeiden, nicht nach seinem eigenen zusammenhängenden Plan, sondern im Dienste der Zwecke des anderen handeln muss.
--> Staat als Monopol der Zwangsausübung
: Staat übt Zwang nach klaren und bekannten Regeln aus, um den Zwang durch private Personen zu verhindern.
Komplexe Phänomene nach Hayek
Die Wissenschaften über einfache und komplexe Zusammenhänge unterscheiden sich wesentlich.

In der Physik lässt sich alles auf kleinste Teile herunterbrechen, zwischen denen einfache und eindeutige Zusammenhänge bestehen. Ihre Beziehungen lassen sich in einfachen Gleichungen ausdrücken und es lassen sich sichere und zutreffende Prognosen über den genauen Ausgang von Experimenten erstellen.

In der Biologie, den Sozial- und vielen anderen Wissenschaften ist deren Gegenstand überaus komplex und kann in der Praxis nicht mehr in seine kleinsten Einzelteile zerlegt werden. Die Beziehungen sind geprägt von Wechselwirkungen, die nur in simultanen Gleichungssystemen ausgedrückt werden können. Prognosen sind nur schlecht möglich, da es völlig unmöglich ist, die Ausgangsdatenlage vollständig zu erfassen. Folglich bleiben die Prognosen zwangsläufig ungenau. Das wird immer so sein.

Trotzdem haben diese Wissenschaften einen Wert. Sie können zwar kaum konkrete Ereignisse vorraussagen oder erklären, sehr wohl aber allgemeine übergeordnete Mechanismen sowie Tendenzen. Damit können Sie Handlungsempfehlungen liefern, die bestimmte Ausgänge begünstigen, wenn auch das genaue Maß des Einflusses im konkreten Fall unbekannt bleibt. Das liegt jedoch nicht an der Minderwertigkeit der Theorie, sondern an der Unwissenheit über den Ausgangspunkt. Trotz der Ungenauigkeit ist die Vorhersage übergeordneter Muster falsifizierbar und damit wissenschaftlich.

Der empirische Gehalt einer Theorie basiert nicht auf dem, was sie verbietet, sondern auf dem, was sie verbietet. Wenn die Empirie der Vorhersage einer Theorie zuwider läuft, wird diese nur widerderlegt, wenn der spezifische Ausgang mit der Theorie unvereinbar ist.

Es ist nicht immer möglich Gesetze im klassischen Wortsinn aufzustellen, also konkrete Ursache-Wirkung-Schemata. Häufig bleibt der genaue Umsetzungsmechanismus unklar. Trotzdem ist es wertvoll zu wissen, wie sich die Änderung einer Variable (Bspl. Höhe des Kindergeldes) auf eine andere auswirkt (Bspl. Fertitlitätsrate), auch ohne, dass der exakte Mechanismus bekannt ist, geschweige denn darauf direkter Einfluss genommen werden könnte.

Auf komplexe Phänomene kann i.d.R. nicht aus reiner Beobachtung geschlossen werden
(vgl. Induktion)
, man braucht zunächst eine Theorie, damit man weiß, was man beobachten will
(vgl. Deduktion)
.

"[E]ine einfache Theorie über Phänomene, die ihrer Natur nach komplex sind [...] ist wahrscheinlich notwendigerweise falsch".

Hayek kritisiert statistische Verfahren als unfähig komplexe Phänomene zu beschreiben.
Ich bin der Meinung, dass dies inzwischen überholt ist, vgl. Vector Autoregression oder Heterogenous Agent Models (Alex)

