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Hannah Arendt und der Eichmann Prozess

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Paula Neubauer

on 22 May 2013

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Transcript of Hannah Arendt und der Eichmann Prozess

Hannah Arendt
und der Eichmann Prozess Ein Bericht von der Banalität des Bösen? Übersicht Biographie
Vorgeschichte
Der Prozess
Arendts Interpretation
Kritik und Reaktionen
Quellen 1906 Geburt
Johanna Arendt Hannah Arendt Adolf Eichmann 1906 Geburt
Otto Adolf Eichmann 1927 Beitritt in die
Frontkämpfervereinigung 1932 Beitritt in die NSDAP 1939 1924 1928 Studium der
Philosophie,
Theologie und
Philologie Promotion in
Heidelberg bei
K. Jaspers 1929 1937 Ehe mit Günther Stern Inhaftierung durch
die Gestapo 1933 Flucht nach Paris 1940 Heirat mit
Heinrich Blücher 1941 Mehrwöchige Internierung in
Gurs und kurz darauf Auswanderung
nach Amerika 1961 Berichterstattung über
den Eichmann Prozess 1963 Ihre Artikel erscheinen
in Buchform 1975 Am 4. Dezember stirbt
Hannah Arendt in New York Vorgeschichte Der Prozess Abteilung "Judenangelegenheiten" 1935 Leitung der „Reichszentrale für jüdische Auswanderung“ 1941 SS-Obersturmbannführer
Besichtigung Auschwitz Wannseekonferenz 1942 1946 Flucht aus Internierungshaft 1961 "Eichmann Prozess"
in Israel 1962 Eichmann wird erhängt Wie kam es zu dem Prozess? 30. Januar 1933: Hitler wird zum Reichskanzler ernannt Ideologie: Sozialdarwinistische Vorstellung, Rassismus und Antisemitismus Ziele: Eroberung neuen Lebensraumes im
Osten und dessen rücksichtslose
Germanisierung 1939: Kriegsbeginn durch Angriff des
Deutschen Reichs auf Polen 1945: Bedingungslose Kapitulation 11. Mai 1960 wird Adolf Eichmann festgenommen Einsatz wird unter dem Kommando des Mossadchefs Isser Harel durchgeführt Eichmann unterzeichnet ein Dokument, indem er seine Zustimmung erteilt, in Israel vor Gericht gestellt zu werden - Beginn: 11. April 1961 im Haus des Volkes - Richter: Landau, Halevi, Raveh - Ankläger: Hausner - Verteidiger: Robert Servatius Anklage:
15 Anklagepunkte, 4 Kategorien:
- Verbrechen gegen das jüdische Volk
- Verbrechen gegen die Menschlichkeit
- Kriegsverbrechen
- Mitgliedschaft in einer verbrecherischen Organisation "Im Sinne der Anklage nicht schuldig" (Adolf Eichmann) Beweismaterial:
111 Zeugen und ca 1300 Dokumente Schuldspruch: Am 11.12.1961:
In allen Punkten der Anklage schuldig.
29. Mai 1962: Bestätigung des Urteils durch Berufungskammer Am 31.05.1962 lehnte der israelische Staatspräsident alle Gnadenersuche ab. Wenige Stunden später wurde Eichmann erhängt Arendt's Interpretation 1. These: Der Prozess
war ein Schauprozess 2. These: Die Judenräte
haben mit den Nazis
kollaboriert 3. These: Eichmann war
ein "Hanswurst" Ein Schauprozess? S. 71 Z. 3 ff S. 71 Z. 9 ff "Das Publikum sollte die Welt repräsentieren." S. 73 Z. 10 Falscher Focus: Eichmann sollte im Zentrum des Prozesses stehen - nicht die Juden S. 73 Z. 23 f Verfolgt der Prozess eine bestimmte Absicht?
"Der Prozess sollte ihnen zeigen was es bedeutet unter Nichtjuden zu leben [...]." S. 75 Z. 21 ff Die Zeugenaussagen haben keine Bedeutung
- sie stehen in keinem Zusammenhang mit Eichmann S. 213 Z. 30 ff Kollaboration? Bezug: Eichmann arbeitete oft mit den jüdischen Organisationen zusammen S. 208 Z. 24 ff "Diese Rolle der jüdischen Führer bei der Zerstörung ihres eigenen Volkes ist für die Juden zweifellos das dunkelste Kapitel in der ganzen dunklen Geschichte" S. 209 Z. 19 ff Baeck: "Jüdische Polizisten seien "sanfter und hilfreicher"
