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Mutterliebe in Märchen

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Merle Schükleng

on 7 October 2012

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Mutterliebe in Märchen Mutterliebe in Märchen Die Gebrüder Grimm Hans Christian Andersen Geschichte einer Mutter Rumpelstilzchen Brüderchen und Schwesterchen Rotkäppchen Dornröschen Schneewittchen Rapunzel Gebrüder Grimm Kein Märchen ohne Mutterliebe Hans Christian Andersen Rapunzel Dornröschen Schneewittchen Geschichte einer Mutter Gebrüder Grimm Rapunzel Die Großmutter ist kein Wolf Sie schneidet Rapunzel die Haare ab und schickt sie in die Wüste, täuscht den Prinzen mit den Haaren und er springt vor Angst aus dem Fenster wobei er erblindet.
Erst nach einem Jahr sehen sich die Liebenden wieder, Rapunzels Tränen heilen die Augen des Prinzen und er nimmt sie mit auf sein Schloss. (1) -Kind spaltet die Person der Großmutter in eine gute und eine böse Hälfte / versteht nicht dass die liebe Oma auch mal böse sein kann. Hänsel und Gretel setzt die Mutter ihre eigenen Kinder nur mit einem Stück Brot im Wald aus um sich selbst zu retten da die wenige Nahrung nicht für sie alle reicht. In der Welt der Märchen ziehen die Kinder meist freiwillig in die Welt hinaus hier jedoch Seltsam: Nur Zorn auf die Mutter nicht aber auf den Vater Mutterrolle: eine richtige Mutter würde ihre Kinder nicht für sich selbst opfern oder?
- Vater ist schwach und jammert immerzu
- Mutter fordert Vater auf die Kinder auszusetzen
- Vater bringt dies nicht übers Herz und will lieber teilen, selbst wenn sie dann alle sterben
- die Mutter setzt nun die Kinder aus aber warum?
Wenn sie zuhause ohnehin bald vor Hunger sterben würden, haben sie im Wald trotz wilder Tiere eine bessere Chance. Kinder verirren sich im Wald und treffen auf eine Hexe welche Menschen frisst. Und die Kinder gefangen nimmt.
Kinder können aber durch List fliehen, kommen wieder nach hause und von nun an muss die Familie nicht mehr hungern. Hänsel und Gretel in späteren Fassungen wird die Mutter zur Stiefmutter Lange Zeit wurden Märchen verachtet,
sie spielen für Kinder jedoch eine wesentliche Rolle die viele Erwachsene später wieder entdecken wenn sie selbst Märchen erzählen. Lügenmärchen sind eben doch wahr Das Märchen sei ein Universum im kleinen - und da jede echte Dichtung ihre Eigenart schon in ihren einzelnen Teilen entfaltet, präge sich die Neigung des Märchens, die Welt zu umfassen kräftig aus.(2) Märchen haben sowohl poetischen Sinn als auch ein pädagogisches Bewusstsein.
So gibt es zu jedem Märchen viele verschiedene Fassungen, wegen denen man beim Deuten vorsichtig sein muss. Märchen veranschaulichen den Urkonflikt zwischen Gut und Böse. Hans Christian Andersen: Geschichte einer Mutter - wärmt einen Dornenbusch an ihrer Brust - tauscht ihr schönes dunkles Haar gegen weißes “O, was gäbe ich nicht, um zu meinem Kinde zu kommen!” - opfert ihre Augen als Perlen an einen See “Wie hast Du den Weg hierher finden können?” fragte er. “Wie konntest Du schneller hierher kommen als ich?”

