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Sprachwandel - Sprachen verändern sich

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by

Luisa Müller

on 29 March 2015

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Transcript of Sprachwandel - Sprachen verändern sich

Sprachwandel - Sprachen verändern sich
Weitere Beispiele von Bedeutungswandel
Blödheit
ursprünglich:
schwach , kraftlos, zart
heute:
Dummheit

Droge
ursprünglich:
getrocknete Ware (Tee) oder Gewürze
heute:
psychotrope Substanzen

Ordinär
ursprünglich:
ordentlich
heute:
unanständig

Ampel
ursprünglich:
kleine Flasche
heute:
Signalanlage
Die Entwicklung der deutschen Sprache (Sprachperioden)
Kann "deutsch" auch zukünftig bestehen bleiben?
Bedeutungswandel des Wortes "geil"
Auf dem Weg zum Spätneuhochdeutschen?
Z10 - Sommerfest
Bedeutungswandel als treibende Kraft des Sprachwandels
• Sprachwandel geschieht meist unbeabsichtigt (wenn etwas auffällt wird es als Fehler, Sprachverfall wahrgenommen)

• Bedeutung eines Wortes ist mit seinem Gebrauch verbunden
unterschiedliche Verwendung in bestimmten Situationen: Wort besitzt unterschiedlichen Sinn

Warum weichen wir von der Sprachsystematik ab?
• Energieersparnis (Sprachökonomie)
Bsp.:
"haben" wird meist als "ham" gesprochen

• Streben nach Höflichkeit
Bsp.:
im Mittelalter wurden nur adlige Damen mit "Frau" angesprochen

• Imponieren/ Auffallen
Bsp.:
Verwendung von Tabuwörtern, neue Metaphern

Bedeutung
Funktion
im 12. Jahrhundert
in der heutigen Standardsprache
in der heutigen Fachsprache
in der heutigen Jugendsprache
sexuell erregt
Tabuwort
Erwacht aus müdem Winterschlaf , bündelt alle
überschäumenden Frühlingsgefühle
und feiert gemeinsam mit uns einen
explosiven Start
in eine
freudig-fröhliche Sommerzeit
! [Das] Echovibration-Soundsystem [macht] die Nacht zum strahlenden Tag - aber keine Sorgen, in unserer
Chill-out-Zone
könnt ihr euren Adrenalinspiegel jederzeit wieder
auf Normalmaß kuscheln
. Dass der Eintritt frei, die Cocktails lecker und die
Preise fair
sind, versteht sich von selbst, wenn das Z10 einlädt.
Seid mit uns - ab in den Sommer!
Z10 - Cocktail-Night
Für alle Freunde
stylischer Cocktails
zu
verführerischen Preisen
bringt euch das Z10 auch in diesem Semester den
heiß ersehnten Cocktailabend
!
[...] Wir garantieren gute Musik und
100% original atmosphere
.
[...] -
so get the shake and try it out
!
kraftvoll, mustwillig, üppig, lustig, froh, fröhlich oder schön
Adjektiv; Beschreiben von Eigenschaften
senkrecht nach oben stehende Triebe von Bäumen
Fachbegriff in der Botanik
erst sexuelle attraktiv; später begeisterte Steigerung von gut
Ausdruck von Begeisterung und Freude
Zusammenfassung

1. Bedeutungswandel ist ein Nebeneffekt der täglichen Kommunikation.

2. Menschen kommunizieren möglichst optimal, entsprechend ihrer Ziele.

3. Wenn mehrere Menschen in einer ähnlichen Situation gleiche sprachliche Mittel verwenden, entsteht mit der Zeit ein Bedeutungswandel.

1. Jahrtausend v. Chr. - 1050
1050 - 1650
ab 1650
1. Deutsch des Frühmittelalters
Germanisch

(1. Jahrtausend vor Chr. bis ca. 200 nach Chr.)
:
- bis heute nicht geklärt, ob es Germanisch als Sprache oder einfach nur unterschiedliche Dialekte gab
- erste Lautverschiebung (z.B. werden aus 8 Fällen 4, Ausbau Wortbestand)

Westgermanisch
(200 bis 500)

Althochdeutsch
(500/750 bis 1050)
:
-
eigentlicher Beginn der Entwicklung der dt. Sprache
- Gruppe westgermanischer Sprachen, südlich der sogenannten „Benrather Linie“
- im Süden: zweite Lautverschiebung
- im Norden: Altsächsisch/ Altniederdeutsch
Merkmale z.B.: Primärumlaut, volltönende Endungen
- 786: erste Erwähnung „deutsch“
- erste schriftliche Überlieferungen (Großteil geistliche Texte, aber auch weltliche Dichtung)



2. Deutsch des Hochmittelalters
Mittelhochdeutsch

(1050 bis 1350)
:
- mittel- und oberdeutscher Sprachraum
- Sammelbegriff für alle hochdeutschen Varietäten, vor allem aber höfische Literatur bei den Staufen
- Merkmale z.B.: Neben- und Endsilbenabschwächung, Palatalisierung, Beginn Doppel-/ Zwielaute, Verfall von End- und Mittelsilbenvokalen
- Grundlage für Entwicklung der jiddischen Sprache, Lautstand der schweizerdeutschen Sprache

Frühneuhochdeutsch

(1350 bis 1650)
:
- Lautwandlungsprozesse (Mono-, Diphthongierung)
- enorme Erweiterung des deutschen Wortschatzes (Luthers Bibelübersetzung, Lieddichtungen und Reformationsschriften)
- Umstrukturierung der Grammatik nach lateinischem Vorbild
- Herausbildung einheitlicher Druckersprachen

2. Deutsch der Neuzeit
Neuhochdeutsch

(seit 1650)
:
- ab 1650 Sprache der Literatur, gedruckter Texte
- in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz erst ab 1750
- ständiger Ausgleich regional unterschiedlicher sprachlicher Erscheinungen (überregionales Kommunikationsmittel)
- erst ab Ende 19. Jahrhundert einheitliche Orthografie, Ortholpie



Faktoren der Sprachentwicklung
Integration
Fach-, Umgangsspache übernommen
Internationalisierung
Elemente der Lexik aus anderen Sprachen übernommen
Differenzierung
Fachsprache: ausschließlich Wörter und ihre Bedeutungen, mündliche und schriftliche Sprache
Sprachökonomie
mit wenigen Zeichen viele Informationen übermitteln
Periodenbezeichnung anhand eines Beispiels
Alt | hoch | deutsch
zeitliche Einordnung
hier: früheste schriftlich belegte Sprachstufe des Deutschen
räumliche Dimension
hier: höhergelegener Teil Deutschlands (Zentrum und südliches Gebiet)
Sprache
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