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Karl-Markus Gauß

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by

Marko Zandonella

on 12 December 2013

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Transcript of Karl-Markus Gauß

Karl-Markus Gauß
Leben
* 14. 5. 1954 in Salzburg
Werke
Wann endet die Nacht. Über Albert Ehrenstein. Ein Essay, 1986
Marxismus. [Mit Ludwig Hartinger], 1988
Tinte ist bitter. Literarische Porträts aus Barbaropa, 1988
Der wohlwollende Despot. Über die Staats-Schattengewächse, 1989
Die Vernichtung Mitteleuropas. Essays, 1991
Das reiche Land der armen Leute. Literarische Wanderungen durch Galizien. [Mit Martin Pollack], 1992
Tinte ist bitter. Die Vernichtung Mitteleuropas. Essays und Portraits. Zwei Bände, 1992
Ritter, Tod und Teufel. Essay, 1994
Herbert Breiter. Der Moment der Dauer, 1997
Das Europäische Alphabet, 1997
Ins unentdeckte Österreich. Nachrufe und Attacken, 1998
Der Mann, der ins Gefrierfach wollte. Albumblätter, 1999
Die sterbenden Europäer, 2001
Auszeichnungen
Die Hundeesser von Svinia
mehrere Reisen in die Ostslowakei (von 2001 bis 2003), meist mit Kurt Kaindl
österreichischer Essayist, Reiseerzähler und Kritiker
studierte Germanistik und Geschichte
Beiträge für Salzburger Nachrichten, Die Zeit,
Frankfurter Allgemeine, Neue Zürcher Zeitung, Die Presse, Die Furche
Herausgeber von "Literatur und Kritik"
Themen:
Europa in Vergangenheit und Gegenwart
seine Veränderungen durch die Europäische Union
Entwicklung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt des Kontinents
Probleme der Migration
Veränderungen der Vorstellung von Heimat und Fremde
Mit mir, ohne mich. Ein Journal, 2002
Ein Florilegium. [Mit Paul Flora], 2002
Die unbekannten Europäer. [Mit Kurt Kaindl], 2002
Von nah, von fern. Ein Jahresbuch, 2003
Die Hundeesser von Svinia 2004
Wirtshausgespräche in der Erweiterungszone, 2005
Durch Österreich. Fotos: Inge Morath, 2005
Die versprengten Deutschen. Unterwegs in Litauen, durch die Zips und am Schwarzen Meer, 2005
Zu früh, zu spät. Zwei Jahre, 2007
Die fröhlichen Untergeher von Roana. Unterwegs zu den Assyrern, Zimbern und Karaimen, 2009
Die Donau hinab. Mit Zeichnungen von Christian Thanhäuser, 2009
Im Wald der Metropolen, 2010
Ruhm am Nachmittag, 2012
Das Erste, was ich sah, 2013
Internationaler Preis von Portoroz für Essayistik, 1987
Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1988
Buchprämie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1989 und 1994
Literaturstipendium der Stadt Salzburg, 1992
Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik, 1994
Europäischer Essay-Preis "Charles Veillon", 1997
Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch, 1998
Ehrenpreis des österr. Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2001
René-Marcic-Preis Salzburg, 2004
Manès-Sperber-Preis, 2005
Georg-Dehio-Buchpreis des Deutschen Kulturforums östliches Europa, 2006
Mitteleuropa-Preis des Forschungs- und Wissenschaftsministeriums, 2007
Ehrendoktorat der Universität Salzburg, 2007
Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 2010
Österreichischer Kunstpreis für Literatur, 2013
Internationaler Preis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg, 2013
Besuch der Slums unter anderem in Košice, Prešov, Svinia
Hauptsächlich Roma, aber auch Ruthenen, Juden (Prešov) und Zipser Deutsche
Paul Zsolnay Verlag Wien, 2004
Roma-organisationen und Hilfsprojekte
Im Wald der Metropolen
Paul Zsolnay Verlag Wien, 2010
13 lose miteinander verknüpfte Geschichten
Metropole = Ort eines wichtigen Ereignisses
Große Städte wie Brüssel, Wien, Bukarest und Istanbul
auch viele kleine, unbekannte Orte wie z. B. Dragatuš
schreibt über vergessene Ereignisse und Künstler
Danke für eure Aufmerksamkeit!
Quellen:
http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Biographien/Gau%C3%9F,_Karl_Markus
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Markus_Gau%C3%9F
http://www.litges.at/litges3/index.php?option=com_content&view=article&id=2037:im-wald-der-metropolen-karl-markus-gauss-rez-klaus-ebner&catid=13:buch&Itemid=17
http://www.literaturhaus.at/index.php?id=4164
http://www.lovelybooks.de/autor/Karl--Markus-Gau%C3%9F-/Im-Wald-der-Metropolen-396644538-w/;jsessionid=8427FE442F28223E6A39C1FBED3E458D
http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/melancholie-des-moeglichen-1.7430501
Karl-Markus Gauß: Die Hundeesser von Svinia
Karl-Markus Gauß: Im Wald der Metropolen
www.lovelybooks.de, awogfli:

"Dieses Werk des Salzburgers Gauß ist wirklich schwer zu beschreiben. Aus einem einfachen Reisetagebuch mit Hintergrundgeschichte, Anekdoten, Beschreibungen von Gebäuden.... entwickelt sich doch tatsächlich fast so etwas wie die Geschichte Europas. [...] als Gauß auf den Spuren der österreich-ungarischen Monarchie wandelt, verspürt man sofort den Impuls, mit den Trekkingschuhen und dem Buch in der Hand in Wien Rennweg zu starten und die historischen Häuser, Cafes.. Gedenktafeln aufzusuchen und die Geschichte und Werke der erwähnten großartigen tschechischen, slowakischen, serbischen, bosnischen.. Literaten vorab bzw. während der Reise noch zu studieren."
Karl-Markus Gauß, Die Hundeesser von Svinia, Seiten 22/23:
"Das Wesentliche an einem Slum ist nicht die Armut, nicht die Gewalt, nicht die Arbeitslosigkeit, nicht der Verfall. Das Wesentliche eines Slums ist seine Unsichtbarkeit. Der Slum ist nebenan, aber man sieht ihn nicht. Ich habe in Košice fast keinen Bewohner der Stadt gefunden, der je in Lunik IX gewesen wäre. Ich habe im ganzen Land nur wenige Leute getroffen, gleich ob sie der ungarischen, deutschen, ruthenischen, polnischen oder slowakischen Voksgruppe zugehörten, die auch nur mit einem einzigen Roma näher bekannt gewesen wären. Lunik IX ist mit dem Auto vom Stadtzentrum in zehn Minuten zu erreichen und bildet die Endstation eines städtischen Linienbusses. Nie aber ist dort jemand aus- oder zugestiegen, der nicht ein Bewohner des Ghettos gewesen oder als Sozialarbeiter dorthin gekommen wäre, und was die Leute über dieses Viertel ihrer eigenen Stadt zu erzählen wissen, haben sie immer nur von jemandem gehört, der es meistens auch nicht aus erster Hand wußte.
Man kann sich darüber entrüsten, aber das ändert nichts: Der Slum bleibt unsichtbar, auch wenn man jeden Tag an ihm vorbeifährt, der Slum ist von einer unsichtbaren Mauer umgeben, und diese Mauer trennt Welten voneinander. Hinter der Mauer leben andere Menschen, die von manchen, die sich sonst zivilisiert zu gebärden wissen, unverhohlen gar nicht für richtige Menschen gehalten werden. »Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen«, sagte einer, der sich mir gegenüber zuvor höchst liebenswürdig erwiesen hatte, »und wenn er da ist, siehst du, es ist doch nur ein Zigeuner.«"
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