“Ich bin eine Mutter!” sagte sie. Da schrie die Mutter vor Schrecken: “Welches von ihnen war mein Kind? Sage mir das! Rette das Unschuldige! Rette mein Kind vor all dem Elend. Trag es lieber fort! Trage es zu Gottes Reich. Vergiss meine Tränen, vergiss meine Bitten und alles, was ich gesagt oder getan habe.” -> sie erkennt das Beste für ihr Kind und gibt es trotz ihrer Trauer weg. Eine Mutter und ihr krankes Kind bekommen Besuch von einem alten Mann(dem Tod). Dieser nimmt das Kind und trägt es fort. Die Mutter aber eilt hinterher und tut alles um ihr Kind zurück zu bekommen. - singt der Nacht all ihre Lieder Als sie im Treibhaus des Todes(Jeder Mensch hat seine eigene Lebens-Blume) jedoch das Schicksal ihres Kindes sieht ist sie entsetzt. -Märchen spiegeln die Kinderseele, seine
Ängste und Wünsche wieder. -Märchen schaffen erste Berührungspunkte
mit Angst, Aggression und Tod und lassen dabei durch knappe Fassung Platz für eigene Gefühle(1) Mütter, Pflegemütter und Stiefmütter Mütter(leibliche): Können ihre Mutterpflichten oft nicht erfüllen weil sie bereits tot sind. Wenn sie leben würden wären sie perfekte Mütter. Tote Mütter sind die Besten Pflegemütter: Sind ebenfalls gute Mütter die aber zugleich strafend sein können. Manchmal sind sie sogar böse wie Stiefmütter. Stiefmütter(böse): Können durchaus gute leibliche Mütter sein und zeichnen sich wenn sie leibliche Kinder haben durch selektive Mutterliebe aus. Versuchen stets der Heldin zu schaden um sich oder ihren Kindern zu nutzen. Von guten und bösen Müttern Gliederung 2.1 Archetypen 2.2 Mutter Natur / Vater Geist 3. Die Märchenmutter 3.1 Die Bedeutung von Märchen 3.3 Die Mutter im Märchen 3.4 Beispiele und Interpretationen 3.2 Märchenpsychologie 2. Das mütterliche Prinzip 1. Was eine Mutter ausmacht 1.1 Mütter hier und anderswo 1.2 Gibt es den Mutterinstinkt? 4. Geschlecht 4.1 Wo sind die Väter? im Märchen im wahren Leben Schneewittchen Dornröschen Rapunzel Hänsel und Gretel Geschichte einer Mutter Mütter hier und anderswo Badinter schreibt in ihrem Werk "Der Konflikt" es gäbe Raben- und Pelikanmütter.
Eine typische Rabenmutter sei die Französin, welche ihr Neugeborenes oft die ersten Jahre weg gibt damit sie eine gute Ehefrau sein kann.
Pelikanmütter, von denen man einst glaubte sie würden die Jungen mit ihrem eigenen Blut füttern, verkörpern das Gegenteil. In Japan, Italien, und Deutschland verkümmert die Rolle als Frau regelrecht und sie ist 24 Stunden am Tag ganz Mutter.(1) Diese Äußerungen wirken auf den einen oder anderen sicher übertrieben, doch sie treffen umso häufiger zu.
"I had a nice wife until my first son was born."(2), diese Aussage könnte so oder ähnlich von den meisten Vätern getroffen werden.
Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass sich die Mutterbilder der einzelnen Länder nach und nach verändern könnten, diese Veränderungen sind jedoch schwer herbeizuführen.
Dies zeigt sich auch an der von E. Badinter beschriebenen Revolution welche sich in den letzten Jahrzehnten im Verständnis der Mutterschaft ereignet hat. Plötzlich erschien den Frauen ihre Mutterschaft als mit Gleichheit und Freiheit vereinbar, doch die Wirtschaftskrise drängte die Frauen zurück ins Haus und stärkte den Widerstand der Männer gegen die Aufgabenteilung. Außerdem wurden die Männer in eine Identitätskrise gestürzt, denn wenn es eine Frau ausmachte Kinder bekommen zu können, machte dann nur das Gegenteil den Mann aus?(3) Gibt es den Mutterinstinkt? Männer sind Menschen die keine Kinder gebären können, diese Definition ist doch sehr oberflächlich.
Die Frage sollte doch eher sein was sich Frauen eigentlich darauf einbilden Kinder gebären zu können, kommt es nicht nicht viel mehr auf die Erziehung und den Umgang mit dem Kind an? Doch auch wenn man dieser Frage nachgeht so scheinen Frauen die Antwort zu sein, schließlich sind sie es die den berühmten Mutterinstinkt haben.
Der Mutterinstinkt, was genau ist darunter eigentlich zu verstehen?

Es ist nicht mehr und nicht weniger als das Gefühl einer Mutter für ihr Kind verantwortlich zu sein.
Aber wie viele Mütter kennen wir die dieses Gefühl nie hatten? Und ist der Mensch nicht zu weit entwickelt als dass er von Instinkten kontrolliert werden könnte? Forschungen sprechen gegen einen Instinkt, denn es existiere keine Möglichkeit mütterliche Verhaltensweisen zu definieren.(4) Auch wenn viele Tiere einen oftmals nachgewiesenen Mutterinstinkt haben, so ist der Mensch also nicht mehr genug Tier um ein allgemein gültiges Muster davon an den Tag zu legen.
Trotzdem verspüren die meisten Mütter eine große Verantwortung für ihr Kind und stellen ihre eigenen Bedürfnisse dem Kind zuliebe zurück. "Mütter ihr seid ihnen alles schuldig." so Badinter, denn Kinder
die im Grunde nie darum gebeten haben, zu sein oder nicht zu sein, können völlig zu Recht von ihren Erzeugern eine materielle aber auch psychologische, ethische, intellektuelle, kulturelle und geistige Unterstützung zumindest in den ersten beiden Jahrzehnten ihres Daseins fordern."(5)
Doch zu den Erzeugern gehören auch die Väter, sie haben wie die Mütter ganz spezielle Aufgaben in der Kindererziehung. Psychologische Märchenanalyse Märchen und Träume stellen die Doppelheit des Seelischen dar und sind dabei gescheiter als die moderne Psychologie. Doch hierbei belehren sie nicht, noch verkünden sie Moral sondern stellen lediglich Wirkungszusammenhänge dar.(6) Märchen zeigen uns also wie ein Mensch so wird wie er geworden ist und in welche Probleme uns die Kultivierung von Wirklichkeit verwickelt. In Träumen durchleben wir mögliche Verwandlungen, für Verwandlungen tun wir alles, doch um sie zu erreichen ist einiges von Nöten, vor allem Konsequenz(7) die Zusammenhänge eines Lebens entwickeln sich in Übergängen, Verrückungen und Verkehrungen Wie auch Isamitsu Murayama bemerkt, bedienen sich die Brüder Grimm oft sowohl notwendigen als auch unvermeidbaren Pflanzenmetaphern,
welche Veränderlichkeit aber auch Unveränderlichkeit darstellen.(8)

Zum Anderen werde eine zeitenthobene unwandelbare Existenz beschrieben, wie die des Baumes, der im großen ganzen als solcher immer an seinem Platz steht und so nur das unsichtbare innerliche Wachstum darstellt.(9)
Das Natürliche verkörpert aber auch Religiösität, schließlich wurde nach dem christlichen Glauben alles in der Natur von Gott erschaffen.




So nimmt das Gesetz der ständigen Umwandlung und Anpassung an Zeit und Sprache der alten Mythologie nichts von ihrer "absoluten Wahrheit".