Bitte nacharbeiten
Konsensfindungskosten
Die Möglichkeit eines Individuums, seine eigenen Vorstellungen zur Grundlage des kollektiven Handelns zu erklären, ist am größten, wenn dieses Individuum ohne Rücksprache mit anderen Mitgliedern eine für alle verbindliche Entscheidung treffen kann. Nach Buchanan und Tullock sind die
Konsensfindungskosten
(decision making costs) in diesem Fall gleich Null. Die Konsensfindungskosten sind umso höher, je größer die Anzahl der erforderlichen Ja-Voten ist. Die Konsensfindungskosten erreichen ihr Maximum dann, wenn Einstimmigkeit für eine Entscheidung herrschen muss.
Erwartete externe Kosten
Ein Individuum sieht sich einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gegenüber, dass es die Folgen fremder Entscheidungen hinnehmen muss, auch wenn diese seinen Präferenzen entgegengesetzt sind. Je geringer die Zahl der erforderlichen Ja-Stimmen desto häufiger kommen wahrscheinlich dem Individuum unliebsame Entscheidungen zustande. Buchanan und Tullock nennen die negativen Folgen, die einem Individuum aus der Tatsache des kollektiven Entscheidens wahrscheinlich entstehen werden die
erwarteten externen Kosten
(expected external costs).
Interdependenzkosten
Dem einzelnen Individuum geht es nicht ausschließlich darum, dass ihm innerhalb eines Kollektivs externe Kosten erspart bleiben, sondern auch darum, dass es dort etwas durchsetzen kann. Daher handelt es sich um ein Optimierungsproblem. Das Individuum wird solange bereitwillig steigende Konsensfindungskosten in Kauf nehmen, wie ihr Anwachsen schwächer ist als das Absinken der erwarteten externen Kosten. Die Interdependenzkostenkurve spiegelt die Kosten wieder, die dem Einzelnen dadurch entstehen, dass über die Befriedigung seiner Bedürfnisse im Kollektiv entschieden werden soll (und nicht jene Kosten, die mit der Realisierung eines bestimmten Kollektiventscheids verbunden sind!).
Kirsch, Guy - Das Verfassungsproblem (2004): individualistische Legitimation von kollektivem Zwang
Der Verlauf der Kurve der wahrscheinlichen externen Kosten und der Kurve der Konsensfindungskosten entscheiden darüber,
- welche Anzahl von Ja-Voten optimal erscheint;
- wie groß die Strecke XM ist, also die mit der kollektiven Entscheidungsfindung verbundenden Kosten sind;
- ob die Verfassungsfrage als dringlich und wichtig angesehen wird oder nicht.
Marktversagen sind Konstellationen, in denen das Invisible Hand Theorem versagt, bzw. nicht gilt => kollektiv irrationale Ergebnisse, die aus individuell rationalem Verhalten resultieren (oftmals liegt eine Situation des Gefangenendilemmas vor)
Öffentliche Güter (Allgemein)
Die Verteilung des Wohlstands und die soziale Struktur würde sich bei Terminierung staatlicher Aktivitäten verändern mit Nachteilen für Einzelne. In der langen Frist steigt aber die Gesamtwohlfahrt.
Bitte genauer erläutern, ist für mich nicht einleuchtend, Alex
Abbildung aus Hal Varian - Grundzüge der Mikroökonomik
Es heißt natürliches Monopol, weil in einer solchen Situation nur ein Monopolist mit entsprechend großen positiven Skaleneffekte profitabel arbeiten kann. Die hohen Fixkosten verbieten einen (ausreichenden) Wettbewerb, mit allen entsprechenden negativen Folgen.
Typische Beispiele finden sich in der Netz-Infrastruktur, z.B. Energie

Lösung
: a) Der Staat schafft eine Regulierungsbehörde, die dem Monopolisten das Ausnutzen seiner Marktmacht verbietet, oder
b) der Staat übernimmt die Produktion selbst, was jedoch häufig weniger effizient als bei privatwirtschaftlichem Betrieb geschieht.
Hierbei wird der Konsument nicht kompensiert - ist das so richtig? (Alex)
Das wäre...? (Alex)
Welche Frage ist damit genau gemeint? (Alex)
Alles Wissen ist abhängig von anderem Wissen. Da wir die Welt nicht perfekt beobachten können, bleibt alles Wissen unperfekt.

