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Der Konflikt um die Grüne Gentechnik

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by

Christian Dürnberger

on 11 December 2013

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Transcript of Der Konflikt um die Grüne Gentechnik

Der Konflikt
um die Grüne Gentechnik
in Deutschland
Im Rahmen des
Bayerischen Forschungsverbundes
www.forplanta.de
Worüber wird tatsächlich gestritten?
- Wie lauten die Argumente gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft?

- Zu welchen Schlagworten und Themenfeldern lassen sich die vorgebrachten Argumente kategorisieren?
Untersuchungsfragen
Seit Jahrzehnten
kontroverse und emotionale
Debatte
Identifizierung und Kategorisierung
der Kritikpunkte*
zum Zweck höherer Transparenz
*Keine Bewertung und Diskussion der Gültigkeit der Argumente
Analyse von deutschsprachigen Infobroschüren, die sich kritisch mit dem Thema Gentechnik in der Landwirtschaft auseinandersetzen...
Informationsbroschüre
"Gentechnik - Manipuliertes Leben"

Hrsg.
Umweltinstitut München e.V.

Jahr
2010
Beispiel
Ingesamt wurden auf diesem Weg 334 Argumente in
30 Informationsbroschüren identifiziert und kategorisiert.
Beispiel
Seite 15
Beispiel
Schlagwortwolke
Resultat
Je größer das Wort geschrieben, desto zentraler seine Bedeutung in den analysierten Argumentationen.
Kritik an Profitdenken
Traditionelle Nahrungsmittel als Kulturgut
Unabsehbare Folgen
Belastung für Wasser
Biodiversität
Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft (Preissteigerung für Nahrungsmittel)
Fehlende Langzeitstudien
Intergenerationelle Gerechtigkeit
Wissenschaft im Dienst der Konzerne
Bedrohung der Sortenvielfalt
Auskreuzung
Keine Hilfe gegen Hunger
Erkrankungen bei Tieren
Nachlässige Untersuchung durch Konzerne
Superunkräuter
Misstrauen in Risikobewertung
Versicherungsprobleme
Leere Versprechungen über den Nutzen
Ökologische Risiken
Misstrauen in Wissenschaft
Kritik an Monopolbildungen
Störung des ökologischen Gleichgewichts
Kontrolle des Lebensmittelmarktes durch Konzerne
Wahlfreiheit des Konsumenten
Nicht-Zielorganismen
Nicht rückholbar
Allergien
Naturwissenschaftliches Denken
nicht adäquat
Bedrohung für die Menschheit
Kritik an Machtausübung der Konzerne
Koexistenz
Bedrohung des sozialen Friedens
Kritik an Lobbyismus
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen (durch Patente)
Erhöhter Einsatz von Spritzmitteln
Resistente Schädlinge
Imageschaden für Lebensmittel einer bestimmten Region
Belastung für Boden
Spiel mit dem Zufall
Antibiotikaresistenz
Bewahrung
der Schöpfung
Metaphysik
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Verlust von Arbeitsplätzen
Würde der Natur
Natur ist gut wie sie ist
Menschliche Hybris
Monokulturen
Überschreitung der Artgrenzen
Unkontrollierbar
Nicht nachhaltig
Ablehnung durch die Mehrheit
Monokulturen
Komplexe Materie
Soziale Aspekte
Ungerechte Patente
Unnatürlich
Risiken für Mensch und Umwelt
Gesundheits-risiken
Natur als heilig
Fehlender Nutzen
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Umweltschäden in anderen Regionen der Erde
Erkrankungen durch erhöhten Einsatz von Spritzmitteln
Verdrängung traditioneller Nutzpflanzen
Manipulation der Natur
Beeinträchtigung der Fortpflanzung
Kritik an industrieller Landwirtschaft
Protokollierung und Verschlagwortung identifizierter Argumente
© Roggenthin und BUND
© BUND
P. Langrock © Greenpeace
J. Kuesters © Greenpeace
Quelle: Bündnis gentechnikfreier Landkreis Roth + Schwabach „Regional und gentechnikfrei“ Ausgabe 1 Dezember 2007.
Umweltinstitut München e.V.
Methodik
Natur als heilig
Biodiversität
Natur ist gut wie sie ist
Komplexe Materie
Bewahrung der Schöpfung
Beeinträchtigung der Fortpflanzung
Überschreitung der Artgrenzen
Wissenschaft im Dienst
der Konzerne
Kritik an
Machtausübung
der Konzerne
Unnatürlich
Kontrolle des
Lebensmittelmarktes durch
Konzerne
Manipulation der Natur
Superunkräuter
Resistente Schädlinge
Auskreuzung
Verlust von
Arbeitsplätzen
Nachlässige Untersuchung
durch Konzerne
Fehlender Nutzen
Monokulturen
Kritik am Lobbyismus
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Kritik an industrieller
Landwirtschaft
Naturwissenschaftliches Denken nicht adäquat
Intergenerationelle
Gerechtigkeit
Erhöhter Einsatz
von Spritzmitteln
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen durch Patente
Störung des
ökologischen Gleichgewichts
Erkrankungen bei Tieren
Bedrohung für Menschheit
Keine Hilfe gegen Hunger
Misstrauen in
Risikobewertung
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Ungerechte Patente
Unabsehbare Folgen
Spiel mit dem Zufall
Belastung für Boden
Antibiotikaresistenz
Menschliche Hybris
Erkankunegn durch erhöhten Einsatz von Spritzmitteln
Leere Versprechungen
über Nutzen
Verdrängung
traditioneller
Nutzpflanzen
Bedrohung der
Sortenvielfalt
Bedrohung des
sozialen Friedens
Preissteigerung für Nahrungsmittel
(Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft)
Ablehnung durch Mehrheit
Würde der Natur
Koexistenz
Wahlfreiheit des Konsumenten
Allergien
Imageschaden für Lebensmittel einer Region
Kritik am
Profitdenken
Nicht rückholbar
Traditionelle Nahrungsmittel
als Kulturgut
Kritik an Monopolen
Umweltschäden
in anderen Regionen
der Erde
Misstrauen in Wissenschaft
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Nicht-
Zielorganismen
Fehlende
Langzeitstudien
Versicherungsprobleme
Nicht nachhaltig
Belastung für Wasser
Schlagwortwolke
Die Schlagworte lassen sich drei großen Argumentationsfeldern zuordnen...
[1] Metaphysische Einwände
Beispiele