Laut Wilhelm Grimm besteht das Leben und Wesen der Poesie in der Beweglichkeit.(12) "Das Innere, das Herz ist überall gleich und unveränderlich, während das Äußere, die Gestalt, die Hautfarbe, die Sprache und die Mentalität veränderlich ist."(11) Wie dieses Zitat von Isamitsu Murayama verdeutlichen soll, bleibt die Kernaussage der Märchen immer erhalten. Hierbei spielt es keine Rolle ob es in Frankreich oder in Deutschland erzählt wird. Pflanzenmetaphern der Gebrüder Grimm und deren Bedeutung Das Prinzip der ewigen Umgestaltung Kinder sind noch nicht durch Bildung verbildet und stehen der Natur daher sehr nahe. Ebenfalls nah, zumindest viel näher als der Mann, stehen nach Meinung der Brüder Grimm auch die Frauen der Natur. Hierbei spielt es keine Rolle ob sie junge, städtische, bürgerliche, sogar gebildete, adlige Frauen sind.(10) Die natürliche Bildung "Sind diese Kindermärchen für Kinder erdacht und erfunden? Ich glaube dies so wenig, als ich die allgemeine Frage nicht bejahen werde: ob man überhaupt für Kinder etwas eigenes einrichten müsse?(3) Märchen sind also ebenso oder ursprünglich sogar vordergründig für Erwachsene gemacht. Haben für Kinder jedoch einen ungleich höheren Wert indem sie bei deren Erziehung helfen. Die natürliche Bildung soll durch die emotionale Mutterstimme mit Märchen beigebracht werden.(4) Schon in der ersten Auflage (1815) hat sich Wilhelm Grimm zu seinen pädagogischen Ansichten bekannt.
"Wir wollten indes durch unsere Sammlung nicht bloss der Geschichte der Poesie einen Dienst erweisen, es war zugleich Absicht, dass die Poesie selbst, die darin lebendig ist, wirke: erfreue wenn sie erfreuen kann, und darum auch, dass ein eigentliches Erziehungsbuch daraus werde."(5) Alleinerziehende Mütter "Parent love begins with married love."(6) 1.3 Alleinerziehende Mütter Das mütterliche Prinzip Archetypen Mutter Natur / Vater Geist Jeder wird von einer Mutter geboren, auch jeder Psyche geht etwas voraus, das Unbewusste, die Mutter des Bewusstseins.(1) Diese Äußerung mag zunächst befremdlich wirken, doch hat es eine gewisse Wahrheit an sich die nicht zu leugnen ist.
So ist auch das Wort Materie stammverwandt mit dem Wort Mater(Mutter), wonach auch die körperliche Grundlage der menschlichen Existenz durch das Mutterbild symbolisiert wird.(2) Der Mutterarchetyp Der Mutterarchetyp repräsentiert die Macht des Unbewussten im positiven und negativen Sinne.

wird als großes Lebensprinzip gesehen Jung: "Seine Eigenschaften sind das Mütterliche schlechthin, die magische Autorität des Weiblichen, die Weisheit und die geistige Höhe jenseits des Verstandes; das Gütige, Hegende, Tragende, Wachstum-, Fruchtbarkeit- und Nahrungsspendende; der hilfreiche Instinkt oder Impuls; das Geheime, Verborgene, das Finstere, der Abgrund, die belebte Unterwelt, das Verschlingende, Verführende und Vergiftende, das Angsterregende und Unentrinnbare."(4) Mutter Natur und Vater Geist gelten als zwei Grundprinzipien allen Seins, wobei der Vater das Aktive, Zeugende und die Mutter das Passive, Empfangende und Nährende symbolisiert.(8) Beispiele und Interpretationen Die Bedeutung von Märchen Die Mutter im Märchen Wo sind die Märchenväter? Moralische Paradoxie der Naturmutter Die archetypische Naturmutter ist sowohl alte Frau, Hexe und gute Fee, sie lebt im Wald und an Gewässern(Beispiel Frau Holle) und kann schnell falsch verstanden werden.
Wie wir sie sehen hängt von der Situation ab.
Vor allem muttergebundene Menschen erfahren dies sehr intensiv.
Aufgrund ihrer göttlich weiblichen Macht wird sie oft als Göttin verehrt.
Ihre dunkle Seite anzunehmen ist gerade deshalb schwer.(6)


Wenn dem Helden in Form der bösen Absichten einer Hexe Steine in den Weg gelegt werden, so symbolisiert dies oft seine eigene Tendenz diesen Weg nicht zu gehen.(7) Der Begriff Archetypen kommt von dem griechischen Wort für Urbilder. Hierbei handelt es sich um Faktoren die unser Bewusstsein beeinflussen. Das Konzept der Archtypen wird auch als das kollektive Unbewusste bezeichnet. Nach C.G. Jung existieren vier Kategorien von Archetypen:
Das Selbst: die höhere Ganzheit der Seele, die aus Bewusstsein und
Unbewusstsein besteht

Die Anima, der Animus: Die weiblichen und männlichen Persönlichkeitsanteile
welche häufig durch den Ehepartner ausgedrückt werden.

Die Weise, der Weise: steht für Erleuchtung und Weisheit, erscheint im Märchen als
Lehrer oder Meister

Den Schatten: Verdrängte Eigenschaften(negatives Verhalten) die jeder in sich
trägt, wird in Märchen durch gleichgeschlechtliche Rivalen verkörpert Kinder übertragen die Eigenschaften des Mutterachetypen auf ihre leibliche Mutter, was zu einem späteren Mutterkomplex führen kann.
unnatürlich enge Mutterbindung / deren totale Ablehnung

Problematisch ist vor allem die ausschließliche Übertragung der positiven Seiten des Archetypen, denn keine Mutter könnte dieser Rolle gerecht werden.