Bzgl. von Werten wissen wir nicht, wozu diese relativ sind, denn wir wissen nicht, welche Werte wir unter anderen Bedingungen entwickelt hätten. Wir können unsere Werte deswegen nicht objektiv beurteilen.
Kommutative Gerechtigkeit
Relativismus (Philosophie)
aus diesem Text
Etwas komplexes auf physikalische Ebene herunterzubrechen nennt man Reduktionismus.
Zu sagen dies ginge nicht, nennt man Emergenz.
schwach: nur temporär/praktisch nicht möglich
stark: dauerhaft/grundsätzlich nicht möglich
(Alex/Wikipedia)
Reduktionismus
und Emergenz
"Entlohnung, nach dem Wert, den unsere Leistungen tatsächlich für unsere Mitmenschen haben und der sich in dem Preis ausdrückt, den andere für diese Leistungen zu zahlen breit sind. Dieser Wert hat [...] keinen notwendigen Zusammenhang mit moralischem Verdienst. [...] Kommutative Gerechtigkeit nimmt keinerlei Rücksicht auf persönliche oder subjektive Umstände, auf Bedürfnis oder gute Absicht, sondern allein darauf, wie das Ergebnis der Tätigkeit eines Menschen tatsächlich von denen, die davon Gebrauch machen, gewertet wird."
Distributive Gerechtigkeit
"Distributive Gerechtigkeit ist Gerechtigkeit, die danach entlohnt, wie gut der einzelne Pflichten erfüllt, die ihm nach Ansicht der anderen obliegen. Sie ist die Art Gerechtigkeit, die innerhalb einer militärischen oder bürokratischen Organisation obwalten kann und vielleicht obwalten muss, wo jeder danach beurteilt wird, wieweit er in den besonderen Umständen nach der Ansicht seiner Vorgesetzten die ihm gesetzten Aufgaben erfüllt hat; und sie kann sich nur so weit erstrecken, als Menschen unter der gleichen Obrigkeit den gleichen Zielen dienen. Es ist die Gerechtigkeit einer Kommando-Gesellschaft oder -Wirtschaft. Sie ist unvereinbar mit persönlicher Entscheidung des Einzelnen, was er jeweils tun will."
Freiheit des Handelns
"Sie verlangt außerdem, dass alle Mitglieder einer einheitlichen Hierarchie der Werte dienstbar gemacht werden. [...] Verdienst ist seiner Natur nach etwas Subjektives und beruht in hohem Maße auf Umständen, die nur der Handelnde kennen kann und deren Wichtigkeit verschiedene Personen ganz verschieden einschätzen würden."
aus diesem Text
Freiheit der Ansichten
"Wir mögen individuell noch so entschiedene Ansichten über die Frage haben, aber es besteht offenbar wenig Wahrscheinlichkeit, dass wir alle übereinstimmen werden, und offenbar keine Möglichkeit, anderen zu beweisen, dass wir recht haben. Das heißt aber, dass ein Versuch, Menschen nach subjektivem Verdienst zu entlohnen, immer bedeuten muss, dass die Ansicht einiger weniger darüber, was ein solches Verdienst darstellt, für das Handeln aller verbindlich sein muss. Distributive Gerechtigkeit verlangt so nicht nur persönliche Unfreiheit, sondern auch die allgemeine Durchsetzung einer unbestrittenen Hierarchie der Werte, das heißt, ein im strengsten Sinne des Wortes totalitäres Regime."
Unbestrittene Hierarchie der Werte
F.A. von Hayek: Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
Zahlungsbereitschaft der Mitmenschen
Die Obrigkeit entscheidet was zu tun, gerecht und richtig ist
Alle Anderen entscheiden über den Markt was richtig ist.
Hayek (1963): Arten der Ordnung
Abstrakte Ordnung
spontane und komplexe Ordnung: Ergebnis von Tätigkeiten der Menschen, jedoch nicht bewusst geplant und geschaffen
mit steigender Komplexität der Ordnung sinkt die Macht der Menschen, diese Ordnung in konkreten Aspekten zu lenken und zu kontrollieren
es können Anreize gesetzt werden, die zur Bildung einer komplexen Ordnung führt udn dadurch den allgemeinen Charakter der Ordnung bestimmten, nicht aber ihre Einzelheiten
komplexe Ordnungen bestehen und resultieren aus einzelne Elemente (in Sozialwissenschaften und Wirtschaft sind dies die Individuen) und ihre individuelle jedoch zum Teil ähnliche Reaktion auf besondere Umstände (--> gewisse Regelmäßigkeit)
Beeinflussung der Ordnung durch Regeln des Rechts:
Regeln als Rahmensetzung menschlichen Handelns: sichert Möglichkeiten für Individuen, die jeder auf individuelle Weise nutzen kann
legen keine Resultate fest: ergebnisoffen
allgemein, keine Festlegung der Gestaltung von Einzelheiten
schaffen Bedingugen, unter denen sich die Ordnung selbst bilden kann