Arendt: "Jüdische Polizisten waren härter - für sie stand mehr auf dem Spiel." S. 211 Z. 12 f Die Judenräte haben selektiert: 1000 Leben geopfert um 100 zu retten S. 210 Z. 20 f Eichmann ein "Hanswurst" ? Eichmann ist nie aus Überzeugung in die Partei eingetreten S. 107 Z. 19 f S. 72 Z. 10 f "Was er getan hatte, war nur im Nachhinein ein Verbrechen; er war immer ein gesetzestreuer Bürger gewesen, [...]." Ergebnis der Psychiater: "nicht nur normal, sondern höchst vorbildlich" S. 97 Z. 15 ff S. 99 Z. 6 f Unfähigkeit sich auszudrücken - Unfähigkeit zu denken S. 126 Z. 4 ff Reaktionen? ( S. 17 Z. 13 ff / 33) Amos Elon: "Ein Bericht von der Banalität des Bösen hatte unter amerikanischen Literaten eine Art Bürgerkrieg ausgelöst, [...] - alle fühlten sich durch Arendts Buch angegriffen." Kritik 1. Ihr "Ton" 2. Ihre Darstellung der
Judenräte 3. Ihre Darstellung
Eichmanns Hannah Arendt Revisisted:
"Eichmann in Jerusalem" und die Folgen Gary Smith Ihr "Ton" Ihre Art ist respektlos. S. 24 Z. 27 ff "Hätte ihre Argumentation weniger schockierend gewirkt, wenn
sie mehr Einfühlsamkeit oder Verständnis [...] gezeigt hätte?" S. 24 Z. 17 ff Arendts Ironie und Sarkasmus ist für viele Leser nicht zu verstehen und unangebracht. S. 74 Z. 11 ff S. 84 Z. 17 f Die Judenräte Die Banalität des Bösen dieses Quellen Literatur: Internet: Brakel, Alexander; "Der Nationalsozialismus - der zweite Weltkrieg", http://www.deutschegeschichte.eu/das-20-jahrhundert/1933-1945.html (05.04.2013) Smith, Gary (2000); Hannah Arendt Revisisted: "Eichmann in Jerusalem" und die Folgen, edition Suhrkamp Arendt, Hannah (1986); Eichmann in Jerusalem - Ein Bericht von der Banalität des Bösen, Piper Prinz, Alois ( 5. Auflage 2013); Hannah Arendt oder Die Liebe zur Welt, Insel Taschenbuch Jung, Werner (2009); Nationalsozialismus - Ein Schnellkurs, Dumont Wiebel, Martin (2013); Hannah Arendt - Ihr Denken veränderte die Welt, Piper Michel, Kai; "Die Banalität des Bösen", 16.02.2002, http://www.dhm.de/ausstellungen/holocaust/ftd.htm (18.03.13) Ludz, Ursula und Wild, Thomas; "Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest", Mai 2007, http://www.hannaharendt.net/index.php/han/article/view/114/194 (01.04.13) Praschl, Peter; "Der Prozess", Oktober 2011, http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36512/4/1 (16.04.13) Wiesenthal, Simon; "Doch die Mörder leben" (21.08.1967), http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46211734.html (20.04.13) Meyer, Marni; "Die Jagd nach einem SS-Verbrecher" (15.04.2011), http://www.magazin-forum.de/die-jagd-nach-einem-ss-verbrecher/ (20.04.13) Bilder: http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1586411.1359538989!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900x600/image.jpg Hofmann, Christian; "Der Eichmann Prozess in Jerusalem", http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=111&Itemid=184 (28.03.13) Borgstede, Michael; "Als Israelis den Nazi Adolf Eichmann entführten" (11.05.2010), http://www.welt.de/kultur/article7576549/Als-Israelis-den-Nazi-Adolf-Eichmann-entfuehrten.html (19.03.13) (lh), "Hannah Arendt - Philosophin", http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ArendtHannah/ (01.05.13) (se/mrü), "Adolf Eichmann - SS-Führer", http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/EichmannAdolf/index.html (14.04.13) Sakkas, Konstantin; "Die Naivität der Hannah Arendt" (10.01.2013, http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1973302/ (01.04.13) "[...] daß Arendts Buch "sanft mit Eichmann, hart mit den Juden" umging." S. 37 Z. 13 f Eine Jüdin hat Verrat an den Juden begangen. S. 59 Z. 36 ff Arendt macht die Juden und ihre Führung für den Holocaust verantwortlich. S. 97 Z. 12 ff Gershom Scholem: Ihr fehle es an "Ahabath Israel". S. 79 Z. 19 f Darstellung Eichmanns Arendt lässt Eichmann in ihrem Buch schrumpfen
- macht ihn kleiner als er ist S. 11 Z. 30 ff Ihre Begriffe "Banalität" und "Gedankenlosigkeit" sind
irreführend. S. 105 Z. 4 f "Es scheint fast, als ob Arendts Eichmann nicht wirklich existieren würde, [...]." S. 216 Z. 6 ff S. 71 Z. 5 f Klien, Thomas, "Ideologie der Nationalsozialisten", http://projects.brg-schoren.ac.at/nationalsozialismus/ideologie.html (01.04.13)