Als Erwachsene können die Kinder das Bild der Mutter jedoch nicht aufrechthalten und die Männer übertragen es auf die Frau die sie heiraten und an der sie wenn sie Kinder bekommt auch das Mütterliche erneut erleben.(5) Göttin Astarte, Relief aus Ugarit, ca. 2000 v.Chr. Wie bei der Interpretation von Schneewittchen, Rapunzel und Hänsel und Gretel aufgefallen ist, haben die Männer in den Märchen selten Gewicht.
Dieses Fehlen einer Vaterfigur hat fatale Folgen, doch
worin besteht eigentlich die Funktion eines Vaters, ohne Mutter könnten wir nicht einmal das Kleinkindstadium überleben.

Die Existenz einer genügend guten Mutter oder einer ungenügenden entscheide außerdem über Urvertrauen und Urmisstrauen, so Mathias Jung.(1) Es gibt wohl niemanden, der keine Märchen mag und noch weniger, die keine kennen. Auch ist die tiefenpsychologische Bedeutung von Märchen schon lange nicht mehr von der Hand zu weisen. So stellen Märchen Wirkungszusammenhänge dar, welche für den modernen Menschen oft kaum nachvollziehbar sind.
Einige davon möchte ich im Folgenden genauer untersuchen, wobei mein Hauptinteresse bei den Familienstrukturen und den damit verbundenen Geschlechterrollen liegt. Besonderes Gewicht soll hierbei der Mutterliebe beigemessen werden, immerhin gibt es keine stärkere Bindung als die von Mutter und Kind. Auch dem häufigen Fehlen einer starken Vaterfigur soll jedoch Beachtung geschenkt werden. Die Märchenfamilie Quellenangaben 1) E. Badinter: Der Konflikt, München 2010, S. 9-10.
2) Dr. David Goodman: A parents guide to the Emotional Needs of Children,
New York 1959. S.28.
3) E. Badinter: Der Konflikt, München 2010, S.13.
4) ebd., S.15.
5) ebd., S.137.
6) Dr. David Goodman: A parents guide to the Emotional
Needs of Children, New York 1959. S.32.
7) Lou-Salomé Heer: "Das wahre Geschlecht", der
populärwissenschaftliche geschlechterdiskurs im
Spiegel (1947-2010), Zürich 2012. S.95. Wenn der Vater oder zumindest eine starke Vaterfigur fehlt, so wird das Kind oft nicht ausreichend auf das Leben vorbereitet. Ebenso ist es möglich, dass das Kind Neurosen bekommt, auf das Problem alleinerziehende Mütter komme ich später zurück. Kinder und der Mutterarchetyp (3) Diese weiblich-irrationalen Naturseite und die männlich-rationalen Kulturseite sollten im Idealfall ein Ganzes bilden, können sich jedoch auch bekriegen. Märchenmütter unterscheiden sich stark von realen Müttern, entweder sind sie besser oder schlechter und immer sehr facettenreich.(1) Gifthexen schöne Feen große Vielseitigkeit an Mutterfiguren: gute alte Frauen, gute Mütter, böse
Hexen, Stiefmütter oder gar Göttinnen "Die Mutter im Märchen gibt es nicht" Interessant ist, dass böse Figuren meist in Gestalt einer Frau auftreten. Das Motiv der Stiefmutter beruht auf dem mittelalterlichen Erbrecht, nach dem die Kinder aus zweiter Ehe benachteiligt waren. Diese Benachteiligung machte die Stiefkinder der neuen Mutter verhasst.(4) Im Allgemeinen finden sich im Märchen typische Geschlechterrollen, so legt beispielsweise der Vater den Ehemann fest(König Drosselbart) "Die Erfinder der Volksmärchen waren meistenseinfache, naturnahe, Menschen. Märchen sind nicht die erzeugnisse bewusster Erklügelung, sondern sind sehr unwillkürlich entstanden und dann unter Mithilfe Vieler durch häufiges Wiedererzählen in ihre endgültige Form hineingewachsen."(3) Gute Feen, Drachen, Hexen, Zwerge, sie alle seien Teil der tiefsten Schicht unserer Psyche und stehen symbolisch für unsere Wünsche, Ängste und
unsere allgemeine Verfassung.
Das Geschlecht im Märchen Mit 12 Jahren bekamen Mädchen früher ihre erste Regel, sie wurden damit zur Frau. Die Mutter empfindet ihre erblühende Tochter als Bedrohung, sie wird eifersüchtig. Die Liebe zum Kind schlägt in Kontrolle um, sie redet es schlecht und sperrt es in den Turm ein.