individuelle Position, Aufgabe und Funktion in Ordnung kann unter Berücksichtigung des allgemein bekannten und festgelegten Rahmen eigenständig gefunden werden
Regeln können auch Gewohnheitsregeln und Konventionen sein, die sich bewährt haben, um das Zusammenleben in der Ordnung zu vereinfachen und die Komplexität individueller Entscheidungen einzugrenzen
geplante Ordnung/ Organisation
kann vom Menschen erfasst werden, da sie von ihm erschaffen wurde, mangelt somit jedoch auch an Komplexität
verfolgt einen bestimmten Zweck
Regeln im Sinne von Befehlen:
Resultate individuellen Handelns sind vorgeschrieben
Position, Funktion und Aufgabe jedes Individuums wird zentral bestimmt
Konkrete Ordnung
Roth (2002): Entwicklung zustimmungsfähiger Prinzipien - Vorüberlegungen
1. Legitimationsbedarf gesellschaftlicher Aktivität aus individualistischer Sicht
Staatliche Aktivitäten erfolgen meist durch Freiheitseinschränkungen der Bürger und durch Zugriff auf privates Eigentum
--> Zwangscharakter staatlicher Regelsetzung
Zwangsausübung des Staates muss jedoch legitimiert werden
Arten der Legitimierung:
a) Legitimation durch explizite Zustimmung
Legitimation gesellschaftlicher Institutionen durch ihren Nutzen für jedes Individuum
da individueller Nutzen nicht miteinander verglichen werden kann, kann der pareto-superiore Charakter einer Entscheidung durch Einstimmigkeit der Entscheidung festgestellt werden
Gesellschaftsvertrag wird dadurch geltend, dass die Individuen freiwillig zustimmen, dass ein Kollektiv unter bestimmten Bedingungen Zwang ausüben darf
b) Legitimation durch Stillschweigende Zustimmung
Problematik der Realisierbarkeit eines einstimmigen Gesellschaftsvertrages: bspw. Grundgesetz nicht einstimmig beschlossen und neue Kohorten nicht erneut befragt
Interpretation eines Nichtaufbegehrens der Bevölkerung und die grundlegende Befolgung der Regeln als stillschweigende Zustimmung ist als Legitimation nicht ausreichend: Verhalten der Individuen lässt keine Schlüsse darüber zu, ob es sich um stillschweigende Zustimmung oder um stillschweigende Dissens handelt
auch die Wahl/Zustimmung zu einer bestimmten Regierung ist nicht mit der Legitimation/Zustimmung zu den einzelnen politischen Entscheidungen gleichzusetzen; ebenfalls stünde die Legitimation der Einschränkung der Minderheit aus
c) Legitimation durch hypothetische Gesellschaftsverträge
da tatsächlicher Vertragsschluss aller Bürger und ständige Aktualisierung eines solchen Vertrages praktisch unmöglich, erfolgt die Legitimität mithilfe eines hypothetischen Gesellschaftsvertrages
Festlegung von Regeln, denen allen Individuen theoretisch zustimmen könnten (Gedankenkonstrukt des Autors)
--> Schleier der Unsicherheit
nicht empirisch überprüfbar, ob theoretische Zustimmung auch faktisch gegeben würde
d) Der Vertragsgedanke als focal point liberaler Vorstellungen
theoretischer Vertrag ist so konstruiert, dass Regeln und Inhalt für den Großteil der Individuen logisch nachvollziehbar und einleuchtend
Schleier der Unsicherheit
Meritorik: Entscheidung von Wenigen
Schleier der Unsicherheit: Theoretische Zustimmung aller losgelöst von der individuellen Situation
Hayek: Kosmos und Taxis
Kosmos
Taxis
erzeugte Ordnung
gewachsene Ordnung
2. Wirtschaftssystem
Katellaxie
Oikos
Hauswirtschaft
Ort des freien Tauschs
3. Staatslenkung
Nomokratie
Teleokratie
nomos = Gesetz
telos = Ziel
1. Ordnungsquellen
4. Wirtschaftspol. Stil
Ordnungspolitik
Prozesspolitik
spontan entstandene Regeln
unterliegen evolutorischem Prozess
können aber auch geformte Regeln beinhalten
Planer, Elite
Befehl, Anordnung
Regeln nur als Lückenfüller, wenn konkreter Befehl fehlt
Rechtsordnung
Gesetze unter denen jeder frei ist
Gesetze zur Koordination verschiedener Interessen
Akteure verfolgen eigene Ziele
Zweckverband
Gesetze zur Unterdrückung abweichenden Verhaltens
Rahmensetzung, Gestaltung, Koordination durch Prinzipien
abstrakt, unsicher, unvorhersehbar
Geeignet für komplexe Gesellschaft
konkrete Intervention
ad hoc Zweckmäßigkeit
pragmatisch
Geeignet für einheitliche Zielhierarchie
Nutzen- und Wahlindividualismus nach Vanberg
Wickselsche Einstimmigkeit
Auch bekannt als: Calculus of Consent nach Buchanan & Tullock (Alex)
Interdependenz der Ordnungen
nach Hoppmann