Assheuer, Thomas;"Ist das Böse wirklich banal?" (10.012013), http://www.zeit.de/2013/03/Film-Hannah-Arendt-Margarethe-von-Trotta/seite-2 (16.04.13)

Meyer, Marni; "Die Jagd nach einem SS-Verbrecher" (15.04.2011), http://www.magazin-forum.de/die-jagd-nach-einem-ss-verbrecher/ (24.04.13)

Autor unbekannt; „Organisator des Massentodes“ (11.04.11) http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/tid-21923/adolf-eichmann-organisator-des-massentods_aid_616557.html (24.04.13)

Autor unbekannt, „Der Prozess“ (12.04.1961)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43160748.html (01.05.13)

Steinhoff, Sabine; „Banales und Böses – Hannah Arendt und ihr Bericht über den Eichmann Prozess ( 13.05.2013), http://www.talmud.de/cms/Banales_und_Boeses_Hann.139.0.html (01.05.13)

Gallas, Elisabeth; „Hannah Arendt und der Eichmann Prozess – Eine doppelte Überschreibung“ (Datum unbekannt), http://www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/hannah-arendt-und-der-eichmann-prozess (28.04.13)

Deiß, Katja; „Er war ein Hanswurst“ (16.12.12), http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/hr/2012/Sendung-vom-16122012-104.html (28.04.13) http://spiritofrebellion.files.wordpress.com/2010/04/hannaarendtsudomenica16ye8.jpg

http://jumpingpolarbear.files.wordpress.com/2012/10/adolf-eichmann.jpg

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http://holocaustmusic.ort.org/uploads/pics/View_of_the_Gurs_transit_camp_from_the_camp_water_tower.__Photograph__03100__01.jpg

http://images.derstandard.at/2013/01/25/1358343289671.jpg

http://www.bard.edu/bluecher/images/hb_ha.jpg

http://www.epochtimes.de/thumb/topstory/20110411153818_Mideast_Israel_Eichmann_Trial_JRL101_new.jpg

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33117142_kw03_ak_eichmann/eichmann_gross.jpg

http://www.magazin-forum.de/wp-content/uploads/2011/04/17-Das-war-Eichmann3-305x416.jpg
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