"Wir sollten uns der Schöpfungsordnung unterwerfen und keine Unordnung machen."

"Sie [die BürgerInnen; C.D.] sind der Überzeugung, dass der Mensch nicht in dieser Art und Weise in den Bauplan des Lebens eingreifen darf. In genmanipulierten Pflanzen ist das genetische Material in einer Art und Weise verändert, wie es unter natürlichen Bedingungen nicht möglich wäre."
[2] Risiken gegenüber Mensch und Umwelt
[3] Soziale Aspekte
Beispiele

"Gentechnik gefährdet die Artenvielfalt. Der Anbau herbizidresistenter Pflanzen dezimiert die Vielfalt der Wildpflanzen auf und neben den Äckern und bedroht damit die Vielfalt der Insekten und der von ihnen lebenden Vögel und anderen Tiere. Insektengiftige Pflanzen können auch Schmetterlinge schädigen, die keine Schädlinge sind."

"In Tierversuchen treten Lungenkrankheiten, Krebs, Blutveränderungen, Schwächung des Immunsystems, Unfruchtbarkeit und Missgeburten auf. Allergien häufen sich, Antibiotikaresistenz und Superviren treten auf."
Beispiele

"Agro-Gentechnik als neue Leibeigenschaft für die Landwirtschaft."

"Tatsächlich zerstört die Gentechnik die kleinbäuerliche Landwirtschaft in der 3. Welt."

"Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verkommt zum Lobbyistenhandlanger […] Die EFSA ist zum Erfüllungsgehilfen der Biotech-Industrie geworden."
Entsprechend lassen sich die in der Debatte vorgebrachten Krititikpunkte wie folgt strukturieren...
Die Vielzahl der Einwände hinsichtlich sozialer Aspekte lassen folgenden Schluss zu:
Kritik und Misstrauen gegenüber Wirtschaftsunternehmen
Misstrauen gegenüber Politik
Unbehagen gegenüber Entwicklungen
in der Landwirtschaft
Der Großteil der (Kritik)Punkte, um die gestritten wird, unterliegt hingegen tendenziell einem Gestaltungsspielraum.