Konstitutionelle Ökonomik nach Vanberg
KÖ beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zw. Regelordnung und Handelsordnung.
(m.a.W.: wie Spielregeln das Spiel beeinflussen).

Nach Buchanan beschäftigt die KÖ sich mit dem Prozess zur Regelwahl und dessen Ergebnis, den Regeln selbst. Ziel ist, dass die Regeln begünstigen, dass ein Kollektiv gemeinsame Vorteile realisiert.
Buchanans KÖ ist Wahl-Individualistisch, folglich fordert er Einstimmigkeit für die Regelwahl (-> vgl. Kapitel 3) zum Zeitpunkt der Abstimmung.
Implizit: Spätere Auswirkungen der gewählten Regeln dürfen pareto-inferior sein.
Gleichzeitig sagt er jedoch, dass Verfahren zur Regelwahl könne nur wissenschaftlich/empirisch bestimmt und nicht von den Individuen selbst bewertet werden.
Vermutlich weil erst in der Retroperspektive klar wird, was gut war. -> vgl. Komplexe Phänomene.
Ansätze für den Prozess:
1.)
Motivational
per Schleier der Unsicherheit
2.) Per Restriktion
a) Expliziter Ausschluss von Priviligierung und Diskriminierung
b) Faktisch durch Wettbewerb, z.B. zwischen Jurisdiktionen
(Bspl. Irlands Gewerbesteuer)

Man kann die eigene Verbesserung durch Verschlechterung Anderer suchen. Es ist jedoch
i.d.R.
besser, wenn alle darauf verzichten.
(-> vgl. Freiheit - man tauscht Freiheit gegen Unterlassung von Zwang.)
Dadurch entfallen in Übereinstimmung mit dem Wahl-Individualismus die Quadranten I und IV.

Bürgersouveränität
: Analog zur Konsumenten-souveränität auf Marktebene gilt auf der Politikebene: Politik ist an den Bedürfnissen der Bürger auszurichten, nicht an denen der Politiker. Ausschlaggebender Indikator für Ordnungsrahmen, der dem gemeinsamen Interesse aller Bürger dient, ist die freiwillige informierte Zustimmung der Bürger

Verfassungskalkül
: Aufgabe der Politik ist es, eine Rahmenordnung zu schaffen, die Tauschgewinne der Konsumenten im II Quadranten begünstigt. Dazu muss ein Maß aus enabling und limiting constitution gefunden werden. Zu beachten gilt, nicht dem -> Nirwana Approach zu verfallen.
Nutzenindividualismus bezeichnet aggregierte Nutzen wie in Sozialen Wohlfahrtsfunktionen. Das Individuum ist nur eine Art Messstation, es findet keine tatsächliche Berücksichtigung individueller Interessen statt. -> vgl. Mehrheitsbetrachtungen