Der fensterlose, türlose Turm steht symbolisch für Rapunzels eingesperrte Seele. Auch das Abschneiden der Haare steht symbolisch für die Auslöschung der Weiblichkeit. Mütter neigen allgemein dazu ihre Kinder schwerer los zulassen als die Väter. Zeitgleich mit Rapunzels Periode beginnt für die Mutter der Herbst des Lebens, Rapunzel und ihr Prinz müssen zunächst erwachsen werden und zwar allein, denn wie Mathias Jung schreibt ist Selbstverwirklichung nun einmal nicht zum Aldipreis zu haben.(2) Dieser Reifeprozess dauert ein Jahr lang. Als sie sich schließlich finden sind sie erwachsen geworden und Rapunzel ist es sogar gelungen zwei Kinder auf die Welt zu bringen und zu versorgen. Nun sind beide wirklich bereit für eine Liebesbeziehung und Rapunzel und ihr Prinz reiten zum Schloss. Quellenangaben Quellenangaben 1) Marie Louise von Franz. Sibylle Birhäuser-Oeri(Hg.): Die Mutter im Märchen, Deutung der Problematik des Mütterlichen und des Mutterkomplexes am Beispiel bekannter Märchen, Stuttgart 1976. S.18.
2) ebd., S.18.
3) ebd.
4) ebd., S.19.
5) ebd., S.41.
6) ebd., S.23.
7) ebd., S.29.
8) ebd., S.19.
9) ebd., S.23. 1)http://www.focus.de/schule/familie/medien-tipps/psychologie-maerchen-spiegeln-die-kinderseele-wider_aid_407447.html
2) http://www.maerchenlexikon.de/texte/archiv/luethi01.htm, Zugriff:.
3) Isamitsu Murayama: Poesie, Natur, Kinder, Die Brüder Grimm und ihre Idee einer natürlichenBildung in den Kinder- und Hausmärchen. Heidelberg, 2005. S.261.
4) Ebd. S.361.
5) http://www.onlinekunst.de/februarzwei/24_02_grimm.html. Zugriff:.
6) W. Salber: Psychologische Märchenanalyse. Bonn 1987, S.25.
7) Ebd. S.38
8)Isamitsu Murayama: Poesie, Natur, Kinder, Die Brüder Grimm und ihre Idee einer natürlichenBildung in den Kinder- und Hausmärchen. Heidelberg, 2005. S.117
9)Ebd. S.131
10)Ebd. S.247
11) Ebd. S.137
12) Ebd. S.135 Quellenangaben ->Beispiel für unverhältnismäßiger Schutz des Kindes, Neid auf das Kind. Die Geschichte Die tiefere Bedeutung Aber nicht nur die Mutter ist abhängig von der Tochter, auch diese ist sehr unselbstständig Die Mutter ist selbstsüchtig und manipulativ, es ist undenkbar dass der schwache Vater in der Lage wäre sich gegen sie zu wehren. Wie ein Diener tut er alles für sie, Diebstahl eingeschlossen aber sie lässt ihn außer zum Zeugungsakt kaum an sich heran. Tief in der Mutter rumort der Drang nach Leben und Liebe welcher durch ihre Gier nach Rapunzeln ausgedrückt wird.
Wie schon erklärt bilden Mütter und böse Stiefmütter, in diesem Fall eine Zauberin im Grunde eine Einheit. Hierbei ist die Mutter zum einen liebenswert, vergöttert das Kind und beschützt es und verwöhnt es.
Zum anderen ist es aber ebendiese Verwöhnung die das Kind unselbstständig, wehleidig und ängstlich. Das Kind wird zum Liebesobjekt, Rapunzelkinder können nicht entscheiden zwischen Nähe und Ablösung. Alle Emanzipationsversuche werden von der Müttern sofort niedergeschlagen. Auch der Königssohn, noch mehr Sohn als König, hat nicht den Mut sich der Zauberin zu stellen. Und so springt er als er sie sieht sogar aus dem Fenster Sie sind Fluchthelfer, sie ermöglichen dem Kind sich von der Mutter weg in ein Dreiecksverhältnis zu begeben.
Wenn der Vater oder eine starke Vaterfigur fehlt, so kann sich das Kind das Wesen der Männlichkeit nicht aneigenen und es droht zum Duplikat der Mutter zu werden. In jedem Fall bleibt ihm die männliche Welt vom Fußballspielen, Skifahren, Handwerken und der Sportsfreude verborgen. "Die Liebe des Vaters und die Liebe der Mutter sind anders, keine ist besser, keine ist schlechter."(2) Was leisten die Väter? Väter ermöglichen ihren Kindern mehr als die Mütter die Eroberung der Welt, und unterstützen deren Suche nach Autonomie.
Bei einer Tochter kommt ihm eine weitere wichtige Funktion zu, er vermittelt ihr ein realistisches Männerbild. Dies ist wichtig, da sie hierdurch vor der Gefahr sicher ist alle Männer als Triebtäter oder Prinzen zu betrachten. Weiterhin erfährt sich die Tochter durch die Vaterliebe als begehrenswert, mit den Worten Jungs wird ihr ein männlicher Gütestempel aufgedrückt der sie kostbar macht.(4) Wo sind die Väter im wahren Leben? Millionen von Kindern wachsen heute mit einer alleinerziehenden Mutter auf. Doch auch wenn diese noch so couragiert sind, wächst das Kind in unnatürlich weiblicher Umgebung auf. Nur zwei Jahr nach der Trennung sind von tausend Vätern sechshundert aus dem Leben ihrer Kinder verschwunden.(5) Hinzu kommt die häufig negative Sichtweise der Mutter auf ihren Expartner welche viel zu häufig aus die Kinder übertragen wird.