- Die Fragen bezüglich sozialer Aspekte sind grundsätzlich den Gestaltungsmöglichkeiten einer Gesellschaft unterworfen.

- Die etwaigen Risiken für Mensch und Umwelt können näher naturwissenschaftlich untersucht und gesellschaftlich diskutiert werden.

Gestaltungsspielraum bedeutet hierbei auch prinzipielle Konsensmöglichkeit.
Wenig überraschend nimmt das Themenfeld "Risiken für Mensch und Umwelt" breiten Argumentationsraum ein.

Die Argumente lassen sich dabei nochmals in die zwei Kategorien "Ökologische Risiken" und "Gesundheitsrisiken" unterteilen. [Der Schwerpunkt liegt hierbei auf ersterer.]
Diskussion
Auffällig ist die Bedeutung der Argumente hinsichtlich sozialer Gesichtspunkte.

Ein Großteil der kritischen Einwände betreffen gesellschaftliche Bedingungen, Fragen und Auswirkungen.
Schlussfolgerung [1]
Der Konflikt um Gentechnik in der Landwirtschaft ist nicht zuletzt eine Projektionsfläche für andere, weitere gesellschaftlich relevante Themen und Kontroversen.
Zu nennen sind hier beispielsweise...
Trotz ihres geringen prozentualen Anteils sind die metaphysischen Kritikpunkte von nicht zu unterschätzender Bedeutung für den Diskurs.

- Erstens müssen sie als Verdichtungen persönlicher Überzeugungen, Werte und kultureller Hintergründe verstanden werden.

- Zweitens entziehen sie sich oftmals der Möglichkeit eines Kompromisses: Metaphysische Einwände treten häufig als kategorische Argumente auf.
Angesichts der Verschiedenheit der Argumente braucht es interdisziplinäre Zusammenarbeit.

So ist es neben der Notwendigkeit einer (naturwissenschaftlichen) Risikoforschung eine Aufgabe der Philosophie, die metaphysischen Einwände hinsichtlich ihrer Gültigkeit zu diskutieren.
www.forplanta.de
Versuch einer Rekonstruktion
des Konfliktes

Im Rahmen des
Bayerischen Forschungsverbundes
Kontakt und Feedback:
christian.duernberger@elkb.de
Verteilung der Argumente
Schlussfolgerung [2]
Schlussfolgerung [3]
Schlussfolgerungen
Imageschaden für Lebensmittel einer Region
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Kritik an industrieller
Landwirtschaft
Verdrängung
traditioneller
Nutzpflanzen
Kritik am
Profitdenken
Kontrolle des
Lebensmittelmarktes durch
Konzerne
Bedrohung der
Sortenvielfalt
Monokulturen
Verlust von
Arbeitsplätzen
Kritik am Lobbyismus
Traditionelle Nahrungsmittel
als Kulturgut
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Preissteigerung für Nahrungsmittel
(Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft)
Nachlässige Untersuchung
durch Konzerne
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen durch Patente
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Kritik an Monopolen
Kritik an
Machtausübung
der Konzerne
Ablehnung durch Mehrheit
Leere Versprechungen
über Nutzen
Misstrauen in
Risikobewertung
Die metaphysischen Einwände nehmen den geringsten Argumentationsraum ein.

Prozentual ausgedrückt verteilen sich die im Rahmen der Inhaltsanalyse identifizierten Argumente wie folgt...
Natur als heilig
Natur ist gut wie sie ist
Bewahrung
der Schöpfung
Unnatürlich
Menschliche Hybris
Überschreitung der Artgrenzen
Manipulation der Natur
Würde der Natur
Naturwissenschaftliches Denken
nicht adäquat
Eine zentrale Fragestellung, die der gesamten Debatte zugrundeliegt, ist jene nach dem (adäquaten) Verhältnis von Mensch und Natur.
Schlussfolgerung [4]
Ziel
Vorgehen
Umfang der Analyse
Annäherung an den Konflikt
Kategorisierung
Strukturierung
Risiken
Metaphysik
Metaphysik
Soziale Aspekte
Weiterführende Fragen
Welche Stellung nimmt "Natur" in der moralischen Gemeinschaft ein? Welche "Natur" ist es, die wir schützen wollen und aus welchen Gründen? Wie ist mit den Widersprüchen in der Mensch-Natur Beziehung umzugehen?