Wahlindividualismus bezeichnet Szenarien, in denen die Interessen jedes Individuums tatsächlich berücksichtigt werden, weil seine individuelle Zustimmung bzw. Wahl für jede kollektive Handlung vorausgesetzt wird. -> vgl. Einstimmigkeit, Markt

Die Notwendigkeit von Wahlindividualismus lässt sich begründen mit der Ablehnung interpersoneller Nutzenvergleiche. Wahlindividualismus ist vereinbar mit tatsächlicher Kompensation, jedoch nicht mit hypothetischer.
Nutzenindividualistisch ist die hypothetische Kompensation ausreichend, da damit das Argument der Wohlfahrtssteigerung bewiesen ist (Kaldoar Hicks Kriterium).

Kurz lt. Google: Alles Andere als Einstimmigkeit führt zu Pareto-inferioren Ergebnissen.
ausgegliederter Inhalt II
ausgegliederter Inhalt I
Nutzen von A
Nutzen von B
I 1
II
III
IV 1
I 2
IV 2
Aus Vanberg Text: Es gibt ein Wissensproblem.
Die Individuen müssen über konstitutionelles Wissen verfügen, d.h. wie die allgemeine Wirkweise der abgestimmten Regel ist.
Gleichzeitig sollen sie nicht wissen, wie die Wirkweise auf sie persönlich ist.
Aus dieser Unsicherheit resultiert eine vorab altruistischer Zustimmungswille, bevor sich individuelle Nachteile realisieren. (Spricht implizit gegen Direktdemokratie)

ausgegliederter Inhalt III
F.A. von Hayek: Sicherheit und Freiheit
Wirtschaftliche Probleme sind Koordinationsaufgaben.
Derer gibt es zwei Typen:
1.) Vollständig formalisierbare, bei der die Zusammenhänge vollständig bekannt und in mathematischen Gleichungen ausgedrückt werden können. Ihre Berechnung ist nicht personengebunden.
2.) Unformalisierbare, die zu komplex dafür sind. Hier reagieren alle Individuen gleichzeitig aufeinander und ihre jeweiligen Umstände. -> vgl. spontane Ordnung
Alles dazwischen ist nur theoretisch bzw. abstrakt formalisierbar. Hier sind pattern predictions möglich bzw. lediglich qualitative Aussagen
-> vgl. Komplexe Phänomene

Die Komplexität ergibt sich aus Interdepdenzen. Diese ordnet Hoppmann am Beispiel des Walrasianischen Preissystems in 3 Ebenen (von oben nach unten):
1.) Institutionen / Verhaltensregeln
(-> SoWi)
Balance zw. Freiheit und Zwang, vgl. Konstitutionen-Ök.
Institutionen dienen den Akteuren zur Orientierung
2.) Preissystem
(-> VWL)
3.)
Akteure
/ Subsysteme / einzelne Kollektive
z.B. Unternehmen (->BWL), Gewerkschaften
Hierarschische Ordnung im Inneren -> vgl. Taxis
Alle 3 Ebenen reagieren auf Änderungen der anderen Ebenen. Sie bilden zusammen eine interdependente Gesamtordnung, die
Katallaxie
.

Mittels c.p.-Analysen gewonnene Aussagen dürften nicht
ohne Weiteres
auf die Realität übertragen werden, da die Interdependenzen
bzw. Zweitrundeneffekte (und weitere)
nicht berücksichtigt wurden.

Zeit ist in
volkswirtschaftlichen
Modellen ideal/rein und legt lediglich eine Abfolge fest, jedoch nicht wann sie beginnt, und wie lange die einzelnen Perioden dauern, anders als bei der realen/historischen Zeit. Folglich können dynamische Modelle keine Prognosen für exakte Zeiträume liefern.

Die Wirtschaftstheorie stellt das Grundgerüst. Die wissenschaftliche Wirtschaftspolitik ist deren Anwendung. Der Ungenauigkeit begegnet man mit Kunstfertigkeit.