"Dies ist jedoch das Verhängnis für alle drei: Der Mann hat keine Frau und darf kein Vater sein. Die Mutter hat keine ebenbürtige Liebe und verliert sich neurotisch an die Tochter. Die Tochter hat keine Eltern, sondern eine Leerstelle Vater, in dessen Machtvakuum die allein selig machende Mutter einströmt und sich zur lebensbedrohlichen Übergröße aufbläht."(6) Um die Lust seiner Frau auf Salat zu befriedigen verspricht der Vater ihr künftiges Kind einer Hexe. Diese sperrt es mit 12 Jahren in einen Turm ein zu dem sie nur hinauf kommt indem sie an Rapunzels Haar hinauf klettert. Als Rapunzel trotzdem Besuch vom Prinzen bekommt, ist die Hexe sehr erbost. 1) Marie Louise von Franz, Sibylle Birhäuser-Oeri(Hg.):
Die Mutter im Märchen, Deutung der Problematik des Mütterlichen und des Mutterkomplexes am Beispiel bekannter Märchen, Stuttgart 1976. S.17.

2)http://books.google.de/books?id=LkIfOwIDw6QC&pg=PA70&lpg=PA70&dq=pflegem%C3%BCtter+in+m%C3%A4rchen&source=bl&ots=NKfw0MrFGg&sig=dPciMuqfBOy2bNfu9CXUOWdwTZ8&hl=de&sa=X&ei=A5boT_SWHc7bsgaUhsS3AQ&sqi=2&ved=0CFgQ6AEwAg#v=onepage&q=pflegem%C3%BCtter%20in%20m%C3%A4rchen&f=false , Zugriff: 28.09.2012

3) ebd., S.9.

4)Sigrid Früh, Rainer Wehse(Hg.): Die Frau im Märchen (Veröffentlichungen der Europäischen Märchengesellschaft Band 8), Kassel 1985. S.6. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...
Es wird wohl immer Rapunzelkinder geben, bleibt nur zu hoffe, dass ihnen die Ablösung von der Mutter gelingt. Dornröschen Die Geschichte Sie war über die nicht erfolgte Einladung so erbost, dass sie Dornröschen verfluchte.
Sie solle sich am fünfzehnten Geburtstag mit der Spindel in den Finger stechen und tot umfallen. Eine andere Fee schwächte den Fluch ab, Dornröschen solle demnach nur 100 Jahre schlafen, bis der Kuss der Liebe sie erwecke. Der König gab Befehl alle Spinnräder im Land zu verbrennen. Doch als Dornröschen an ihrem Geburtstag allein war fand sie jedoch eines in einer kleinen Kammer. Sie stach sich, fiel in einen tiefen Schlaf und mit ihr das ganze Schloss um welches eine große Dornenhecke wuchs. Viele Prinzen versuchten vergeblich zu ihr zu gelangen, erst nach 100 Jahren gelang es einem,
er küsste sie wach und die beiden feierten Hochzeit.(3) Es war einmal eine Königin die sich schon lange ein Kind wünschte, als sie gerade im Bade ist kommt ein Frosch zu ihr und prophezeit sie werde eine Tochter bekommen. Die Geburt der Prinzessin wird groß gefeiert und auch 12 gute Feen waren eingeladen, für die dreizehnte fehlte jedoch ein goldener Teller. Die tiefere Bedeutung "Kinder werden nicht immer um ihrer selbst Willen in das Leben gesetzt. Ihre Zeugung unterliegt Fremdmotiven."(4) "Deine Kinder sind nicht deine Kinder, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbt."(Kalil Gibran: Der Prophet) Was hat der Frosch im Märchen zu bedeuten? Er steht für sexuelle Beziehungen, was in diesem Fall wohl bedeutet dass das Kind eher von ihm als vom König kommt. Es gibt in der königlichen Ehe also keine Sexualität, hierzu passt auch, die Verbrennung der Spindel als Phallussymbol. Die Sexualmoral des Vaters treibe Dornröschen geradezu in den Schlaf der Vernunft so Jung.(5) Was haben die Feen zu bedeuten welche das Kind mit Gaben beschenken? Ganz einfach, sie sind liebevolle Frauen die uns bei unsere Entwicklung zur Seite stehen. Die Zahl 12 entspreche den Monaten eines Jahres, also eines eines geschlossenen Lebensganzen.(6) Doch wo es gute Feen gibt, da sind auch die bösen Feen nicht weit, jeder kenne wohl, so Mathias Jung mindestens einen Lehrer der ihm übel mitgespielt hat.(7) Die guten Feen Im Idealfall gleichen solche Feen auch das Verhältnis von Freiheit und Kontrolle welche die Kinder von ihren Eltern erfahren. Denn wenn wie bei Dornröschen oder schon bei Rapunzel das Kind zu sehr verzärtelt wird, verliert es oft das Vertrauen in sich selbst und ist unselbstständig. "Das Kind verletzt sich beim Räuber- und- Gendarm-Spielen, es fällt vom Kirschbaum herunter, es stürzt mit dem Fahrrad - und trägt Pflaster und Verbände stolz wie Siegestrophäen"(8) Der ängstlich unmännliche Vater Schon an der Geburt seiner Tochter ist er wie besprochen nicht wesentlich beteiligt, er scheint eine enorme Zurückhaltung zur Sexualität zu haben. Es ist wenig verwunderlich, dass sich die Angst um seine Tochter hierdurch nur noch mehr steigert.
Er hätte seiner Tochter den richtigen Umgang mit der Spindel zeigen können, doch statt sich mit dem Problem auseinander zu setzen flieht er vor ihm in Form der Verbrennung aller Spinnräder.