Inwieweit sind die sozialen Beschreibungen und Risikobewertungen normativ aufgeladen?
...
Christian Dürnberger
Hochschule für Philosophie München
"Konfliktwolke" Grüne Gentechnik
Christian Dürnberger
"Konfliktwolke"
Grüne Gentechnik
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Hochschule für Philosophie München und am
Ethik-Institut TTN an der LMU
Konflikt-Tool
"Grüne Gentechnik"
Versuch einer Rekonstruktion des Konfliktes
Die Analyse der kritischen Argumente ist dabei nur als eine [!] mögliche Rekonstruktionsmethode zu verstehen. Sie ist eine Annäherung an die Kontroverse, keinesfalls jedoch wird sie dieser in ihrem vollen Umfang gerecht.

Beispielsweise wäre es ebenso von Interesse, die Argumente der Befürworter zu identifizieren und strukturieren.
Anmerkung
*Als solche muss sie vereinfachen und verkürzen. Sie kann und soll nicht als Ersatz für ein wissenschaftliches Paper missverstanden werden.

Das Paper zur Arbeit finden Sie unter
http://www.ttn-institut.de/konfliktwolke-gentechnik
Versuch
einer Rekonstruktion
der Kontroverse
in Form einer
Online-Präsentation*
Zoom auf Details via Scrollfunktion der Maus
Das Paper zur Arbeit finden Sie unter
http://www.ttn-institut.de/konfliktwolke-gentechnik
"Konfliktwolke
Grüne Gentechnik"

*Als solche muss sie vereinfachen und verkürzen. Sie kann und soll nicht als Ersatz für ein wissenschaftliches Paper missverstanden werden.
Versuch
einer Rekonstruktion
der Kontroverse
in Form einer
Online-Präsentation*
Rekonstruktion einer Kontroverse
Im Rahmen des
Bayerischen Forschungsverbundes
www.forplanta.de
Christian Dürnberger
Hochschule für Philosophie München
Seit Jahrzehnten
kontroverse und emotionale
Debatte
© Roggenthin und BUND
© BUND
P. Langrock © Greenpeace
J. Kuesters © Greenpeace
Quelle: Bündnis gentechnikfreier Landkreis Roth + Schwabach „Regional und gentechnikfrei“ Ausgabe 1 Dezember 2007.
Umweltinstitut München e.V.
Worüber wird tatsächlich gestritten?
Annäherung an den Konflikt
Identifizierung und Kategorisierung
der Kritikpunkte*
zum Zweck höherer Transparenz
*Keine Bewertung und Diskussion der Gültigkeit der Argumente
Ziel
Analyse von deutschsprachigen Infobroschüren, die sich kritisch mit dem Thema Gentechnik in der Landwirtschaft auseinandersetzen...
Vorgehen
- Wie lauten die konkreten Argumente gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft?

- Zu welchen Schlagworten und Themenfeldern lassen sich die vorgebrachten Argumente kategorisieren?
Untersuchungsfragen
Informationsbroschüre
"Gentechnik - Manipuliertes Leben"

Hrsg.
Umweltinstitut München e.V.

Jahr
2010
Beispiel
Ingesamt wurden auf diesem Weg 334 Argumente in
30 Informationsbroschüren identifiziert und kategorisiert.
Beispiel
Seite 15
Beispiel
Schlagwortwolke
Resultat
Protokollierung und Verschlagwortung identifizierter Argumente
Umfang der Analyse
Die Analyse der kritischen Argumente ist dabei nur als eine [!] mögliche Rekonstruktionsmethode zu verstehen. Sie ist eine Annäherung an die Kontroverse, keinesfalls jedoch wird sie dieser in ihrem vollen Umfang gerecht.

Beispielsweise wäre es ebenso von Interesse, die Argumente der Befürworter zu identifizieren und strukturieren.
Anmerkung
Zoom auf Details via Scrollfunktion der Maus
Die Schlagworte lassen sich drei großen Argumentationsfeldern zuordnen...
[1] Deontologische Einwände
Beispiele

"Wir sollten uns der Schöpfungsordnung unterwerfen und keine Unordnung machen."