Konstitutionelle Unsicherheit
: So wie jedes Individuum einen Teil des Gesamtwissens besitzt, gibt es immer einen Teil, den es nicht hat, den es auch nicht überschauen kann.
Theoretische Ideale lassen sich aufgrund dieses Unwissens nicht aufstellen. Man kann nur denkbare Konzepte vergleichen. -> vgl. Nirwana Approach

Märkte als Entdeckungsverfahren
: Aufgrund der Komplexität ist unklar, welche Lösung den meisten Fortschritt verspricht. Märkte sorgen durch die
individuell nutzenmaximierende
Interaktion für Wissenstransfer und die Evolution des Bestehenden. Märkte sind der beste Mechanismus, den wir zur Erzielung von Fortschritt
bisher
haben. Dazu notwendig sind freiheitssichernde Institutionen
(-> vgl. u.a. Menschenrechte 1. Typs)
. Die genauen Auswirkungen von Regeln lassen sich immer erst ex-post beurteilen. -> vgl. Konstitutionenökonomik
Die WiWi versucht die Erfolgschancen im Voraus abzuschätzen, die Auswahl erfolgt jedoch stets evolutorisch.

Staatseingriffe über den Markt hinaus - auch Maßnahmengesetze genannt - führen stets zu Privilegierung und Diskriminierung Einzelner und widerstreben dem Marktprozess und damit dem Fortschritt. Sie basieren auf der konstruktivistischen Fehlannahme, man überschaue die Situation und alle Interdependenzen besser als das im Markt
aggregierte Wissen
. Sie geben falsche Signale und leiten Entscheidungen fehl.
Begrenzte Sicherheit
Absolute Sicherheit
kann allen Menschen gewährleistet werden
berechtigter Anspruch auf
Sicherung gegen schwere körperliche Entbehrungen
Gewissheit eines bestimmten Existensminimums
z.B.
staatliche Hilfe bei der Organisierung einer umfassenden Sozialversichrung
Hilfe nach Katastrophen (z.B. Erdbeben)
kann in freier Gesellschaft nicht allen Menschen gewährleistet werden
besagt die Sicherung eines gewissen Lebensstandards, d.h. die Sicherheit des besonderen Einkommens, auf das jemand Anspruch zu haben glaubt.
Schutz vor Einkommensminderung (durch freien Wettbewerb verursacht) für Individuen oder Gruppen, die moralisch nicht gerechtfertigt werden kann.
Forderung nach "gerechter" Entlohnung, die den subjektiven und nicht den objektiven Ergebnissen einer Leistung entspricht.
Dies führt dazu, dass die Entlohnung in keiner Beziehung mehr zu ihrem tatsächlichen Nutzen steht. Daraus folgt Anreizproblem:
Problem des guten Willens der Menschen, ihr Bestes zu leisten
Maßstab, mit dessen Hilfe die Bedeutung der verschiedenen Berufe für die Gesellschaft festgestellt werden kann, geht verloren.
Ein großer Prozentsatz der Menschen hat einen äußeren Druck nötig, wenn sie alle ihre Kräfte anspannen sollen.
Mit jeder Gewährung völliger Sicherheit an eine Gruppe steigt die Unsicherheit der übrigen notwendigerweise, weil jede Beschränkung des freien Zugangs zu einem Erwerbszweig die Sicherheit all derer verringert, die in anderen Berufen tätig sind. Und mit steigender Zahl derjenigen, deren Einkommen auf diese Weise gesichert ist, verengt sich der Bereich der Ausweichsmöglichkeiten.
System der Institutionen
|
Preissystem
|
Organisationen (Firmen, Gewerkschaften, Kartelle)
a) Einbeziehung grundlegender Werthaltungen im Sinne von Gültigkeitsbedingungen
Festlegung bestimmter Bedingungen, unter denen der Vertrag Gültigkeit hat: Bestimmung grundlegender Werthaltungen
Gültigkeitsbedingungen nach Buchanan: Freiwilligkeit und Gleichberechtigung aller Wähler (keine unterschiedlichen Stimmgewichte)
Erweiterte Gültigkeitsbedingungen: bestehende und beobachtbare Moralvorstellungen (z.B. unveräußerliche Menschenrechte)
verliert hierdurch an Allgemeingültigkeit/Dauerhaftigkeit, da sich Moralvorstellungen wandeln
schützt vor Beliebigkeit des Vertragsinhalts und wird damit normativ nachvollziehbar für Bevölkerung
b) Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Erkenntnisse als Strukturwissen
Berücksichtigung von Expertenwissen bei Regelentscheidungen
zur Identifizierung, ob Regelungsbedarf vorliegt
zur Abwägung alternativer Regeln zur Überwindung von Problemen (Effizienz)
2. Vorgehensweise bei Regelfindung
Coase (1960): The Problem of social cost
ohne Transaktionskosten
mit Transaktionskosten
das Problem externer Effekte ist wechselseitig und welche Seite Kompensation betreiben muss, hängt von der Zuweisung der Eigentumsrechte ab
wer wen kompensieren muss, hängt davon ab, wer die Eigentumsrechte inne hat
das endgültige Allokationsergebnis, welches das effiziente Ergebnis der Verhandlungen ist, ist unabhängig davon, wer wen kompensieren muss
das Distributionsergebnis verändert sich mit dem Inhaber der Eigentumsrechte
effizientes
Allokationsergebnis
Grenzkosten- bzw. Grenznutzenkurve von A
Grenzkosten- bzw. Grenznutzenkurve von B
Annahme: Eigentumsrechte liegen bei A
Annahme: Eigentumrechte liegen bei B
--> Kompensation von A an B
Annahme: Eigentumsrechte liegen bei A
--> Kompensation von B an A
effizientes Ergebnis
Kompensation von A an B, wenn A die Transaktionskosten tragen muss
Kompensation von B an A, wenn B die Transaktionskosten tragen muss
das endgültige Allokationsergebnis hängt, wenn Transaktionskosten fällig werden, davon ab, wer wen kompensieren muss, also bei wem die Eigentumsrechte liegen
wenn der Staat die Transaktionskosten gering halten kann, ist in Erwägung zu ziehen, ob ein staatlicher Eingriff sinnvoll sein kann