Als seine Tochter dann zur Frau wird, wie ihr fünfzehnter Geburtstag zeigt verschließt er die Augen. Nun erfüllt sich der Fluch, der aber nur halb so drastisch zu sehen ist, da Dornröschen nicht wirklich tot umfallen soll. Es handle sich nur um eine Negation des So-Seins, was bedeuten soll dass Dornröschen für sie gestorben ist. Diese Äußerung könnte auch von ihrem Vater stammen der so große Angst vor dem Erwachsen werden seiner Tochter hat. Der Stich der Spindel Die Hoffnung der Eltern, die Tochter würde immer Jungfrau bleiben war von vornherein vergeblich. Als die Prinzessin dann schließlich wie der Spindelstich symbolisiert die Sexualität erfährt, bedeute dies eine Qual einer Art seelischen Wachkomas. Die 100 Jahre stehen demnach für die Überwindung der Unterdrückung aller Lebensenergien, Wünsche und der potentiellen Wildheit.(9)
Erst als die Dornenhecke die sie vom Leben und der Liebe trennte zerfiel, konnte sie die eigenen Dornen von ihrer Seele abstreifen und als Rose erblühen. Vincent van Gogh: Frau am Spinnrad Schneewittchen Die Geschichte Eine kranke Königin wünscht sich ein Kind mit Haut so weiß wie Schnee, Haaren so schwarz wie Ebenholz und Lippen so rot wie Blut. Bei der Geburt dieses Kindes stirbt sie jedoch und das Kind muss unter einer tyrannischen Stiefmutter aufwachsen. Als die Königin ihren Zauberspiegel fragt wer die Schönste im Land sei und er nicht "Ihr seid es meine Königin." sondern "Schneewittchen ist es." antwortet, schickt die böse Königin einen Jäger aus um Schneewittchen zu töten. Und verlangt als Beweis ihre Leber und ihre Lunge. Der Jäger kann das Mädchen aber nicht töten und schlachtet statt ihrer ein Schwein.
Die Prinzessin jedoch flieht in den Wald, wo sie auf sieben Zwerge trifft und bei ihnen einzieht. Als die Königin schließlich von ihrem Zauberspiegel erfährt, dass Schneewittchen noch lebt ersinnt sie weitere Pläne um ihren Tod herbei zu führen. Einen giftigen Kamm, einen vergifteten Apfel. der vergiftete Apfel schließlich hat Erfolg und Schneewittchen stirbt. Da sie aber selbst im Tode noch wunderschön ist bringen es die Zwerge nicht übers Herz sie zu begrabe sondern stellen sie im Glassarg auf einen Berg. Dort findet sie eines Tages der Prinz, sein Küss erweckt sie wieder zum Leben und die zwei feiern Hochzeit.(10) "Die Natur ist in den Märchen nicht tot, sie ist geistig."(9) Quellenangaben Brüder Grimm: Kinder und Hausmärchen. 1900 Stuttgart. S.34-37. 4) Mathias Jung: Dornröschen, Vom Schlaf des Mädchens und dem Erwachen als Frau (Die gelbe Reihe Band 5), Lahnstein 2005. S.37. Bilder-Quellen Folie 13: http://us.cdn3.123rf.com/168nwm/ancello/ancello1103/ancello110300363/9146261-mutter-natur.jpg, Zugriff: 02.10.2012. Folie 4: http://harunyahya.de/de/works/10890/selbstaufopferung-und-intelligente-verhaltensmuster-bei/chapter/13705 , Zugriff: 26.09.2012. (2) Folie 1: Gustav Klimt: Mutter und Kind Folie 6: http://us.123rf.com/400wm/400/400/micut/micut0809/micut080900017/3509613-alleinerziehende-mutter.jpg. , Zugriff: 01.10.2012. Folie 7:http://dertausendfuesslerroman.files.wordpress.com/2011/03/bc3bccherstapel.jpg , Zugriff: 06.10.2012 Folie 10: http://www.2dbild.ch/apokalypse/index.php?page=haupt2/unter7, Zugriff: 02.10.2012 Folie 17: 1)http://www.maerchenlexikon.de/texte/archiv/luethi01.htm, Zugriff: 01.10.2012. Folie 25: 1)http://www.maerchenlexikon.de/texte/archiv/luethi01.htm, Zugriff 03.10.2012. Folie 27: http://www.google.de/imgres?q=rapunzel&num=10&hl=de&biw=1366&bih=667&tbm=isch&tbnid
=3tt2HgYkrP8DHM:&imgrefurl=http://www.maerchenapfel.de/rapunzel.html&docid=9Qz3AFa0RaMQG ,
Zugriff: 02.09.2012 Folie 28: http://www.varbak.com/bild/rapunzel-rapunzel-haar-foto, Zugriff 28.09.2012. Folie 33: upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8c/Schwimmender_Frosch.JPG, Zugriff:25.09.2012. Folie 34: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/52/SophieAndersonTakethefairfaceofWoman.jpg/220px-SophieAndersonTakethefairfaceofWoman.jpg. , Zugriff: 02.10.2012. Folie 36: Vincent van Gogh: Frau am Spinnrad Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Stuttgart 1900. S.62-65. Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Stuttgart 1900. S.85-94 2) Mathias Jung: Rapunzel, Der Prozess der Ablösung (Die gelbe Reihe Band 7), Lahnstein 2007. S.23. Was steckt hinter dem Einfordern von Lunge und Leber? Die Lunge brauchen wir zum Atmen, dass die Königin die vermeintliche Lunge Schneewittchen isst, zeigt dass sie ihr keine Luft zum Leben lässt. Die Leber ist unser Entgiftungsorgan, das Essen dieses Organs steht für die vergiftete Seele der bösen Königin.