"Sie [die BürgerInnen; C.D.] sind der Überzeugung, dass der Mensch nicht in dieser Art und Weise in den Bauplan des Lebens eingreifen darf. In genmanipulierten Pflanzen ist das genetische Material in einer Art und Weise verändert, wie es unter natürlichen Bedingungen nicht möglich wäre."
[2] Risiken (für Mensch und Umwelt)
[3] Soziale Aspekte
Beispiele

"Gentechnik gefährdet die Artenvielfalt. Der Anbau herbizidresistenter Pflanzen dezimiert die Vielfalt der Wildpflanzen auf und neben den Äckern und bedroht damit die Vielfalt der Insekten und der von ihnen lebenden Vögel und anderen Tiere. Insektengiftige Pflanzen können auch Schmetterlinge schädigen, die keine Schädlinge sind."

"In Tierversuchen treten Lungenkrankheiten, Krebs, Blutveränderungen, Schwächung des Immunsystems, Unfruchtbarkeit und Missgeburten auf. Allergien häufen sich, Antibiotikaresistenz und Superviren treten auf."
Beispiele

"Agro-Gentechnik als neue Leibeigenschaft für die Landwirtschaft."

"Tatsächlich zerstört die Gentechnik die kleinbäuerliche Landwirtschaft in der 3. Welt."

"Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verkommt zum Lobbyistenhandlanger […] Die EFSA ist zum Erfüllungsgehilfen der Biotech-Industrie geworden."
Kategorisierung
Entsprechend der Dreiteilung lassen sich die in der Debatte vorgebrachten Krititikpunkte wie folgt strukturieren...
Strukturierung
Auffällig ist die Bedeutung der Argumente hinsichtlich sozialer Gesichtspunkte.

Ein Großteil der kritischen Einwände betreffen gesellschaftliche Bedingungen, Fragen und Auswirkungen.
Soziale Aspekte
Die deontologischen Einwände thematisieren vor allem den moralischen Rang der Natur und die grundsätzliche Stellung des Menschen zu seiner Umwelt.
Deontologie
Wenig überraschend nimmt das Themenfeld "Risiken für Mensch und Umwelt" breiten Argumentationsraum ein.

Die Argumente lassen sich dabei nochmals in die zwei Kategorien "Ökologische Risiken" und "Gesundheitsrisiken" unterteilen.
Risiken
Konflikte innerhalb des Konflikts
Der Konflikt um Gentechnik ist - abseits der Debatte über mögliche Risiken für Mensch und Umwelt - geprägt von weiteren gesellschaftlich relevanten Themen und Kontroversen, die in der Debatte explizit oder implizit mitverhandelt werden.
Zu nennen sind hier u.a. folgende "Subkonflikte"...
Umgang mit Nichtwissen
Wissen produziert stets auch neues Nichtwissen. Ohne den endgültig geklärten Kenntnisstand je erreichen zu können, müssen wir dennoch Entscheidungen treffen.
Unabsehbare Folgen
Spiel mit
dem Zufall
Unkontrollierbar
Komplexe Materie
Fehlende Langzeitstudien
Vertrauen in Akteure
Vertrauen ist gerade in modernen Gesellschaften ein entscheidendes Phänomen. In den Kritikpunkten zeigt sich sowohl ein Misstrauen in die Politik wie auch in die Wissenschaft.
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Wissenschaft im Dienst der Konzerne
Misstrauen in Wissenschaft
Misstrauen in Risikobewertung
Kritik an kapitalistischen Tendenzen
In der Kontroverse artikuliert sich Kritik an der Wirtschaftordnung und den ihr zugesprochenen negativen Auswirkungen. Biotechnologie wird als Sinnbild einer Wirtschaftsweise thematisiert, die alles dem Profitstreben unterordnet.
Kritik am
Profitdenken
Kontrolle des
Lebensmittelmarktes durch
Konzerne
Kritik an Monopolen
Kritik an
Machtausübung
der Konzerne
Leere Versprechungen
über Nutzen
Leitbild der Landwirtschaft
Die Umwandlung einer als "ursprünglich" empfundenen Landwirtschaft in großindustrielle Produktion sorgt für Unbehagen. Grüne Gentechnik wird dabei als Speerspitze der industrialisierten Landwirtschaft thematisiert.
Imageschaden für Lebensmittel einer Region
Kritik an industrieller
Landwirtschaft
Verdrängung
traditioneller
Nutzpflanzen
Bedrohung der
Sortenvielfalt
Monokulturen
Verlust von
Arbeitsplätzen
Traditionelle Nahrungsmittel
als Kulturgut
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Preissteigerung für Nahrungsmittel
(Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft)
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen durch Patente
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Natur als heilig
Natur ist gut wie sie ist
Bewahrung
der Schöpfung
Unnatürlich
Menschliche Hybris
Überschreitung der Artgrenzen
Manipulation der Natur
Würde der Natur
Naturwissenschaftliches Denken
nicht adäquat
Mensch-Natur-Beziehung
Eine zentrale Fragestellung, die der gesamten Debatte zugrundeliegt, ist jene nach dem (adäquaten) Verhältnis von Mensch und Natur.
Angesichts dieser Verschiedenheit der Argumente braucht es interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Naturwissenschaftliche Argumente allein können die Risikodebatte nicht schultern.
Schlussfolgerung [2]
Der Großteil der (Kritik)Punkte, um die gestritten wird, unterliegt tendenziell einem Gestaltungsspielraum. [Die kategorischen Argumente sind deutlich in der Minderheit.]

