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Cybermobbing - Informationen für Lehrkräfte

Januar 2016
by

SIN Studio im Netz

on 13 January 2016

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Transcript of Cybermobbing - Informationen für Lehrkräfte

Wichtige Begriffe
... small
Weitere Infos
handy.jpg
Beleidigen
Bedrohen
Belästigen
Bloßstellen
systematisch & absichtlich
über längeren Zeitraum
viele Täter, ein Opfer
oftmals anonyme Attacken
Täter meist aus näherem Umfeld
Was ist Cybermobbing?
Merkmale von "Cyber"mobbing:

mediale Verbreitung (Internet/Smartphone)
extrem schnelle Verbreitung der Inhalte
räumlich und zeitlich unabhängig
potentiell sehr großes Publikum
anonymes Agieren möglich
Auslöser für Mobbing:

Langeweile
Neid, Eifersucht
Rache
interkulturelle Konflikte
Andersartigkeit, Außenseiter
Happy Slapping

Filmen und Verbreiten
von tätlichen Übergriffen
Stalking

beharrliches Verfolgen oder Belästigen einer Person
Grooming

Kontaktaufnahme zur Anbahnung sexueller Handlungen
Mobbing (Bullying)

jegliche Form wiederholter verbaler, psychischer oder körperlicher Belästigung durch einzelne oder mehrere Personen
Cybermobbing - Informationen für Lehrkräfte
Tipps für Schülerinnen und Schüler:

anfangs: ignorieren, nicht antworten
lästige Personen sperren/blockieren
bei Facebook o.ä.: an Betreiber melden
Beweise sichern (für evtl. Anzeige)
Unterstützung suchen, z.B. bei Freunden, Eltern, Lehrern, Sozialarbeitern
notfalls bei Polizei Anzeige erstatten
Gesetzliche Regelungen
Unterschied:

Mobbing im öffentlich Raum
oder im geschlossen Bereich
öffentliches Mobbing:
das "Recht am eigenen Bild" wird berührt, wenn Fotos oder Videos ohne Einverständnis online gestellt werden
bei peinlichen oder intimen Abbildungen: Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs
ein "Unterlassungsanspruch" oder eine Strafanzeige wegen "Verleumdung" ist möglich, wenn Unwahrheiten oder Beleidigung online verbreitet werden

geschlossenes Mobbing:
das Anti-Stalking Gesetz tritt in Kraft, wenn man per Mail, WhatsApp o.ä. fortlaufend belästigt wird (Nachstellung, schwere Belästigung)
Strafmaß:
Beleidigung: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren
Üble Nachrede oder Verleumdung: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, wenn die Tat öffentlich oder schriftlich begangen wird
Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
Verletzung des persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr
Gewaltdarstellung: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr

Bei Jugendlichen steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund („Jugendstrafrecht“).
Die jeweiligen Auflagen bestimmt das Jugendgerichtsgesetz.
Arbeitsplatz
Papierkorb
z.B.
Hassgruppen
peinliche Fotos
Lügen/Gerüchte
Was tun gegen Cybermobbing?
Tipps für Lehrkräfte:

Hinweise ernst nehmen
einfache Kontaktaufnahme ermöglichen (Vielfältige Kommunikationswege anbieten)
gemeinsame Gespräche mit den Beteiligten führen und einvernehmliche Lösung finden (siehe z.B. "No Blame Approach")
Eltern informieren und einbinden
notfalls externe Hilfe beanspruchen (Mobbing-Beratung, Polizei o.ä.)
generelle Präventionsmaßnahmen:

Klima der Wertschätzung schaffen
Verhaltenskodex vereinbaren
Problem(e) thematisieren
Zivilcourage stärken
Peer-Projekte initiieren, z.B. Streitschlichter, Medienscouts
über Mediennutzung, moralische und rechtliche Aspekte aufklären
www.sin-net.de
Begriffs-
klärung
www.mobbing-in-schulen.de
Exkurs:
No Blame Approach - "Der Ansatz ohne Schuldzuweisung"

Idee: nach vorne schauen und nach Lösungen suchen!

klar strukturierte Methode in drei zeitlich aufeinander folgenden Gesprächs-Schritten

Gesprächsführung ist und bleibt wertschätzend


1. Gespräch mit der / dem Betroffenen

Beziehung aufbauen, Vertrauen gewinnen
Zuversicht schaffen
Vorgehensweise absprechen
2. Gespräch mit der Unterstützungsgruppe

Bildung einer "Helfergruppe"
Mitglieder: Mobbingakteure, Mitläufer UND unbeteiligte MitschülerInnen
optimal etwa 6-8 Personen
Zielstellung: Verbesserung der (Schul-)Situation für Schülerin X / Schüler Y (Betroffene/r)
Konkrete Handlungsabsichten der einzelnen Mitglieder werden besprochen und festgehalten
Wichtig: Es wird KEINE konkrete Anschuldigung formuliert, sondern es werden ausschließlich Verbesserungsmöglichkeiten besprochen:

"Ich habe das Gefühl, eurer Mitschülerin X / eurem Mitschüler Y geht es im Moment nicht besonders gut. Könnt ihr mir bitte helfen? Fällt euch etwas ein, das wir machen müssten, damit es ihr / ihm wieder besser geht? ..."
3. Nachgespräche

mit Betroffener / Betroffenem sowie den Beteiligten der Unterstützungsgruppe
ausschließlich Einzelgespräche - direkte Verantwortlichkeit
Ziel: Evaluation der Situation der / des Betroffenen - konnten weitere Übergriffe verhindert werden?
www.no-blame-approach.de
http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/downloads/weitere-spots/uk-childnet-lets-fight-it-together-deutsch/s/let/s/fight/it/
https://www.facebook.com/video.php?v=782396481841196
Videoclips
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