Alles in allem bedeutet der Verzehr die
Einverleibung der Seele Schneewittchens Die Königin wirkt einsam und traurig, wie sie sich verzweifelt ein Kind wünscht.
Vom König erfahren wir nichts, also mal wieder ein vaterloses Märchen.
Wie bei Rapunzel scheint das Kind als Partnerersatz gebraucht zu werden. Doch als das Liebesobjekt droht erwachsen zu werden und es für die böse Königin zunehmend zur Bedrohung zu werden scheint, will sie es vernichten. Wie hängen nun die Frau die sich so sehnlichst ein Kind wünschte und die die alles tut um eben dieses Kind zu töten zusammen?
Die Mutter liebt ihr Kind abgöttisch, doch eben diese Liebe ist es die beiden das Leben schwer macht. Denn die Tochter kann sich nicht zum Individium entwickeln.

Bindende Mütter seien oft Frauen, die sich ihres eigenen Lebens und ihrer Möglichkeiten unsicher sind. Wenn die Tochter in die gleiche Richtung gehen wie die Mutter, so würde das Selbstgefühl der Mutter gestärkt, so heißt es im Werk "Schneewittchen, der Mutter-Tochter-Konflikt".(12) "Das Kind soll der glühendste, nie nachlassende, stets verfügbare Fan der Mutter sein. Wenn es zu alledem auch noch ein Mädchen ist, wird es eine Kopie, ein Klon, ein Abziehbilden miniaturedarstellen müssen."(11) Die Tochter einer Königin zu sein ist sicher nicht einfach, von der Glamourösität der Mutter geblendet und andererseits wie eine Marionette behandelt, drohen diese Mädchen sich in Unselbstständigkeit zu verlieren. Die Tochter mit dem "Rehlein Syndrom" Königinmutter "Mit großen Bambi-Augen zittern sie sich scheu durch die Welt und vermeiden jeden Konflikt."(13) Folie 39: http://www.fen-net.de/walter.preiss/bilder/bambi.jpg. , Zugriff: 06.10.2012. Das der Jäger an Stelle Schneewittchens ein Wildschwein schlachtet, bedeutet die Vernichtung alles Jugendlichen in Schneewittchen.
Sie verliert die Freude am Leben und der Liebe. Spieglein, Spieglein Die Königin fällt dem Schönheitskult zum Opfer,
es ist ihr nicht möglich den Verlust der Weiblichkeit
hinzunehmen welcher mit dem Alter verbunden ist. Im Gegensatz zu dem Geschehen im Märchen wird dieser Kult meist an die Töchter weitergegeben. Doch all dies bringt fatale Folgen mit sich. In China wurden die Füße verstümmelt, in Burma die Hälse gestreckt... Heute schlucken Frauen Tabletten oder gehen zum Chirurgen.
Im schlimmsten Fall bekommen sie Magersucht und sterben daran. Die Zwergenhütte, das Versteck Alle Ansprüche an sich selbst verloren führt die Prinzessin ein armseliges Leben im Verbogenen. Doch dem Konflikt mit der Mutter kann sie nicht entkommen, sie ist ihrem "Schatten" ausgeliefert. Dieser vergiftet sie fortlaufend mit Schlafmitteln, selbst als sie im Sarg liegt handelt es sich "nur" um Schlaf. Um auf zu wachen muss sie erst den vergifteten Apfel ausspucken und sich von der Diktatur der Mutter befreien.


Der Neid auf die Tochter ist natürlich, muss aber in Grenzen gehalten werden.
Nach dem Rat einer kalifornischen Psychotherapeutin sollen sich Menschen mit neidischen Müttern auf deren Angst, nicht auf deren Neid konzentrieren.(15) 11) Mathias Jung: Schneewittchen, der Mutter-Tochter-Konflikt (Die gelbe Reihe Band 4), Lahnstein 2003.S.60.
12) ebd., S.62.
13) ebd., S.61.
14) Claudia Böger: Erziehung und weibliche Identität. Zur Thematisierung der Geschlechterdifferenz in der pädagogischen Semantik, Weinheim 1995. S.162. Frauen neigen zur Unterschätzung von Gefahren was ihr Schuld gegenüber ihren Kindern abschwächt.Die Schutzfunktion obliegt dem Mann(bei Schneewittchen dem Jäger) Mann und Frau sind im Märchen gleichgestellt und ergänzen sich wie Mutter Natur und Vater Geist Laut Claudia Böger sei die weibliche Identität vielmehr durch "Selbstverleugnung" als durch "Selbstverwirklichung" geprägt.(14)
So verleugnet die Königinmutter ihr Altern und Schneewittchen ihr
Erwachsen werden. 1) Brüder Grimm: Kinder und Hausmärchen, Rapunzel, Stuttgart 1900. S.34-37. 3) Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen, Dornröschen, Stuttgart 1900. S.62-65. 5) ebd., S.45. 6) ebd., S.57.
7) ebd., S.61.
8) ebd., S.71.
9) ebd., S.104.
10) Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen, Schneewittchen, Stuttgart 1900. S.85-94. 15) Mathias Jung: Schneewittchen, der Mutter-Tochter-Konflikt (Die gelbe Reihe Band 4), Lahnstein 2003. S.141. Folie 40: lutz-moeller-jagd.de/5,6-mm/223-Rem/Teichmann/KJG%20223Rem%2060m%20Lunge, Leber+Pansen.JPG. , Zugriff: 02.10.2012. Folie 44: http://bilder.buecher.de/produkte/22/22911/22911440n.jpg. , Zugriff: 04.10.2012. Folie 46: http://www.sammlerpoint.de/kinder/j1821.jpg. , Zugriff: 04.10.2012. Folie 52: http://www.match-patch.de/images/static/frau-kinder-klein.jpg. , Zugriff: 06.10.2012. Geschlecht Quellenangaben 1) Mathias Jung: Rapunzel, Der Prozess der Ablösung
(Die gelbe Reihe Band 7), Lahnstein 2007. S.62.
3) Elisabeth Badinter: Die Mutterliebe, Geschichte eines
Gefühl vom 17. Jahrhundert bis heute, München 1984. S.235.
2) Mathias Jung: Rapunzel, Der Prozess der Ablösung
(Die gelbe Reihe Band 7), Lahnstein 2007. S.65.
4) ebd.,S.68.
5) ebd.,S.69.
6) ebd.,S.78. (Hans Christian Andersen: Märchen, Geschichte einer Mutter. Esslingen, 1909. S.290-295.) "Man kann sich fragen, welche Rolle dem Vater noch bleibt, nachdem die Mutter und der Staat, -beide auf ihre Weise- die väterlichen Funktionen weitgehend an sich gerissen haben."(3) Jede dritte Ehe wird jedoch geschieden, ein häufiger Grund hierfür ist der sexuelle Betrug. Im Spiegel wurde dieser 1995 sogar als Naturnotwendigkeit gesehen.(7) Merle Schükleng
Matrikelnummer: 1925657
2.Semester
merle.schuekleng@web.de
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