Gestaltungsspielraum bedeutet hierbei auch prinzipielle Konsensmöglichkeit.
Schlussfolgerung [4]
www.forplanta.de
Rekonstruktion der
Kontroverse

Im Rahmen des
Bayerischen Forschungsverbundes
Christian Dürnberger
"Konfliktwolke
Grüne Gentechnik"
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Hochschule für Philosophie München und am
Ethik-Institut TTN an der LMU
Die Kontroverse erschöpft sich nicht in einer Bilanzierung von Nutzen und Risiken der Technologie...
Schlussfolgerung [1]
Welche Stellung nimmt "Natur" in der moralischen Gemeinschaft ein? Welche "Natur" ist es, die wir schützen wollen und aus welchen Gründen? Ist Natur eine Ressource, die es zu verbessern gilt, oder etwas Erhabenes, Wertvolles, das es zu bewahren gilt? Wie ist mit den Widersprüchen in der Mensch-Natur Beziehung umzugehen?
Zentrale Fragen
- Wertvorstellungen und moralische Überzeungen spielen eine zentrale Rolle.

- Relevante gesellschaftliche Fragen wie das Leitbild der Landwirtschaft oder eine adäquate Regulierung des Wirtschaftssystems werden innerhalb der Kontroverse (mit)verhandelt.