Nutzenindividualismus:
Nutzenansammlung/-aufrechnung; I1, IV1 und II aus nutzenindividualistischer Sicht zu Begrüßen
Wahlindividualismus:
Zustimmung ist wichtig, Subjektivismus; nur II ist zu begrüßen, bzw. I1 und IV1 (durch faktische Kompensation gewonnene Zustimmung aller Beteiligten)
Hayek: Kosmos und Taxis
Die zwei Arten der Ordnung

a) die erzeugte Ordnung (Taxis): exogene Ordnung, Konstruktion, künstliche Ordnung, Organisation
dient konkreten Zwecken des Ordnenden
relativ einfache und wenig komplexe Ordnung
Befehle/Regeln einer Organisation zeichnen sich dadurch aus, dass sie Regeln für die Ausführung zugewiesener Aufgaben sein müssen --> jedem einzelnen sagen, was er zu tun hat

b) die gewachsene Ordnung (Kosmos): selbstgenerierende und endogene Ordnung, spontane Ordnung
Produkt des Handelns vieler Menschen, nicht aber das Resultat menschlichen Planens
Ergebnis eines Evolutionsprozesses
hoher Komplexitätsgrad möglich (komplexe Phänomene)
dienen keinem bestimmten Zweck, können jedoch bei der Verfolung unterschiedlicher Zwecke behilflich sein
allgemeiner Charakter der Ordnung beeinflussbar, nicht jedoch die Einzelheiten der resultierenden Ordnung, die uns nie vollständig bekannt sein können
nur geringes Ausmaß an möglicher Kontrolle
ergeben sich daraus, dass ihre Elemente bestimmte Verhaltensregeln befolgen
Regeln/Regelmäigkeiten müssen Individuen nicht bekannt sein
Regeln können spontan entstehen (Moralregeln, Gewohnheiten) oder Ergebnis wohlüberlegten Planens sein (Rechtsregeln)
allgemeine Rechtsregeln, die keinen spezifischen Handlungen/Inhalte vorgeben, sondern die Rahmenbedingungen der individuellen Handlung bestimmen
Ergebnis einer komplexen Ordnung nicht durch konkrete Befehle herbeiführbar, da nicht alle Umstände und Zusammenhänge bekannt sind
--> nur durch Veränderung der Rahmensetzung/allgemeinen Regeln verbesserbar
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