Daraus folgt Schlussfolgerung [2] und [3]
Schlussfolgerung [1]
Eine adäquate Beurteilung der Technologie ist im abstrakten Raum nicht möglich, vielmehr hat die Diskussion eines Einsatzes von gentechnologischen Verfahren fallbezogen unter Berücksichtigung des spezifischen Kontextes stattzufinden.
Schlussfolgerung [3]
Traditionelle Nahrungsmittel als Kulturgut
Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft (Preissteigerung für Nahrungsmittel)
Intergenerationelle Gerechtigkeit
Wissenschaft im Dienst der Konzerne
Nachlässige Untersuchung durch Konzerne
Misstrauen in Risikobewertung
Misstrauen in Wissenschaft
Kritik an Monopolbildungen
Kontrolle des Lebensmittelmarktes durch Konzerne
Wahlfreiheit des Konsumenten
Kritik an Machtausübung der Konzerne
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen (durch Patente)
Deontologie
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Ablehnung durch die Mehrheit
Ungerechte Patente
Unnatürlich
Risiken
(für Mensch und Umwelt)
Fehlender Nutzen
Bewahrung der Schöpfung
Sakralität der Natur
Menschliche Hybris
Manipulation der Natur
Würde der Natur
Überschreitung der Artgrenzen
Natur ist gut wie sie ist
Naturwissenschaftliches Denken nicht adäquat
Auskreuzung
Nicht rückholbar
Beeinträchtigung der Fortpflanzung
Bedrohung für Menschheit
Erkrankungen durch erhöhten Einsatz von Spritzmitteln
Erkrankungen bei Tieren
Allergien
Antibiotikaresistenz
Unabsehbare Folgen
Unkontrollierbar
Fehlende Langzeitstudien
Resistente Schädlinge
Nicht-Zielorganismen
Superunkräuter
Erhöhter Einsatz von Spritzmitteln
Monokulturen
Nicht nachhaltig
Biodiversität
Belastung für Boden
Belastung für Wasser
Komplexe Materie
Spiel mit dem Zufall
Umweltschäden in anderen Regionen der Erde
Störung des ökologischen Gleichgewichts
Soziale Aspekte
Koexistenz
Kritik an Lobbyismus
Keine Hilfe gegen Hunger
Leere Versprechungen über Nutzen
Monokulturen
Bedrohung der Sortenvielfalt
Bedrohung des sozialen Friedens
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Versicherungs-probleme
Imageschaden für Lebensmittel einer Region
Kritik an industrieller Landwirtschaft
Verdrängung traditioneller Nutzpflanzen
Verlust von Arbeitsplätzen
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Kritik an Profitdenken
Traditionelle Nahrungsmittel als Kulturgut
Mehraufwand für gentechnikfreie Landwirtschaft (Preissteigerung für Nahrungsmittel)
Intergenerationelle Gerechtigkeit
Wissenschaft im Dienst der Konzerne
Nachlässige Untersuchung durch Konzerne
Misstrauen in Risikobewertung
Misstrauen in Wissenschaft
Kritik an Monopolbildungen
Kontrolle des Lebensmittelmarktes durch Konzerne
Wahlfreiheit des Konsumenten
Kritik an Machtausübung der Konzerne
Abhängigkeit der Landwirtschaft von Konzernen (durch Patente)
Misstrauen in politische Institutionen und Prozesse
Ablehnung durch die Mehrheit
Ungerechte Patente
Unnatürlich
Fehlender Nutzen
Bewahrung der Schöpfung
Sakralität der Natur
Menschliche Hybris
Manipulation der Natur
Würde der Natur
Überschreitung der Artgrenzen
Natur ist gut wie sie ist
Naturwissenschaftliches Denken nicht adäquat
Auskreuzung
Nicht rückholbar
Beeinträchtigung der Fortpflanzung
Bedrohung für Menschheit
Erkrankungen durch erhöhten Einsatz von Spritzmitteln
Erkrankungen bei Tieren
Allergien
Antibiotikaresistenz
Unabsehbare Folgen
Unkontrollierbar
Fehlende Langzeitstudien
Resistenze Schädlinge
Nicht-Zielorganismen
Superunkräuter
Erhöhter Einsatz von Spritzmitteln
Monokulturen
Nicht nachhaltig
Biodiversität
Belastung für Boden
Belastung für Wasser
Komplexe Materie
Spiel mit dem Zufall
Umweltschäden in anderen Regionen der Erde
Störung des ökologischen Gleichgewichts
Koexistenz
Kritik an Lobbyismus
Keine Hilfe gegen Hunger
Leere Versprechungen über Nutzen
Monokulturen
Bedrohung der Sortenvielfalt
Bedrohung des sozialen Friedens
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft
Versicherungs-probleme
Imageschaden für Lebensmittel einer Region
Kritik an industrieller Landwirtschaft
Verdrängung traditioneller Nutzpflanzen
Verlust von Arbeitsplätzen
Bedrohung der (klein)bäuerlichen Landwirtschaft in anderen Regionen der Erde
Kritik an Profitdenken
Risiken
(für Mensch und Umwelt)
Deontologie
Soziale
Aspekte
Risiken
Mensch-Natur
Beziehung
Soziale
Aspekte
Deontologische Überlegungen
Für Mensch
und Umwelt
Risiko
Soziale
Aspekte
Mensch-Natur-
Beziehung
Umgang mit Nichtwissen
Vertrauen in Politik und Wissenschaft
Regulierung des Marktes
Adäquate Mensch-Natur-Beziehung
Leitbild der Landwirtschaft
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